Inhalte bleiben das A und O

geschrieben von Marion Engel am 27. Februar 2008 um 15:34 Uhr

Jeder will heutzutage im Internet vertreten sein, vom Verein über den Selbständigen bis zum großen Unternehmen. Wenn es dann aber um die Seitengestaltung, die Optik und die Inhalte geht, zeigt sich immer wieder in erschreckender Weise, wie viel falsche Annahmen hierzu noch immer in den Köpfen verwurzelt sind.
Auch das Search Engine Land hat wohl diese Erfahrung gemacht und dem Thema einen Beitrag gewidmet, den ich hier wiedergeben möchte:

Es gab Zeiten, da hat man sich bei den Social Media Diensten und in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) voll auf die Startseite konzentriert. Was mit dem Besucher passiert, der auf der Startseite angekommen ist, war egal. Inzwischen haben sich die Social Media Dienste aber weiterentwickelt und sind zu einem wichtigen Instrument im Online-Marketing und für den Aufbau von Links geworden. Die Communities haben aber inzwischen die Tricks durchschaut und in ihren Algorithmen berücksichtigt, so dass es schwieriger geworden ist, seine Inhalte auf die erste Seite der bekanntesten Communities zu bringen.
Wer sich mehr Abonnenten für seinen RSS-Feed, mehr Besucher, mehr Traffic oder mehr eingehende Links haben möchte, muss die Social Media Dienste genau beobachten und bewerten und eine gute Strategie entwickeln, um seine Ziele zu erreichen.
Ein Aspekt ist für die Suchmaschinenoptimierung, Bekanntheit in den Social Media Diensten und Erfolg im Online-Geschäft gleichermaßen wichtig: qualitativ hochwertige Inhalte. Diese Aussage hat zwar schon einen langen Bart, aber sie ist nach wie vor wahr und Inhalte sind nach wie vor sehr wichtig.
Für gute Inhalte kehren die Besucher auf eine Site zurück oder abonnieren den RSS-Feed. Blogger oder Webmaster verlinken gerne auf nützliche Inhalte – was im Endeffekt zu einer besseren Position bei den Suchmaschinen führt.
Hier nun ein paar Tipps, wie Sie Inhalte erstellen, die in den Social Media Diensten gut ankommen und die Chancen auf Konversion erhöhen – egal in welcher Einheit Sie diese messen.

Recherche
Am Anfang steht die Recherche, denn Ideen für gute Inhalte kommen selten von selbst. Überlegen Sie zunächst, welches Thema Sie aufgreifen wollen, d.h. den Absatz welcher Produkte oder Dienstleistungen Sie unterstützen wollen. Stellen Sie dann alle Begriffe zusammen, die zu dem Thema gehören und suchen Sie dann in den Suchmaschinen und Social Media Diensten nach guten Inhalten, z.B. auch mit Suchbegriffen wie „Top 10“, „nützlich“, „beste“. Aus diesen Ergebnissen lassen sich verschiedene Ideen entwickeln. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, bis Sie über eine gute Ideensammlung verfügen.

Visualisieren
Fotos, Grafiken und Videos können sehr nützlich sein, um die Inhalte zum Leben zu erwecken. Visuelle Reize kommen gut an und werten die Inhalte auf. Die Zeit der meisten Internet-User ist begrenzt, die Zahl der zu lesenden Seiten aber hoch. Wer in dieser Situation reine Textinhalte liefert, erscheint weniger attraktiv für den Besucher.
Bilder oder Videos lockern die Inhalte auf, vermitteln ein schnelles Verständnis des Beitrags und verhelfen ihm zum Erfolg.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Texten für die Online-Medien und für ein gedrucktes Dokument oder Buch. Für Online-Texte sollten Sie lange Textpassagen in mehrere Absätze aufteilen und mit Leerzeilen auflockern, so dass die Inhalte einladend und leicht verdaulich aussehen.

Geben Sie alles
Verlangen Sie nie von Ihren Lesern, dass sie das Ende der Story suchen müssen. Stellen Sie sich die Fragen, die die Leser voraussichtlich fragen wird und beantworten Sie diese auch gleich. Prüfen Sie, ob es Hintergrundinformationen gibt, die für den Leser einen Mehrwert darstellen könnten. Wenn nötig, verlinken Sie auf andere Quellen, die weiterführende oder andere Informationen zum Thema enthalten.

Treten Sie in den Dialog
Beziehen Sie das Publikum ein und erweitern Sie Ihre Inhalte, indem Sie Fragen stellen oder die Leser zu Kommentaren anregen. Durch diese Rückmeldungen kann Ihr Artikel um einiges wertvoller werden.

Vergessen Sie die Suchmaschinenoptimierung nicht
Überlegen Sie sich die Begriffe, unter denen Sie gerne gefunden werden. Verwenden Sie diese im Titel und auch im Text. Überlegen Sie sich die Überschriften sorgfältig, damit diese für die Verlinkung verwendet werden.

Machen Sie es einfach, auf Ihre Seiten zu verlinken
Bieten Sie eine nette Zusammenfassung als Einleitung an und ergänzen Sie diese um ein paar gute Sätze oder Zitate, die verwendet werden können, wenn jemand auf Ihre Seiten verlinken will oder über Ihren Beitrag schreiben möchte. Stellen Sie sicher, dass Ihr Titel die Inhalte gut darstellt, damit er als Ankertext für Links verwendet wird.
Wenn es einfach ist, auf Sie zu verlinken, wird es auch häufiger getan. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich gute Inhalte auszudenken und diese dann so darstellen, dass die hohe Qualität und die gute Quelle erkennbar sind, werden sich die Ergebnisse verbessern. Denn die Tatsache, dass etwas auf der ersten Seite einer Community steht, bedeutet noch lange nicht, dass die Konversionsrate hoch ist oder viele Links eingerichtet werden.
Sie sollten die Social Media Dienste als ein Plattform verwenden, um Ihre qualitativ hochwertigen Inhalte einem breiten Publikum nahe zu bringen. Ist das erfolgt, müssen die Inhalte alleine bestehen. Je besser die Qualität der Inhalte ist, desto höher sind die Chancen, dass Sie in den Social Media Diensten dafür die Früchte ernten können.

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Das Internet aus der Sicht der Generationen

geschrieben von Marion Engel am 25. Februar 2008 um 9:04 Uhr

Vieles erledigt man heute schnell und unkompliziert im Internet. Für die junge Generation ist das völlig selbstverständlich und sie kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass man früher auch ohne das Internet leben konnte. Die mittlere Generation kennt beide Welten, während es in der älteren Generation noch eine ganze Menge Leute gibt, die noch nie mit einem Computer gearbeitet und keine Idee vom Internet haben.

Aber bleiben wir mal in der Mitte und vergleichen wir mal exemplarisch früher und heute.

Urlaubsquartier buchen
Wer heute ein Urlaubsquartier – sagen wir mal in Österreich – sucht, schaut auf die Internet-Seite des Zielorts, gib dort den gewünschten Zeitraum ein und erhält eine Liste der als frei gemeldeten Quartiere. Hat man dann die Angebote mit den Verweisen auf die Internet-Seiten der Vermieter studiert und sich entschieden, kann man gleich Online buchen oder zumindest eine Anfrage absenden. Und früher? Da brauchte man auf jeden Fall die Ortsprospekte. Dann gab es mehrere Möglichkeiten: Entweder hat man beim Tourismusverband angefragt, welche Quartiere ihm für die gewünschte Zeit als frei gemeldet sind oder ihn gebeten, die Anfrage auszuhängen, damit sich interessierte Vermieter melden können. Oder man hat Anfragen an seine bevorzugten Häuser geschickt oder telefonisch angefragt.

Schneehöhen
Schneehöhen, Wetterwerte und Bilder von Panoramakameras gibt es heute auch topaktuell im Web. Wenn man früher wissen wollte, wie die Schneelage in einem mehr oder weniger entfernten Ort war, blieb nur das Schneetelefon. Das konnte man anrufen, um die Tonbandansage abzuhören.

Bahnfahrplan
Wer mit der Bahn verreisen will, sucht sich online zu jeder beliebigen Zeit die beste Verbindung raus und druckt sich oft auch gleich die Fahrkarte aus. Früher war man für beides auf Menschen angewiesen: Die Auskunft gab es am Bahnschalter, im Reisebüro oder auch per Telefon. Eine Revolution war seinerzeit in Frankfurt das „Karlchen“, ein Sprachcomputer, der mit seiner blechernen Stimme ziemlich zuverlässig über Züge informiert hat.

Kommunikation
Wo man heute eine Mail schreibt oder gleich chattet, hat man früher Briefe geschrieben. Die waren zwar immer ein paar Tage unterwegs, aber dafür waren sie bunt und individuell, auf schönem Briefpapier oder mit Aufklebern verziert, je nach Schreiber und Anlass. Es gab Zeitschriften, in denen man Anzeigen aufgeben konnte, um nach Brieffreunden in aller Welt zu suchen – was auch wirklich funktioniert hat.

Literaturrecherche
Wer heute zu einem bestimmten Thema recherchieren muss, schaut zuerst ins Internet, sucht nach den Begriffen und hangelt sich dann hier und da über Links weiter, bis genug „Stoff“ zusammen ist. Früher ging der Weg in die Bibliothek. Wenn man schon wusste, welches Buch die gewünschten Informationen enthält, musste man in riesigen Karteikästen oder an Computer mit Microfiches die Nummer des Buchs suchen, um es dann ausleihen zu können.

ausländische Bücher bestellen
Heute bestellt man ausländische Bücher bequem bei amazon, und nur wenige Tage später steht der Postmann vor der Tür. Früher ging das nur über den örtlichen Buchhändler. Diese Variante wollte ich kürzlich nochmal ausprobieren. Aber nachdem die Kosten für die Bestellung den Buchpreis fast verdoppelt hätten und die Lieferzeit mit 3-4 Wochen angegeben wurde, habe ich dankend darauf verzichtet.

Dies nur ein paar Beispiele. Die Liste ließe sich natürlich noch beliebig fortsetzen. Stattdessen will ich ein paar Schlussfolgerungen wagen.
Es geht heute schneller. Im bzw. mit dem Internet kommt man viel schneller zum gewünschten Ergebnis, natürlich unabhängig von Öffnungs- oder Dienstzeiten. Voraussetzung ist allerdings, dass die andere Seite entsprechend verfügbar und reaktionsschnell ist, denn das kann bei mehreren Alternativen für einen Auftrag entscheidend sein.
Dienstleistungen haben sich verlagert: Die Post braucht heute sicher wesentlich weniger Briefe und Postkarten zu transportieren als früher. Dafür sind es mehr Pakete mit Bestellungen aus den Online-Shops.
Auch der Papierverbrauch hat sich verlagert. Während früher der Sender das Papier brauchte, kann heute der Empfänger entscheiden ob er eine Mail ausdrucken will oder nicht.
Auskünfte, die früher von Menschen erteilt worden sind, kommen heute zunehmend automatisiert aus Datenbanken. Dafür braucht es andere Qualifikationen, um die Anwendungen entsprechend zu erstellen und zu pflegen.

Sind wir also froh, dass wir das Internet haben – auch wenn es natürlich auch so lästige Dinge wie Spam-Mails mit sich bringt, oder?

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Neues Forum für Profis im Web

geschrieben von Marion Engel am 22. Februar 2008 um 11:16 Uhr

Website Guru, so nennt sich ein neues Diskussionsforum für Profis im Web und alle, die es werden sollen. Das Forum ist seit Anfang Februar online und versucht, mit Geldpreisen Besucher und Experten anzulocken. Also habe ich mich auch mal angemeldet und ein wenig umgesehen. Hier meine ersten Eindrücke:

Anmeldung
Die Anmeldung geht schnell und einfach, erfordert lediglich einen Benutzernamen, Passwort und eine Mailadresse. Die Mail zur Bestätigung der Anmeldung liegt umgehend im Briefkasten und man erhält sofort Zugang zum Forum. Der Registrierungsdialog enthält noch eine ganze Menge anderer Felder zur persönlichen Darstellung, die allerdings bei der Anmeldung noch nicht ausgefüllt werden müssen. Was mir gefehlt hat, war allerdings ein Hinweis auf die Mussfelder für die Anmeldung. Aber mit dem Versuch des Minimums bin ich ja “durch die Tür” gekommen.

Statistik
Das Forum zeigt ganz offen seine statistischen Daten her. Demnach gibt es derzeit 275 Mitglieder, die zu 326 Themen 3064 Beiträge geliefert haben. Die Zahl der “Zaungäste” liegt allerdings deutlich über der Zahl der Mitglieder, da bereits 1486 Benutzer gezählt wurden. Dann bietet die Statistik noch einige Ranglisten für Mitglieder und zeigt, wer die meisten Beiträge geliefert und Themen gestartet hat oder am längsten online war. Auch die Themen werden in eine Rangfolge gebracht. Und wer wirklich ganz viel Statistik will, kann sich auch die Geschlechterverteilung im Forum zu Gemüte führen…

Validierung
In der Fusszeile der Anwendung findet man die W3C-Logos. Komischerweise sind sie grau und werden erst farbig, wenn man mit der Maus drüber fährt. Beim Klick auf das Logo wird dann die Validierung für die Seite aufgerufen. Und was ergibt diese? 60 Fehler für die Startseite und 17 Fehler für eine exemplarisch ausgewählte Unterseite. Das ist schon verwunderlich, denn eigentlich ist es ja so, dass die Logos erst dann zur Verfügung gestellt werden, wenn man die Validierung bestanden hat. Wenigstens ist die CSS-Validierung erfolgreich. Dennoch kann ich mich zunächst mal nicht des Eindrucks erwehren, dass bei der Programmierung nicht gerade Gurus am Werk waren.

Inhalte
“Answers from Gurus” werden in der Titelzeile versprochen. Vielleicht sollte man dazu erstmal definieren, was ein Guru ist. Wenn ich mir das Forum so anschaue, ist es jedenfalls nicht so, dass die Antworten von Experten kommen und wirkliche Antworten sind. Es wird – wie in Foren üblich – hin- und herdiskutiert, es wird flüchtig gelesen und oberflächlich geantwortet, vermutet und gestaunt. Zwischendurch ist sicher auch mal eine gute Information enthalten, aber bis man diese findet…
Möglicherweise bin ich enttäuscht, weil ich mit meinen Erwartungen falsch lag und die Messlatte viel zu hoch angelegt habe. Möglicherweise ist es einfach noch zu früh, um ein endgültiges Urteil zu fällen, denn jedes Forum muss erstmal bekannt werden und wachsen. Vielleicht kommen ja im Laufe der Zeit noch mehr Experten dazu, die sinnvolle Beiträge liefern und die Qualität des Forums aufwerten.
Also stelle ich Website Guru erstmal auf meine Beobachtungsliste und schaue bei Gelegenheit nochmal drauf, liefere vielleicht sogar selber den ein oder anderen Beitrag und beobachte die Entwicklung.

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Die Reichen suchen mit Google, die Armen mit Yahoo

geschrieben von Marion Engel am 20. Februar 2008 um 9:24 Uhr

In den USA hat kürzlich eine Studie gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Einkommen und bevorzugter Suchmaschine gibt. Die finanziell besser gestellten verwenden eher Google, während die Ärmeren und die Arbeiterklasse Yahoo bevorzugt. Die Studie hat auch gezeigt, dass die Google-Nutzer älter sind und mehr Geld online ausgeben, während Yahoo-Nutzer jünger sind und weniger Geld Online ausgeben.
Google ist Marktführer bei der Online-Suche, während Yahoo die am häufigsten besuchteste Website ist. Der höhere Traffic verhilft Yahoo aber nicht zu mehr Suchanfragen als Google. Vermutlich lassen sich die unterschiedlichen Zielgruppen der beiden Suchmaschinen mit ihren unterschiedlichen Angeboten und Schwerpunkten erklären.
Yahoo hat bei der Unterhaltung klar die Nase vor Google, sei es mit Yahoo Music, Flickr usw. Bei Yahoo gibt es zudem immer sehr viele Suchanfragen nach Promis. Man geht also offensichtlich mehr zum Vergnügen, für leichte Unterhaltung und zum Knüpfen von Kontakten zu Yahoo.
Der Kauf von YouTube hat Google zwar im Unterhaltungsbereich geholfen, aber Google konzentriert sich auf die Suche und die Weitergaben von Informationen, ist damit definitiv akademischer und hat weniger „Kick“ als Yahoo.

Welche Zielgruppe ist wertvoller? Das lässt sich nicht pauschal sagen, d.h. jeder möge sich selber seine Meinung bilden und die Frage diskutieren.

Quelle: Search Engine Journal

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Verlinkungsstrategie ohne Google

geschrieben von Marion Engel am 14. Februar 2008 um 11:23 Uhr

Das Search Engine Journal hat kürzlich zu einem Gedankenspiel eingeladen: Wir sollen uns vorstellen, in der Web-Welt gäbe es weder Google noch den Page Rank und auch keine Links und Ankertexte, die Einfluss auf das Ranking haben.
Würde man in einer solchen Welt trotzdem Links aufbauen? Und warum würde man verlinken, wenn es dafür kein gutes Ranking bei Google gibt? Für relevanten Traffic natürlich!
Mir gefällt diese Anregung sehr gut und ich habe aus den hypothetischen Überlegungen des Search Engine Journal eine Liste mit konkreten Maßnahmen gemacht. Wenn man auf diese Welle einsteigt, dann lassen einen auch die Debatten um Rankings und Abstrafung wegen gekaufter Links kalt.

Verzeichnisse
Man sollte sich in wertvolle, bekannte Verzeichnisse wie z.B. das DMOZ oder branchenspezifische Portale eintragen, die als Einstiegsseiten in das Web verwendet werden. Wer von hier nach Informationen zu einem bestimmten Thema sucht, wird die eingetragenen Seiten finden. Wichtig ist eine redaktionelle Prüfung der eingetragenen Seiten, um die Qualität auf einem guten Niveau zu halten. Kostenlose Verzeichnisse, die eine wilde Mischung vieler nicht zusammengehöriger Kategorien bieten, die durch Werbung und die Masse der eingetragenen Seite so unübersichtlich sind, dass dort sowieso niemand drin stöbert, weil sie gar nicht bekannt sind und auch Links zu minderwertigen Seiten enthalten, kann man dagegen getrost vergessen.

Kommentare in Blogs
Inhaltlich wertvolle Kommentare in Blogs bringen sowohl etwas für den Blog und seine Leser als auch einen Link für den Kommentator. Egal ob der Link mit einen NoFollow belegt ist oder nicht, wird er von den Benutzern gesehen und kann angeklickt werden. Wenn diese auf der verlinkten Site interessante Inhalte finden, bookmarken Sie diese vielleicht und kehren wieder dorthin zurück. Es geht ja auch darum, Kompetenz zu zeigen und sein Wissen mit anderen zu teilen. Wer das tut, hat durchaus ein Stein(chen) im Brett verdient, weil er sich von den inhaltsleere Kommentare wie „guter Beitrag“ abhebt.

Redaktionelle Beiträge
Wer als Gastautor inhaltlich hochwertige Inhalte in Online-Zeitungen, Presse-Portalen und anderen Portalen platzieren kann, zeigt ebenfalls seine Kompetenz und kann einen Link auf seine Website unterbringen. Je bekannter das Portal ist, desto mehr ist der Link natürlich wert, allerdings nicht vorrangig in Bezug auf einen vererbten Page Rank, sondern in Bezug auf Besucher und deren Wertschätzung: Eine bekannte Seite hat viele Besucher, und selbst wenn nur ein Teil davon den Link anklickt, sind es trotzdem noch viele. Und wenn die verlinkende Seite als kompetent und seriös eingeschätzt wird, werden auch die Links als vertrauenswürdig eingestuft. Versendet ein solches Portal die besten Beiträge auch noch regelmäßig in Form eines Newsletters, wie es z.B. der Contentmanager tut, erschließt sich ein weiteres Potenzial zur Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Das sind nur ein paar Beispiele, wie man Links aufbauen kann. Man sollte an Stelle von Google mehr den menschlichen Besucher im Auge haben. Denn er ist ja derjenige, der die Seiten besucht und am Ende online bestellt, bucht oder in den Laden kommt, um dort aufgrund seiner Vor-Informationen aus dem Internet zum Kunden wird.
Wenn sich dieses Vorgehen durchsetzt, könnte das gesamte Internet an Wert gewinnen, indem nämlich wertlose Spam-Seiten verdrängt werden. Einer Suchmaschine kann man – in Grenzen – noch ein X für ein U vormachen, aber das menschliche Auge und der Verstand können doch zwischen gut und schlecht unterscheiden.
Wäre das eine schöne Vision? Vielleicht so schön wie die Vorstellung, es gäbe Google nicht? Da darf natürlich jeder seine eigene Meinung haben.

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Pflege der Produkte im Online-Shop mit Magento

geschrieben von Marion Engel am 12. Februar 2008 um 8:39 Uhr

Wer einen Online-Shop mit Magento aufsetzen muss, profitiert sicher von den fast unbegrenzten Möglichkeiten, die der Shop bietet. Man kann wirklich einen optimalen, kundenfreundlichen Shop aufbauen, in dem das Einkaufen Spaß macht. Aber dazu muss man 1.) die Möglichkeiten kennen und 2.) sie auch nutzen. Ersteres lässt sich hier abhandeln, denn ich werde heute zeigen, wie man Produkte mit zusätzlichen Informationen einstellen kann. Zweiteres kann ich leider niemandem abnehmen. Aber wer die Möglichkeiten kennt und die Vorteile zu schätzen weiß, wird die Arbeit sicher nicht scheuen.

Produktvergleiche

Magento-Produktvergleich

Der Shopbesucher kann die Produkte, die für ihn zum Kauf in Frage kommen, zur Aufnahme in den Produktvergleich markieren. Per Mausklick erhält er dann eine Tabelle mit allen selektierten Produkten.
Der Betreiber des Magento-Shops muss dafür festlegen, welche Produkte für einen Produktvergleich zur Verfügung stehen und welche Attribute dafür verwendet werden. Die Attribute muss er ja sowieso für die Darstellung des Artikels im Shop anlegen und mit Inhalten füllen. Für den Vergleich hat er nun nochmal die Möglichkeit, die wichtigsten Kriterien zu wählen, die im Vergleich wirklich eine Aussage über die Produkte machen.
So richtig sinnvoll ist ein Produktvergleich eigentlich nur bei Produkten der gleichen Kategorie, denn bei einem Mobiltelefon hat andere Attribute als ein Schuh. Möchte ein Kunde dennoch übergreifende Vergleiche durchführen, kann es sein, dass letzendlich der Preis das einzige Attribut ist, das bei allen Produkten gefüllt ist.

Related Products
Unter diesen Produkten versteht Magento Produkte, die ein anderes Produkt ergänzen. Dies können z.B. Mienen für einen Kugelschreiber, Batterien für ein Radio, Taschen für einen Fotoapparat oder ein Gürtel zur Hose sein. Für jeden im Magento-Shop angebotenen Artikel können bzw. müssen diese zugehörigen Produkte einzeln ausgewählt werden. Man kann sogar die Reihenfolge festlegen, in der die Produkte angezeigt werden.
Hier geht es darum, dem Kunden die Benutzung des Hauptproduktes zu erleichtern, indem man ihm gleich zeigt, was er dazu entweder definitiv noch braucht, wie z.B. die Batterien, oder was zur Schonung des Produkts beiträgt, wie z.B. die Tasche. Es geht nicht darum, den Kunden mit sinnlosen Produkten “zuzumüllen”, so dass dieser vielleicht am Ende so genervt ist, dass er den ursprünglich geplanten Kauf abbricht und in einem anderen Shop oder Laden tätig. Es geht darum, ihm einen zweiten Einkauf zu ersparen, weil der nette Verkäufer nichts davon gesagt hat, dass die Digitalkamera keine Speicherkarte oder Ersatz-Batterien enthält.

Upsells
Unter Upsells verstehen die Macher von Magento höherwertigere, teurere Produkte der gleichen Kategorie. Betrachtet sich ein Kunde beispielsweise ein preiswertes Radiogerät, kann man ihm in den Upsells etwas teurere Geräte anbieten, die letztendlich die bessere Wahl sein könnten. Hier gilt allerdings auch wie gerade gesagt, dass die Upsells passen sollten. Schaut sich der Kunde ein Radio für 49.- EUR an, hat er sicher eine Preisvorstellung im Bereich von 50.- EUR. Möglicherweise lässt er sich überzeugen, das Gerät für 69.- EUR zu kaufen, aber das für 299.- EUR wird ihn vermutlich nicht ansprechen und eher als plumper Versuch betrachtet werden, ihm mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Fazit: Ein bisschen Fingerspitzengefühl und Fleiss sind erforderlich. Aber ich bin sicher, dass es sich auszahlen wird.

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Warum das Suchmaschinen-Ranking den Erfolg nur unzureichend misst

geschrieben von Marion Engel am 11. Februar 2008 um 8:06 Uhr

Messen Sie den Erfolg Ihrer Suchmaschinen-Optimierung immer noch an Hand des Rankings? Wenn ja, dann sollten Sie sofort damit aufhören.
Hier kommt die Begründung:

Das Ranking ändert sich ständig
Sie können das Ranking jetzt und in 5 Minuten prüfen und erhalten unterschiedliche Ergebnisse.

Suchergebnisse enthalten manchmal eine geographische Komponente
Die Suchmaschinen kennen den Standort des Suchenden über seine IP-Adresse. Wenn sie wollen (und das ist wahrscheinlich), bevorzugen sie Seiten aus der Umgebung, weil sie diese für besser geeignet halten.

Personalisierte Suche
Wenn man bei Google oder Yahoo eingeloggt ist, erhält man oft Suchergebnisse, die den persönlichen Präferenzen entsprechen. Die personalisierte Suche ist also zur Realität geworden. Durch die Verwendung von Gmail, Google Analytics, Google AdWords und andere freie Google-Tools lernt Google einiges über den Anwender und kann aufgrund dieser Erfahrungen Empfehlungen aussprechen. Von Amazon kennt man ja auch die persönlichen Empfehlungen, und es wäre nicht verwunderlich, wenn sich Google und Yahoo mit ihren Empfehlungen in Zukunft mehr an Amazon orientieren würden. Im Endeffekt werden zwei Personen nicht die gleichen Suchergebnisse sehen, so dass das Ranking noch mehr an Wert verliert.

Ranking hat nichts mit zielgruppenspezifischem Traffic zu tun
Dummerweise entspricht das Ranking teilweise nicht mal dem nicht-zielgruppenspezifischen Traffic. Wenn Ihr Suchmaschinen-Optimierer Ihre Seiten für Schlüsselwörter optimiert hat, nach denen niemand sucht, sind diese Anstrengungen vergeblich. Und wenn Sie den Erfolg daran messen, wie sie bei diesen nutzlosen Schlüsselwörtern gerankt sind, halten Sie sich möglicherweise für erfolgreich, obwohl Sie es gar nicht sind. Das ist in der Tat einer der ältesten Tricks aus dem Buch für skrupellose (oder inkompetente) SEO-Agenturen. Sie schließen das Geschäft ab – verschaffen Ihnen ein gutes Ranking – und Sie wundern sich, warum Ihre Web-Site immer noch eine Geisterstadt bleibt.

Ranking hat nichts mit Konversion oder Verkäufen zu tun
So wie im vorherigen Absatz gesagt, nützt das beste Ranking der Welt nichts, wenn nichts dabei rumkommt. Wenn Sie viele Besucher haben, die aber nicht aus ihrer Zielgruppe stammen, oder gar keine Besucher bekommen, werden die Verkaufszahlen unverändert bleiben. Was sollte man aber stattdessen messen?

Wichtig sind auf jeden Fall Besucher aus der Zielgruppe. Aber noch wichtiger sind Konversion und Verkaufszahlen. Wie war es früher schön, als es ausreichend war, monatlich das Ranking zu messen und dem Kunden zu zeigen, wie schön es bergauf geht. Aber das funktioniert heute nicht mehr. Heute müssen wir unseren Kunden einen positiven Return on Investment bezogen auf seine SEO-Investitionen geben, wenn wir den Job ordentlich machen wollen.
Fangen Sie also mit dem Programm an und messen Sie die wirklich wichtigen Dinge.
Klären Sie Ihre Kunden und den CEO so gut wie möglich auf. Sie verstehen es vielleicht nicht so leicht, da das Ranking so fest in den Köpfen verankert ist. Aber sobald man sie davon überzeugt hat, dass das Ranking wenig Aussagekraft hat, kann man den Ranking-Checker deinstallieren und befindet sich auf den Weg zum echten Suchmaschinen-Erfolg.

Quelle: Search Engine Land

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Benutzer und Rechte in Magento

geschrieben von Marion Engel am 7. Februar 2008 um 13:33 Uhr

Benutzerrechte im Online-Shop Magento sind ein Thema der unbegrenzten Möglichkeiten. Der Betreiber des Online-Shops hat die Qual der Wahl, denn es ist wirklich alles möglich. Ob alles auch sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage. Aber fangen wir mal klein an, zunächst mit zwei Begriffsdefinitionen:

Rolle
Eine Rolle beschreibt ein bestimmtes Aufgabengebiet. Daran geknüpft sind verschiedene Aufgaben. Und für diese Aufgaben werden Berechtigungen in Magento vergeben. Der Administrator beispielsweise muss das gesamte System überwachen und pflegen können. Deshalb hat er üblicherweise alle Rechte. Die PR-Abteilung ist nur für die Außendarstellung des Shops zuständig und braucht nur Zugriff auf den Newsletter und das CMS zur Pflege der statischen Seiten. Die Auftragsabwicklung bearbeitet die Bestellungen und muss dafür auf die Bestell- und Kundendaten zugreifen. Daraus ergeben sich also die drei Rollen

  • Administrator
  • PR
  • Auftragsbearbeitung

Benutzer
Benutzer sind die Mitarbeiter des Shops. Diese Personen werden als solche vom Administrator in Magento angelegt. Dann wird ihnen eine Benutzerrolle zugewiesen. So erhalten dann beispielsweise Max Mustermann und Petra Musterfrau die Rolle PR, während Susi Sorglos und Fred Fleissig die Rolle Auftragsbearbeitung bekommen.

Wie stellt man nun passende Rollen zusammen?

Rollen nach MenüsBenutzerrechte Magento

Wenn man die Rollen eher grob zuschneidet, kann man sie an den Elementen der Magento-Menüleiste orientieren. Der Baum der Berechtigungen ist zusammengeklappt handlich und übersichtlich, und mit einem Klick auf den Name des Menüs werden alle Unterpunkte aktiviert.
So würden wir für die Rolle “PR” lediglich einen Haken bei Newsletter und CMS setzen und wären fertig. Die Rollen sind klar abgetrennt und die Benutzer mit der Rolle “PR” sehen dann auch nur die Menüpunkte Newsletter und CMS.

Rollen nach Menüpunkten
Magento-Rechtevergabe

Es geht aber auch feiner. Wenn innerhalb der PR-Abteilung nicht alle Mitarbeiter das Recht haben sollen, die Newsletter-Templates zu ändern, dann ist auch dieses in Magento möglich. Die Rechteverwaltung geht also bis auf die Ebene der Menüeinträge herunter.

Rollen nach Aktionen
Magento-Rechtevergabe-Sales

Und für die Auftragsbearbeitung geht es sogar noch feiner. Hier können einzelne Aufgaben erlaubt oder ausgeschlossen werden. Und natürlich sind beliebige Kombinationen zwischen den 3 vorgestellten Wegen der Rollendefinition möglich.

Da in Magento technisch alles machbar ist, sollte man fachlich überlegen, welche Rollen wirklich benötigt werden und wie diese so zugeschnitten werden, dass jeder Benutzer vernünftig arbeiten kann. Eine Einschränkung der Möglichkeiten ist sicher sinnvoll, um die Komplexität zu reduzieren und teilweise auch, um eher vertrauliche Informationen vor manchen Augen zu schützen – wenn das im Unternehmen für notwendig erachtet wird. Allerdings sollten die Zuständigkeiten nicht zu stark unterteilt werden, um zu verhindern, dass Mitarbeiter ständig an die Grenzen ihrer Rollen stoßen und Kollegen suchen müssen, die ihre nächste Aktion ausführen dürfen.

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Blick ins Magento Wiki

geschrieben von Marion Engel am 6. Februar 2008 um 16:34 Uhr

Noch bevor die Online-Shop Software Magento offiziell freigegeben ist, wurde das Magento Wiki ins Leben gerufen. Es ist Bestandteil der Community und steht neben dem Forum, Gruppen und der Wissensbasis. Es dient dem Austausch von Gedanken und Wissen innerhalb der Community.

Lesen im Wiki darf jeder, zum Schreiben muss man allerdings angemeldet sein.

Es wurden bis heute 9 Verzeichnisse angelegt, in denen sich insgesamt gut 100 Beiträge befinden. Es ist also von der Menge durchaus noch überschaubar, aber trotzdem ist es nicht leicht, sich zurechtzufinden. Die Liste der Artikel ist weder alphabetisch noch chronologisch sortiert. Die Artikel sind vielmehr nach Verzeichnissen gruppiert, die Verzeichnisnamen fehlen aber.

Aber teilweise helfen auch die Verzeichnisse nicht weiter, denn es gibt beispielsweise ein Verzeichnis “How-to” und ein Verzeichnis “How To”. Letzteres enthält nur einen Beitrag, den der Autor am besten in das andere Verzeichnis verschieben würde.

Aus der Artikelliste erkennt man aber schnell, dass die Community international ist, denn es gibt Wiki-Artikel zur hebräischen, persischen, französichen, italienischen und dänischen Übersetzung, zu schwedischen Schnittstellen, zu brasilianischen Zahlungsmodulen (wenn ich das richtig gedeutet habe) , zur tschechischen und niederländischen Version und auch einen Beitrag der chinesischen Community, von dem ich aber nur sagen kann, dass er sich mit Magento beschäftigt…;-).

Was mir gut gefällt, ist die Liste der gewünschten Module, die sich an Dritte richtet, die die gewünschten Module außerhalb der offiziellen Releases anbieten sollen. Wenn hier wirklich systematisch gesammelt wird, können sich fleißige Programmierer eine Aufgabe rauspicken. Es muss dann allerdings auch vermerkt werden, wenn eines der Module von der Liste abgearbeitet ist.

Internationale Regeln und Gesetze für den E-Commerce werden in einem eigenen Verzeichnis angeboten. Hier gibt es bereits Beiträge für Österreich, Finnland, Deutschland, Polen, Schweden und Großbritannien, die sich inhaltlich bzw. vom Umfang deutlich unterscheiden. Und was fällt meinem geübten QS-Auge auf: Das Euro-Zeichen wird nicht korrekt dargestellt – bei mir ist es eine Raute mit ?… Insgesamt ist das eine gute Idee, wobei zu hoffen bleibt, dass die Angaben immer aktuell sind, denn mit juristischen Themen ist ja nicht zu spaßen.

Das Verzeichnis “Wiki” war wohl dafür gedacht, Wiki-spezifische Themen aufzunehmen. Aber nur die Anleitung zur Erstellung einer neuen Seite passt wirklich in diese Kategorie. Der “normale” Benutzer scheint aber nicht berechtigt zu sein, Seiten zu löschen, denn immerhin gibt es 2 Seiten im Verzeichnis, die “please delete!!!” als Text tragen.

3 Videos sind im Verzeichnis “General” gut unter “Tutorials” versteckt. Es geht um PayPal, Transaktionsmails und Währungen. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass es sich “nur” um Links handelt. Denn im offiziellen Teil der Webseite, unter Showcase – Screencasts gibt es wesentlich mehr als diese 3 Videos.

Immerhin gibt es eine eigene Suche nur im Wiki. Das Suchfeld befindet sich allerdings ganz unten, am Ende der Liste, so dass man es nur mit Scrollen erreicht.

Fazit: Das Wiki ist sicher nicht die starke Seite von Magento, womit ich allerdings nicht sagen will, dass es nicht wertvolle Beiträge enthält. Es wäre aber sicher gut, einen Moderator einzusetzen, der über die Struktur wacht, damit die Einträge gut auffindbar sind. Denn sonst wird das Interesse der Besucher schwinden und damit auch der Anreiz für die Autoren, ihr Wissen einzustellen.

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Suchmaschinen-Optimierung bei der Web-Seiten-Entwicklung

geschrieben von Marion Engel am 5. Februar 2008 um 12:53 Uhr

Von den Personen, die intern für die Suchmaschinen-Optimierung zuständig sind, kommen viele aus dem Marketing und haben nur einen begrenzten technischen Hintergrund und wenig Erfahrungen mit dem Prozess der Entwicklung einer Web-Site. Sie sind entweder an der Suchmaschinen-Optimierung interessiert oder waren schon in anderen Marketing-Funktionen tätig. Da sie im SEO-Bereich neu sind (und oft auch in der Web-Entwicklung), haben sie manchmal zu kämpfen, damit ihre Anforderungen ernst genommen und sich auf den Web-Seiten wieder finden. Damit das gelingen kann, sollten sie von Anfang zum Projektteam gehören und an den ersten Arbeitsergebnissen, die an das Management und die Programmierer gehen, beteiligt sein.
Als Orientierung für zukünftige Projekte hier ein Überblick über die Phasen eines Software-Projekts und die Ansatzpunkte des Verantwortlichen für die Suchmaschinen-Optimierung.

Projektplan: Die meisten Firmen erstellen einen Projektplan, auch wenn sie unterschiedlich aussehen und individuelle Namen tragen. Es handelt sich aber immer um einen Überblick über das Projekt (oder die größte Veränderungen), die Funktionen und die Ziele. Die SEO-Ziele und –Strategie sollten in diesem Dokument stehen, damit das Projektteam für eine suchmaschinenfreundliche Umsetzung mitverantwortlich ist und die Schlüsselpersonen sehen, dass die Suchmaschinenoptimierung zum Release gehört.

Ein Tipp: Da die Erstellung dieses Dokuments immer eine Weile dauert, sollte man schon zu Beginn die SEO-Strategie darlegen, mögliche Schwierigkeiten aufzeigen und alles erwähnen, was das Management und die Entwickler wissen müssen. Das Dokument sollte auch am Ende noch mal durchgesehen werden, damit alle zwischenzeitlich gemachten Ergänzungen unter SEO-Gesichtspunkten betrachtet werden.

Alle Änderungswünsche: Der Verantwortliche für die Suchmaschinen-Optimierung sollte alle Änderungen kennen, die die Entwickler vornehmen, selbst wenn es sich um Änderungen am Back-End handelt. Denn die Änderungen könnten die Daten, die an den Rechner des Benutzers gesendet werden, verändern. Wenn das der Fall ist, sind auch Auswirkungen – positive oder negative – auf die Suchmaschinen-Optimierung möglich. Ist also etwas unter SEO-Gesichtspunkten zu beachten, dann sollte das im Dokument erwähnt werden bzw. der dafür Verantwortliche bei der Anforderungsanalyse dabei sein.

Review des Entwurfs: Der Suchmaschinen-Optimierer sollte sich an der Entwicklung des Entwurfs beteiligen. Am besten führt er mit dem Designer für die Usability ein Review des Entwurfs durch. Das kann 2-3 Runden erfordern.

Review des Designs: Der SEO-Verantwortliche sollte eng mit dem Designer zusammenarbeiten, damit die Überschriften und wichtige Inhalte nicht in Bildern versteckt werden usw. Alle Designelemente müssen überprüft werden, damit ein suchmaschinenfreundliches Design entsteht. Wie beim Entwurf sind auch hier mehrere Runden mit dem Designer erforderlich, bevor eine Präsentation vor dem Projektteam möglich ist.
Noch ein Tipp: Wenn die Designer die Regeln der Suchmaschinen-Optimierung kennen, können Sie ein Design erstellen, das die SEO-Ziele erfüllt.

Code Reviews:
Der Code, den der Browser liest, muss geprüft werden, damit er für die Suchmaschinen-Optimierung passt. Nur so kann man feststellen, ob es mehrere h1-Tags oder Java Script gibt, das nicht in externe Dateien ausgelagert ist.
Diese Aufgabe kann man auch an jemanden weitergeben, der nichts mit dem Projekt zu tun hat.
Anwendungsfälle und technische Spezifikation: Das sind die schwierigsten Aufgaben, aber es ist wichtig, dass sich der Suchmaschinen-Optimierer mit dem Autor der Anwendungsfälle und der technischen Spezifikation zusammensetzt und mit ihm die gesamte Dokumentation durchgeht. Er kann dann auch Fragen stellen und einen gewissen Einfluss nehmen, da diese Unterlagen von den Programmierern für die Entwicklung verwendet werden.

Qualitätssicherung/Testen: Auch wenn etwas spezifiziert und jedem bekannt ist, heißt es noch lange nicht, dass alle Anforderungen im Endprodukt auch umgesetzt werden. Der Suchmaschinen-Optimierer sollte die Seiten testen, bevor sie online gestellt werden. Zumindest stichprobenartig sollten Seitentitel, Header-Tags usw. geprüft werden.
Man kann die QS-Mannschaft so trainieren, dass sie die SEO-Elemente mit berücksichtigt, damit der Suchmaschinen-Optimierer sich etwas Zeit beim Testen sparen kann. Auch 301-er-Umleitungen sollten vor und nach dem Go-Live getestet werden, da hier nach dem Go-Live oftmals trotzdem noch Fehler enthalten sind.
Der wichtigste Tipp: Wenn Sie als Suchmaschinen-Optimierer derzeit nicht an den genannten Aktivitäten beteiligt sind, müssen Sie sich darum bemühen. Denn dort werden wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Seite und der Programmierung getroffen. Und genau dort wird der SEO-Input benötigt. Wenn Sie für diese Aktivitäten nicht genügend technische Erfahrungen haben, brauchen Sie entweder eine Fortbildung oder einen Experten, der die Bereiche abdeckt, in denen Sie sich nicht auskennen. Hier müssen natürlich individuell Kosten und Nutzen abgewogen werden.

Quelle: Search Engine Land

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