Google Magazine

Josef Willkommer, 20. November 2007 1 Kommentar RSS

Mit Google Magazine geht der Suchmaschinen-Riese zukünftig möglicherweise offline. Keine Sorge, das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass unsere Lieblingssuchmaschine „die Segel streicht“. Vielmehr wurde vor kurzem ein neues Patent eingereicht, mit dem User über einen sog. „custom publication creator“ Ihre eigenen Print-Publikationen – das Google Magazine – aus ausgewählten Online-Quellen, natürlich „garniert“ mit darauf abgestimmter Werbung, generieren können. Außerdem soll Google mit Hilfe des Tools passende Inhalte, basierend auf der User-Historie, automatisch vorschlagen können Durch eine Monitoringfunktion können relevante Inhalte bei Erscheinen automatisch hinzugefügt werden können. Die Updatefrequenz des eigenen Google Magazines kann vom User selbst definiert werden (z.B. wöchentlich, monatlich).

Google Magazine

Individuelle Publikation könnte dann z.B. dort ausgedruckt werden, wo man sie bezogen hat. Außerdem kann das so generierte Magazin problemlos online als eMagazine oder eBook verfügbar gemacht werden. Der Preis für ein selbst konfiguriertes Google Magazine ist dabei abhängig vom gewählten Content. Anscheinend gibt es auch bereits Überlegungen den „custom publication creator“ in Kiosks oder anderen Läden – ähnlich den Fotoboxen zu platzieren.

Refinanziert wird das Ganze – wie soll es anders sein – primär durch gezielte Werbung, die basierend auf dem User- und Contentprofil sowie z.B. auch Geo-Informationen eingebettet wird.

Das Erfolgsrezept aus dem Web wird also möglicherweise fast 1:1 auf klassische Medien übertragen. Meiner Meinung nach stehen die Erfolgschancen für ein derartiges Tool nicht so schlecht. Als Verlag hätte ich hier vermutlich schon ein ernsthaftes Problem, denn somit kann zukünftig jeder sein Online-Magazin mit wenigen Mausklicks erstellen. Natürlich ergeben sich damit auch interessante Marketing- und Vermarktungsmöglichkeiten – nicht nur für Google :-) . Hier bin ich mehr als gespannt, wie sich dieses Thema weiterentwickelt.

Quelle: seobythesea 

Marketingtrends 2008

Josef Willkommer, 18. November 2007 1 Kommentar RSS

Eine neue Studie über Marketingtrends 2008 bringt ein doch recht deutliches Ergebnis ans Licht: Demnach sehen 78 Prozent der befragten Marketing-Experten Onlinemarketing an der Spitze, gefolgt von integrierten Dialogmarketingprogrammen und mobile Marketing.

Für diese Studie befragte das Software- und Beratungshaus Epoq GmbH Topmanager aus der Marketing-Branche. Für Insider ist diese Ergebnis nicht wirklich überraschend, da sich diese Entwicklung ja bereits seit geraumer Zeit abzeichnet.

84 Prozent der Marketing-Manager sprechen sich dabei für eine Zunahme bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) aus, 76 Prozent rechnen mit Steigerungen bei der Bedeutung der Usability von Webseiten gefolgt von E-Mail-Marketing mit 74 Prozent. Zwei Drittel der Befragten zählen darüber hinaus Web2.0-Technologien, Affiliate-Marketing und Online-Werbung/-Sponsoring zu den wichtigsten Instrumentarien im Online-Marketingmix 2008.

Auf die Frage mit welchen Bereichen Online-Marketing im nächsten Jahr noch stärker verzahnt werden soll, nannten 70 Prozent den Vertrieb sowie 68 Prozent Branding und Markenführung. Dieses Ergebnis überrascht nun auch nicht wirklich. Primär geht es doch darum, über das Web Umsatz zu generieren und/oder den Bekanntheitsgrad einer Marke zu vergrößern bzw. ein gewisses Image aufzubauen. Insofern bleiben da ja nicht so viele Bereiche übrig…

Hier die Aufstellung der 7 wichtigsten Marketingtrends 2008:

  • Online-Marketing (78%)
  • Integrierte Dialogmarketing-Programme (68%)
  • Mobiles Marketing (64%)
  • Integriertes Direktmarketing (40%)
  • Fernsehwerbung (28%)
  • Radiowerbung (26%)
  • Klassische Werbung 26%)

Interessant in dem Zusammenhang ist ein Blick auf Google Trends. Demnach ist beim Suchvolumen für Suchmaschinenoptimierung (SEO) seit Anfang des Jahres ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten, wohingegen beim Suchmaschinenmarketing (SEM) der Aufwärtstrend erst im vierten Quartal so richtig begonnen hat und sich langsam an das Volumen von SEO annähert.

Online-Marketing-2008

Abb.: Google Trends

Magento Administration – Freiheit mit System

admin, 16. November 2007 3 Kommentare RSS

Die Open Source Shop-Lösung Magento kommt – und wie! Vor kurzem haben wir unter dem Titel “Magento – Revolution im eCommerce!?” ja bereits über den neuen Shop berichtet. Inzwischen habe ich mir auch die Administrationsdialoge von Magento etwas detaillierter angesehen und etwas im Back-End des Demo-Shop getestet. Meine anfängliche Begeisterung ist nach wie vor intakt, wenn nicht sogar gestiegen. Denn als Administrator bekommt man einen wirklich sinnvollen Rahmen an die Hand, um einen benutzerfreundlichen Shop aufzubauen. Dieser Rahmen ist aber sehr flexibel, d.h. man kann seine speziellen Wünsche und natürlich auch die Anforderungen, die sich aus den Produkten, die im Shop angeboten werden sollen, abbilden.

Bevor man in Magento loslegt, sollte man seine Produkte natürlich kategorisieren. Wieviele Ebenen man dabei wählt, bleibt jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall kann man diese Ebenen in Magento in einem Verzeichnisbaum anlegen, der dann auch der Menüstruktur entspricht. Dadurch dass im Baum auch die Anzahl der zugeordneten Artikel angezeigt wird, kann man leicht sehen, wo ein Umstrukturierungsbedarf besteht.

Magento Administration - Kategorien

Die oberste Ebene bildet die feststehende Navigation, alle anderen Ebenen werden als Drop-Down bzw. mit Aufklappfunktion dargestellt. Un das läuft wie geschmiert. Sobald man mit der Maus über einen Menüpunkt fährt, zu dem es ein Untermenü gibt, öffnet sich dieses und bleibt “ganz brav” stehen, bis man einen Eintrag angeklickt oder sich mit der Maus wegbewegt hat – eine Wohltat im Vergleich zu manchen Untermenüs, die sich nur mit millimetergenauer Feinstarbeit mit der Maus öffnen lassen .

Aber nochmal zurück zum Verzeichnisbaum, denn er ist nicht nur zum Anschauen gut. Zu jedem Eintrag gibt es im rechten Bereich des Bildschirms zwei Registerkarten. Auf der ersten können allgemeine Angaben gemacht werden. Dort kann man beispielsweise für alle Unterseiten einer Kategorie festlegen, welches Layout verwendet, welches Titelbild gezeigt und welche Meta-Angaben für die Suchmaschinen gemacht werden sollen. Auf der zweiten Registerkarte sind die zugehörigen Artikel aufgelistet.

Den Kategorien können nun im nächsten Schritt Attribute zugewiesen werden. So kann man beispielsweise festlegen, dass Schuhe nach Farbe und Typ unterteilt werden sollen und Digitalkameras nach Größe und Pixeln. Diese Attribute erleichtern den Einkäufern später die Auswahl im Shop, denn es wird angezeigt, wieviele Produkte mit den jeweiligen Attributen in einer Kategorie gefunden wurden. Und per Mausklick kann der Kaufwillige dann die Anzeige auf diese Produkte beschränken.

Magento Administration - Attribute

Um die Pflege zu erleichtern, kann man festlegen, welche Attribute für alle Kategorien gelten sollen, und muss diese nicht jedes Mal separat anlegen. Es bleiben dann also nur noch die individuellen Attribute einer Kategorie zum Anlegen.

Die neu angelegten Attribute können ganz einfach mit der Maus aus der Liste in den Verzeichnisbaum zur jeweiligen Gruppe gezogen werden.

Soviel zur Kategorisierung in Magento. Wie die Produkte in den Shop kommen, folgt demnächst.

iPhone vs. T-Mobile

Josef Willkommer, 15. November 2007 kein Kommentar RSS

Da in Deutschland im Moment ja das iPhone-Fieber ausgebrochen ist, habe ich mir mal den Spass erlaubt und mit Google Trends die Suchhäufigkeiten gegenübergestellt. Erwartungsgemäß schlägt sich dieser Hype auch in der Kurve nieder, während die Telekom – gemächlich “dahindümpelt”. Interessant finde ich allerdings den leichten Ausschlag am Ende. Ich führe dies – vor allem in Anbetracht der vorliegenden Grafik – auf den iPhone-Hype zurück. Wäre ja auch nicht so schlecht, wenn unser Rosa-Riese etwas von dem Lifestyle-Schick der “Jobs-Schmiede” mitbekommt.

iPhone
Folgt man Google Trends, ist das High-Tech-Land Bayern und hier allen voran München in Deutschland führend, was die Anfrage nach dem Begriff “iPhone” betrifft (unseren ehemaligen Landesvater wird dies möglicherweise freuen). Vielleicht sollten wir einen bekannten Spruch ja zukünftig in “iPhone und Lederhose” umbenennen :-) . An der vorliegenden Verteilung ist mir noch etwas interessantes aufgefallen – die neuen Bundesländer fehlen unter den Top10 komplett. Es kann sich ja jetzt jeder selbst seine Ableitungen daraus bilden… :-)

iPhone2

Google Android – iPhone von Google

Josef Willkommer, 14. November 2007 kein Kommentar RSS

Das Google Phone kommt, allerdings anders als sich mancher vorgestellt hat. Unter dem Namen Google Android hat der Suchmaschinengigant jetzt sein mobiles Open-Source Betriebssystem vorgestellt. Neben Google verbirgt sich hinter Android die sog. Open Handset Alliance. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von über 30 Partnern aus der Mobilfunkbranche. Neben Netzbetreibern wie Sprint, T-Mobile oder Telefonica sind natürlich auch Handy- und diverse Softwarehersteller mit an Bord.

Im Zuge der Veröffentlichung von Android hat Google mit der Android Developer Challenge auch gleich eine Art “Kopfgeld” in Höhe von insgesamt 10 Mio. Dollar für die besten Android-Applikationen ausgesetzt. Der Betrag wird zu gleichen Teilen in zwei Phasen ausgeschüttet, wobei Teil 1 der Challenge vom 02. Januar bis 03. März stattfindet. Eine Fachjury wählt dabei die 50 erfolgsversprechendsten Vorschläge aus, die mit jeweils 25.000 Dollar für die Weiterentwicklung dotiert sind. Bis 01. Mai müssen die Projekten dann fertig gestellt und eingereicht werden. Die besten zehn Anwendungen erhalten dann jeweils 275.000 Dollar, zehn weitere Projekte nochmals 100.000 Dollar. Die zweite Phase beginnt dann nach Erscheinen der ersten Android-Mobiltelefone in der zweiten Jahreshälfte 2008.

Einen ersten Eindruck des Tools sollte das Google Android Video vermitteln, das bei Youtube veröffentlicht wurde.

Damit verdeutlicht Google einmal mehr, dass auch im mobilen Markt mit Ihnen schwer zu rechnen sein wird. Der Google-Mobile-Chef Andy Rubin äußerte sich hierzu wie folgt: “Wir glauben, dass die Android-Plattform Entwicklern eine einzigartige Möglichkeit bietet, wirklich innovative mobile Software zu entwickeln.”

Möglicherweise hat der Erfolg des iPhones auch dazu beigetragen, dass bei der Funktionsweise von Android mit Sicherheit nicht durch Zufall sehr starke Parallelen zum iPhone erkennbar sind – ein berührungsempfindliches Display, ein übersichtlicher Browser, eine blätterbare Alben-Ansicht sowie diverse Google-Dienste wie Google-Maps, Google Street View oder GMail.

Google AdWords für Einsteiger

admin, 14. November 2007 kein Kommentar RSS

Google AdWords ist eine feine Sache, um sein Produkt oder Unternehmen effizient zu positionieren, neue Kunden zu gewinnen, bestehende Kunden zu halten und ohne große Vorabkosten Werbung zu betreiben. Da bekanntlich aller Anfang schwer ist, hier ein paar Tipps für die ersten Schritte mit Google AdWords.

Fixieren Sie Ihre Ziele
Egal ob Sie Kosten pro Klick, Ausgaben pro Monat, Umsatz, Onlinedauer oder was auch immer auswählen, Ziele sind wichtig. Mit Zielen schaffen Sie die Grundlage für Ihre Kampagne. Denn wenn Sie Ihre Marke positionieren wollen, benötigen Sie eine andere Kampagne als wenn Sie Wiederholungskäufe erzielen möchten. Die meisten Unternehmen verknüpfen ihre Ziele mit einem Budget, z.B.: „ Ich möchte pro 100 EUR Ausgaben pro Monat 10 Einkäufe erzielen.“

Erstellen Sie eine Keywort-Liste
Ein gutes Tool finden Sie bei SEO Book – allerdings in Englisch . Am besten starten Sie mit einer Kampagne für Ihren Markennamen. Das ist meist profitabler als Schlüsselwörter, und so können Sie AdWords etwas besser kennen lernen.

Erstellen der AdWords Kampagne
Wenn Sie Ihr AdWords-Konto eingerichtet haben, kann es losgehen. Klicken Sie auf „Kampagnenzusammenfassung“ und dann auf „keyword-bezogen“. Dann können Sie Ihrer Kampagne einen Namen geben und anschließend Ihre Länder auswählen. Je mehr Länder, desto größer die Reichweite. Die Qualität des Traffics sinkt aber meist (Warum für einen Klick zahlen, wenn die Benutzer kein Deutsch sprechen?). Als nächstes müssen Sie Ihre Anzeige schreiben. Versuchen Sie dabei klar und präzise zu sein und einen Aktionsaufruf einzubauen.
Fügen Sie dann Ihre Keywords ein (vielleicht um ein paar Vorschläge von Google ergänzt). Dann geht es mit Zahlenspielen weiter. Bestimmen Sie Ihr Budget und Ihre Default-Kosten pro Klick oder die Kosten pro Klick, wenn Sie diese nicht später noch festlegen. Höhere Kosten pro Klick verbessern normalerweise die Position Ihrer Anzeige und bringen mehr Klicks. Ein guter Einstiegswert liegt bei 0,35 EUR, hängt aber von Ihren Keywörtern, der Anzahl an Keywörtern, dem Budget und anderen Faktoren ab. Wenn man im Content-Netzwerk wirbt, kann man sogar mit 0,01 EUR einsteigen. Dort wird allerdings weniger Traffic generiert. Wenn Sie das gemacht haben, sind sie fertig. Neja, fast.

Kontrolle und Analyse
Auch wenn es hierzu Tools für etliche 100 Euro gibt, reicht Google Analytics zum Einstieg aus, zumal Google AdWords dort perfekt integriert ist. Sie erkennen daraus, wer über welches Schlüsselwort auf Ihre Seiten gekommen ist. Damit können Sie Keywörter bewerten und den ROI festlegen.

Verschiedene Anzeigen
Erstellen Sie zu einer Kampagne mehrere Anzeigen. Es können ruhig bis zu 5 Anzeigen sein, denn Google ermittelt daraus die Anzeige mit der besten Klickrate und zeigt diese dann häufiger. Nach einer Woche können Sie die schlechteste Anzeige löschen und eine neue Anzeige ausprobieren. Versuchen Sie also immer, die derzeit führende Anzeige zu schlagen.

Loggen Sie sich regelmäßig ein
Bleiben Sie am Ball. Ergänzen und löschen Sie Keywörter, optimieren Sie Anzeigentexte, spielen Sie mit Ihren Geboten und Tagesbudgets. Vergessen Sie auch nicht, dass die Qualität Ihrer Landing-Page eine wichtige Rolle für die Effizienz Ihrer AdWords-Kampagne spielt. Verlinken Sie also Ihre Anzeigen mit Ihren relevantesten Seiten, die die höchsten Konversionsraten versprechen.
Diese Tipps sollten für einen Einstieg in Google AdWords reichen, Ihre Online-Umsätze steigern, Ihre Marke bekannter machen oder Ihnen etwas mehr Traffic bringen. Viel Erfolg!

Quelle: Search Engine Journal

Marissa Mayer und die Zukunft von Google

Josef Willkommer, 12. November 2007 2 Kommentare RSS

Wie ich gerade auf dem Googlewatchblog gelesen habe, hat die Schweizer Zeitung SonntagsBlick ein Interview mit Marissa Mayer – Chefproduktentwicklerin bei Google – über die Zukunft des Suchmaschinengiganten geführt.

Eine elementare, wenn auch nicht neue Aussage betrifft den Datenhunger von Google. Auf die Frage wie man denn die Internet-Suche verbessern wolle, antwortete Mrs. Google dass man die User animieren wolle, möglichst viele Daten von sich preizugeben und hochzuladen. Mit Zunahme der Daten werden die Suchergebnisse auch sukzessive besser. Über welche Daten Google mittlerweile unter anderem verfügt, haben wir bereits vor geraumer Zeit in einem Blog-Artikel veröffentlicht.

Marissa Mayer sieht Google in Zukunft als “besten Freund” des Users, der einem genau kennt und stetig Vorschläge unterbreitet, die den persönlichen Wünschen entsprechen. Das Ganze hört sich für mich schon ein wenig erschreckend an. Zumal es in der Vergangenheit ja bereits des öfteren Diskussionen über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte gab. Frau Mayer argumentiert hier, dass ein bester Freund ja schließlich auch intime Details kennt. Ich möchte diese Satz jetzt nicht weiter kommentieren. Es kann sich ja jeder selbst seine Gedanken dazu machen…

Fakt ist, dass Google in Zukunft mehr denn je auf Datenschau gehen und diese Userdaten auch immer weiter verknüpfen wird. Die offizielle Begründung lautet: Verbesserung der Suchergebnisse. Eine inoffizielle kann sich jeder User selbst zusammen basteln.

Quelle: Googlewatchblog, blick.ch

Die richtige Nische finden

admin, 10. November 2007 15 Kommentare RSS

Das Ranking einer Website und der Traffic, den sie erhält, hängen natürlich auch von der Stärke des Wettbewerbs im jeweiligen Marktsegment ab. Wer in einem stark umkämpften Markt nicht ausreichend erfolgreich ist, sollte über einen Wechsel in eine (andere) Nische nachdenken. Wie aber findet man eine realistische und zugleich Erfolg versprechende Nische?
Es gibt Aktivitäten, die

  • man gerne tut
  • man gut kann
  • Geld bringen

Und die gilt es zunächst individuell zu identifizieren. Die folgenden Beispiele beziehen sich zwar mehr auf eine einzelne Person, lassen sich aber in ganz ähnlicher Weise auch auf Unternehmen übertragen.

1. Schritt: Sammeln Sie Aktivitäten, die Sie gerne tun
Schauen Sie sich einfach mal in ihrer Wohnung um: Welche Bücher oder Zeitschriften lesen sie? Was sammeln Sie? Von welchen Orten haben Sie Bilder aufgehängt? Welche Bookmarks gibt es in Ihrem Browser? Welche Blogs haben Sie abonniert? Wo also liegen Ihre Interessen? Aber Interesse an einer Sache zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass man darin gut ist. Also folgt der….

2. Schritt: Sammeln Sie Dinge, die Sie gut können
Die Liste, die dabei herauskommt, sollte sich von der Liste aus dem 1. Schritt unterscheiden. Denn wenn Sie nicht gerade eine besonders langweilige Person sind, wird es Dinge geben, die Sie zwar interessieren, die Sie aber nicht gut können. Und es kann Dinge geben, die Sie gut können, für die Sie sich aber nur wenig interessieren.
Soll die Liste der Dinge, die Sie gut können, wirklich objektiv sein? Dann achten Sie auf die Fragen, die Ihnen Ihre Familie und Freunde stellen. Jeder Mensch sollte sein eigenes Profil haben und dafür auch bekannt sein. Letzteres ist allerdings eher selten der Fall. Wenn Sie also immer wieder zu einem bestimmten Thema angesprochen oder um Rat gefragt werden, sind Sie in diesem Gebiet bestimmt gut. Und genau solche Themen sind der Grundstein für Ihre Nischenstrategie oder einen Blog. Starten Sie mit ein paar Freunden oder Ihrer Familie und lassen Sie das Ganze dann wachsen.
Wenn Sie mit diesem Thema dann Geld verdienen oder zumindest die Hosting-Gebühren für den Blog eintreiben möchten, müssen Sie auch den nächsten Schritt tun:

3. Schritt: Sammeln Sie Dinge, mit denen Sie Geld verdienen können
Das Schöne am Internet ist, dass man mit ausreichend Fantasie und Traffic nahezu aus allem Geld machen kann. Wer mit weniger Traffic trotzdem erfolgreich sein will, muss noch einen Schritt weiter gehen.
Neben den traditionellen Einkünften aus Blogs, wie z.B. AdSense, Partnerprogrammen, Abos und Werbung bietet sich auch der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an. Wenn Sie also beispielsweise Holzspielzeug herstellen, können Sie über Ihren Blog auch Ihre Produkte oder Bastelanleitungen verkaufen. Ein Blog zum Thema Tauchen kann mit einem örtlichen Reisebüro zusammen Tauchreisen anbieten. Berater können neben ihren Dienstleistungen immer e-Books verkaufen. E-Books haben zwar in manchen Bereichen einen schlechten Ruf, sind aber nicht grundsätzlich und durchgängig schlecht. Und wer sich ein wenig mehr anstrengen möchte, macht ein echtes Buch draus, das bei Interesse veröffentlicht werden kann.
Es geht also darum, über die traditionellen Spielarten hinauszugehen, mit denen im Internet zwar Geld verdient werden kann, die aber eine Menge Traffic erfordern. In manchen Nischen wird es einfach nie richtigen Traffic geben, auch wenn Sie für jedes erdenkliche und relevante Keywort auf dem ersten Platz stehen.

4. Schritt: Finden Sie die besten Möglichkeiten
Schauen Sie sich Ihre 3 Listen an. Wo gibt es Überschneidungen? Idealerweise sucht man sich eine Nische, die zumindest von 2 Bereichen überdeckt wird. Vielleicht haben Sie Interesse an einer Sache, die Sie gut können, mit der sich aber kein Geld verdienen lässt. Wenn es Ihnen Spaß macht, ist das vielleicht sogar egal. Vielleicht interessiert Sie auch etwas, mit dem sich sogar Geld verdienen lässt, was sie aber nicht gut können. Dann tun Sie es, weil es Ihnen Spaß macht. Sie verdienen ein wenig Geld und sammeln Erfahrungen, ist das nichts?
Vielleicht sind Sie auch irgendwo gut und können Geld damit verdienen, langweilen sich aber dabei? Dann vergessen Sie es. Auch wenn gerade diese Nische im Web sehr beliebt sein sollte, werden Sie damit nicht weiter kommen. Viele Leute arbeiten so…Dienst nach Vorschrift oder Pflichtübung. Aber wer will das schon? Ich würde lieber etwas tun, was mir Spaß macht, auch wenn es nicht so viel Geld bringt.
Idealerweise gibt es ein paar Themen, in denen sich alle 3 Bereiche überdecken. Sie mögen es, sind wirklich gut darin und die Leute sind auch noch bereit, Geld dafür auszugeben. In diesem Fall haben Sie es geschafft, dass Arbeit keine Arbeit mehr ist. Ohne Fleiß und Geduld wird es aber auch in diesem Fall nicht funktionieren. Bei der Gelegenheit sollte sie sich nicht von den zahllosen Angeboten im Stile von “How to earn one million in one day” beeinflussen lassen. Ganz so einfach ist es dann meistens doch nicht, denn die Lizenz zum Reichwerden wird Ihnen niemand so einfach verkaufen, oder :-)

Magento – Revolution im eCommerce?!!!

admin, 8. November 2007 26 Kommentare RSS

Ich komme gerade zurück von einer Einkaufstour im Magento Demo-Shop.

Und ich kann sagen: Ich bin begeistert! In einem solchen Shop würde ich jederzeit gerne einkaufen. Ich fühle mich als Kunde bestens über alle Eigenschaften des Produkts informiert, werde bei meiner Kaufentscheidung durch wirklich intelligente Funktionen unterstützt und habe auch an der Kasse volle Transparenz über den Inhalt meines Einkaufswagens, über Kostenbestandteile oder zusätzliche Kosten wie Mehrwertsteuer oder Versand.

Auch die Pflege- und Überwachungsmöglichkeiten für den Administrator machen einen guten Eindruck. Dieser Bereich enthält zwar im Demo-Shop derzeit noch ziemlich wenige Daten, aber man kann auf jeden Fall sagen, dass die Menge an Funktionen keine Wünsche offen lassen wird und trotzdem ein sehr übersichtlicher, klar strukturierter Admin-Bereich entstanden ist.

Wer oder was ist nun Magento?

Magento eCommerce-Plattform

Magento ist eine neue eCommerce-Plattform, deren Entwicklung hin zur Version 1.0 sich gerade in der Endphase befindet. Das Besondere und besonders Attraktive daran ist, dass es sich um ein Open-Source System handelt, für das keine hohen Lizenzgebühren anfallen werden.

Hinter Magento steht die Firma Varien mit Sitz in Los Angeles. Sie ist seit 6 Jahren am Markt und hat sich in dieser kurzen Zeit in den USA bereits zum führenden Dienstleister im eCommerce-Bereich emporgearbeitet.

Logo Varien eCommerce

Der Name Magento stammt vermutlich von der Firmenfarbe. Man nehme also das magentafarbene Firmenlogo, drehe es um, klopfe es platt und ergänze ein paar Linien im Inneren, und fertig ist das Magento-Logo. Ganz so banal verläuft die Entwicklung der eCommerce-Plattform allerdings nicht, hat sich Varien doch zum Ziel gesetzt, mit Magento die Marktführerschaft zu erobern.

Dem Team von Varien steht eine große Entwicklergemeinschaft zur Seite. Der Reiz, hier gleich von Anfang an dabei zu sein, ist sicher sehr hoch und wird die besten Köpfe in das Team treiben. Die Zusammenarbeit ist natürlich grenzüberschreitend und umfasst derzeit 17 nach Sprachen unterteilte Gruppen. Die Mitte September gegründete deutschsprachige Community hat gleich für den ersten Rekord gesorgt und in den ersten 2 Wochen mehr als doppelt so viele Blog-Beiträge geschrieben wie alle anderen Blogs zusammen. Inzwischen gibt es 3.385 Mitglieder und knapp 8000 Beiträge.
Für die übergreifende Entwicklungszusammenarbeit stehen thematische Gruppen zur Verfügung, die sich z.B. derzeit mit der Suchmaschinen-Optimierung, der Anbindung an Joomla, Templates und – für uns interessant – mit der Übersetzung ins Deutsche befassen.

Also auch nach der Einführung wird Support sowohl von professioneller Seite als auch von der großen Entwicklergemeinschaft kommen.

Was kann Magento?

Magento ist flexibel

Es lässt sich einfach an die kundenspezifischen Bedürfnisse anpassen, ist skalierbar und wächst problemlos mit ihrem Shop mit.

Magento ist vollständig

Es gibt verschiedene Wege, den Kunden zum Produkt und schließlich zum Kauf zu bringen. Magento hat an alle Möglichkeiten gedacht und unterstützt sie.
Sucht ein Kunde ein spezielles Produkt in einer Suchmaschine, haben Produkte in Magento-Shops beste Chancen, gefunden zu werden, denn Magento berücksichtigt die wichtigsten Elemente der On-Site-Suchmaschinenoptimierung automatisch. Aus den Produktdaten werden sprechende URLs, ein aussagekräftiger Titel und ebensolche Meta-Tags erzeugt.
Sucht der Kunde in einem Magento-Shop einen bestimmten Artikel, kann er eine Tag-Wolke, umfangreiche, intelligente Suchfunktionen oder Filter nach Preis, Marke oder Farbe benutzen. Produktbewertungen anderer Kunden, weitere Produktvorschläge und vor allem die Möglichkeit, mehrer Produkte des Shops auf einen Blick vergleichen zu können, erleichtern die Kaufentscheidung. Wer sich noch nicht gleich zum Kauf entschließt, schreibt seine Lieblingsstücke einfach auf seinen Wunschzettel, den er zu gegebener Zeit direkt in den Einkaufswagen übertragen oder vielleicht ans Christkind mailen kann.
Der Einkaufswagen ist – wie oben schon erwähnt – leicht verständlich und komfortabel. Flexibilität gibt es natürlich auch hinsichtlich der Bezahlung, der Versandkosten und der Versandarten. Eine Bestellung kann auch an mehrere Adressen versendet werden. Wenn „Ich, Anonym“ einkaufen will, kann er dies als Gast ohne Registrierung tun. Registrierte Kunden werden allerdings u.a. mit einer Übersicht über alle ihre Aktivitäten im Shop belohnt.
Selbstverständlich erfolgt die Kommunikation mit dem Kunden in Magento-Shops per Mail. Neben Informationen zu einer Bestellung selber erleichtert das integrierte Newsletter-Modul auch die regelmäßige Kontaktaufnahme mit den Kunden.

Magento erlaubt Individualität

Damit ein Einkauf in einem Magento-Shop so reibungslos funktioniert, sind natürlich einige Vorarbeiten auf der administrativen Seite notwendig. Was auch immer der Shop-Betreiber wünscht, Magento wird es ihm ermöglichen, z.B.

  • Staffelpreise in Abhängigkeit von der Menge
  • verschiedene Steuersätze und Währungen
  • unterschiedliche Steuersätze oder Preisregeln für einzelne Kundengruppen
  • mehrsprachiger Shop
  • Zusammenfassung mehrerer Shops auf einer oder mehreren Sites

Für die optisch ansprechende Gestaltung des Shops stehen verschiedene Layout-Vorlagen und Optionen für Bilder zur Verfügung.

Für die Pflege des Shops können Benutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten angelegt werden. Für statische Seiten, die über den Shop hinaus benötigt werden, stellt Magento ein eigenes Content Management System bereit, das selbstverständlich auch gleich die Suchmaschinen-Optimierung berücksichtigt.

Magento erleichtert kontinuierliche Verbesserungen

Und schließlich gibt es umfangreiche Möglichkeiten, die Verkäufe und das Vorgehen der Benutzer im Shop auszuwerten, und die konkreten Erkenntnisse aus Wunschzetteln, Tags und Suchabfragen in konkrete Verbesserungen am Shop umzusetzen.

Magento hat was und wahrhaftig beste Chancen, im eCommerce das zu werden, was TYPO3 bei den Content Management Systemen ist. Wir von TechDivision werden das nicht nur weiter beobachten, sondern sicher auch unseren Beitrag leisten, zum Wohle unserer Kunden und der Entwicklergemeinschaft.

Warum Google Analytics für SEO-Zwecke ungeeignet ist

admin, 7. November 2007 10 Kommentare RSS

Wer ernsthaft Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben will, sollte nicht auf Google Analytics bauen. Das ist zwar schade, weil das Tool nicht nur kostenlos, sondern auch einfach in der Handhabung ist, aber die Anforderungen des SEO-Bereichs werden leider nicht erfüllt.

1. Eingeschränkte Technologie
Google Analytics verwendet die so genannte “Page Tagging-Technologie”. Damit kann das Programm nur Informationen von Browsern aufnehmen, die JavaScript ausführen können. Automatische Browser, zu denen auch die Spider der Suchmaschinen gehören, führen aber kein JavaScript in Ihrem Source Code aus. Folglich registriert Google Analytics nur die Aktionen der echten Benutzer, nicht aber die der Suchmaschinen-Spider.
Für eine gute Suchmaschinen-Optimierung muss man aber wissen, wann die Spider vorbeikommen, welche Seiten sie aufrufen und wie oft sie zurückkommen. Nur so kann man seine Seiten optimieren, neue Seiten erstellen, interne Links aufbauen und die Änderungen priorisieren.
Es mag sich zwar merkwürdig anhören, aber das Verhalten der Spider muss genauso analysiert werden wie das der Besucher.

2. Keine Auswertung von Log-Files
Die Analyse von Log-Files ist das Gegenstück zum Page Tagging in der Web-Analyse. Tools, die Logfiles auswerten, tragen alle Informationen aus den Server-Logs zusammen. Dort wird jeder Seitenaufruf zusammen mit der IP-Adresse, dem User Agent und meistens auch dem Verweistext aufgezeichnet. Die Arbeit mit diesen Anwendungen ist zwar etwas aufwändiger, wird aber durch die daraus hervorgehenden Daten ausgeglichen.
Das Beste an den Log-Analysen sind die konfigurierbaren Filter. Google Analytics versucht sich hier zwar auch in gewissem Umfang, aber die Kontrollmöglichkeiten bleiben begrenzt.
Leider kann man keine Log-Files in Google Analytics hochladen oder Daten runterladen. Wenn Google dieses Feature einbauen würde, käme es zu einer Win-Win-Situation: Sie könnten GA verwenden, um alle Daten auszuwerten – und Google könnte das gleiche tun.

3. Sie sind von Google abhängig
Wenn Sie Auswertungen ansehen möchten, tun Sie das Online über die Google Analytics Schnittstelle. Sie können die Ergebnisse aber weder mitnehmen noch archivieren. Dazu kommt dann noch, dass Google Ihre Daten ständig kontrolliert. Wenn Google die Schnittstelle oder die Art der Auswertungen ändert, müssen Sie sich damit abfinden
Es geht um IHRE Web-Site, um IHRE Besucher und IHRE Analyse. Warum sollte alle Macht dafür bei Google liegen?
Google Analytics ist auch nicht vollständig, und rangiert in Tests weit hinter handelsüblichen Produkten. Es steht sogar noch weiter hinten als seinerzeit Urchin, bevor es von Google gekauft und in Google Analytics umgetauft wurde. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Google keine Ressourcen zur Verfügung stellt, um mit den anderen Produkten am Markt Schritt zu halten. Wenn dieser Trend anhält, wird der Abstand zwischen dem „freien“ Google Analytics und den handelsüblichen, professionellen Tools am Markt also noch größer werden.
Empfehlungen
Google Analytics ist aber trotzdem nicht ganz nutzlos. Wer ernsthaftes Such-Marketing betreiben will, sollte sich aber nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern noch weitere Tools zu Rate ziehen.

Quelle: Search Engine Journal

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