Josef Willkommer, 9. Juli 2008 15 Kommentare RSS
Mega-News: Das Google Keyword-Tool zeigt ab sofort auch tatsächliche Suchhäufigkeiten an!!! Nachdem das Overture-Keyword-Tool als eines der wenigen, frei zugänglichen Keyword-Tools für den deutschsprachigen Raum mittlerweile begraben wurde, gibt es heiße News von der Google-Front.
Soeben hab ich beim Recherchieren mit dem Google-Keyword-Tool entdeckt, dass Google die Suchhäufigkeiten nicht mehr nur über Balken darstellt, sondern jetzt die tatsächlichen Menge an Suchanfragen ausweist – Wow!!!!!! Das “stochern im Nebel der Suchhäufigkeiten” dürfte damit – zumindest in gewissem Rahmen – ein Ende haben. Siehe hierzu den unteren Screenshot. Das nenn ich jetzt wirklich mal eine heiße News….

Da wünsche ich doch allen schon mal vielen Spaß bei der Keyword Recherche mit dem Google Keyword Tool – und echten Suchhäufigkeiten. Wie verlässlich die Zahlen sind muss sich allerdings erst noch herausstellen. Das Ganze ist aber in jedem Fall eine spannende Geschichte….
Wer hier Erfahrungswerte gesammelt hat, darf gerne kommentieren.
Josef Willkommer, 5. Juli 2008 2 Kommentare RSS
Vor über einem Jahr haben wir über einen damals neuen Dienst namens Google Street View berichtet. Dabei handelt es sich um ein Features von Google Maps, mit dem virtuelle, frei steuerbare Rundgänge innerhalb Google Maps mit 360 Grad Panoramen möglich werden. Bislang war der Dienst nur für amerikanische Städte verfügbar – zuletzt an die 40 Stück und der Dienst erfreut sich in den USA zwischenzeitlich enormer Beliebtheit.
Natürlich hatte das Tool bereits vor einem Jahr einen Ansturm der Datenschützer in Amerika hervorgerufen. Jetzt exportiert Google seine Street View auch nach Europa. Sowohl in diversen französischen als auch in einigen deutsche Städten (Berlin, Frankfurt und München) wurde das ominöse Google-Gefährt mit der 360-Grad-Kamera auf dem Dach gesichtet.
Anscheinend ist das Ganze so “heiss”, dass selbst RTL-Aktuell einen Bericht darüber ausstrahlte:
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte das Ganze am besten anhand einer virtuelle Tour durch New York ausprobieren.
Josef Willkommer, 4. Juli 2008 2 Kommentare RSS
Die Nachricht hat eingeschlagen wie ein Bombe. Die Axel Springer AG – seines Zeichens eines der mächtigsten Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum – wird Ihre IT ab sofort komplett auf Apple umstellen. Das bedeutet, dass sämtliche Rechner, vom Pförtner bis zum Vorstandsmitglied, vom Laptop der Vertriebsleute bis zum Redaktionsrechner ausnahmlos auf Apple umgestellt werden.
Damit wird Axel Springer zum größten Apple-Firmenkunden in Europa und nach Google zum zweitgrößten Apple-Kunden weltweit. Wow!!!!!!! Das Ganze dürfte definitv eine Sog- bzw. Signalwirkung nach sich ziehen und für Apple einen neuen Meilenstein in der Firmengeschichte beschreiben. Mit einem Mitarbeiterstamm von ca. 10.000 Personen kann man sich ausrechnen, was dies auch wirtschaftlich für Apple bedeutet. Well done, Mr. Jobs!
Matthias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, hat in einer Video-Botschaft an die Belegschaft die Entscheidung für Apple in vier Punkten begründet:
1. Apple-Computer sind gerade für den Bereich Layout und kreative Prozesse am besten geeignet.
2. Sie zeichnen sich durch einfachste Bedienung aus, bei der der Nutzer und nicht die Technik im Vordergrund stehen.
3. Apple stellt die schönsten Rechner her. Natürlich ist dieser Eindruck subjetiv, aber jeder Arbeitsplatz sieht mit einem Apple-Gerät einfach schöner aus. Möglicherweise gehen die Mitarbeiter dadurch noch ein bisschen lieber zur Arbeit…
4. Durch günstige Preise und wirtschaftlichere Wartung ist die Entscheidung insbesondere auch betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Sehr interessant finde dabei, dass die Optik bei der Entscheidung tatsächlich mit eine Rolle gespielt hat und die Argumentation ist in meinen Augen auch nachvollziehbar.
Zum Abschluss hebt Matthias Döpfner noch einmal hervor, dass dieser Entschluss keine reine IT-Entscheidung war, sondern auch einen Wandeln in der Unternehmenskultur einleiten soll, mit dem man mehr Spass bei der Arbeit vermittelt möchte.
Für alle Interessierten hier noch das Video in voller Länge:
admin, 4. Juli 2008 3 Kommentare RSS
Während auf der einen Seite mit Web 2.0 die Web-Sites immer ansprechender und die Online-Shops immer benutzerfreundlicher werden, findet man auf der anderen Seite beim täglichen Stöbern im Web immer wieder krasse Verstöße gegen die Regeln der Web-Usability. Daas ein oder andere müsste einem ja fast schon der Hausverstand verbieten. Aber die Menschen sind verschieden, die Geschmäcker unterscheiden sich ebenso wie die Dinge, auf die der einzelne Wert legt.
Auf privaten Web-Sites kann ja noch jeder machen was er will, aber auf Firmen-Sites sollte man sich an gewisse Konventionen halten. Es sei denn, man möchte keine neuen Kunden gewinnen oder bestehende verlieren. Hier nun ein paar Usability-Regeln an Hand von Negativbeispielen. Sollte einer meiner Leser seine Site erkennen – nichts für Ungut. Nun wissen Sie wenigstens, wo dringender Verbesserungsbedarf besteht.
Konsistenz und Gewohnheit
Innerhalb einer Website sollte Konsistenz herrschen, d.h. gleiche Elemente müssen auf jeder Seite an der gleichen Stelle stehen. Dies gilt ganz besonders für die Navigation, die zu den wichtigsten Orientierungshilfen des Benutzers zählt. Sie muss immer an der gleichen Stelle stehen und immer die gleichen Inhalte haben. Und so “hip und cool” das Web 2.0 auch sein mag, die Benutzer sind an gewisse Konventionen gewöhnt. Manche Elemente wollen sie einfach auf jeder Web-Site in gleicher Form wieder finden. Das folgende Beispiel hat hier einiges zu bieten. Das linke Bild zeigt die Navigationsleiste der Startseite, das rechte Bild die einer der Unterseiten:

Was fällt auf?
Schrift und Hintergrund
Schwarzer Text auf weißem Hintergrund, so wie es das Auge von gedruckten Werken gewöhnt ist, sollte auch im Web vorherrschen. Und wenn schwarz nicht gefällt, dann sollte es wenigstens eine dunkle Farbe sein, so dass ein ausreichend hoher Kontrast zum Hintergrund besteht. Grelle Schriften sind ebenso tabu wie grelle, dominante oder unruhige Hintergründe. Auch bewegter Text ist ein Relikt aus der Vergangenheit. Heute ist das Angebot an Waren und Dienstleistungen im Web so groß, dass die Benutzer unkomfortable Sites sehr schnell verlassen. Der erste Eindruck ist im Web überaus entscheidend, denn der Benutzer nimmt sich weniger als eine halbe Minute Zeit, um eine Seite zu betrachten und daraus auf den Wert der ganzen Site zu schließen.
Womit vergrault man seine Besucher also ziemlich sicher? Mit folgenden Kombinationen von Schrift und Hintergrund:

Menüs
Wenn es um die Gestaltung der Navigation geht, sind einige Vorüberlegungen nötig. Denn Menüs, die aufklappen, sollten nicht mehr als zwei Ebenen aufweisen. Wenn es gar nicht anders geht, kann im Ausnahmefall mal eine 3. Ebene sein. Aber dann muss wirklich Schluß sein, weil sich die Benutzer einfach nicht mehr zurechtfinden werden. Bei ausklappenden Menüs ist zudem ein gewisses Geschick mit der Maus erforderlich, um in die nächste Ebene zu gelangen. Das bedeutet umgekehrt, dass die Menüs hier eine gewisse Toleranz aufweisen sollten. Bei seitlich ausklappenden Menüs muss man auch bedenken, dass sie sich über den Inhalt legen. Dieser ist dann nicht mehr sichtbar, und andersherum kann der Hintergrund auch die Lesbarkeit des Menüs beeinträchtigen.
Aber auch in diesem Bereich gibt es Sachen, die es eigentlich nicht geben sollte:

Das soll für heute zum Thema Usability reichen. Aber zu diesem fast unerschöpflichen Thema gibt es demnächt sicher noch weitere Beiträge.
admin, 1. Juli 2008 3 Kommentare RSS
Diese sensationelle Meldung habe ich gerade aus Search Engine Land gezogen. Schauen wir mal, was sie so schreiben:
Bisher waren die Suchmaschinen nicht in der Lage, Text und Links aus Flash-Dateien (*.swf) zu extrahieren bzw. gelang dies nur vereinzelt. Und folglich gelangten große Teile der flashbasierten Webinhalte nicht in die Suchergebnisse. Mit diversen Workarounds gelang es den Web-Entwicklern in der Folge, ihre Flash-Seiten doch in die Suchergebnisse zu bringen.
Für die Suchenden war diese Situation ebenso wenig ideal – ist ihnen doch so manches gute Suchergebnis verborgen geblieben.
Adobe und Google zufolge soll sich dies nun ändern. Google hat eine weit reichende Änderung ihrer Algorithmen angekündigt. Mit Hilfe eines Flash-Lesers von Adobe sollen Flash-Dateien „gelesen“ und Texte und Links zur Indizierung und zum Ranking verwendet werden. Das ist eine gute Nachricht sowohl für Seitenbetreiber als auch für Suchende.
Was steckt nun genau dahinter? Einiges, aber leider kein Wundermittel, das die manuelle Suchmaschinenoptimierung für Flash-Anwendungen überflüssig macht.
Noch keine Perfektion
Auch wenn es in der Tat einige Verbesserungen beim Crawlen und Indizieren von Flash und Java Script gibt, sind die Methoden noch lange nicht perfekt. Fehler werden minimiert, weil die Inhalte von Flash-Dateien gelesen werden können.
Adobe arbeitet zu diesem Thema mit Google und Yahoo! zusammen. Letztere haben den für Suchmaschinen optimierten Flash-Player aber noch nicht implementiert. Eine Zusammenarbeit zwischen Adobe und Microsoft findet nicht statt – über die Gründe dafür wird nur spekuliert.
Ein Schritt nach vorne
Früher hat Google vor reinen Flash-Seiten gewarnt, weil Suchmaschinen textbasiert arbeiten. Bilder, Videos oder andere Multimedia-Inhalte erforderten ein textuelles Äquivalent, um für die Suchmaschinen erreichbar zu sein.
Heute weist der Google Webmaster Blog darauf hin, dass der Googlebot inzwischen Texte und Links extrahieren kann, ohne dass der Anwender dafür etwas tun muss.
Das ist eine gute Nachricht für das Web. Zeigt es doch an, dass die Suchmaschinen, die erste Anlaufstelle im Web, sich anpassen und über Text hinaus auch neue Web-Technologien berücksichtigen.
Wie werden diese Änderungen die Relevanz verändern? Das lässt sich erst sagen, wenn tatsächlich Änderungen erkennbar sind. Laut Google wird dies einige Zeit dauern, denn die Snippets, die bei den Suchergebnissen angezeigt werden, müssen optimiert werden. Denn bisher gab es oft leere Snippets oder die einzig verfügbaren Texte aus der Seite – im Extremfall die Flash-Version und das Wort „Loading“.
Auch wenn Adobe in seinen Presseberichten von „dramatischen“ Verbesserungen der Suchergebnisse und eine Listung von Millionen von RIAs (rich internet applications) spricht, konnten bisher weder Google noch Adobe exakte Zahlen nennen. Wie viel mehr Seiten zukünftig indiziert werden können und welchen Einfluss dies auf die Suchergebnisse haben wird, muss sich erst zeigen. Das mögliche Verbesserungspotenzial ist aber auf jeden Fall groß.
Suchmaschinenoptimierung bleibt dennoch ein Thema für Flash-Entwickler
Wie bereits angedeutet, ist die Lösung noch nicht perfekt, auch wenn Adobe verspricht, dass die Entwickler keine Änderungen an den Inhalten vornehmen müssen, damit sie durchsucht werden können. Gerade bei Flash-Seiten mit wenig Text stimmt das nicht ganz.
Nur Text und Links sind betroffen
Die meisten Flash-Inhalte bestehen nicht aus einfachen Wörtern, sondern aus Bildern, Videos und Animationen, die auch nach der Änderung nicht in den Suchergebnissen erscheinen. Denn der neue Algorithmus extrahiert nur Text und Links. Alles andere bleibt nach wie vor eine Black Box.
Individuelle URLs für eigene Inhalte
Suchende sind besser bedient, wenn es für jede Flash-Implementierung eine eigene URL gibt. Es gibt allerdings auch Flash-Anwendungen, die bei Benutzeraktionen dynamisch Text laden, aber die URL unverändert lassen. Der Googlebot kann solche Benutzeraktionen bedingt nachvollziehen. Alle dynamischen Änderungen, die dabei passieren, werden jedoch unter der gleichen URL verarbeitet.
Laut Adobe können Suchmaschinen mit dem speziellen Flash-Player so durch die *.swf-Anwendungen navigieren, als wären sie virtuelle Benutzer. Und so können die Inhalte, die dynamisch in die Flash-Anwendung geladen werden, als Suchergebnis angezeigt werden. Klickt der Suchende allerdings auf den Link, werden die Inhalte nicht auf der Seite gefunden, da sie erst geladen werden müssen. Das kann dazu führen, dass die Suchenden frustriert sind und die Seite verlassen. Die Flash-Entwickler können und sollten dies vermeiden, indem sie für jedes Inhaltselement eine eigene URL verwenden. Dadurch können die Flash-Seiten auch viraler verwendet, also weiterempfohlen und anderweitig geteilt werden.
Die gleichen Einschränkungen gesteht Google übrigens auch für andere Nicht-HTML-Dokumente zu. Bei pdf-Dateien muss der Suchbegriff beispielsweise nicht zwangsläufig auf der ersten Seite stehen, so dass sich der Suchende erst durch das Dokument scrollen muss, um das Gewünschte zu finden. Deshalb gibt es für pdf-Dateien das gleiche Flag in den Suchergebnissen wie auch für Flash-Dateien.
Was bedeutet das für die Suchmaschinen-Optimierung?
Es ist nach wie vor notwendig, Flash-Seiten für die Suchmaschinen zu optimieren. Aber diese Aufgabe wird einfacher. Man muss sich jedoch vor Augen halten, dass Meta-Daten oder Formatierungen nicht berücksichtigt werden und auch keine Vorschau der Seite verfügbar ist, die sich im Cache von Google befindet. Alle externen Quellen, die von der Flash-Datei geladen werden, werden separat indiziert und nicht als Teil der Flash-Datei. Und wie bereits gesagt werden nicht-textuelle Inhalte auch weiterhin nicht indiziert. Dafür werden alle Flash-Versionen und alle Sprachen (außer Hebräisch und Arabisch) unterstützt.
Wie steht es mit Zugangsbarrieren und der Usability?
Flash-Entwickler sollten sich auch weiterhin mit diesen beiden Aspekte befassen. 98% der Rechner sind mit Flash ausgerüstet. Es gibt allerdings auch etliche Flash-Blocker und mobile Geräte ohne Unterstützung von Flash. Ab Flash Player 6 werden Screenreader unterstützt, was auch durch das neuere Flex-Framework weiter verbessert wird.
Fazit
Diese Meldung ist sowohl für die Anbieter von Web-Inhalten als auch die Suchenden positiv. Web-Entwickler legen immer mehr Wert darauf, dass ihre Seiten in den Suchmaschinen gefunden werden, da diese zum wichtigsten Akquisekanal werden. Mit der Entwicklung der Web-Technologien müssen sich auch die Suchmaschinen weiterentwickeln, um den Suchenden die besten Ergebnisse zu liefern. Es wird sich zeigen, wie weit reichend die aktuelle Änderung sein werden. Trotzdem sollten die Web-Entwickler die Suchmaschinenoptimierung immer im Hinterkopf behalten.
Wie lässt sich die Indizierungsrate steigern?
admin, 10. Juli 2008 2 Kommentare RSS
Wenn der Suchmaschinen-Spider regelmäßig und häufig kommt, darf man das als ein erstes Zeichen deuten, dass Google die Site gefällt. Und genau das tun sie am liebsten bei Websites, die sie als wichtig und wertvoll erachten.
Man kann den Googlebot allerdings nicht zwingen, die Site öfter zu besuchen. Aber man kann ihn dazu einladen. Und dafür sind folgende Maßnahmen geeignet:
Quelle: Search Engine Journal