Mietshop mit Tradoria

Josef Willkommer, 9. September 2008 1 Kommentar RSS

Als offizieller Magento Gold-Partner beschäftigen wir uns intensiv mit eCommerce-Lösungen und werden auch relativ häufig mit unterschiedlichsten Anfragen konfrontiert. Dabei reicht das Spektrum von komplexen Shoppingportalen bis hin zu ganz simplen Shoplösungen mit nur wenigen Produkten.

Gerade in letzterem Fall kommt es häufig dem bekannten Sprichwort “Mit Kanone auf Spatzen schießen” gleich, wenn man als kleiner Shopbetreiber erstmals Luft im eCommerce-Sektor schnuppern möchte und dann gleich mit einer Enterprise-Lösung wie Magento konfrontiert wird.
Gerade für einen solchen Fall bietet sich unter Umständen eine Shop-Mietlösung an. Hier gibt es mittlerweile ja einige Anbieter, wobei mit Tradoria ein relativ neues Unternehmen bereits eine recht ansehnliche Entwicklung hingelegt hat. Tradoria wurde 2007 gegründet und zählt mit über 1.000 registrierten Online-Händlern gemäß eigenen Aussagen zu den führenden Anbietern von Mietshops in Deutschland.

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Dabei ist Tradoria eine Kombination aus Shop und Marktplatz. D.h. der Shopbetreiber erhält neben seinem eigenen Shop unter dem Tradoria-Dach auch die Möglichkeit, seine Produkte in das Tradoria Shopping-Portal einzustellen um so die Reichweite zu erhöhen. Interessant ist auch die automatische Zertifizierung der Tradoria Shoplösung durch Trusted Shops. Dies bedeutet, dass ein Tradoria Shop automatisch das immer wichtiger werdende Trusted Shop Gütesiegel erhält – ein deutlicher Pluspunkt! Die Kosten hierfür sind im Preis von Tradoria enthalten.

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Über eine API für die Bestellabwicklung kann ein externes Warenwirtschaftssystem angesprochen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit eines Imports per CSV sowie XML.

Wer Installations- und Einrichtungsaufwände sowie Hostinggebühren scheut, ist bei Tradoria sicherlich auch recht gut aufgehoben, da die Software immer zentral gehostet, gewartet und weiterentwickelt wird. Das Preismodell sieht dabei eine monatliche Pauschale, sowie eine umsatzabhängige Komponente vor.
Fazit:
Trotz des derzeitigen Magento-Hypes lohnt es sich – gerade für Einsteiger – durchaus auch einen Mietshop in die engere Wahl zu nehmen. Mit Tradoria bekommt eine vernünftige Ausgangsbasis für den Einstieg in den eCommerce. Fairerweise muss hier aber erwähnt werden, dass man ab einer gewissen Größe und mit bestimmten Zielrichtungen um eine eigene Shopsoftware nicht umher kommen wird – in diesem Fall ist Magento unsere erste Wahl.

OpenStreetMap: kostenlose Karten und mehr

admin, 8. September 2008 1 Kommentar RSS

Kostenlose Landkarten und Stadtpläne gab es bisher von Google Maps. Aber Google ist mit diesem Angebot inzwischen nicht mehr alleine auf dem Markt. Denn im Long Tail gibt es ja fast nichts, wofür keine Community gefunden werden könnte. “Mapping Parties” oder “Mapping Weekends” sind angesagt und vereinen Leute, die gut zu Fuß sind und idealerweise ein GPS-Gerät besitzen. Sie durchstreifen Städte, Wälder oder auch Bergregionen, nehmen die Geodaten im GPS auf und notieren die Namen der Straßen oder anderer wichtiger Punkte. Zu Hause am Rechner werden alle Daten dann zusammengeführt und an die zentrale Datenbank übertragen, von wo aus sie allen Benutzern im Internet zur Verfügung stehen.

OpenStreetMap

Open Street Map, die freie Wiki-Weltkarte, nennt sich dieses Projekt, das seit Ende April 2008 auch in Deutschland aktiv ist, um möglichst vollständige und gute Kartendaten zusammenzutragen. Dazu werden unter anderem auch GPS-Geräte für Mapping-Aktionen verliehen, damit das Nicht-Vorhandensein eines solchen Geräts kein Hinderungsgrund für engagierte Mapper ist. 14 regionale Gruppen haben sich bereits gebildet, die sich regelmäßig treffen und auch darüber Buch führen, welche Stadtviertel noch bearbeitet werden sollten.

Trotz der erst kurzen Aktivitätsphase ist bereits viel Gutes vorhanden. Wie dieser Ausschnitt aus dem Kölner Stadtplan zeigt, gibt es Parkplätze, Museen, Kirchen, Hotels, Wertstoffinseln, Bahnlininien und Einbahnstraßen.

OpenStreetMap, Ausschnitt von Köln

Je größer die Zoomstufe, desto detaillierter die Informationen, d.h. zum Symbol für eine Gaststätte wird auch der Name eingeblendet – wenn er eingepflegt wurde. Und mit einer größeren Zoomstufe verschwindet auch so manche etwas ungeschickte Anordnung der Buchstaben des Straßennamens, wenn diese Straße einen Knick aufweist.

Natürlich gibt es auch noch diverse weiße Flecken auf den Karten, die durch das Logo von OpenStreetMaps gekennzeichnet werden und Liebhaber der jeweiligen Stadt oder Region suchen, die sich dieses “Niemandslandes” annehmen.

OpenStreetMap - noch nicht erfasste Bereiche

Ein paar Stichproben haben ergeben, dass die Kartendaten sowohl aktuell als auch stimmig sind. Die beste Voraussetzung also, um regen Gebrauch davon zu machen. Dies erfordert allerdings, dass man die Quelle der Kartendaten nennt. Und wer etwas Gutes kostenlos bekommt, muss auch so fair sein, das daraus geschaffene Ergebnis anderen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Alle Details können im Wiki von OpenStreetMap nachgelesen werden. Dort gibt es auch Beispiele und Anleitungen, wie die Kartendaten heruntergeladen und verwendet werden können. Auch ein direkter Vergleich mit Google Maps wird angeboten, der mal ein Plus für die eine, mal für die andere Seite ergibt.

Insgesamt ein interessantes Projekt, dass es sicher verdient, verfolgt und auch unterstützt zu werden. Warten wir mal ab, wie es sich in den nächsten Monaten entwickelt.

Google Chrome – Erste Eindrücke

Josef Willkommer, 3. September 2008 11 Kommentare RSS

Ich habe mir natürlich sofort nach Erscheinen von Google Chrome - dem neuen Google Browser – das Teil heruntergeladen um ein bisschen zu testen. Die Neugierde war einfach zu groß….

Was soll ich sagen. Google Chrome verfügt über eine schlichte, klar verständliche Oberfläche. Die erste Auffälligkeit betrifft die Tabs – die sind nämlich am oberen Bildschirmrand in einer Art Register angeordnet. Das coole dabei es handelt sich hier um sog. dynamische Tabs: Dies bedeutet, dass sich die Reihenfolge der Tabs per Drag & Drop ändern lässt. Zusätzlich können einzelnen Tabs mit gedrückter Maustaste herausgelöst werden und als eigenes Fenster platziert werden.

Ein weiteres ganz nützliches Features betrifft den sog. Taskmanager. Dieser wird per Rechtsklick im Browserheader aufgerufen. Es erscheint – ähnlich zu Windows – ein Fenster mit allen geöffnenten Tabs bzw. Webseiten. Sofern bei einem der Tabs ein Fehler aufgetreten ist bzw. sich die jeweilige Webseite nicht mehr schließen lässt, kann dies über den Taskmanager erfolgen. Hierzu wird jeweils auch der benötigte Arbeitsspeicher angezeigt.

google-chrome_taskmanager.jpg

Computerfreaks können sich über den gleichnamigen Link auch noch weiterführenden Statistiken einblenden lassen.

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Interessant ist auch ein weiteres Features von Google Chrome – der Modus “Anonym browsen” mit dem keinerlei Daten über das Surfverhalten bzw. die aktuelle Session gespeichert werden. Welche Auswirkungen dies allerdings in der Folge haben wird, muss sich erst noch zeigen.

Und dann gibt´s da noch etwas, das ich als durchaus wichtig erachte. Google Chrome scheint im Vergleich zum Firefox 3 nochmals merklich an Speed zugelegt zu haben!

Nach meinem ersten, kurzen Test ein durchaus gelungener Einstand. Ich könnte mir daher vorstellen, dass an der einen oder andere Ecke jetzt “Feuer auf dem Dach” angesagt ist….

Google Chrome – der neue Browser von Google

Josef Willkommer, 2. September 2008 2 Kommentare RSS

Google bringt mit Google Chrome einen eigenen Browser auf den Markt. Diese Meldung konnte man vor kurzem auf dem offiziellen Google-Blog nachlesen. Wow!!!!!

Dass Google an einer eigenen Browsersoftware (dem “berüchtigten” Google Browser) bastelt, konnte man im Netz immer wieder nachlesen. Allerdings war das Ganze bislang immer wenig konkret. Heute soll der Google-Browser – nach ca. 2-jähriger Entwicklungszeit – im laufe des Tages zum Download freigegeben. Die erste Beta-Version der Software wird vorerst nur für Windows verfügbar sein.  Nach eigenen Angaben arbeitet der Suchmachinengigant allerdings mit Hochdruck an Versionen für Linux und Mac. Bei Google Chrome handelt es sich um einen Browser, der zum Teil auf Komponenten aus dem Firefox sowie Safari basiert und dessen Quellcode offen sein wird.

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Jetzt fragt sich natürlich der Eine oder Andere, warum Google – nach diversen anderen Softwaretools und Gadgets – jetzt auch noch einen eigenen Browser launcht. Hierzu das offizielle Statement von Google:
1. Gemäß eigenen Aussagen war Google mit den bisherigen Lösungen nicht ganz zufrieden: “… we believe we can add value for users and, at the same time, help drive innovation on the web.” Sehr sauber formuliert! :-)

Hier noch ein paar Ergänzungen von mir:

1. Microsoft hat vor kurzem die zweite Betaversion des IE8 vorgestellt, der angeblich einen deutlichen Sprung nach vorne macht und technologisch zum Firefox bzw. Safari aufschließen könnte.

2. Google Informationen sammeln, organisieren und zugänglich machen. Mit einem eigenen Browser lassen sich da natürlich interessante Infos generieren.

3.  Eines der kommenden Wachstumsfelder ist das mobile Internet. Mit dem Erscheinen der ersten Handys mit dem Betriebssystem Android (auch da ist Google entscheidend beteiligt) stellt ein eigener Browser die perfekte Ergänzung dar.

Nachfolgend noch ein paar Hintergrundinfos zu Google Chrome:

  • Bei Google Chrome handelt es sich um ein Open Source Projekt, das auf der bestehenden Rendering Engine Webkit basiert und bei dem Google Gears integriert sein wird.
  • Der Browser beinhaltet eine JavaScript Virtual Machine namens V8, die  von einem dänischen Entwicklerteam von Grund auf neu entwickelt wurde und ebenfalls ein Open Source Projekt darstellt. Dabei lag das Hauptziel in der Performanceverbesserung von JavaScript.
  • Google Chrome wird spezielle Tabs verwenden, die wie Registerreiter am oberen Bildschirmrand platziert werden.

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  • Der Browser verfügt über eine Adressleiste mit einer Funktion zur automatischen Vervollständigunge (auto-completion). Damit schlägt Google bereits während der Eingabe einer Webadresse populäre Webseiten vor. Darüber hinaus kann die Adressleiste auch für die Suchfunktion auf einer Webseite verwendet werden.
  • Chrome verfügt über eine spezielle, voreingestellte Startseite, die allerhand nützliche Infos für den User bereithält (zuletzt gestartete Suchvorgänge, Seite die zuletzt gebookmarked wurden, zuletzt geschlossenen Tabs etc.
  • google-chrome-home.png
  • Google Chrome verfügt über einen Privacy-Modus mit dem ein “Inkognito-Window” erstellt werden kann. Nichts was in diesem Fenster passiert, wird je auf dem Rechner gespeichert.
  • Besonderes Augenmerk wird auf das Thema Malware und Phishing gelegt. Der Browser wird automatisch mit einer Liste von kritischen Webseiten aktualisisiert.

Wer noch mehr Infos zu Google Chrome benötigt, kann sich hierzu einen 38-seitigen Comic ansehen – ganz nett gemacht.

Dann warten wir doch einfach mal auf die Freigabe des Google-Browser und machen uns dann ein erstes, eigenes Bild. Wie heißt es doch so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft…. ob man das Tool dann einsetzt bleibt am Ende ja jedem selbst überlassen.

Wen´s interessiert: Der Browser soll heute im Laufe des Tage unter der nachfolgenden URL veröffentlicht werden:

http://googleblog.blogspot.com/

Quelle: Google Blogoscoped

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