Nutzlose Meta-Tags in Web-Seiten

admin, 14. Dezember 2007 3 Kommentare RSS

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele nutzlose Tags in den Headern von Web-Seiten zu finden sind. Der größte Nachteil dieser Tags liegt darin, dass sie den eigentlichen Inhalt der Webseiten im Source-Code weiter nach unten schieben. Natürlich lesen die Spider von Google und den anderen Suchmaschinen auch weiter unten, um die tatsächlichen Seiteninhalte zu finden, aber warum soll man es ihnen unnötig schwer machen?Deshalb hier einige der beliebtesten, aber nutzlosen Tags, die im Header einer Webseite vorkommen, aber für die Suchmaschinenoptimierung nichts bringen.

<META NAME="ROBOTS" CONTENT="INDEX, FOLLOW">

Dieser Tag bringt nichts, weil die Suchmaschinen-Spider die Seite sowieso besuchen, und diesen Tag gar nicht beachten. Solange von guten Seiten auf eine Seite verlinkt wird, findet Google die Seite auch. Dieser Meta-Tag ist nur dann sinnvoll, wenn eine Seite nicht indiziert werden soll. Aber auch in diesem Fall ist nicht sicher, dass die Spider die Information beachten. Eine robots.txt-Datei ist immer die bessere Alternative, um Seiten von der Indizierung auszuschließen. Sie wird tatsächlich auch von den meisten Suchmaschinen berücksichtigt.

<META NAME="REVISIT-AFTER">

Auch dieser Tag wird in den meisten Fällen von den Suchmaschinen ignoriert. Die Spider haben ihre eigenen Zeitpläne und Häufigkeiten, in denen sie Webseiten besuchen. Man kann einem Spider nicht zwingen, die eigene Site häufiger zu besuchen.

<META NAME="COPYRIGHT">

Und noch ein bedeutungsloses Tag für die Webseite. Es ist zwar schon verständlich, dass ein Web-Designer oder ein Suchmaschinenoptimierer seine Kontaktdaten in einem solchen Feld sehen möchte, aber sie sollten der Versuchung dennoch widerstehen. Denn man kann damit weder verhindern, dass andere Ihren Source-Code kopieren (dagegen helfen nur Gesetze) noch Werbung für sein Unternehmen machen. Denn wer schaut schon in den Source-Code, um die Kontaktdaten des Anbieters oder Dienstleisters zu bekommen? Dieser Tag schiebt den eigentlichen Seiteninhalt nur noch weiter nach unten.

Und es gibt noch einige weitere nutzlose Tags, die Webmaster auf ihre Seiten stellen. Schauen Sie einfach mal auf einigen Seiten in den Source-Code oder stellen Sie Ihre Meinung als Kommentar ein.

Quelle: Search Engine Journal

Magento und Transaktions-Mails

admin, 11. Dezember 2007 1 Kommentar RSS

„Und du denkst an alles!“ Irgendeine Firma hat diesen Satz als Werbespruch. Ich weiß nicht mehr welche, aber immer, wenn ich mich wieder ein Stückchen weiter in Magento, die neue Online-Shop-Software, einarbeite, kommt mir dieser Spruch in den Sinn. Denn obwohl wir momentan erst Version 0.6141 schreiben, ist schon sooooo viel Gutes drin. Und während wir fast sehnlicher auf die Freigabe von Magento als auf das Christkind warten, nutzen wir die Zeit, um uns offline auf einige shop-relevante Dinge vorzubereiten.

Und dazu gehören sicher Transaktionsmails, die von Magento vorbildlich unterstützt werden – Text und Gestaltung aber kann uns Magento aber natürlich nicht abnehmen ;-) Aber es gilt wie bei den Produktkategorien, dass auch hier Freiheit herrscht, die aber mit System in geordnete Bahnen gelenkt wird.

Aber zunächst noch ein paar theoretisch-praktische Hintergrundinformationen:
Transaktionsmails, das sind die Mails, die wir aus Online-Shops oder als Antwort von Web-Formularen erhalten. Transaktionsmails sind personalisiert, da der Name des Kunden aus den Bestelldaten oder dem Web-Formular vorliegt. Sie teilen uns mit, dass unsere Bestellung oder Anfrage eingegangen ist, dass die Ware versendet wurde oder dass wir in Kürze eine Antwort auf unsere Anfrage von der zuständigen Abteilung erhalten werden. So etwas lesen wir gern, und solche Mails haben nichts im Spam-Filter oder im Papierkorb verloren. Und genau hier liegt das große Potenzial der Transaktions-Mails: Die Lesequote von annähernd 100% sollte genutzt werden. D.h. Transaktions-Mails sollten unbedingt im Corporate Design gehalten sein, um einen Wiedererkennungswert zu bieten und die Kundenbindung zu stärken. Außerdem ist neben der sachlichen Mitteilung noch ausreichend Platz, um eine werbliche Mitteilung des Anbieters unterzubringen, seien es allgemeine Sonderangebote oder Produkte, die die bereits bestellten Artikel sinnvoll ergänzen können.

Ein weiterer Vorteil der Transaktions-Emails aus Online-Shops liegt darin, dass der Kunde durch seine Bestellung bereits eine zumindest grundlegende Sympathie für den Anbieter aufbringt. Dadurch ist es leichter, einen bestehenden Kunden zu einem Folgekauf zu bewegen, als einen Interessenten dazu zu bringen, einen Newsletter zu abonnieren. Denn der Umsatz lässt sich nicht nur durch zusätzliche Kunden steigern, sondern auch dadurch, dass Bestandskunden zusätzliche Bestellungen aufgeben.

Warum fühlen wir uns in unseren Stammgeschäften so wohl – in der Bäckerei um die Ecke, wo die Verkäuferin schon fast wortlos „unsere“ Semmeln einpackt, weil sie weiß, was wir gerne mögen, im Bekleidungsgeschäft, wo uns der Verkäufer ein neues Hemd in unserer Lieblingsfarbe zeigt, weil er sie sich gemerkt hat?

Weil wir uns als Kunde ernst genommen fühlen und den Eindruck haben, dass wir wichtig sind, wenn sich die Verkäuferin im Schuhladen an unseren letzten Einkauf und die Schuhgröße erinnert. Diese persönliche Betreuung ist in Online-Shops natürlich nur bedingt möglich. Aber wer zumindest das gebotene Potenzial ausschöpft, ist sicher eine Nasenlänge voraus. Und wer sich dabei auf Magento stützt, ist gut beraten.

Aber wie geht nun Magento mit Transaktions-Mails um?

Im Admin-Bereich gibt es einen eigenen Menüpunkt und eine eigene Seite, in der die Mails angelegt und gepflegt werden können.

Magento und Transaktions-Mails

Die Mailtexte werden in html hinterlegt, d.h. je schöner die Mail werden soll, desto mehr Programmierkenntnisse sind erforderlich. Aber wer in der Lage ist, einen Shop mit Magento einzurichten, wird mit den Transaktionsmails sicher keinerlei Schwierigkeiten haben.
Für die Mails gibt es vielfältige Möglichkeiten: Kunden- und Bestelldaten werden als Variablen hinterlegt, Texte können formatiert, Bilder und Links eingefügt werden – genau wie bei Web-Seiten.

HTML-Code von Transaktionsmails in Magento

Mit der Vorschau-Funktion kann man sich die Arbeit jederzeit anschauen, und auch eine Konvertierung in Plain Text ist möglich.

Die Transaktions-Mails werden in Magento dann in einen Workflow gehängt. Verschiedenen Zuständen werden verschiedene Mails zugeordnet und beim Setzen des neuen Zustands abgeschickt.

Also: Fangen wir mit den wichtigsten Transaktionsmails an. Legen wir Layout und Text für folgende Fälle fest:

  • Anmeldung eines neuen Kunden
  • Bestätigung einer neuen Bestellung
  • Versand eines neuen Passworts
  • Aktualisierung einer Bestellung
  • Versand der Bestellung

Und wenn wir damit fertig sind, gibt es bestimmt auch die nächsten guten Nachrichten von Varien zur Einsatzfähigkeit von Magento.

Manieren im Internet

admin, 10. Dezember 2007 1 Kommentar RSS

„Das Internet wird von unverschämten, egozentrischen Nutzern zerstört, die vernünftige Diskussionen unmöglich machen.“ und „Die Zukunft des Internets ist von den Manieren abhängig.“ Das sind die Schlagzeilen, mit denen unter Salon.com eine ziemlich lange Abhandlung über Manieren im Internet begonnen wurde. Und auch SEOmoz hat sich kürzlich des Themas angenommen.

Sicher, den Moralapostel will niemand spielen und es geht auch nicht darum, Regeln für die Online-Kommunikation zu erstellen. Vielleicht haben sie auch erst einmal nur ihre Beobachtungen darstellt und eine erste Interpretation versucht.

Manieren sind etwas Künstliches, entstanden aus Klassenstrukturen, die heute nicht mehr existieren. Und künstliche Verhaltensregeln sind eigentlich auch gar nicht mehr nötig, denn wer einigermaßen gut erzogen ist, wird instinktiv das richtige Verhalten an den Tag legen. Was im Alltag gültig ist, verliert aber seine Gültigkeit im Online-Bereich. Denn dort ist die Kommunikation künstlich, und deshalb werden auch künstliche Regeln benötigt.

Während die Manieren in einem persönlichen Gespräch noch sehr gut sind, muss man bei Telefongesprächen manchmal schon Abstriche machen. Und wenn die Kommunikation anonym wird, wie es im Internet ja oft der Fall wird, ändert sich das Verhalten noch einmal zum Schlechteren. In vielen Fällen wird die Anonymität als Schutzschild genommen, um –getarnt durch einen Phantasienamen – die eigenen Auffassungen unerbittlich ins Web zu transportieren, ob es nun zum ursprünglichen Beitrag passt oder nicht. Bei manchen Teilnehmern in Online-Foren drängt sich auch die Vermutung auf, dass sie schlicht Langeweile haben. Da ihnen offensichtlich das Fachwissen fehlt, um eine Frage sicher zu beantworten, stellen sie entweder nur Vermutungen an oder geben definitiv unpassende Antworten.

Wenn das Internet aber sein volles Potenzial als Kommunikationsmedium erreichen will, dann müssen wir lernen, uns besser zu benehmen.
Das Schlüsselwort ist dabei Potenzial. Natürlich funktionieren Websites auch, wenn einige Benutzer dort unangemessen Beiträge liefern, sich als aggressive Angeber entpuppen oder die Spielregeln missachten. Online-Diskussionen leben vom Austausch von Ideen und vom Geben und Nehmen. Das kann zwar durch schlechte Manieren nicht komplett zerstört werden. Es ist aber eine Schwächung möglich, deren Folgen weiter gehen können, als man möglicherweise annimmt.
Die Online-Kommunikation ist künstlich, was an der besonderen Kombination ihrer Attribute liegt: Sie findet schriftlich statt, richtet sich an Leute, die man nicht kennt und findet in einem undefinierten kommunikativen Kontext statt.

Schriftliche Bemerkungen sind nun mal härter als mündliche. Deshalb haben viele von uns gelernt, einmal tief durchzuatmen und bis 10 zu zählen, bevor eine E-Mail mit Kritik verschickt wird. Beim Schreiben wird vermeintlich mehr überlegt, weniger instinktiv und weniger unmittelbar gehandelt als beim Sprechen. Und ersteres findet in einem zwischenmenschlichen Vakuum statt. Eine Aussage kann abgeschwächt werden, indem man dabei lächelt, dem Gegenüber die Hand auf die Schulter legt, betroffen schaut oder ein anderes, milderndes Verhalten zeigt. Eine verletzende E-Mail, ein Brief oder ein Beitrag in einem Forum können ewig leben. Eine mündliche Bemerkung kann manchmal zurückgenommen werden. Bei einer schriftlichen Äußerung fällt dies aber um einiges schwerer.

Online-Beiträge sind meist an Personen gerichtet, die man nicht kennt. Manchmal haben sie auch gar keinen konkreten Adressaten, oder Gegner, dem gegenüber man sich für seine Aussagen verantworten müsste, denn viele Beiträge sind schlicht Eigenwerbung.

Wahrscheinlich würden die Manieren ein gutes Stück besser, wenn sich die Teilnehmer in der Online-Kommunikation vorstellen, dass sie ihre Kommentare im Rahmen eines Gesprächs abgeben und nicht in Form einer Hetzrede. Sobald man die anonymen Teilnehmer der Kommunikation als echte Personen betrachtet, fällt es schwerer, sie anzuschreien. Andernfalls wird es wie in der Arena: Die Ruhigen, Überlegten und Zurückhaltenden ziehen sich zurück, die Lauten, Unausstehlichen gewinnen, und selbst die Unbeteiligten mit dem dicken Fell geben oft auf, weil es sich nicht lohnt, eine interessante Idee unter den gegebenen Bedingungen weiterzuverfolgen.
Es geht aber nicht nur um Höflichkeit. Wissen und Intelligenz beeinflussen die Qualität einer Online-Diskussion ebenfalls. Viele Diskussionen werden von ordinären, extrovertierten, konkurrenzorientierten Benutzern dominiert, während andere Threads, die so höflich wie japanische Teezeremonien ablaufen, total langweilig sind. Trotzdem sind gute Manieren für zivilisierte Diskussionen wichtiger als Wissen oder Intelligenz. Denn an der Intelligenz lässt sich wenig ändern, am Benehmen schon, denn: Ohne gute Manieren gibt es keine Kommunikation, sondern nur Selbstgespräche, Predigten oder sterile Argumente.

Moderation ist ein wichtiger Aspekt bei der Verbesserung der Online-Manieren. Moderation gibt es in unterschiedlichen Formen, von sehr restriktiv bis sehr locker, aus den Reihen der Community kommend oder von Mitarbeitern der Site. Mit der Entwicklung des Internets wird sich auch die Moderation weiterentwickeln. Es wird unterschiedliche Kategorien an Web-Sites geben, und das ist auch gut so.

Jeder, der im Internet Beiträge schreibt, ist ein Mensch, der über sein Verhalten bestimmen kann. Das Internet ist ein Spiegel der Menschheit. Es wäre schön, wenn man beim Blick in diesem Spiegel mehr Benutzer im Stile großer Staatsmänner oder Pioniere sehen würde oder solche Leute, die einfach „Danke“ zum Kassierer sagen. Das Internet ist groß. Mit etwas mehr Kultur könnte es sogar schön werden.

Ubuntu und MS Office: die Wege trennen sich

admin, 7. Dezember 2007 1 Kommentar RSS

Was der Sys-Admin zusammenbringt, sollen Rechner oder Anwender nicht scheiden. Soweit die Theorie, anknüpfend an meinen Beitrag von vor ein paar Tagen. Aber das “Tribunal der Alltagsarbeit” hat entschieden, dass das Zusammenleben von Ubuntu und MS Office unzumutbar ist. Zu den bereits genannten Gründen noch ein paar Erkenntnisse der Tage meines Arbeitslebens als “Ubuntu-Office-Versuchskaninchen”:

MS Visio

Das größte Problem ging in der Tat von Visio aus. Der Versuch, in einer vorhandenen Zeichnung lediglich ein paar Zeichen zu entfernen, war trotz allen guten Willens zum Scheitern verurteilt. Bis der Cursor einmal im Textfeld platziert war, wurde die Umgebung des Feldes mehrfach neu aufgebaut. Die nächste Herausforderung war, ein Feld zu löschen. Dabei war dann mehrfach der Hintergrund mit markiert, also löschen rückgängig machen, neu markieren… Vom Markieren mehrerer Felder mit anschließendem Verschieben habe ich dann abgesehen.

In einer anderen Visio-Zeichnung waren die Fonts verändert, so dass die Texte nicht mehr in die Rahmen passten. Diese Zeichnung hätte ich also nicht mal unverändert in ein Word-Dokument übernehmen können. Damit endete dann jeglicher Versuch, Visio unter Ubuntu zu nutzen.

Adobe Acrobat

Ein Detail, das mir an den aus Word-Dokumenten erzeugten pdf-Dateien aufgefallen ist: Ubuntu verwendet den in den Eigenschaften des Word-Dokuments verwendeten Titel als Titel der pdf-Datei. Wenn man sich vom ersten Schreck erholt hat, erinnert man sich dann schnell an diese versteckten Werte, die man offenbar beim Kopieren von Dokumenten als Vorlagen gerne übersehen hat…

MS Word

Text-Formatierungen aus einer Word-Datei, die unter XP erstellt und dann unter Ubuntu geöffnet wurde, sind zwar vorhanden, aber teilweise nicht erkennbar. So ging es mir mit etlichen Fettschrift-Passagen. Und XP-Formatvorlage ist auch nicht immer gleich Ubuntu-Formatvorlage. So wurde dem Format “Tabelleninhalt” auf wundersame Weise “Arabisch” oder “Chinesisch SimSun” angehängt und ließ sich nicht entfernen.

Open Office

Selbst Open Office hat sich merkwürdig verhalten und musste mehr als einmal mit einem grauen Bildschirm “abgeschossen” werden.

Die gute Nachricht zum Schluß

Die Installation von XP hat inzwischen doch funktioniert. Man muss es nur oft genug probieren, bei irgendeinem Versuch wird es schon klappen. Und nun kann ich wieder in Windeseile Visio-Zeichnungen verändern und direkt auf dem Server arbeiten. Ein Versuch war’s wert, und irgendwie ist es schon schade und auch verwunderlich, dass es nicht funktioniert hat. Denn eine Erkenntnis ist ja doch, dass es – auch wenn man es vielleicht nicht wahr haben will – derzeit einfach keine Alternative zu MS Office gibt.

Google Chart-API

Josef Willkommer, 7. Dezember 2007 kein Kommentar RSS

Gestern wurde von Google die neue Chart-API veröffentlicht. Damit wird es möglich, sich seine eigenen Charts generieren und als PNG-Grafik ausgeben zu lassen. Wie so etwas dann aussehen kann, sieht man hier.

Die nachfolgende Übersicht gibt einen ersten Überblick über die Darstellungsmöglichkeiten der Google Chart-API:

google-chart-api.jpg

Die generierten Charts sehen richtig proper aus. Denjenigen, denen Google Trends bekannt ist, dürfte die Darstellung nicht neu erscheinen. Hier noch ein paar Beispiele:

google-chart.jpg

Mehr Infos über die Möglichkeit des Tools und deren Einsatz findet man unter auf der Webseite der Google-Chart-API.

Sicherlich ist das mal wieder ein nettes Tool, man sollte jedoch immer bedenken, dass Google soetwas kaum aus Langeweile anbietet. Ich bin ja mal gespannt, wie unsere Freunde das Ganze refinanzieren werden.

Quelle: ZDNet

Kreative Ideen zum Aufbau von Links

admin, 6. Dezember 2007 4 Kommentare RSS

Ungeachtet der Diskussion um den Page Rank ist der Aufbau von Links nach wie vor interessant und wichtig. Deshalb hier ein paar Anregungen aus dem Search Engine Journal, die möglicherweise Ihre Phantasie zu weiteren Ideen anregen können.

  • Geben Sie so viel wie möglich: Als Designer können Sie Beiträge zu WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal oder anderen guten CMS-Lösungen schreiben. Als Programmierer können Sie ein Firefox Plugin oder Anwendungen für Facebook oder das iPhone zur Verfügung stellen. Es gibt eine ganze Menge von Open Source Skripten und Anwendungen, auf die Sie Ihren Namen schreiben können. Es gibt eine Menge Plugins für den Firefox, aber haben Sie schon einmal über Plugin für Thunderbird, vTiger oder SugarCRM nachgedacht? Auch Add-Ons für Feedburner, Del.icio.us oder API-Widgets sind sicher einen Gedanken wert.
  • Erstellen Sie Gastbeiträge auf anderen Blogs oder in Foren innerhalb Ihrer Nische: Wenn Sie also Experte auf einem bestimmten Gebiet sind, können Sie sich mit anderen zusammenschließen. Das bietet Synergien für alle Beteiligten. Wie wäre es mit einem Experten-Netzwerk oder Blog, zu dem Sie so viele Inhalte wie möglich beisteuern? Recherchieren Sie einfach in Ihrem Umfeld – Networking ist hier ein oft zitiertes Stichwort!
  • Fassen Sie die Geschichten zusammen, die in den Social Bookmarking Diensten ganz vorne stehen: Schreiben Sie darüber in Ihrem Blog, veröffentlichen Sie einmal pro Quartal neu aufbereitete Versionen und denken Sie auch an den ursprünglichen Autor. Wikipedia ist eine gute Quelle für Artikel, die man in den Social Bookmarking Seiten einstellen kann. Fügen Sie nur ein bisschen viralen Social Media Content hinzu, und schon haben Sie wertvolle, seriöse Inhalte.
  • Der Trick mit den Kundenbewertungen bei amazon (Links und Traffic): Schreiben zu allen Büchern Ihrer Branche Kundenbewertungen. Erstellen Sie eine „Über mich“-Seite mit Ihrer E-Mail-Adresse oder dem Hinweis „Webmaster von iMarketingGuru.com“. Wenn das Buch in der Verkaufsliste gut platziert ist, wird Ihr Kommentar ziemlich oft gelesen.
  • Nutzen Sie eBay, um Traffic zu generieren: Versteigern Sie etwas Nützliches, was Ihrer Site dient. Sei es ein Geschenkgutschein, ein Produktmuster, eine Liste mit Tipps oder etwas andres. Im nächsten Schritt müssen die Leute Ihre Auktion finden. Lassen Sie sich dabei von den eBay Marketing-Artikeln inspirieren.
  • Schalten Sie Online-Anzeigen in Kooperation mit anderen: Wie wäre es mit dem Aufbau von Links durch Kooperationen bei Newslettern oder bei der Sammlung von mehr Abonnenten von Newslettern und Blogs?
  • Betreiben Sie kostenlose “Radio” Werbung… Online: Geben Sie unter Ihrer URL ein- bis mehrmals täglich Musikwünsche ab. Es gibt inzwischen eine ganze Menge an Internet-Sendern, bei denen Sie sich ein Lied für die Mitarbeiter von ihreDomain.com wünschen können.
  • Nutzen Sie die PR-Abteilung oder Agenturen: Alle größeren Unternehmen haben eine PR-Abteilung, die das Web für positive (oder negative) Berichte über das Unternehmen nutzen und dafür Pressebereiche auf den Webseiten eingerichtet haben. Wer große, bekannte Unternehmen als Zielgruppe hat, kann sowohl Traffic als auch Links erzeugen, indem auf der Seite Bewertungen von Büchern oder Produkten angeboten werden. Hersteller sind gerne bereit, einen Link auf positive Bewertungen einzurichten.
  • Bringen Sie die Leute zum Lachen: Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, entwickeln Sie Ideen und Konzepte für lustige und/oder schräge Videos, die Sie auf diversen Videoplattformen veröffentlichen können. Wenn Ihnen nichts einfällt oder die Zeit fehlt, gibt es mittlerweile auch Agenturen, die sich auf derartiges Viral-Marketing spezialisiert haben.
  • Schreiben Sie Testberichte: Wenn Sie eine Lieblingssoftware, ein Lieblingsprodukt oder -dienstleister haben, dann nimmt der Anbieter sicher gerne Ihren Bericht auf seine Seiten auf und verlinkt auf Ihre Seite. Diese Methode funktioniert nicht nur für Produktbewertungen, sondern auch für Seiten, die Ihren Besuchern gute fachliche Inhalten zur Verfügung stellen.

Magento – Das Interview mit den Gruendern

Josef Willkommer, 5. Dezember 2007 kein Kommentar RSS

Wir haben ja bereits einige Male über Magento – das neue Open Source Shopsystem – gebloggt. Da wir uns mit diesem Thema derzeit intensiv beschäftigen und unsere Begeisterung über Magento und die damit verbundenen Möglichkeiten von Tag zu Tag wächst, möchten wir die wichtigsten Infos aus einem aktuellen Interview mit den Magento-Gründern, das in der aktuellen Ausgabe der T3N erschienen ist, nicht vorenthalten:

Hinter Magento steht die amerikanische Online-Agentur Varien, die 2001 gegründet wurde. Varien hat sich in den letzten drei Jahren auf E-Commerce-Lösungen, basierend auf Open-Source-Tools spezialisiert und durch die Realisierung einer Vielzahl unterschiedlichster Online-Shops umfangreiche Erfahrung in diesem Bereich sammeln können.

Während der Agenturarbeit stellte sich gerade bei umfangreicheren Projekten heraus, dass die bestehenden Open Source Shop-Lösungen häufig nicht den Anforderungen – gerade im Hinblick auf Stabilität -  entsprachen. Die Lösung dieses Problems wurde typisch amerikanisch gelöst: „Wenn es nichts passendes gibt, dann machen wir eben unser eigenes Ding!“

Die Entwicklung von Magento begann dann Anfang 2007, wobei ein erstes Final-Release im ersten Quartal 2008 verfügbar sein wird. Durch den nicht ganz selbstverständlichen Open- Source-Ansatz erhofft sich Varien in der Folge ein entsprechendes Stückchen vom Support- und Service-Kuchen abschneiden zu können und so die Entwicklungskosten,  die nach eigenen Angaben bislang in einem mittleren sechsstelligen Bereich liegen, refinanzieren zu können. Dieser Ansatz scheint durchaus aufzugehen, da sowohl Entwickler als auch Shopbetreiber anscheinend sehnlichst nach alternativen Shop-Lösungen suchen: Die Blogosphäre und die Fachpresse überschlagen sich derzeit mit Beiträgen über Magento und die Entwickler –und Supportgemeinde wächst rasant.

magento-online-shop.jpg
Technologisch basiert Magento auf der weit verbreiteten Skriptsprache PHP 5. Als Datenbank setzt man MySQL 4.1 ein, wobei auch andere Datenbanken zum Einsatz kommen können. Durch die Kombination PHP und MySQL werden auch keine exotischen Anforderungen an das Hosting gestellt. Varien erhofft sich dadurch eine schnelle Verbreitung der Shoplösung. Bei der Entwicklung kommt das Zend Framework zum Einsatz, mit dem zum einen die Entwicklungszeit entscheidend verkürzt werden kann. Zum anderen steht hinter Zend ein bekanntes Unternehmen mit professionellem Support, das auf die Bedürfnisse von Magento schnell reagieren und auftretende Probleme umgehend beheben kann.

Im Artikel wird abschließend noch auf einige grundlegende Vorteile von Magento gegenüber anderen Open-Source-E-Commerce-Lösungen eingegangen:

  • Die Software ist sowohl vom Code als auch vom Layout extrem flexibel.
  • Der Funktionsumfang kann sich ohne Probleme mit teuren Shoplösungen messen.
  • Durch die Trennung von lokalen Anpassungen und Kern lassen sich Erweiterungen problemlos realisieren ohne die Updatefähigkeit zu gefährden. Hinzu kommt, dass es zukünftig eine Modulverwaltung geben wird, mit der Erweiterungen ähnlich wie bei bekannten CM-Systemen per Mausklick integriert werden können.
  • Durch das Template-System kann das Layout individuell angepasst werden wodurch gestalterisch kaum Grenzen gesetzt werden.
  • Die Architektur unterstützt das Aufsetzen von Server- und Datenbankclustern was eine flexible Skalier- und Erweiterbarkeit garantiert, wodurch auch große Shop-Projekte problemlos realisiert werden können.

Wie eingangs erwähnt, gibt´s das ausführliche Interview mit den Magento-Gründern in der aktuellen Ausgabe der T3N.

Mehr zu Magento erfahren Sie auch auf der Magento-Webseite unter http://www.magentocommerce.com. Wir bleiben an diesem Thema dran!

Lingubots und Chatbot – Freunde und Helfer im Web

admin, 4. Dezember 2007 1 Kommentar RSS

Sie heissen Kissy, Eve, Ina oder Livia, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, arbeiten rund um die Uhr, schauen immer aus wie aus dem Ei gepellt, sind hilfsbereit und freundlich, kennen aber ebenso die Grenzen des guten Geschmacks und der guten Sitten. Und sie haben sogar ihre eigene Fanseite.

Die Rede ist von diesen interaktiven Figuren auf Webseiten, denen man über ein Textfeld eine Frage stellen kann, die sie dann – mehr oder weniger treffend – beantworten.

Ich hatte vor kurzem die Aufgabe, Informationen zu diesen „Kerlchen“ zu suchen. Das war zunächst gar nicht so einfach, denn ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie sie wirklich heißen. Unter welchen Suchbegriffen erwarten die Anbieter Suchanfragen? Wie kann ich mein Anliegen so genau umschreiben, dass mich Google zu einer Antwort führt? SEO einmal unter anderen Vorzeichen… Es war gar nicht so einfach, aber schließlich bin ich dann doch fündig geworden. Wer also mal vor die gleiche Aufgabe gestellt wird, der suche nach Lingubot, Chatbot oder auch Pandorabot – oder wende sich gleich an Techdivision, dazu aber später mehr.

Definition
Egal ob Lingubot, Chatbot oder Pandorabot: die letzten drei Buchstaben verraten, dass es sich um Roboter handelt. Und der erste Teil des Begriffs zeigt, dass es um Sprache geht, dass etwas eingegeben wird und etwas herauskommt.
Im Internet geht es schriftlich, d.h. der Besucher einer Webseite tippt seine Frage ins Fragefeld ein und der Lingubot zeigt seine Antwort im Antwortfeld an und ergänzt sie durch eine spezielle Geste. Fortgeschrittene Lingubots ergreifen auch selber die Initiative, auf sich aufmerksam zu machen und geben Tipps oder laden den Besucher durch Gesten zu einer Konversation ein.

Einsatzzweck
Die Lingubots sind ein quasi-menschliches Bindeglied zwischen dem Besucher einer Webseite und dem Betreiber der Seite, der bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Anstatt sich durch die vorgegebene Menüstruktur zu hangeln, kann der Besucher seine Frage einfach dem Lingubot stellen. Im Idealfall enthält die Frage ein Schlüsselwort, zu dem der Lingubot eine Antwort parat hat. Ist dies nicht der Fall, wird er aber wenigstens eine freundliche Reaktion liefern, sich entschuldigen oder einen allgemeinen Tipp anbieten, was dazu beitragen soll, dass der Besucher trotz allem noch eine Weile auf der Website bleibt.
Der „schlaue“ Lingubot merkt sich alle Fragen und gibt seinen Betreuern damit einerseits wichtige Hinweise auf interessante Themen, zu denen oft Fragen gestellt wurden, und andererseits auf Wissenslücken, die aufgefüllt werden sollten.

Hintergrund
Lingubots müssen zum Leben erweckt und trainiert werden. Die Figur wird in verschiedenen Positionen oder Bewegungen erstellt. Dazu kommt die Wissensdatenbank, in der Stichwörter, dazu gehörende Antworten und Gesten hinterlegt sind. Je nach Menge der Antworten ist es empfehlenswert, Themengruppen zu bilden. Da nicht jeder Webseitenbesucher ein ernsthaftes Interesse an den Produkten und Dienstleistungen des Anbieters hat, sollten auch freundlich, bestimmte Antworten auf unseriöse Fragen vorgesehen werden.
In Logs werden die beantworteten und die nicht beantworteten Fragen gesammelt. Sie sollten regelmäßig ausgewertet werden. Auf der einen Seite sind es nämlich interessante Marktforschungsdaten, auf der anderen Seite bilden sie die Grundlage für den „Lehrplan“ des Lingubots, liefern also neue Stichwörter, auf die noch Antworten hinterlegt werden müssen.

Vorteile
Statische Internetseiten mit viel informativem Text haben sicher in manchen Phasen eines Kaufentscheidungsprozesses ihre Berechtigung und Bedeutung. Bevor sich ein Besucher jedoch die Zeit nimmt, diese Texte zu lesen, muss die Seite seine Sympathie gewonnen haben. Lingubots verhelfen einer Site sicher zu Pluspunkten gegenüber den Seiten der Mitbewerber. Dazu kommt noch, dass Chatten durchaus beliebt ist und der Besucher vielleicht auch eine gute Portion Neugierde mitbringt, was denn dieser Lingubot so macht und kann.

Soviel zur Theorie der Lingubots. Zur praktischen Umsetzung in Kürze mehr – es lohnt sich also, dran zu bleiben.

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