admin, 26. November 2008 kein Kommentar RSS
Ich bin kürzlich im Web auf zwei kleine Tools gestoßen, die recht interessant sind und hier und da im Leben auch hilfreich sein können. Darum sei ihnen hier eine kurze Vorstellung vergönnt:
Buchstabensuppen-Tool
Diesen Namen habe ich für das erste Tool vergeben, weil man es unter anderem für solche Spiele wie Buchstabensuppe, Letra-Mix oder wie sie alle heißen, verwenden könnte. Es hilft nämlich dabei, Wörter zu finden, die mit bestimmten Buchstaben beginnen oder enden, bestimmte Buchstaben enthalten oder gerade nicht enthalten dürfen, eine bestimmte maximale oder minimale Länge, Bedeutung oder Klang haben.
Offiziell heißt das Tool allerdings “Tip of My Tongue“, was auch darauf hindeutet, dass es leider nur englische Wörter zurückgibt – oder fast, denn Doppelganger, doppelzentner oder natürlich kindergarten kommen uns doch wenigstens bekannt vor.

Der Ersteller, ein Student namens Chirag Mehta, möchte den Benutzern helfen, die Wörter zu finden, die ihnen den ganzen Tag schon auf der Zunge liegen, aber dann doch nicht einfallen. Für Wörter wie “Batrachomyomachy” kann ich mir gut vorstellen, dass einen da das Erinnerungsvermögen verlässt. Das Wort gibt es in der Tat, die Erklärung lautet: “The battle between the frogs and mice; — a Greek parody on the Iliad, of uncertain authorship.”
Da man die Mindestlänge eines Worts festlegen kann, bietet sich das Tool auch an, um Wörter für das Spiel “Stille Post” zu finden. Eine gewisse Herausforderung besteht allerdings darin, sich das Wort vom Nachschauen bis zum Vorsagen zu merken, denn zur Verfügung stehen z.B. methylenedioxymethamphetamine, chlorobenzylidenemalononitrile oder uvulopalatopharyngoplasty….
Mehta gibt selber an, dass es nicht so einfach ist, ein geeignetes Wörterbuch zu finden, das auch tatsächlich alle Wörter enthält. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, eine schnelle Anwendung zu bauen. Und in diesem Sinne hat er auch auf einen Start- Button verzichtet. Sobald ein Suchbegriff eingegeben ist, startet die Suche automatisch und zeigt die Ergebnisse in der rechten Spalte an.
Der Farbexperte
Oft sucht man für sein Web-Layout einen netten Farbton und braucht dazu natürlich auch den Hex-Farbwert, manchmal auch den RGB-Wert. Dazu gibt es zwar bereits verschiedene Möglichkeiten, aber das Farbtool von Chirah Meta gefällt mir derzeit am allerbesten, weil es absolut einfach und intuitiv zu bedienen ist.

Mit der Maus kann im Farbring durch Verschieben des Kreises den Grundton auswählen. Im inneren Quadrat wird danach die Farbnuance festgelegt. Die ausgewählte Farbe erscheint rechts im großen Feld. Gleichzeitig werden der Name, der Hex- und der RGB-Wert eingeblendet.
Alternativ kann man alle Farbtöne auch über ihren Namen aus einer Liste mit gut 1500 Einträgen auswählen.
Und wer gerade keine Farbe braucht, kann sich auch einfach über so lustige Farbnamen wie Eggplant, Vesuvius oder Matterhorn amüsieren oder ein Farbspiel starten: Wie sieht der Farbton “Elephant” aus? Sicher Grau! Nein, falsch, #123447, also ein dunkles grün-blau.
Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Und vielleicht findet jemand ja auch noch Gefallen an den anderen Projekten von Chirag Mehta, die er auf seiner Website vorstellt. Denn er scheint ein kluger Kopf zu sein, der gute Ideen hat und diese auch umsetzt.
admin, 24. November 2008 3 Kommentare RSS
Es ist gar nicht so einfach, einen wirkungsvollen Seitentitel zu schreiben. Aber die Seitentitel sind wichtig, da mit ihnen zwei Ziele verfolgt werden:
Die Aufgabe, einen wirkungsvollen Titel zu schreiben, sollte man also nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es ist nicht so einfach, einen Titel zu schreiben, der das Ranking unterstützt und als Marketing-Botschaft verwendbar ist. Denn eine Liste an Keywörtern der Seite reicht nicht aus, die genannten Ziele zu erreichen.
Und hier die wichtigsten Kriterien für die Erstellung eines guten Titels:

Wenn Sie nun feststellen, dass Ihre Titel nicht alle genannten Kriterien erfüllen, sollten Sie Änderungen sehr vorsichtig und nur schrittweise vornehmen.
Denn eine durchgängige Änderung aller Seitentitel oder zumindest der Mehrheit kann von Google bestraft werden. Ändern Sie also zunächst nur die Titel von 1-2 Seiten, warten Sie dann 2-3 Wochen und fahren Sie dann erst mit den nächsten 1-2 Titeln fort.
Quelle: Search Engine Journal
admin, 18. November 2008 4 Kommentare RSS
Das Web ist groß, das Web ist weit, keine Frage. Und entsprechend groß ist auch die Zahl an Foren und Portalen, die dort zu finden sind. Schaut man sich in diesen Foren und Portalen genauer um, findet man jede Menge Einträge und somit viele Menschen, die irgendetwas suchen oder anbieten. Das ist natürlich auf den ersten Blick sehr erfreulich, wenn man selber etwas anbieten kann, was offenbar gesucht wird oder etwas sucht, das offenbar angeboten wird.
Die Ernüchterung folgt aber relativ bald, denn viele dieser Suchenden oder Anbieter entpuppen sich als “Karteileichen”. Die Nachrichten, die man ihnen geschickt hat, bleiben ungelesen oder unbeantwortet, auf weitergeführte Threads oder private Messages in Foren kommt keine Reaktion.
Da stellt sich natürlich die Frage, wie so etwas verhindert werden könnte. Ich habe da einige Ideen, wie die Betreiber der Portale und Foren ihre Angebote verbessern könnten. Ideal wäre es natürlich auch, wenn sich auch die Benutzer an gewisse Regeln halten würden, was sich allerdings nicht so leicht einfordern lässt.
Klare Positionierung des Angebots
Zu jedem Thema gibt es inzwischen eine Vielzahl an Foren und Portalen – ganz zu schweigen von der riesigen Menge an Webseiten und Blogs von Unternehmen und Privatpersonen. Und jedes Thema hat viele Unter-Gebiete, in denen sich ganz unterschiedliche Gruppen tummeln.
Nehmen wir als Beispiel das Thema Auto: Hier gibt es Interessenten an einem Gebrauchtwagenmarkt, Motorsportfans, Oldtimerfans, Leute, denen die Verkehrssicherheit am Herzen liegt, die Tipps für die Autoreparatur brauchen oder die sich mit dem Thema Auto und Umwelt beschäftigen. Und so macht es wenig Sinn, einfach ein Autoforum zu eröffnen, in dem sich alle tummeln können. Viel besser ist es, wenn sich die Web-Angebote ihre speziellen Nischen suchen, sich dort einrichten und enstprechend positionieren. D.h. jeder Besucher sollte sofort nach Betreten der Plattform erkennen, welche Zielgruppe dort angesprochen wird. Denn dann kann sich der Motorsportfan die Arbeit sparen, seine Eintrittskarten für ein Formel1-Rennen in einem Auto & Umwelt-Forum anzubieten.
Manche Portale versuchen, eine Kategorisierung der Angebote durch verschiedene Auswahloptionen zu erreichen. Allerdings schaffen sie hier teilweise eher ein starres Korsett, das den Benutzern weniger hilft als nutzt. Wenn ein Musikerportal z.B. eine Liste an Instrumenten vorsieht, in der jeder Musiker sein/e Instrument/e ankreuzen kann, ist das ja grundsätzlich eine gute Idee. Wenn in dieser Liste allerdings Instrumente fehlen und auch kein Freitextfeld vorhanden ist, und wenn es auch nicht möglich ist, eine ganze Instrumentengruppe (z.B. Blechblasinstrumente) auszuwählen, wird die Schnittmenge von Angebot und Nachfrage schon wieder kleiner.
Transparenz auf der Zeitachse
Wenn ich auf einen Beitrag antworte, der vor wenigen Tagen erstellt oder aktualisiert wurde, rechne ich mir eine höhere Chance auf eine Antwort aus als bei einem Beitrag, der offensichtlich schon mehrere Monate im Web steht. Möglicherweise hat der Verfasser in letzterem Fall bereits Erfolg gehabt oder inzwischen das Interesse verloren. Ein Datum wird aber in vielen Fällen gar nicht angezeigt. Ideal wären 3 Datumswerte: 1.) erstellt am 2.) vom Ersteller zuletzt geändert oder geöffnet am 3.) gültig bis. Natürlich kann es auch sein, dass jemand, dessen Angebot schon lange im Web steht, es so lange stehen lässt, weil er bisher noch keine Rückmeldung bekommen hat, eine solche aber dringend sucht. Verallgemeinern lässt sich nicht, aber Transparenz ist meist hilfreich.
In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich auch die Frage der Laufzeit, besonders bei kostenlosen Einträgen. Wenn ich beim Einstellen meines Angebots weiß, dass ich längerfristig suche oder anbiete, freue ich mich natürlich, wenn ich einen möglichst langen Zeitraum auswählen kann (z.B. 3 Monate). Vernünftiger wäre es allerdings, wenn die Zeiträume kürzer, gleichzeitig aber leicht verlängerbar wären. Wenn also jedes Angebot für einen Monat stehen bleibt, kurz vor Ablauf des Monats eine automatisierte Mail versendet wird, die auf das Ende der Frist hinweist und die Möglichkeit zur Verlängerung aufzeigt. Dann kann derjenige, der länger sichtbar bleiben will, zeigen, dass er noch Interesse hat, und “Karteileichen” werden eliminiert.
Manche Portale wollen zwar lieber Masse, aber ist nicht im Endeffekt Klasse das Entscheidende? Wenn ich 20 “Karteileichen” anschreibe und 1 negative Antwort bekomme, ist mir weniger geholfen, als wenn ich 3 echte Interessenten anschreiben, von denen mir 2 zusagen.
Und ein Einstellungsdatum hilft auch ungemein, wenn man einmal das ganze Angebot durchforstet hat und in der Folge nur noch wissen möchte, welche Beiträge seit diesem Termin neu hinzugekommen sind.
Komfortable Suchfunktionen
Gerade bei fehlender Ausrichtung auf eine Nische und Masse ist es wichtig, den Benutzern komfortable und zuverlässige Suchfunktionen anzubieten. Denn wer will sich schon wirklich durch 92 Seiten mit je 10 Einträgen durchlesen, um das Passende zu finden? Dass mir die blasmusikinteressierte Trompeterin in Hamburg genauso wenig nutzt wie die banderfahrene Saxophonistin aus Dachau, wenn ich Musikerinnen für meine Blaskapelle in München suche, ist klar. Dennoch gibt es nicht überall Such- und Filtermöglichkeiten, die das abbilden.
Ja, gut, es werden halt einfach Pinnwände im Web angeboten, wo jeder sein Anliegen aufhängen kann. Es kostet ja auch nicht, und helft’s nichts, schad’s auch nichts. Aber irgendwo wirft es dann doch ein leicht fades Licht auf den Anbieter, der hoffentlich sein Hauptgeschäft nicht so wenig motiviert betreibt wie die Betreuung seiner Pinnwand. Oder der übersieht, dass er von einer komfortablen Pinnwand, die den Besuchern einen Nutzen bringt, früher oder später auch selber profitieren könnte, denn gutes Angebot –> zufriedene Nutzer –> hoher Traffic –> Attraktivität für Werbung oder Affiliate-Programme –> Einnahmen.
Pflegemöglichkeiten
Wer einen Beitrag in ein Portal oder Forum einstellt, sollte die Möglichkeit haben, diesen jederzeit zu ändern. Denn möglicherweise haben sich ja Änderungen ergeben, die er bekanntgeben möchte, weil sie für die weiteren Reaktionen wichtig sind.
Und ein wichtiger Aspekt der Pflege ist auch die Aktualität und Relevanz. D.h. es muss möglich sein, ein Angebot zu löschen, wenn es nicht mehr relevant ist. Zwar kann man niemanden dazu zwingen, aber man kann es erleichtern oder erschweren. Manchmal ist es auch wirklich so, dass man sein Angebot löschen will, aber trotz intensiver Suche keine Möglichkeit dazu findet.
Klar, für jede zusätzliche Funktionalität in einem Portal fallen bei der Entwicklung Kosten an. Aber wer vorne nicht investiert, wird mit Sicherheit hinten keinen Gewinn erzielen können.
Mailbenachrichtigung
Wenn ich in verschiedenen Foren und Portalen aktiv bin, möchte ich sicher nicht ständig durch alle diese Sites ziehen, um zu schauen, ob es Reaktionen auf meine Themen gibt. Wenn ich darüber jeweils mit einer automatisierten Mail informiert werden, ist das ein sehr nützlicher Service. Dieser Service sollte natürlich bekanntgemacht werden. D.h. sowohl diejenigen, die sich eintragen, sollten klar informiert werden, dass sie entweder automatisch informiert werden oder diese Option wählen können. Und wenn ich auf einen Beitrag antworte, wäre es für mich natürlich auch interessant zu wissen, ob der Anbieter eine Mail erhält, oder ob ich beten muss, dass er sich mal wieder einloggt und meine Nachricht sieht.
Für dringende Fälle ist es natürlich hilfreich, wenn die Mailadresse des Anbieters gleich angegeben wird. Aber nicht jeder möchte seine Mailadresse imWeb preisgeben, was verständlich ist.
Funktionierende Technik
Wenn eine Suche vorhanden ist, muss sie auch funktionieren. Wenn ich in einem Musikportal nach Trompetern suche, erwarte ich ausschließlich Einträge, in denen zumindest das Wort “Trompete” vorkommt – wenn schon nicht in der Liste der angekreuzten Instrumente, dann doch wenigstens im Freitext. Wenn mir aber auf diese Suche vom Klarinettisten bis zur Violinistin alles angeboten wird, kommen doch arge Zweifel. Und wenn ich mir bei der ersten Durchsicht Postleitzahlen von Musikern notiere, die ich mir später nochmal ansehen möchte, diese aber durch die Suche nach genau dieser PLZ im PLZ-Suchfeld nicht mehr finde, dann????
Und die Funktionalitäten sollten zumindest in den gängigen Browsern funktionieren. Ich habe in einem Forum kürzlich verzweifelt versucht, Zugang zu meinen privaten Nachrichten zu bekommen. Egal wo ich hingeklickt habe, ich bin einfach immer wieder auf der Einstiegsseite gelandet. Des Rätsels Lösung? Der private Bereich funktioniert nur im Internet Explorer, nicht aber im Firefox
((((.
Die Liste lässt sich beliebig verlängern: Captcha-Bilder, die nicht angezeigt werden und somit den Eintrag ins Gästebuch verhindern, Kleinanzeigen, die sich nicht öffnen lassen und heillos zugespammte Gästebücher….
Was lernen wir daraus?
Es gibt viel zu verbessern! Vielleicht nehmen sich einzelne, bereits bestehende Websites dieser Aufgabe an und heben sich damit aus der Masse heraus. Es bietet sich allerdings auch immer noch die Chance für neue Anbieter, wenn sie aus den Nachteilen der bestehenden Angebote lernen und selber ein optimiertes Angebot zur Verfügung stellen. Auch für Meta-Portale gibt es sicher noch ausreichend Spielraum und Geschäftsmöglichkeiten.
Bis das soweit ist, kann ich nur beten, dass meine private Messages doch noch beantwortet werden und ich nur zu ungeduldig bin …. schließlich ist ja morgen Buß- und Bettag
admin, 17. November 2008 kein Kommentar RSS
Angenommen, Sie haben ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, die sie vermarkten möchten. Und nehmen wir weiter an, dieses Angebot sei nicht komplett selbsterkärend. Es muss ein wenig beschrieben werden, und dafür haben Sie eine eigene Website erstellt. Soweit – so gut.
Nun müssen aber Besucher auf diese Website gelockt werden. Also müssen die Seiten suchmaschinenoptimiert sein, damit sie in den Suchmaschinen gut gefunden werden. Aber genau da wird das Ganze zur Herausforderung, denn das Angebot ist so neu und einzigartig, dass niemand direkt danach suchen wird, weil eben niemand weiß, dass er danach suchen könnte. Wie geht man in diesem Fall vor?
Zielgruppenanalyse
Der erste Schritt ist eine detaillierte Zielgruppenanalyse mit den ersten Fragen:
Beantworten Sie diese Fragen ruhig zunächst grob und verfeinern sie die Antworten dann immer mehr. Machen Sie Aussagen zu den gängigen demographischen Kriterien wie:
Bei einigen Kriterien kommen Sie vermutlich zu dem Schluß, dass hier alle Ausprägungen zulässig sind. Bei anderen Kriterien werden Sie nach einer allgemeinen Aussage noch weiter differenzieren müssen.
Um das Beispiel meiner Damenkapelle wieder aufzunehmen: Meine Zielgruppe besteht logischerweise aus Frauen, die ein Musikinstrument spielen und irgendwo im Großraum Rosenheim wohnen. Das allein reicht aber noch nicht aus. Ich muss mir noch genauer überlegen, in welcher Situation sich diese Frauen befinden könnten, um mein Angebot attraktiv zu finden und sich zum Mitmachen zu entschließen. Die Ergebnisse dieser Überlegungen brauche ich aus zwei Gründen: 1.) Die Zielgruppe wird auf der Webseite dargestellt, damit die Seitenbesucher, die zur Zielgruppe gehören, die Bestätigung erhalten, dass sie hier richtig sind. 2.) zum…
Lokalisieren der Zielgruppe
Wir hatten ja gesagt, dass das Angebot so neu ist, dass niemand danach suchen wird, weil niemand weiß, dass es existiert. Also müssen wir es gezielt in den Aufmerksamkeitsbereich der Zielgruppe bringen. Und das geht nur, wenn wir wissen, so sich unsere Zielgruppe aufhält. Auch hierfür gibt es wieder verschiedene Fragen:
Mit diesen Fragen gelangen wir dann auch in den Offline-Bereich. Denn 1.) gibt es noch immer Menschen ohne Internet-Zugang und 2.) können und müssen in der Offline-Welt Wegweiser auf die Webseite aufgestellt werden, um Besucher dorthin zu bringen.
Ansprechen der Zielgruppe
In meinem Musikbeispiel ist also davon auszugehen, dass sich ein Teil meiner Zielgruppe in diversen Musikforen und -portalen aufhält. Also trage ich mein Angebot dort auf jeden Fall ein. Und ich werfe auch noch einen Blick über den Tellerrand. Weil zu meiner Zielgruppe auch Wiedereinsteigerinnen gehören, die sicher gar nicht aktiv auf der Suche nach einer musikalischen Beschäftigung sind, positioniere ich mein Angebot auch an Stellen, wo Menschen allgemein nach Freizeitpartnern suchen. Denn vielleicht bleibt die ein oder andere, die aktiv nach einem Partner zum Joggen sucht, auch bei meiner Anzeige hängen und besinnt sich auf ihre brachliegenden musikalischen Talente.
Natürlich wird sich ein Unternehmen, das ein neues Produkt anbietet, nicht im privaten Kleinanzeigenmarkt tummeln. Dafür hat es aber sicher ein Marketing-Budget, mit dem es Werbung schalten kann – natürlich in den Medien und mit den Werbeformen, die zur Zielgruppe passen.
Bedienen der Interessenten
Wenn die Maßnahmen greifen und sich Interessenten finden, müssen diese schließlich auch gut bedient werden. Das bedeutet unter anderem, dass Anfragen, die aus dem Web eingehen, umgehend freundlich und kompetent beantwortet werden müssen. Die interne Infrastruktur des Anbieters muss also auf den erhofften Ansturm gerüstet sein, um die neu gewonnenen Kunden nicht schnell wieder zu verlieren.
Suchmaschinen-Optimierung
Natürlich müssen die Webseiten suchmaschinenoptimiert werden. Die Schlüsselwörter müssen allerdings zunächst eher aus dem weiteren Umfeld des Angebots kommen, da ja niemand nach dem Namen des Produkts oder der Dienstleistung sucht, weil niemand weiß, dass es so etwas gibt. Als Schlüsselwörter bieten sich also eher generische Begriffe oder Namen von alternativen Angeboten an. Natürlich dürfen dabei keine Markenrechte verletzt oder Mitbewerber schlecht gemacht werden. Aber wer nach Produkt A sucht, kann so darauf aufmerksam gemacht werden, dass es jetzt auch Produkt B gibt.
Fazit
Wer ein neues, noch nie dagewesenes Angebot bekannt machen möchte, kann das Web als eine Komponente einsetzen. Zusätzlich muss die sauber definierte Zielgruppe durch Offline-Maßnahmen gezielt angesprochen werden. Der Erfolg kommt also leider nicht im Schlaf, aber wer sein Ziel ernsthaft verfolgt, wird durch stetige Fortschritte motiviert, den Weg weiterzugehen. Und je weiter man geht, desto mehr Ideen bekommt man und desto mehr Möglichkeiten tun sich auf.
admin, 13. November 2008 1 Kommentar RSS
Hinter dem Namen “Bayerische Klangperlen” verbirgt sich eine Damenkapelle, die gerade im Großraum Rosenheim gegründet wird. Gesucht werden dafür natürlich Musikerinnen aller Instrumente und ein Dirigent oder eine Dirigentin.
Und wie macht man dieses Vorhaben am besten bekannt? Na klar, im Internet. Und über ein paar Details möchte ich heute berichten, weil die Erfahrungen sicher auch allgemein interessant sind. Denn dieses eher kleine Beispiel ist überschaubar und erlaubt ein paar klare Schlussfolgerungen.
Äußert erfreulich ist die Tatsache, dass die Seiten nur 3 Wochen nach dem Relaunch für bestimmte Suchbegriffe Top-Platzierungen bei Google erreichen. Der Googlebot ist also schnell, und ebenso der Spider von Yahoo! – um nicht einseitig zu berichten.
Was habe ich getan, um meine Seiten für die Suchmaschinen so attraktiv wie möglich zu machen?
Zeitgemäße Programmierung in html und css
Durch die strikte Trennung von Inhalt und Formatierung werden die html-Dateien schlanker und können von den Suchmaschinen leichter und vollständiger durchlaufen werden. Alle nicht benötigten Meta-Tags wurden aus der Kopfzeile entfernt, so dass die Spider schon nach wenigen Zeilen “Vorgeplänkel” die echten Inhalte finden. Durch eine klare Strukturierung mit div-Containern, deren Formatierung ins Stylesheet ausgelagert wurde, wird die html-Datei natürlich auch für den Webmaster sehr viel übersichtlicher. Und Änderungen am Layout müssen nur an einer Stelle – im Stylesheet – vorgenommen werden und wirken dann auf alle Seiten. Web-Entwicklung mit css ist also eine ganz feine Sache, die man erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe!
Fehlerfreie Programmierung nach W3C
Ab und zu findet man auf privaten Web-Sites die Logos des W3C, die die fehlerfreie Programmierung bescheinigen. Und so auch bei den Bayerischen Klangperlen. Bei einer W3C-konformen Seite wissen Browser und auch Suchmaschinen-Spider genau, wie der Code interpretiert werden muss. Und vor allem letztere scheinen dafür einen Pluspunkt zu vergeben. Dem entgegen stehen allerdings erschreckend viele Unternehmensseiten, die beim W3C-Check mit mehr oder weniger vielen Fehlern durchfallen. Hier obliegt es den Browsern, die fehlerhaften Stellen nach ihrem Geschmack zu interpretieren. Allerdings muss man aus Entwicklersicht leider auch sagen, dass eine fehlerfreie Seite, die im Firefox korrekt angezeigt wird, im Internet Explorer trotzdem böse Überraschungen bieten kann. Trotzdem möchte ich als Entwickler nicht mehr auf den W3C-Checker verzichten.
Integration einer robots.txt
Auch dieser Aktion wird oft ein zumindest kleiner Vorteil bei den Suchmaschinen zugeschrieben. Da bin ich allerdings nicht so sicher, denn sowohl Google als auch Yahoo! haben meine nach robots.txt ausgeschlossenen Seiten trotzdem indiziert….
Optimierung von Seitentitel und URL
Wie wichtig es ist, die Suchbegriffe in den Seitentitel und die URL zu schreiben, zeigt folgendes Beispiel:

Platz 8 auf Seite 1 bei Google für die Suchbegriffe “Dirigent gesucht” ist natürlich zum Großteil der Tatsache zu verdanken, dass diese Begriffe im Titel und in der URL vorkommen. Dass nach diesen Begriffen auch tatsächlich gesucht wird, zeigen mir die Zugriffsstatistik und die Reaktionen.
Optimierung des Meta-Tag “Description”
Und die obige Abbildung zeigt auch, dass das Meta-Tag “Description” durchaus hilfreich ist. Die schwarze Zeile gibt nämlich nicht nur den Suchmaschinen nochmal Gewicht für den Begriff “Dirigent”, sondern zeigt auch in der Liste der Suchergebnisse sofort, worum es auf der Seite geht. Das ist ein kleiner Service am Besucher, der vom Angebot auf Position 9 beispielsweise nicht geboten wird.
Verlinkung
20 eingehende Links zählen die Bayerischen Klangperlen derzeit. Das ist sicher nicht besonders viel, aber dennoch nutzbringend. Die Zugriffsstatistik zeigt nämlich, dass doch einige Besucher über die Links anderer Musikkapellen kommen. Diese thematisch relevanten Links schätzen ja auch die Suchmaschinen. Und die Auswertung der eingehenden Links hat auch die Bedeutung eines Eintrags beim DMOZ gezeigt. Es gibt nämlich Verzeichnisse, die die DMOZ-Links offenbar übernehmen, so dass ich für den Eintrag beim DMOZ 4 zusätzliche Links erhalten habe.
Ständige Aktualisierung
Die Website der Bayerischen Klangperlen lebt. Derzeit wird zwar “nur” die Startseite regelmäßig aktualisiert, sobald sich weitere Musikerinnen oder Dirigenten gemeldet haben. Aber sobald die Damenkapelle in die nächste Phase wechselt und eines Tages auch Auftritte haben wird, gibt es noch mehr Möglichkeiten, die Seiten wirklich leben zu lassen. Und das freut ja nicht nur die Suchmaschinen, sondern auch die Besucher. Denn auch für sie ist es dann spannend, immer wieder auf die Site zu kommen, um zu schauen, was sich seit dem letzten Besuch getan hat. Und das kann mitunter Begeisterung auslösen, die zu Mundpropaganda führt, die ja bekanntlich Gold wert ist.
Fazit und Ausblick
Ich mag Google! Nachdem die Domain nun schon knapp 2 Jahre alt ist, gehe ich davon aus, dass mich Google nicht mehr in die Sandbox schickt und ich die Positionen halten und sicher noch ausbauen kann. Denn bezüglich Verlinkung ist sicher noch einiges mehr möglich. Und auch die Texte selbst sind noch gar nichtbesonders mit Schlüsselwörtern versehen, weil es mir zunächst mehr um die Vermittlung der Inhalte ging.
Und wieder einmal erweist sich, dass Suchmaschinenoptimierung nichts mit Geheimwissenschaft zu tun hat, sondern nur mit Wissen und Tun. Und wer wagt, hat zumindest die Chance zu gewinnen – vielleicht ja auch neue Musikerinnen über diesen Blogbeitrag? Das wäre doch ein netter Nebeneffekt.
Das Bekanntmachen der Damenkapelle findet aber nicht nur online statt. Auch Offline-Maßnahmen müssen ergänzend ergriffen werden. Und auch hier sind ein paar Regeln durchaus auf Unternehmen übertragbar. Aber dazu demnächst mehr in einem separaten Beitrag.
Josef Willkommer, 12. November 2008 8 Kommentare RSS
Nachdem wir bereits vor einiger Zeit die erste deutschsprachige Magento-Dokumentation in Form eines Einsteiger- eBooks veröffentlicht haben, folgt nun die logische Konsequenz:
Ab sofort steht das erste deutsche Magento Benutzerhandbuch in der Vollversion zum Download in unserem Online-Shop zur Verfügung.

Auf 150 Seiten werden alle relevanten Bereiche des Backends sowie die grundlegende Philosophie von Magento ausführlich und Schritt-für-Schritt erläutert. Durch die verständliche Sprache ist das Handbuch auch bestens für Nicht-Techniker geeignet.
Darüberhinaus sorgen zahlreiche Abbildungen und Tabellen für einen besseren Überblick und eine verständliche Handhabung.
Ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Das eBook wird laufend weiterentwickelt und aktualisiert. Käufer haben dadurch die Möglichkeit immer auf einem aktuellen Stand zu bleiben.
Für den Magento-Einsteiger steht das eBook zum Einführungspreis von EUR 19,90 im TechDivision-Shop zum Download zur Verfügung.
WICHTIG:
Darüber hinaus können in unserem Online-Shop ab sofort auch einige kostenlose eBooks zu unterschiedlichsten Online-Marketing-Themen heruntergeladen werden. Einfach mal reinklicken!
UPDATE!!!!
Inzwischen ist die 2. Auflage unserer Magento-Anleitung verfügbar. Diese basiert auf der aktuellen Magento Version 1.2 und deckt sämtliche Bereiche des Backends inkl. aller neuen Funktionen ab. Das eBook steht ab sofort unter nachfolgendem Link zum Download bereit: http://www.techdivision.com/shop/21-magento-handbuch.html
admin, 10. November 2008 kein Kommentar RSS
Gleiche Inhalte auf verschiedenen Webseiten sind schlecht, weil die Suchmaschinen diese gleichen Seiten nicht alle in den Index aufnehmen. Sofern es sich um verschiedene Versionen innerhalb einer Site handelt, z.B. die Seite zur Anzeige am Bildschirm und die Druckversion, lässt sich das Problem mit einer robots.txt leicht lösen. Wenn diese doppelten Inhalte aber site-übergreifend auftreten, ist das nicht mehr möglilch.
Ganz düster sieht es aus, wenn die Inhalte von den Nutzern erstellt werden. Rand Fishkin von SEOmoz hat sich kürzlich mit diesem Thema beschäftigt. Zu vielen Themen gibt es inzwischen mehr als ein Portal, und viele Nutzer nutzen diese Vielfalt, um ihre Immobilien, Jobs, Produkte usw. bekannt zu machen. Dabei wählen sie aber den einfachsten Weg und verwenden die gleichen Texte für alle Portale. Fishkin rät den Anbietern der Portale, hier gegenzusteuern, und individuelle Eingabefelder zu wählen, die sich von denen der anderen Anbieter unterscheiden. Das mag zwar für die Nutzer einen höheren Aufwand darstellen und zunächst zu weniger Einträgen führen. Aber mit sinkender Quantität steigt die Qualität. Und qualitativ hochwertige Inhalte werden von den Suchmaschinen belohnt. Auch die Benutzer werden dann die Portale vorziehen, auf denen sie detailliertere Informationen finden.
Da ist (natürlich) viel Wahres dran – theoretisch. Aber wie sieht es praktisch aus?
Standardwerte
Bei vielen Angeboten gibt es einfach Standardwerte, die angegeben werden müssen. Das gilt für eine Stellenanzeige ebenso wie für ein Immobilienangebot. Wer eher irrelevante Informationen abfragt, um dadurch einzigartig zu werden, bringt weder seinem Portal noch seinen Benutzern einen Vorteil. Und Kreativität bei den Bezeichnungen kann auch leicht zu Verwirrung führen.
Exportschnittstellen
Viele Portale bieten Schnittstellen an, über die Daten automatisiert übertragen werden können. Diese Möglichkeit wird überwiegend von Firmen genutzt, die ihre Daten nur einmal pflegen und bequem vervielfältigen wollen. Die Daten werden für die eigene Webseite eingegeben und dann an externe Portale vervielfältigt. Das ist z.B. der gängige Weg bei Immobilien-Maklern, die froh sind, wenn sie ihre Objekte per Knopfdruck aus einer speziellen Anwendung oder von ihrer Webseite exportieren können.
Schwieriges TextenVielen fällt es schwer, gut lesbare Texte zu formulieren, die zudem alle notwendigen Informationen enthalten. Und so ist man froh, wenn man einen passablen Textbaustein erstellt hat und diesen mehrfach verwenden kann. Denn man nimmt ja an, dass sich die Interessenten auf die verschiedenen Portale verteilen. Und jemand, der in Portal A unterwegs ist, soll doch den gleichen Text lesen, den ein anderer im Portal B findet, oder? Es handelt sich doch schließlich um das gleiche Angebot. Und wer in mehreren Portalen suchen sollte, darf gerne merken, dass der Anbieter fleißig war und mehrere Portale bedient hat.
Fazit
Sicher ist der Grundgedanke von Rand Fishkin nicht verkehrt. Die Hauptaufgabe liegt meines Erachtens aber bei den Betreibern der Portale. Und sie liegt nicht darin, andere Daten abzufragen. Das Umdenken muss bereits viel früher anfangen: bei der Positionierung des Portals. Denn wozu braucht man mehrere Portale, die die gleichen Produkte anbieten? Das erhöht nur die Arbeit für alle, die hier Inhalte einstellen und herausholen möchten, weil sie es mehrfach tun müssen. Und es schmälert die Gewinne der einzelnen Portale, weil sie den Kuchen untereinander aufteilen müssen.
Viel günstiger wäre es, wenn sich jedes Portal eine eigene Nische suchen und ein spezielles Angebot machen würde. Dann könnten sich Anbieter und Nachfragende für genau ein Portal entscheiden. Der Portalbetreiber kämpft um einen wesentlich kleineren Kuchen (um bei dem Bild zu bleiben), hat aber eine viel größere Chance, den größten Teil dieses Kuchens für sich zu bekommen. Denn wo sich die zueinander passenden Anbieter und Nachfragen treffen, sind die Streuverluste weit geringer.
Möglicherweise wird die Finanzkrise ja wirklich dazu beitragen, die Angebote im Web 2.0 etwas auszudünnen und nur den wirklich erfolgversprechenden Angeboten den Weg in die Zukunft zu ermöglichen. Denn damit würde zumindest ein Teil der doppelten Inhalte verschwinden.
admin, 6. November 2008 kein Kommentar RSS
Ganz unauffällig und überhaupt nicht spektaktulär präsentiert sich die Startseite von search.io, einem Portal, das unter einem Dach Suchergebnisse für viele unterschiedliche Anforderungen anbietet:

Das Bild zeigt die aufgeklappte Kategoriebox. Zu all diesen Kategorien gibt es Anbieter, deren Inhalte bei search.io zusammengeführt sind und durchsucht werden können. Die Ergebnisse zum Suchbegriff, der auf der Startseite eingegeben worden ist, werden auf der folgenden Seite angezeigt.

Über die Tabs kann man zwischen den verschiedenen Anbietern wechseln. In diesem Beispiel aus der Kategorie “Search Engines” ist Google (welch Wunder…) die Nummer 1, d.h. sowohl auf dem ersten Tab zu finden als auch mit ihren Ergebnissen im Hauptteil der Seite angezeigt wird. Mit nur einem Mausklick und ein klein wenig Geduld erhält man wenige Sekunden später die Suchergebnisse der anderen Anbieter, ohne den Suchbegriff erneut eingeben zu müssen. Wer die Logos in den Tabs nicht zuordnen kann, erhält beim Mouse-Over einen Tooltipp mit dem vollen Namen des jeweiligen Anbieters. Wer im Gegensatz dazu kurze Wege wünscht, kann auch den Shortcut verwenden, der rechts oben im Tab steht, im Tooltipp enthalten oder nach kurzer Zeit sicher auch fest im Kopf verankert ist.
Ein kurzer Blick auf die Suchergebnisse der verschiedenen Suchmaschinen bei meinem Standardbegriff “typo3 rosenheim” bestätigt die Ergebnisse, zu denen ich bereits bei der Vorstellung anderer Kombi-Suchmaschinen gekommen bin. Es gibt ganz einfach Suchmaschinen, deren Ergebnisse nützlicher und treffender sind als die anderer Suchmaschinen.
Nun aber zurück zu search.io, das noch mehr bietet als die Suche in mehreren Suchmaschinen. So kann man auch nach Blogbeiträgen suchen. Die Ergebnisse kommen entweder aus Suchmaschinen, die ausschließlich in Blogs suchen oder aus Blog-Katalogen. Letztere sind natürlich klar amerika-lastig, und wer kein Englisch kann, wird keinen so großen Nutzen aus dem Angebot von search.io ziehen.
Wer gerade einen neuen Job sucht, findet bei search.io ebenfalls eine hilfreiche Zusammenstellung verschiedener Jobportale und kann für einen Suchbegriff in 9 Jobbörsen stöbern. Allerdings gilt auch hier die Einschränkung, dass sich alles “nur” in Amerika abspielt. Aber die Idee des Meta-Portals ist schon fast genial, und wird sicher eines Tages auch in unseren Breiten umgesetzt werden.
An der portalübergreifenden Bildersuche bei 9 Anbietern hat wieder jeder Freude, da ja ein Bild mehr sagt als 1000 Worte. Also einfach Suchbegriff eingeben und in den Angeboten stöbern – Mausklick genügt.
Nicht ganz zufrieden war ich bei der Suche nach “Typo3″ in den Tutorials. Offensichtlich ist das eine Marktlücke, denn die meisten Tutorial-Portale können dazu kein Ergebnis liefern. Das ist legitim, und wenn es so ist, darf es auch gesagt werden. Es gibt allerdings auch Anbieter, die eine lange Liste von Tutorials anzeigen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es dabei nicht um Typo3, sondern um Bildbearbeitung, PHP oder andere Themen aus dem Bereich der Programmierung handelt. Dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass keine Typo3-Tutorials gefunden wurden, vielleicht aber folgende Tutorials auch interessant sein könnten, ist im ersten Moment etwas enttäuschend.
Für uns Web-Designer ist auch die Suche in unterschiedlichen CSS-Galerien eine interessante Sache, bei der die Sprache der Site zweitrangig ist – es sei denn, es geht um das Studium der Regeln, d.h. inwieweit man die dort gezeigten Layouts kopieren oder übernehmen darf. Aber meist braucht man ja nur eine Inspiration, um die eigene Kreativität in Gang zu setzen. Und die bieten 10 CSS-Galerien auf jeden Fall.
Audio, Videos, Musik, Liedertexte, Rezepte, Fonts, News und Leute, alles ist bei search.io zusammengefasst und kombiniert durchsuchbar. Da sieht man auch mal, wonach man suchen könnte, wenn man selber drauf gekommen wäre
.
Alles in allem gefällt mir search.io und die dahinter stehende Idee sehr gut. Für die Web-Benutzer ist es auf jeden Fall ein Vorteil, wenn verschiedene Angebote zu einem Thema gebündelt werden. Und für die Anbieter ist das die Aufforderung, sich klar zu positionieren, sich eine spezielle Nische zu suchen und darin ein gutes Angebot zu machen. Denn dann brauchen sie die Gegenüberstellung mit anderen Anbietern nicht zu scheuen. So könnte man sich die Tabs in search.io als Darstellung des Long Tail vorstellen.
Ethische Unternehmensführung
admin, 28. November 2008 kein Kommentar RSS
Dieses Thema hat zwar kein fachlich-technisches Kernthema aus dem Bereich SEO und Internet, aber es betrifft natürlich auch alle Unternehmen im Web-Bereich mit ihren Mitarbeitern, Kunden und Zulieferern. Und gerade in der aktuellen Situation mit Finanzkrise und Vertrauensverlust aller Orten hat die ethische Unternehmensführung gute Chancen, einen Weg aus der Krise aufzuzeigen.
Was allerdings ethisch ist, darüber lässt sich heiß diskutieren. Und so war es denn auch gestern bei einem Vortrag mit Diskussion, zu der der Verband für Unternehmensführung “ethiks” in Zusammenarbeit mit dem katholischen Bildungswerk Rosenheim eingeladen hatte.
ethiks hat seine Grundsätze natürlich noch detaillierter formuliert. Und diese wurde dann gestern auch heftig diskutiert. Eigentlich gehört es ja schon zu den käufmännischen Grundregeln, Rechnungen pünktlich zu zahlen, nicht mehr Skonto abzuziehen als zulässig ist oder nur solche Aufträge zu vergeben, die man auch tatsächlich bezahlen kann – um nur einige Beispiele zu nennen. Und seinem reinen Gewissen gegenüber sollte man nur das zusagen, was man auch wirklich halten kann und weder Mitarbeiter noch Geschäftspartner absichtlich für eigene Zwecke ausnutzen.
Eigentlich…. Die rauhe Wirklichkeit lehrt uns aber leider etwas anderes. Und so passiert es denn vor dem Hintergrund von Korruption, Mobbing und “Geiz ist geil”, dass das eigentlich normale, gute Verhalten als besonders ethisch herausgehoben werden muss.
Dabei ist doch das Gegenbeispiel im Grunde genommen so einfach und eingängig: In einem Unternehmen herrscht ein schlechtes Betriebsklima. Den Mitarbeitern macht die Arbeit keinen Spaß, und sie tun schließlich nur noch das Nötigste, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Auf Lieferantenseite wird streng nach dem Preis ausgewählt. In dieser Mischung entstehen Produkte von schlechterer Qualität, die zu mehr Reklamationen führen. Die demotivierten Mitarbeiter werden die reklamierenden Kunden sicher nicht entsprechend zuvorkommend bedienen, so dass die Zufriedenheit auf Kundenseite sinkt. Gleichzeitig wird die Fluktuation steigen, d.h. erfahrene Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, und die neuen Mitarbeiter können den Verlust Teil des Know-Hows nicht vollständig ersetzen. Mit stagnierenden Auftragseingängen wird dann schließlich auch die finanzielle Lage immer prekärer. Und das Ende vom Lied ist oft die Insolvenz.
Viel rosiger schaut es in Unternehmen aus, in denen ein angenehmes Betriebsklima herrscht, in dem sich die Mitarbeiter wohl fühlen. Denn das ist die erste Voraussetzung dafür, dass sie sich mit dem Unternehmen identifizieren, gerne dort arbeiten und sich voll einbringen können. Denn erst wenn die Arbeit nicht als lästiges Übel betrachtet wird, das man auf sich nehmen muss, weil man ja Geld braucht, sind Spitzenleistungen möglich. Und davon profitieren alle: Der Mitarbeiter hat Spaß an seiner Arbeit und wird durch Erfolgserlebnisse weiter motiviert, dem Unternehmen geht es gut, und die Kunden sind zufrieden und werden zu Stammkunden.
Eigentlich banal und einleuchtend, oder? Im Grunde schon, aber die Guten haben es natürlich in der “bösen Welt” nicht leicht. Und es wird immer schwarze Schafe geben, die andere Wege beschreiten, ob nun bei der Suchmaschinen-Optimierung, im Spitzensport oder wo auch immer.
Aber Jammern hilft nichts, und darum zählen nur Taten. Und deshalb ist der Weg, auf den sich ethiks begeben hat, der richtige Weg. Auch wenn das Pflänzchen noch sehr zart ist, und wenn die ersten Schritte vielleicht hier und da noch ein wenig unbeholfen erscheinen mögen: es ist der richtige Weg. Und es ist wichtig, dass immer mehr Unternehmer und Personen in Führungsrollen diesen Weg einschlagen. Denn je mehr Menschen diesen Weg gehen, desto deutlicher wird er auch für andere erkennbar, die ihn momentan noch nicht sehen.
Zur Frage, was denn nun ethisches Verhalten ist, ob Falschparken beispielsweise ethisch oder unethisch ist, ob das Parken auf einem Behindertenparkplatz nicht unethisch ist, solange während der Parkdauer gar kein Behinderter den Parkplatz hätte in Anspruch nehmen wollen, konnte in der gestrigen Diskussion kein Konsens gefunden werden. Ein Gedanke als Meßlatte hat mir jedoch sehr gut gefallen: Bevor man etwas tut, sollte man überlegen, was passieren würde, wenn es alle täten.
Lamentieren und Schimpfen ist einfach. Wirkungsvoller ist es jedoch, einmal ehrlich in den Spiegel zu schauen und bei sich selber mit kleinen Veränderungen zu beginnen. Und dann kann man auch bald die uralte Regel des Marketing anwenden: “Tue Gutes und rede darüber.”Und auf dieser Basis wird sich sicher auch der unternehmerische Erfolg einstellen. Vielleicht ist ja das bevorstehende erste Adventswochenende eine gute Gelegenheit zum Innehalten und Nachdenken.