geschrieben von Marion Engel am 30. Juli 2008 um 11:12 Uhr
Die Version 1.1 von Magento ist seit wenigen Tagen verfügbar. Da stellt sich natürlich die Frage, was es Neues gibt, sei es für die Benutzer oder die Shopbetreiber.
Konfigurierbare Produkte
Die sogenannten “Configurable Products” kannten wir ja schon: Ein T-Shirt-Modell in drei Farben und vier Größen, gebündelt als ein Produkt mit der Auswahl der Farbe und der Größe. Nun gibt es aber noch weitergehende Möglichkeiten, ein Produkt zu konfigurieren, was bei Magento unter dem Begriff “Bundles” läuft:

Im Beispiel aus dem Demo-Shop kann man einen Computer konfigurieren bzw. nach den eigenen Wünschen aufrüsten. Der Anbieter kann entweder Produkte anlegen, die in einer Standard-Version zum Grundpreis erhältlich sind. Die darin enthaltenen Komponenten sind jeweils mit dem Preis 0,00 aufgelistet, leistungsfähigere Komponenten mit einem höheren Preis. Es ist aber auch möglich, ein völlig frei konfigurierbares Bundle anzubieten. Dafür gibt es einen Mindestpreis, der aus der Verwendung der preisgünstigsten Bestandteile entsteht. Alle Komponenten sind hier jedoch kostenpflichtig.
Virtuelle Produkte
Als virtuelle Produkte bezeichnet Magneto solche Artikel, bei denen sich der Anbieter nicht um den Versand kümmern muss – jedenfalls nicht im traditionellen Sinn. Denn zu den virtuellen Produkten zählen beispielsweise Zeitschriften-Abos, Verträge aller Art oder Tickets. Die Abos werden an den Anbieter weitergegeben, und das Briefporto für die Tickets wird sicher nicht gesondert berechnet. Theoretisch ist es damit auch möglich, Software oder Musik zum Download anzubieten. Theoretisch allerdings deshalb, weil es derzeit noch nicht so ist, dass gleich im Shop oder in der Bestellbestätigung ein Link zum Download angeboten wird. Aber ein solcher Link kann ja auch noch nach der Bezahlung in einer separaten Mail versendet werden – bis dann in einem der nächsten Releases auch dafür eine “echte” Lösung geboten wird.
Personalisierte Produkte
Mit der Version 1.1 bietet Magento auch die Möglichkeit, Artikel mit persönlichem Aufdruck oder Stickerei anzubieten. In der Detailansicht des Artikels erscheint ein zusätzlicher Block, in dem man die gewünschte Personalisierung festlegen kann.

Zu meiner Beispiel-Uhr kann ich also anbieten, dass eine Namensgravur mit bis zu 20 Zeichen möglich ist und 50 EUR Aufpreis kostet. Es sind nicht nur Texte möglich. Es können auch verschiedene vorgegebene Optionen zur Auswahl angeboten werden. Und die Auswahl kann sowohl freiwillig als auch verpflichtend sein.
Der jeweilige Preis – ein fester Betrag oder ein Prozentsatz des Warenwerts – wird natürlich automatisch auf den Warenwert aufgeschlagen.
Performance
Auch an der Performance hat Varien einiges optimiert. Von Verbesserungen bis zu 40% im Katalog- und Vertriebsmodul berichtet Varien hier selber. Und das lässt sich aus Entwicklersicht auch aus der Arbeit am Back End bestätigen.
Das waren die größten Highlights von Magento 1.1. Daneben gibt es natürlich noch etliche kleinere Verbesserungen und eine lange Liste behobener Fehler. Trotzdem stehen auf der Roadmap noch viele weitere, interessante Features, die in den nächsten Monaten zur Verfügung gestellt werden.
Magento ist also interessant und wird auch in Zukunft interessant bleiben. Zumal Magento wesentlich mehr sein kann, also “nur” ein Online-Shop. Aber dazu ein anderes Mal mehr.
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geschrieben von Marion Engel am 29. Juli 2008 um 13:51 Uhr
Google Sitelinks, ein Buch mit sieben Siegeln? Wer es nicht wissen sollte: Sitelinks sind die in der Abbildung blau dargestellten Links in den Suchergebnissen, die direkt auf Unterseiten der Website verlinken.

Und hier nun die Überlegungen, die das Search Engine Journal kürzlich zu diesem Thema angestellt hat:
„Google Sitelinks bleiben für Webmaster eine Sache für sich, so lange sie nicht genau wissen, wie sie sie bekommen können. Die offizielle Erklärung von Google ist eher knapp, erklärt den Algorithmus nicht und lässt somit verschiedene Theorien zu.
„Die Sitelinks dienen als Shortcuts und helfen den Benutzern, sich schnell durch die wichtigen Seiten einer Site zu navigieren.“
An allen Theorien ist ein Fünkchen Wahrheit dran, d.h. in der Kombination der folgenden Faktoren liegt der Schlüssel zum Algorithmus für die Sitelinks:
Theorie 1: Benutzerverhalten
Diese Theorie hat was, weil der Web 2.0/3.0-Aspekt drinsteckt, der ja gerne überall gesehen wird.
Eine Site erhält dann Sitelinks, wenn sie „vielen Menschen nützt, die diese spezielle Suchanfrage gestellt haben“. Man kann davon ausgehen, dass diese Theorie offiziell von Google unterstützt wird: Wir zeigen nur dann Sitelinks, wenn die Ergebnisse für den Nutzer hilfreich erscheinen.
Darüber hinaus erklärt diese Theorie ein anderes interessantes Phänomen hinter Sitelinks: Sie können sich von Land zu Land unterscheiden: Die Benutzer aus einem Land mögen diese Website (folglich hat sie in diesem Land Sitelinks), während sie Benutzer aus einem anderen Land nicht mögen (folglich gibt es dort keine Sitelinks).
Theorie 2: Autorität der Domain
Je stärker eine Domain ist (verglichen mit anderen Sites in der gleichen Nische), umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Sitelinks erhält.
Auch diese Theorie wird in gewisser Weise von Google unterstützt, wie ein Kommentar zeigt: “Es ist Ihnen sicher aufgefallen, dass die meisten Suchergebnisse keine Site Links enthalten. Meistens erscheinen sie nur für große und/oder bekannte Sites. Der beste Rat: Erhöhen Sie die Sichtbarkeit und Popularität Ihrer Website.“
Theorie 3: interne Architektur
Wenn aus der internen Architektur für Google klar hervorgeht, was wichtig und relevant ist, dann werden Sitelinks vergeben. So steht es auch in den FAQs von Google:
„Unser System analysiert die Linkstruktur Ihrer Site, um Shortcuts zu finden, die den Benutzern einen Zeitgewinn bringen und ihnen dabei helfen, die gesuchten Informationen schnell zu finden.“
Theorie 4: Suchmaschinenoptimierung auf der Seite
Einige Webmaster haben festgestellt, dass Tricks zur Suchmaschinen-Optimierung auf der Seite zu Sitelinks verhelfen können:
• Links, die sich am Anfang des Source-Code befinden, haben eine höhere Chance, als Sitelinks zu erscheinen
• Die konsistente Verwendung eines Schlüsselworts im Linktext, der Dateiname, der Titel der Unterseite und die semantische Struktur (h1 und h2) begünstigen das Erscheinen von Schlüsselwörtern in Sitelinks.
Theorie 5: Stärke der Marke
Etliche Leute glauben, dass Google auch markenspezifische Suchläufe auswertet, um festzustellen, ob die Site oder Marke Sitelinks wert ist.
Theorie 6: Mitbewerb
Sitelinks erscheinen in den Suchergebnissen für solche Anfragen, bei denen die Site keinem oder (nur einem geringen) Mitbewerb ausgesetzt ist.“
Auch wenn man keine Einfluss darauf hat, welche Seiten in den Sitelinks angezeigt werden, so ist es doch möglich, Sitelinks in den Google Webmaster Tools zu sperren. Das ist eine wichtige Information, denn ich habe auch schon Sitelinks gesehen, die auf gar nicht mehr existierende Seiten verwiesen haben. Und das ist ja nun wirklich nicht Sinn der Sache.
geschrieben von Marion Engel am 28. Juli 2008 um 13:10 Uhr
Ein paar Ex-Googler haben sich auf den Weg gemacht, ihre eigene Suchmaschine zu entwickeln. Entstanden ist Cuil, nach einem alten Irischen Begriff für “Wissen”. Die Startseite allerdings ist einigermaßen erschreckend:

Augenfreundlichkeit ist das eine, eine Benutzerführung das andere. Wer Cuil nicht kennt, wird auf den ersten Blick nicht erkennen, worum es hier geht. Dazu muss man erst die kleinen blauen Links verfolgen, und die Aussagen der Cuil-Macher studieren. Immerhin geht es auf diesen Seiten augenfreundlicher mit weißem Hintergrund weiter. Für meine Begriffe liefert Cuil dort aber vor allem eine Abrechnung mit den anderen Suchmaschinen, die im Vergleich (natürlich) gar nicht gut wegkommen. Die Anzahl der indizierten Seiten, die Algorithmen und die Sammlung von Benutzerdaten werden angeprangert. Cuil indiziert ein Vielfaches an Seiten, wichtet die Seiten nach Inhalt und Relevanz und analysiert die Seiten selber und nicht die Suchläufe der Benutzer. Soviel mal zu den eigenen Aussagen von Cuil. Aber unterwerfen wir die neue Suchmaschine doch mal einem Praxistest.
Suchwortvorschläge
Beginnt man mit dem Eintippen seines Suchbegriffs, werden nach Eingabe des vierten Buchstabens Suchbegriffe vorgeschlagen, die mit den bereits eingegebenen Buchstaben beginnen. Die Liste umfasst jeweils 10 Vorschläge, die natürlich bei vier Buchstaben noch sehr viel breiter streut als bei mehr Buchstaben. Mit meinem ersten Beispiel-Suchbegriff, Magento, hat sich Cuil das erste “Schlecht-Zetterl” verdient. Dass eine amerikanische Suchmaschine die neue Shop-Software nicht kennt, finde ich schon sehr verwunderlich:

Zum Glück bin ich aber frei, meinen gesamten Suchbegriff einzutippen und ein Suchergebnis zu erhalten.
Suchergebnisse
Die Darstellung der Suchergebnisse ist ungewohnt, in Blöcken in drei Spalten, aber wie bei Google ist die Überschrift blau und der Link grün.
Ungewohnt muss ja nicht schlecht sein, denn vielleicht gibt es ja tatsächlich etwas Besseres als das bisher Vorhandene.
Die Bilder lockern die Texte recht nett auf. Ich frage mich allerdings, wo sie herkommen. Jedenfalls nicht von den verlinkten Seiten. Sei’s drum, wie sieht es nun mit der Qualität der Suchergebnisse aus?
Hmmmm – alles nur englische Treffer. Ist das der Preis für den Schutz der Privatsphäre des Nutzers? Kann bzw. darf Cuil also nicht wissen, dass ich aus Deutschland zugreife und sicher lieber deutschsprachige Treffer suche?
Aber ignorieren wir auch diese Tatsache und schauen wir auf die Inhalte: Wikipedia steht an erster Stelle. Kommt uns das nicht bekannt vor – auch wenn dies bei der Paralllesuche in Google aktuell nicht der Fall ist. (Knol ich hör’ dir trapsen?)
Von den 10 Treffern der ersten Seite gehören 7 zu magentocommerce.com. Ja, das ist logisch, dass der Anbieter für sein Produkt sehr wichtig ist. Aber: Nein, 7 Links auf Unterseiten sind wirklich nicht nötig, denn dass dort überall über Magento geschrieben wird, versteht sich ja von selbst. Und wenn mich die Suchmaschine auf eine Seite verwiesen hat, bin ich wohl in der Lage, die anderen Seiten der Site ebenfalls zu betrachten, wenn der erste Eindruck positiv ist. Ich erwarte von einer Suchmaschine eher die Vielfalt und die Fähigkeit, mich auf unterschiedliche Sites zu verweisen, auf denen ein Thema unter verschiedenen Aspekten beleuchtet wird.
Leider werde ich meiner weiteren Analyse durch folgende Meldung ausgebremst:
Weil das Interesse so groß ist, sind die Server gerade heißgelaufen und werden erweitert… Neja, schau’n wir mal, was “soon” bei Cuil bedeutet. Ich wollte nämlich noch was über die graue Box oben rechts schreiben. Sie bietet Cluster verwandter Themen mit weiteren Links an. Fraglich ist allerdings, wie diese Inhalte zusammengestellt werden. Denn als Suchender nach Magento will ich nichts über “X-Men” oder “Marvel Mutants” wissen. Hier hätte sich Cuil also besser an das alte Sprichwort “If in doubt, leave it out” gehalten, denn so fühle ich mich nicht wirklich ernst genommen.
Aber geben wir Cuil noch eine zweite Chance mit einem anderen Suchbegriff. Aus gegebenem Anlass wähle ich “Bernhard Kohl” als Suchbegriff. Den kennt Cuil sogar, denn er wird in der Vorschlagsliste angezeigt.
Wie bei “Magento” steht Wikipedia an erster Stelle der Suchergebnisse und taucht insgesamt 4 mal auf. So unter anderem auch mit der Seite der Spanien-Rundfahrt 2006. Bernhard Kohl wird da erwähnt, weil er zugunsten der Hochzeit von Jan Ullrich aufgegeben hat…. Cuil verwendet also definitiv andere Suchalgorithmen als Google.
Immerhin an 5. Stelle erscheint Kohls eigene Seite. Es stimmt also doch nicht, dass nur englische Seiten indiziert wurden, aber sie auf jeden Fall in der Überzahl. Insgesamt dominieren ältere Seiten, und das aktuelle Geschehen bei der Tour de France wird dadurch nicht abgedeckt. Bei Google ist das allerdings schon der Fall. Andere Suchalgorithmen?!
Um auch mal etwas Positives zu sagen: Die graue Box liefert hier eine Liste deutscher, italienischer, spanischer und französischer Radsportler. Was mir allerdings die Radsportler bei der Olympiade 2004 bringen sollen, bleibt mir ein Rätsel, nicht zuletzt weil die Server schon wieder zu glühen scheinen. Lasttests sind zwar nicht so einfach durchzuführen, aber insgesamt scheint mir die Qualitätssicherung ein wenig zu kurz gekommen zu sein, denn auch das Paging hat so seine Macken.
Und wenn Cuil dreimal so viele Seiten wie Google indiziert, frage ich mich, warum meine Suchbegriffe “Internet-Marketing Rosenheim” kein einziges Ergebnis liefern.
Fazit
Die ein oder andere Kinderkrankheit mag man ja bei einer neuen Anwendung noch tolerieren, aber bei Cuil stehen die vollmundigen Ankündigungen in keinem Verhältnis zu der dazu abgelieferten Leistung. Auch wenn meine Tests nur kleine Stichproben sind, werde ich sicher nicht auf Cuil umsteigen. Und ich bin überzeugt davon, dass Google definitiv keine Angst for Cuil zu haben braucht – zumal der Server nun überhaupt nicht mehr antwortet….
geschrieben von Josef Willkommer am 27. Juli 2008 um 10:50 Uhr
Was vor geraumer Zeit noch undenkbar war, wird jetzt möglich. Ab sofort können mit dem Handy Live-Streams ins Netz gestellt werden und über die eigene Webseite oder Social Media Dienste wie z.B. Facebook oder Twitter verbreitet werden. Wie das funktioniert? Der Dienst nennt sich Qik und ist seit kurzem in einer Public Beta Version verfügbar.
Um in den Genuss des Handy-Live-Streamings zu kommen, muss man sich als erstes unter www.qik.com kostenlos mit seiner Handy-Nummer registrieren. Man bekommt dann eine SMS mit einem Bestätigungslink, über den der Account aktiviert wird. Um Qik nutzen zu können benötigt man einen Datenzugang – am besten eine Flatrate, da hier doch ziemliche Datenmenge generiert werden können. Darüber hinaus muss das jeweilige Handy von Qik unterstützt werden. Derzeit ist dies für eine Vielzahl von Nokia-Modellen, sowie einige Motorola- und Samsung-Handys der Fall. Für alle iPhone-Interessierten oder –Besitzer: Das „alte“ iPhone befindet sich gerade in der Alpha-Version, das Nachfolgemodell 3G wird bald folgen (bis es in Deutschland erhältlich ist, wird es vermutlich auch von Qik unterstützt…
). Eine Liste mit aktuell unterstützten Handys findet sich auf der Qik-Webseite.

Die Aufnahmen werden in Echtzeit – mit einer Verzögerung im Sekundenbereich (je nach Qualität) – ins Web gestreamt. Wer will, kann seine Freunde mittels Twitter über das neue Video informieren, das dann auf der Qik-Webseite gespeichert wird.
Welche Funktionen bietet Qik? Man kann eigene Gruppen bzw. Micro-Communities anlegen, die dann von unterschiedlichen Usern „gefüttert“ werden können. Gleiches gilt für Events. Darüber hinaus kann man über das Handy per RSS interessante Qiks abonnieren und auf seinem Handy ansehen – das Ganze ist auch per Nokia Podcasting Application möglich. Natürlich funktioniert die Anmeldung zu Qik nicht nur über das Web, sondern auch per Handy.
Interessant könnten die Partner von Qik werden, über die die Videos verbreitet bzw. promotet werden können. So können die Handy-Filmchen neben Twitter, Facebook und Orkut auch bei Myspace veröffentlich werden.
Nachfolgend ein aktuelles Qik-Streaming-Video – die Menschenmassen bei der Rede von Barack Obama vergangene Woche in Berlin:
Datenschützer werden sich jetzt wahrscheinlich die Haare ausreißen: Mit ipoki steht ein Portal am Start, mit dem man über GPS seine Positionsdaten live ins Web stellen und per Google Maps darstellen kann. Hierfür gibt es natürlich auch ein Qik-Plugin, so dass dann alle Welt – sofern man das möchte – an den aktuellen Aktivitäten teilhaben kann… Interessant aber auch nachdenkenswert!
geschrieben von Marion Engel am 23. Juli 2008 um 9:15 Uhr
Wer heutzutage Windows XP auf seinem Rechner hat, kann sich ja bekanntlicherweise glücklich schätzen, verglichen mit denen, die auf Vista umgestiegen sind oder wurden. Aber auch XP hat unter Umständen so seine Macken. Denn damit kann der Rechner im Laufe der Zeit ziemlich langsam werden. Gerade wenn man immer mal wieder neue Software installiert, wird die Geduld irgendwann ganz schön auf die Probe gestellt. Bis der Rechner mal hochgefahren ist, dauert es schon einige Minuten. Wenn man dann vom Desktop ein Programm startet, kann man erst noch dies und das erledigen, bis das Programm dann auch tatsächlich geöffnet ist. Denn wenn man zu ungeduldig ist und in Ermangelung einer direkten Reaktion des Rechners nochmal auf das Icon klickt, hat man nachher für jeden Klick eine Ausgabe des Programms geöffnet. Computer sind eben doof…
Da das auch auf privaten Rechnern passieren kann, und da nicht jeder PC-Benutzer auch gleich ein “Software-Freak” ist, hier ein paar Tipps für die Neuinstallation. Ich habe diese Prozedur nämlich gerade selber durchgeführt. Erst wollte ich zwar Hochrechnungen anstellen, wie lange die Installation alles in allem dauert und wie lange ich dann mit dem neu gemachten Rechner arbeiten muss, bis ich diese Zeit wieder raus habe. Aber als dann auch noch die Internet-Verbindung sehr unzuverlässig wurde, wandelte sich mein Motto dann schlagartig zum “jetzt reicht’s.” Und nach den ersten Tagen mit dem runderneuerten Rechner kann ich nur jedem empfehlen, mit diesem Schritt nicht allzulange zu warten. Mit folgenden Tipps sollte es auch um einiges leichter gehen:
Vorbereitung
XP-Neuinstallation
Wenn man alles richtig macht, braucht man dafür ungefähr 1 Stunde. Einfach CD einlegen und auf den Startbildschirm warten. Dort kann man – noch auf einer grafischen Oberfläche – auswählen, dass man XP neu installieren möchte. Danach ist erstmal Schluß mit den gewöhnlichen Oberflächen, aber die Benutzerführung ist trotzdem ganz passabel. Der Rechner “erzählt” immer, was er gerade tut und fragt nur ab und zu mal nach, was er als nächstes tun soll.
Am besten lässt man ihn im ersten Schritt alle Daten löschen und im zweiten dann XP neu installieren. Zwischendurch fährt sich der Rechner mal runter und wieder hoch. Dabei sollte man ihm alleine lassen, denn dann kehrt er nach der eigentlichen Installation wieder zur grafischen Oberfläche zurück und schließt diese ab. Drückt man nach dem Hochfahren voreilig die Return-Taste, kommt man nämlich wieder in die Installationsrunde…
Keine Sorge, wenn die Bildschirmauflösung nach Abschluss der Installation noch etwas wirr ist. Wenn die Treiber installiert sind, kommt das alles von selber wieder ins Lot.
weitere Installationen
Als nächstes empfiehlt sich die Neuinstallation des Virenscanners, denn Windows nervt schon die ganze Zeit mit der Warnung, dass der Rechner eventuell gefährdet sein könnte. In diesem Punkt hatte ich zunächst ein wenig Sorgen, dass das Programm oder der Server, mit dem ich ja zwecks Updates kommunizieren muss, meine redlichen Absichten nicht verstehen und mir den Zugriff verweigern könnte. Aber ich musste nur die Frage bejahen, ob die Rechte nun für diesen Rechner gelten sollen. So jedenfalls geht es mit G-Data, aber ich nehme an, auch die anderen Programme verhalten sich ähnlich.
Als nächstes steht dann die Installation von Druckern und anderen Zusatzgeräten auf dem Programm. Danach kann man sich eigentlich beliebig durch die Liste der benötigten Programme hangeln. Wer Freeware aus dem Internet herunterladen muss, kann dies sofort tun, da ja mit XP auch ein Internet Explorer kommt. Wer das nicht möchte, kann sich natürlich vorher noch die Firefox-Installationsdatei herunterladen und diese dann von CD oder USB-Stick übertragen. Wenn alle Programme installiert und alle Dateien vom Sicherungsmedium wieder übertragen sind, sollte man zum Abschluss den Virenscanner über alle Dateien laufen lassen. Komischerweise hat meiner in seinem eigenen Firewall-Ordner eine infizierte Datei gefunden….
Alles in allem war ich an 3 Tagen mit der Neu-Installation beschäftigt. Natürlich nicht drei ganze Tage, und während im Hintergrund ein Download lief, konnte ich im Vordergrund schon wieder etwas arbeiten. Und nun habe ich auch von den Freeware-Programmen die neuesten Versionen, so dass es sich fast so anfühlt, als hätte ich einen neuen Rechner. Und es scheint wirklich so, als hätte sich XP auch auf die Internet-Verbindung ausgewirkt, denn seit der Neuinstallation gab es dort keinerlei Ausfälle, während es in den Wochen zuvor immer wieder zu Komplett- oder Teilausfällen beim Zugriff auf’s Internet gekommen war. Aber verschreien wir es nicht und klopfen wir lieber auf Holz, dass es so bleibt.
Wie gesagt, ich kann die Neu-Installation nur empfehlen und wünsche allen viel Erfolg dabei.
geschrieben von Marion Engel am 21. Juli 2008 um 8:17 Uhr
Es ist nichts Neues, dass eine gute Verlinkung von Webseiten sowohl für die Suchmaschinen als auch für die Besucher sinnvoll, ja sogar essentiell ist. Über die Diskussion über gute und „böse“ Links wird vielfach vergessen, dass es auch etliche Möglichkeiten gibt, aus der Offline-Welt sozusagen Anker ins Internet zu werfen. Dazu ein paar Beispiele aus dem täglichen Leben:
Beispiel 1: Jeder kennt diese großen Tafeln, Schilder und sonstige Gebilde, die auf Feldern an Straßen stehen, um auf diverse Veranstaltungen hinzuweisen. Oftmals ist es im Vorbeifahren schwierig, alle Details aufzunehmen, d.h. meist geben diese Schilder nur den Anstoß, und Detailinformationen muss man sich anderweitig holen.
So habe ich kürzlich aus dem Augenwinkel auf einem solchen Schild den Namen eines (mir) sehr bekannten Musiker gelesen. Trotz diverser Anstrengungen ist es mir aber zunächst nur gelungen, beim nächsten Vorbeifahren den Ort der Veranstaltung herauszufinden. Mit diesen Informationen habe ich mich dann ins Internet begeben – allerdings ohne den erhofften Erfolg. Schließlich habe ich mich dann zu Fuß zum besagten Schild begeben, um es in Ruhe zu studieren. Es war wirklich wunderschön, mit Liebe bemalt und beschriftet, aber das sind Eigenschaften, die den Autofahrern, die daran außerorts mit 70 km/h vorbeifahren, verborgen bleiben müssen. Hier wären einige wenige Stichworte, z.B. der Titel der Veranstaltung, das Datum, die bekanntesten Namen und eine Internet-Adresse hilfreicher gewesen. Also gerade so viele Informationen, wie man im Vorbeifahren aufnehmen kann, und solche Informationen, die man sich zumindest einige Minuten merken kann – so lange, bis man die Möglichkeit hat, das Gesehene irgendwo zu notieren.
Beispiel 2: Gestern fuhr ein Auto vor mir, das auf dem Heck beschriftet war. Ein Afrika-Spezialist wurde dort mit einer Internet-Adresse angepriesen. Leider war diese Adresse aber so kompliziert, dass ich sie erst im zweiten Versuch richtig lesen konnte – weil das Auto etwas länger an einer Kreuzung vor mir stand. Merken konnte ich mir den Link nicht, denn weder steckte irgendwo „Afrika“ drin, noch war er anderweitig sprechend. Grundsätzlich gute Idee, aber schlechte Umsetzung.
Beispiel 3: Dann gibt es noch eine ganze Menge Firmenfahrzeuge, die wohl mit dem Firmennamen, auch mit Logo oder anderen Texten versehen sind, aber auf denen es keine Internet-Adresse gibt. Ziehen wir mal eine Hand voll Firmen ab, die noch immer keinen Internet-Auftritt haben (oder einen solchen, den sie lieber verschweigen), bleibt dennoch ein großes, ungenutztes Potenzial, aus der Offline-Welt ins Internet zu verlinken. Denn auch auf den Straßen bewegen sich Menschen, die einen Bedarf mit sich herumtragen. Und wenn ihnen dann auf der Straße zufälligerweise ein Anbieter begegnet, könnte daraus mittelfristig durchaus ein Geschäft werden.
Das Potenzial sollte erkannt sein. Was braucht man also, um es gut zu nutzen?
Das ist schon alles. Natürlich sollte man sich vorher überlegen, welches Ziel denn konkret verfolgt wird, welche Zielgruppe vorrangig angesprochen werden soll und ob sie sich tatsächlich so verhält, wie man das möchte. Dann muss man es einfach tun, beobachten, was passiert und bereit sein, die Strategie nochmal zu korrigieren, falls das gewünschte Ziel nicht erreicht wird.
Und wer ein wenig nachdenkt, findet sicher noch etliche andere Möglichkeiten für Offline-Links.
geschrieben von Marion Engel am 16. Juli 2008 um 8:47 Uhr
In SEO-Kreisen immer wieder diskutiert, wie wichtig das Alter einer Domain für die Suchmaschinenoptimierung ist. Was steckt dahinter?
Die meisten Webmaster sind der Ansicht, dass das Alter der Domain durchaus Auswirkung auf das Ranking hat bzw. haben kann. Aber die Meinungen gehen auseinander:
Aus Google’s Patent “Information Retrieval Based on Historical Data” vom März 2005 lässt sich sehr wohl erkennen, dass die Registrierung der Domain und die Verlängerungsdaten durchaus berücksichtigt werden:
(1) … das Datum, an dem eine Domain und ein Dokument registriert wurden, können als Hinweis auf das Veröffentlichungsdatum des Dokuments betrachtet werden.
(2) Es gibt verschiedene Aspekte, nach denen zwischen legitimen und unrechtmäßigen Domains unterschieden werden kann. …Wertvolle (legitime) Domains werden oft für mehrere Jahre im voraus bezahlt, während Doorway-Domains (unrechtmäßige Domains) selten länger als ein Jahr genutzt werden. Deshalb kann das Ablaufdatum einer Domain ein Hinweis auf die Zulässigkeit einer Domain und der damit verbundenen Dokumente sein.
Das Patent klingt vernünftig. (Da die offizielle Version allerdings nicht mehr online steht, könnte es gelöscht worden sein.) Trotzdem wird das Domain-Alter oft überschätzt und falsch interpretiert. Kurz gesagt: Das Registrierungsdatum einer Domain kann nichts über die Qualität und Vertrauenswürdigkeit einer Website aussagen, denn
Daraus ergibt sich folgende Schlussfolgerung:
Wenn man also eine Domain kaufen möchte, sollte man unter Umständen lieber eine neue, kurze Domain wählen, die einen treffenden Namen aus der gewählten Nische hat, als eine alte Domain, die vorher jemand anders besessen hat. Hier kommt es aber immer auf den Einzelfall an.
Quelle: Search Engine Journal
geschrieben von Josef Willkommer am 15. Juli 2008 um 10:55 Uhr
Wer es – wie wir auch – häufiger mit dem Mittelstand und den dortigen Problemen und Besonder-heiten zu tun hat oder dem Mittelstand angehört, kann sich auf verschiedensten Mittelstandsportalen relevante News, Infos und Input holen.
An dieser Stelle möchte ich auf ein Portal aufmerksam machen, mit dem ich in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen machen konnte – www.mittelstanddirekt.de.
Die Inhalte sind gut recherchiert, klar gegliedert, leicht verständlich und sehr aktuell. Auch das Themenspektrum finde ich durchaus gelungen:
Zu diesen Themengebieten werden laufend aktuelle Nachrichten, Checklisten und auch Leitfäden veröffentlicht, die dem Interessierten kostenlos zur Verfügung stehen. Termin- und Buchtipps sowie ein Newsletter runden das Angebot ab und versorgen Selbständige mit aktuellem Lesestoff.
Mittelstanddirekt wird von den Volksbanken Raiffeisenbanken betrieben, was aber nicht bedeutet, dass es sich hier um eine Werbeplattform der Banken handelt. Erfreulicherweise merkt man dies nur an einem kleinen Logo sowie einem Hinweis im Impressum.
Alles in allem ein interessanter Surftipp für Selbstständige und Mittelständler.
geschrieben von Josef Willkommer am 14. Juli 2008 um 11:27 Uhr
Für unsere Firmen-Band (bisherige Besetzung: Gitarre, Keyboard, Bass, Schlagzeug, Klarinette) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen engagierten Trompeter.
Wenn der- oder diejenigen dann auch noch umfangreiche Webentwickler-Fähigkeiten mitbringen würde, wäre unsere neue Besetzung komplett. Was sollte er (außer Trompete) im Detail mitbringen:
Falls jemand die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllt – seine Trompetenkenntnisse aber zu Wünschen übrig lassen – könnte man auch das eine oder andere Auge zudrücken….
Was erwartet unseren neuen Mitarbeiter? Ein junges und motiviertes Team, super Betriebsklima, eine allzeit bereite Kollegin namens Jutta (unser Jura-Kaffee-Vollautomat)
, interessante Kunden und Projekte, vielfältige Aufgaben in einem dynamischen Umfeld, sowie sehr viel Gestaltungsspielraum.
Ein weiterer Vorteil sollte hier ebenfalls erwähnt werden. Unsere Agentur befindet sich da, wo viele Leute Urlaub machen – in Rosenheim, im schönen Voralpenland. Im Winter ist man in unter einer Stunde in bekannten, österreichischen Skigebieten. Im Sommer geht´s in unter drei Stunden an den Gardasee…
Interessiert? Bitte einfach die üblichen Bewerbungsunterlagen an nachfolgende Adresse schicken: jobs@techdivision.com.
Bei Fragen stehen wir auch gerne unter Tel. +49 8031 221055-0 zur Verfügung.
geschrieben von Marion Engel am 10. Juli 2008 um 8:34 Uhr
Wer Bilder im Internet veröffentlicht, die er nicht selber geschossen hat, kann leicht in die Gefahr geraten, Urheberrechte zu verletzen. Es hat sich hoffentlich inzwischen rumgesprochen, dass man bei Bilddatenbanken genau das Kleingedruckte lesen muss. Denn dort gibt es nicht nur Auskunft über etwaige Kosten, sondern dort steht auch, was man mit den Bildern machen darf und wie und wo die Quellenangabe bei Verwendung im Internet auszusehen hat.
Wie ist das nun aber mit Portraitfotos, die man beim Fotografen anfertigen lässt? Darf man diese auch im Internet verwenden? Die Antwort des Landgerichts Köln lautete klar: “Nein”. Der Beklagte, interessanterweise selber auch Rechtsanwalt, konnte den Sieg der Fotografin gegen die Nutzung der von ihrem Fotostudio gefertigten Fotos auch in zweiter Instanz nicht abwenden. Da er um Fotos mit einer Digitalkamera gebeten und eine CD-ROM erworben habe, sei für ihn die Absicht, die Fotos online zu verwenden, deutlich genug geworden. Weder die Fotografin noch das Gericht teilten jedoch diese Ansicht.
Wer auf Rechtstexte steht bzw. diese versteht, kann den Wortlaut des Urteils bei aufrecht.de nachlesen.
Und alle anderen das umgangssprachliche Fazit hier: Wer also von einem Fotografen Bilder für die Veröffentlichung im Internet anfertigen lässt, sollte sich dafür eine schriftliche Genehmigung des Fotografen geben lassen, um eine böse Überraschung zu vermeiden.