Internet Explorer 7 installieren verboten

geschrieben von Marion Engel am 30. März 2009 um 9:16 Uhr

Oder: Gefangen in der Sackgasse IE6

Wie oft verfluchen wir Web-Entwickler den IE6, der die im Firefox wunderbaren Seiten oft noch mehr zerschießt als der IE 7. Nun könnte man ja in die Hoffnung verfallen, dass man im Zuge der offiziellen Freigabe des Internet Explorer 8 die Version 6 schön langsam vom Radarschirm verschwinden lassen könnte. Aber da spricht leider noch einiges dagegen – von beiden Seiten.

Gegen den Übergang zum IE8 spricht:

Die offizielle Freigabe bedeutet nicht, dass der Browser sofort und uneingeschränkt benutzt werden kann. Die Meinungen sind zwar geteilt, aber die positiven Bewertungen bilden die Minderheit. Und generell wird ja geraten, ein neues Release erstmal eine Weile zu beobachten, bis man es dann wirklich produktiv installiert.

Für uns Web-Entwickler besteht zudem das Problem, dass es keine Möglichkeit gibt, die IEs 6 bis 8 parallel auf einem Rechner zu installieren. Und da unser Lieblingstool “Multiple IEs” nicht weiter entwickelt wird, sieht es diesbezüglich auch für die Zukunft düster aus. Ignorieren können wir den IE8 in der Entwicklung natürlich auch nicht. Zumindest wird umfangreich zu testen sein, ob er sich wirklich regelkonform verhält und alle Seiten, die im Firefox gut laufen, dann auch automatisch im IE8 funktionieren.

Gegen die Aufgabe des IE 6 spricht:

Auf XP-Rechnern ist ja oder war ja von Haus aus der IE 6 installiert. Und wer den Übergang auf den IE7 ein wenig rausgezögert hat, steckt nun in einer Sackgasse. Und man muss ja bei “Otto-Normal-Surfer” eher davon ausgehen, dass er mit der Installation von Software nicht so vertraut ist und lieber die Finger davon lässt, wenn es nicht unbedingt sein muss. Dazu kommt ja noch, dass sich der IE6 ganz ruhig verhält und nicht wie viele andere Programme ständig mit Pop-Ups darauf hinweist, dass nun endlich mal die neue Version zu installieren wäre oder dies im Hintergrund ganz einfach von selber tut.

Sackgasse also – wie und warum? Die Installation des IE7 läuft zunächst normal ab. Im Installationsfenster wird angezeigt, was gerade passiert und die Aktivitätsanzeige bewegt sich munter hin und her. Am Ende erscheint die Meldung, dass die Installation nicht abgeschlossen werden konnte. Gleichzeitig wird aber zum Neustart des Rechners aufgefordert. Beides hängt aber nicht zusammen, d.h. der Neustart hat die Installation nicht zur Vollendung gebracht. An Stelle des erhofften IE7-Icons befindet sich eine Verknüpfung zum Microsoft-Hilfecenter auf dem Desktop. Die damit verlinkte Seite bringt einen aber nicht wirklich weiter, zumal sie auf den ersten Blick leer erscheint. Und nirgends gibt es einen Hinweis, warum die Installation möglicherweise fehlgeschlagen sein könnte.

Auch der zweite Versuch der Installation mit ausgeschaltetem Virenscanner endet ebenso erfolglos. Und nun braucht es schon wirklich Spürsinn und Willen, den Fehler und die Lösung im Web zu suchen. Und wenn den der Durchschnitts-Surfer nicht aufbringt, kann man ihm wirklich nicht böse sein. Never change a running system….

Die Lösung – wenn man sie denn aus allen möglichen Vermutungen und Diskussionen herausgezogen hat – ist an sich ist wirklich banal:

  • Adobe Reader deinstallieren
  • IE 7 installieren
  • Adobe Reader 9 wieder installieren

Beide Programme beanspruchen offenbar gleiche Bereiche in der Registry. Wenn der Adobe Reader diese als Erster belegt hat, kann der IE7 nicht mehr darauf zugreifen und bricht die Installation ab. Umgekehrt geht es aber.

Und: Eine Deaktivierung des Virenschutzes ist nicht nötig. Mein Virenscanner fragt dann zwar vor jedem Zugriff auf die Registry, ob ich das zulassen will. Aber das ist auf jeden Fall besser als sich in eine ungewisse Situation ohne Schutz zu begeben.

Fazit

Der IE6 wird uns Web-Entwickler also sicher noch eine Weile weiter ärgern. Und gleichzeitig werden wir uns noch nach einer Möglichkeit umsehen müssen, unsere neu entwickelten Seiten auch mit dem IE8 betrachten zu können. Grrr……

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Von Datenschleuder bis Googlehupf…

geschrieben von Marion Engel am 26. März 2009 um 13:15 Uhr

Mal was amüsantes für zwischendurch gefällig? Dann lohnt sich ein Besuch bei der Mundmische.

Mundmische

Hier findet man allerlei skurile Begriffe der deutschen Umgangssprache, teilweise auch mit regionaler Färbung. Die Mundmischer, wie die Nutzer genannt werden, können ihre Lieblingsbegriffe einstellen, erklären und mit Beispielen versehen oder die Begriffe anderer Mundmischer kommentieren und bewerten. Zu jedem Begriff gibt es verwandte Begriffe und Stichwörter, so dass man sich beliebig kreuz und quer durch das Portal klicken kann.

Wie in den Mitmachportalen üblich gibt es auch bei der Mundmische Ranglisten der eifrigsten Benutzer und der beliebtesten Begriffe. Dazu kommen das Lexikon nach Anfangsbuchstaben und die Listen nach Einstellungsdatum.

Schaut man sich die Tag-Cloud an, dominieren zwar gewisse Themen, und natürlich gibt es auch etliche derbe Ausdrücke. Aber das gehört ja zur Umgangssprache und zum Gossenslang, der neben Sprichwörtern in Mundmische enthalten ist.

Ich kann nur eines sagen: Man sollte ein wenig Zeit mitbringen, wenn man die Mundmische besucht. Denn so schnell kommt man nicht mehr weg! Und dass die Anwendung erst im Alpha-Stadium vorliegt, ist auch egal. Echte Fehler waren nicht erkennbar, und der Spaßfaktor steht sicher an erster Stelle.

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Vorteile der Web-Entwicklung vom Profi

geschrieben von Marion Engel am 24. März 2009 um 14:28 Uhr

Natürlich soll und kann man nichts verallgemeinern. Und was man hier und da mal erlebt, muss in anderen ähnlichen Situationen nicht genauso eintreten. Aber gewisse Tendenzen lassen sich im Laufe der Zeit erkennen, und um die soll es heute gehen.

An jeder Ecke werden WYSIWYG-Editoren oder Web-Baukästen angeboten, die suggerieren, dass der Aufbau einer Website ein Kinderspiel ist, für das keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich sind. Das ist zwar nicht ganz falsch, aaaaber…. Dabei wird die Qualität des Ergebnisses außer Acht gelassen. Tools, so gut sie sein mögen, können die menschliche Arbeit und Intelligenz nur bedingt ersetzen.

Der Laie, der sich in der Webentwicklung nur rudimentär auskennt, ist allerdings nicht in der Lage, zwischen qualitativ hochwertigen und eher schlechten Seiten  zu unterscheiden. Und so bewertet er Webseiten eher nach optischen Aspekten, denn von Usability, W3C-Standards oder Suchmaschinenoptimierung hat er ja noch nichts gehört.

Schaut man sich beispielsweise Webseiten von Vereinen an, sieht man ganz gut, was ich meine. Von Frames bis zu Content Management Systemen gibt es dort alles. Große Vereine können es sich mitunter sogar leisten, auf einen externen Dienstleister zuzugreifen. Andere können sich nur Seiten aus einem Baukasten leisten oder verzichten ganz auf einen Internet-Aufritt.

Glückliche Vereine finden jemanden in den eigenen Reihen, der sich mit der Materie auskennt und zum Nulltarif hochwertige Webseiten erstellt. Ob diese Vereine allerdings von ihrem Glück wissen, ist eine andere Frage. Ich habe es leider schon oft erlebt und auch von anderen gehört, dass die Arbeit des Web-Masters viel zu wenig geschätzt wird – weil die Qualität von den Laien eben nicht richtig bewertet werden kann.
Und wenn persönliche Befindlichkeiten dann auch noch wichtiger als die objektive Beurteilung eines Arbeitsergebnisses werden, ist der Absturz in die Mittelmäßigkeit nicht mehr zu verhindern. Den Vogel hat kürzlich ein Verein abgeschossen, der einen optisch ansprechende, W3C-konformen und suchmaschinenoptimierten Internet-Auftritt wegen dieser persönlichen Befindlichkeiten aus dem Netz genommen hat und nun mit einer Uralt-Version eines WYSIWIG-Editors drei rudimentäre und einige leere Seiten anbietet. Tabellenlayout, Formatierungen im html-Code, keine Fehlerfreiheit, Baustellenseiten und fehlende Umleitungen indizierter Seiten – für Profis absolute NO-GOs. Aber der Laie hat scheinbar wenigstens das Glück, dass er nicht merkt, wie er seinem Verein selber schadet.

Wer würde denn im realen Leben auf die Idee kommen, seine Schuhe zum Besohlen zum Metzger zu bringen? Und wer würde zum Maler gehen, wenn er ein Stück Sahnetorte braucht? Niemand, oder?

Was natürlich nicht heißt, dass der Maler nicht ein begnadeter Hobby-Bäcker sein kann, oder dass der Metzger handwerklich sehr geschickt ist. Aber wer sich in seiner Berufsausbildung und in der täglichen Praxis mit einer Materie beschäftigt, muss sich zwangsläufig besser auskennen als jemand, dem nur die Freizeit dafür verbleibt.

Behält man diese Aussagen im Hinterkopf, ist man sicher besser gerüstet, die verschiedenen Verlockungen im Web realistisch einzuschätzen.
Bis beispielsweise ein Online-Shop gut funktioniert, dauert es zwangsläufig eine gewisse Zeit. Und auch wenn man beispielsweise Magento als Grundlage auswählt, sind ein paar Mausklicks leider nicht ausreichend, um den Rubel rollen zu sehen.

Und selbst ein Blog hat so seine Tücken – wie ich gestern feststellen musste. Wunderbare Templates stehen da zur Verfügung, für die es im Backend eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten gibt, die überwiegend auch für den Laien verständlich und nutzbar sind. Diese Möglichkeit wird aber mit erheblichen Nachteilen im Code erkauft. Denn dieser enthält in dem von mir betrachteten Beispiel unendlich viele Codezeilen zur Formatierung, die eigentlich in ein Stylesheet gehören. Dort können sie aber nicht stehen, weil sie php-Befehle enthalten, mit denen offenbar die Konfiguration ausgelesen wird. Bis die Spider der Suchmaschinen dann zum wirklichen Text des Blogbeitrags kommen, ist ihnen wahrscheinlich schon der Appetit vergangen.

Wenn es sich “nur” um einen Blog für die Freunde handelt, ist das noch nicht so schlimm, aber wenn ein Laie diese Vorlage verwendet, weil er ja gehört hat, dass Blogs bei den Suchmaschinen so hoch im Kurs stehen, wird er möglicherweise eine Enttäuschung erleben.

Also: Augen auf im Web, Köpfen einschalten, dies und das kritisch hinterfragen und Partner suchen, die sich wirklich auskennen.

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eyePlorer – Wissensgraphen eingängig dargestellt

geschrieben von Marion Engel am 18. März 2009 um 10:58 Uhr

Aus Berlin stammt eine neue Wissensmaschine, für die allerdings in den USA ein Patent angemeldet wurde. In Deutschland wurde die vionto GmbH dafür aber bereits mit dem Innovationspreis der Initiative Mittelstand ausgezeichnet. eyePlorer ist der Name der neuen Anwendung, die das Wissen aus Wikipedia in Clustern zu bestimmten Stichwörtern darstellt. Die Erforschung startet in einem Suchfeld und setzt sich dann in einem bunten Kreis fort.

eyePlorer mit Suchbegriff Rosenheim

Das Ergebnis zu meinem Suchbegriff “Rosenheim” ist ziemlich umfangreich – wobei allerdings gleich gesagt werden muss, dass die Anzahl der Punkte durch einen Schieberegler beeinflusst werden kann. Die Farben stehen für unterschiedliche Themenbereiche. So geht es im roten Tortenstück um die Verkehrsanbindung heute und vor vielen, vielen Jahren. Der dunkelgrüne Bereich enthält Orte, die mit Rosenheim oder Aktivitäten Rosenheimer Persönlichkeiten in Verbindung stehen. Im hellgrünen Bereich befindet sich sozusagen der Rest, von Wirtschaft über Freizeit, Kultur und Medien.

Klickt man einmal auf einen der Kreise, so erscheint in einem Pop-Up die Textpassage aus Wikipedia, in der der jeweilige Begriff vorkommt. Nach einem Doppelklick auf den Punkt werden Verbindungslinien zwischen diesem Punkt und anderen Punkten angezeigt. Das ist durchaus hilfreich, denn manchmal sind die einzelnen Sätze doch ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen. Aber wer den größeren Zusammenhang sucht, kann ja aus dem Text über den Link direkt in den Wikipedia-Artikel springen. Dabei landet man allerdings immer am Anfang des Artikels und nicht an der Stelle, an der das betreffende Wort zu finden ist.

Interessanter ist allerdings die Vernetzung und die Möglichkeit, sich von einem Stichwort zu vielen anderen Begriffen zu hangeln. So kann man sich mit dem eyePlorer schnell einen Überblick über das Stichwort und seine Facetten machen. Hat man die Richtung, in der man sich weiter informieren möchte, festgelegt, kann man in der Mitte des Kreises ein Suchfeld für einen weiteren Begriff einblenden.

In der Mitte des Kreises erhält man zudem nicht nur eine Definition für den Suchbegriff selber, sondern kann auch zum Suchergebnis bei Google springen.

Der eyePlorer ist auch bedingt mehrsprachig. Bedingt einerseits dadurch, dass die Liste zum Wechsel zwischen Deutsch und Englisch bei mir nur im Internet Explorer 7, nicht aber im Firefox angezeigt wird. Und bedingt andererseits dadurch, dass nicht alle Begriffe in allen Richtungen übersetzt werden können. Verwende ich beispielsweise “Trompete” als Suchbegriff und schalte dann auf Englisch um, wird die Suche automatisch für “trumpet” durchgeführt. Schalte ich dann wieder auf Deutsch zurück, bleibt “Trumpet” allerdings als Suchbegriff stehen und wird in rot angezeigt – offenbar weil eyePlorer das Problem erkennt. Beim Suchbegriff “Rosenheim” ist keine Übersetzung erforderlich. Hier wird sichtbar, wie unterschiedlich die Informationen im deutschen und im englischen Wikipedia sind – was ja kein Wunder ist.

Neben dem Kreis gibt es noch einen Notizblock, auf den man Begriffe ziehen kann…bzw. können soll. Denn das hat bei mir in keinem Browser funktioniert. Und beim Abspielen des Hilfe-Videos hat sich der Browser (IE7) eigenmächtig geschlossen.

Die Grundidee vom eyePlorer ist interessant, wenn auch nicht ganz neu. Denn Kreise und Farben haben wir schon bei KoolTorch kennengelernt. In meinem Test hat aber die Beta-Version noch einige Unzulänglichkeiten gezeigt, die schnellstens behoben werden sollten – wenn es sich nicht um unglückliche Zufälle oder Konstellationen handeln sollte, die ich aber eigentlich nicht erkennen kann.
Nun denn, geben wir dem Tool noch ein wenig Zeit und werfen wir demnächst mal wieder ein Auge drauf….

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Black-Hat SEO wider Willen

geschrieben von Marion Engel am 13. März 2009 um 10:50 Uhr

Da habe ich ja eben nicht schlecht gestaunt, als ich einen Blick in den Code eines von uns betreuten Blogs geworfen habe:

Wordpress-Spam

Am Anfang des Quellcode des Headers stehen ein paar Dutzend Links, die auf verschiedene Online-Apotheken mit den ganz gewissen Mittelchen führen. Im Blog selbst sind die Links natürlich nicht zu sehen, wohl aber im Code der Seite:

Linkspam im Code

Das ist ja auch kein Wunder, denn die Links sind mit dem Style “display:none” umgeben und somit rein für die Spider der Suchmaschinen gedacht.

Bei 20 Links habe ich mit dem Zählen aufgehört. Beim Löschen wollte die Flut der Links allerdings schier kein Ende nehmen, und ohne Scrollen waren es mehrere einzelne Löschvorgänge, so dass die Anzahl vermutlich eher in gegen 100 geht.

Natürlich habe ich gleich auch die anderen Blogs überprüft, dort aber zum Glück keinen Linkspam entdecken können.

Nun bleiben 2 Fragen offen:

  1. Wie ist der Spam in den Code gekommen?
  2. Was bringen dieses Links?

Zur 1. Frage lassen sich nur Vermutungen anstellen. Zumindest muss ein Unbefugter Zugriff auf den Code bekommen haben, wie und wo auch immer. Zur 2. Frage habe ich noch ein wenig recherchiert. Die Domain der Spam-Links gehört zu einem offenbar privaten Blog, der insgesamt wenige und auch wenig nützliche Inhalte bietet. Aber vielleicht ist das nur Tarnung, denn der Untertitel lautet “Destroying the Internet since 1997.” Auf einer Seite wird um Unterstützung für den Blog gebeten, die durch Anklicken der dort angezeigten Anzeigen oder durch Kauf bei einem der Affiliates gewährt werden kann bzw. soll…. Ohne wirklichen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Inhalt des Blogs ist das zumindest grenzwertig.
Die Spam-Links scheinen Umleitungen zu sein, denn einerseits werden unterschiedliche Zielseiten angesteuert und andererseits gehen die internen Links der Zielseiten auf andere URLs als der ursprüngliche Link. Alles also ziemlich dubios.

Und ob es was bringt? Der Google-Bot ist ja ziemlich schlau und sollte in der Lage sein

  • diese Häufung an Links mit gleicher Domain
  • das display: none-Tag um die Links herum
  • die fehlende thematische Verwandschaft zwischen der linkgebenden Seite und der Zielseite
  • die fehlende Übereinstimmung zwischen der Sprache der linkgebenden Seite und der verlinkten Seite
  • die bekanntermaßen für Linkspam berühmt-berüchtigten Inhalte der Zielseite

zu erkennen und die Links nicht positiv zu verwerten. Das ist die Hoffnung, damit das Werk des Spammers wenigstens erfolglos bleibt. Die nächste Hoffnung ist natürlich, dass die wider Willen linkgebende Seiten nicht für etwas bestraft werden, für das sie nichts können. Ein Ausschluß aus dem Index hat zum Glück noch nicht stattgefunden. Denn es kann nicht wirklich zur Aufgabe eines seriösen Bloggers gehören, regelmäßig den Code seines Blogs nach Spam-Links zu überprüfen.
Aber dass es nichts schaden kann, stellt der White-Hat SEO mit Entsetzen fest….

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Anzeige von Google-Anzeigen nach persönlichen Interessen

geschrieben von Marion Engel am 12. März 2009 um 19:06 Uhr

Google-Anzeigen, die sich nach den persönlichen Interessen des Suchenden richten, sind die neueste Errungenschaften des Suchmaschinen-Primus.

Wie funktioniert es?
In zwei Schritten:

1. Wenn man Seiten mit Google-AdSense-Anzeigen oder Videos in YouTube ansieht, speichert Google das Thema der Seite in einem Cookie ab. Bei späteren Besuchen von Seiten mit Google-Anzeigen werden diese Informationen herangezogen. Ermittelt Google also beispielsweise, dass sich jemand offensichtlich für Hunde interessiert, so werden ihm mehr Anzeigen zu diesem Thema angezeigt.

2. Bei Google kann man seine Präferenzen auch selber pflegen. In einer umfangreichen Liste können die zutreffenden Interessengebiete ausgewählt werden.

Google Anzeigenvorgaben

Alle Informationen werden in einem Cookie gespeichert. Google betont, dass die Daten nur auf dem Rechner des Benutzers abgelegt werden und außer Zahlen keine persönlichen Daten enthalten. Um das Vertrauen weiter zu stärken, wird auf der Seite auch der Code des Cookies angezeigt.

Ebenso besteht die Möglichkeit, die Verwendung des Cookies zu deaktivieren. Bevor man dies tut, kann man seine Einstellungen aber noch speichern, damit sie bei einer Re-aktivierung des Cookies wieder zur Verfügung stehen.

Was bringt das Ganze?

Für die Werbetreibenden ist es sicher ein interessanter Ansatz, da es die Streuverluste minimiert und dazu führt, dass die Zielgruppe der Anzeigen immer genauer erreicht wird. Und das wird sicher auch die Argumentation von Google sein, um die Kunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen.
Dabei profitieren sie natürlich von der Unwissenheit vieler Webnutzer. Denn wer um die Möglichkeit der Deaktivierung nicht weiß, wird sie nicht nutzen und Google somit stillschweigend gestatten, das Cookie mit Informationen zu befüllen. Wie auch immer der dahinterstehende Algorithmus aussieht – dumm wird er nicht sein und folglich einige häufig vorkommende Interessensgebiete des Nutzers ermitteln können.

Die Frage ist allerdings, wie sich das Ganze mit verschiedenen Themen verhält. Angenommen, Google weiß, dass sich ein Web-Surfer für Hunde interessiert. Wenn er eine Seite zum Thema Hunde besucht, ist es logisch, wenn dort Anzeigen zum Thema Hunde erscheinen. Sie passen zum Content, und wären dort sowieso am richtigen Ort, auch wenn man keine Informationen über den Besucher aus anderen Quellen hätte. Was ist aber, wenn dieser von Google für einen Hundefreund gehaltene Mensch auf eine Sportseite geht. Werden ihm dort dann Anzeigen zum Thema Hunde angezeigt?
Das wäre nicht so ganz logisch, denn in dem Moment, wo er sich für Sport interessiert, will er vielleicht bewusst nichts von Hunden wissen und ignoriert die Anzeigen. Oder aber er merkt, dass er Hunde doch lieber hat als Sport und verlässt die Sportseite durch Klick auf eine Hundeanzeige. Dann wird der Betreiber der Sportseite im Endeffekt nicht ganz glücklich sein, wenn er seinen Besucher mit freundlicher Unterstützung von Google verloren hat – auch wenn ihm der Klick ein paar Cent beschert hat.
Hat der Google-Kunde, der Anzeigen auf seinen Seiten einblendet, auch ein Mitspracherecht?

Und was ist, wenn jemand mehrere Interessensgebiete hat? Zu welchen Themen werden dann Anzeigen eingeblendet? Zu allen? Nach dem Zufallsprinzip? Oder erfolgt sogar eine Gewichtung?

Alles doch nicht so einfach, oder?

Vielleicht ist es ja auch nur ein Versuchsballon oder zumindest die erste Phase des Projekts, das schrittweise verfeinert wird.

Wer mit der ganzen Sache nichts zu tun haben möchte und um das Cookie weiß, kann es ja entweder regelmäßig löschen oder gleich deaktivieren – oder die Anzeigen ganz einfach ignorieren.

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Backlinks mit Tools finden

geschrieben von Marion Engel am 5. März 2009 um 7:22 Uhr

Tools, mit denen man die Backlinks auf die eigene Website finden kann, gibt es inzwischen in Hülle und Fülle. Aus dieser Masse habe ich heute drei Tools herausgegriffen. Jedes bietet ein besonderes Feature, und so kann man sich je nach Interessenslage entscheiden, welches Tool man am liebsten verwenden möchte.

SEOmoz Linkscape

Wer es kurz und prägnant haben möchte, der ist mit Linkscape von SEOmoz am besten bedient:

SEOmoz Linkscape

Nur vier Werte sieht man hier – neben der absoluten Anzahl an Links jeweils einen mozRank. Da es sich bei SEOmoz um eine der führenden amerikanischen SEO-Agenturen handelt, kann man sicher sein, dass die Werte zuverlässig sind. Es werden zwar alle Links gezählt, für den mozRank wird aber die Qualität der Links mitbewertet, so dass ein Bild entsteht, das dem der Suchmaschinen sehr nahe kommen dürfte.

Und wie ist das mit der Traumnote 10? Ein paar Tests haben ergeben, dass google.com der Spitzenreiter zu sein scheint, der auf mehr als 9 Punkte kommt. Die Site von SEOmoz erhält gut 6 Punkte, google.de liegt bei 7, und magento.com verfehlt 4 Punkte nur knapp.
Mitglieder von SEOmoz erhalten noch weitere Informationen zur Qualität ihrer Links. Aber auch die vier allgemein zugänglichen Werte sind ein gutes Hilfsmittel, die Entwicklung der eigenen Seite im Verlauf der Zeit zu verfolgen.

Domain Inbound Links Checker

Sehr spartanisch ist die Optik des Links Checker, den eine Organisation mit dem Namen “Online-Utility” zur Verfügung  stellt.

Domain Inbound Links Checker

Interessant ist an dem Tool, dass die Links nach Domains sortiert angezeigt werden. Auch wenn der Run auf Links von .edu-Domains wieder abgeflaut ist, kann die Unterscheidung doch mal interessant sein. Nationale Domains werden allerdings unsortiert in einer gemeinsamen Kategorie angezeigt, so dass man nicht auf einen Blick erkennen kann, wieviele Links beispielsweise von einer .de- und von einer .at-Domain stammen, wenn man grenzüberschreitend tätig ist.

Hat man von einer Site mehrere Links erhalten, werden diese durchnummeriert. Per Klick auf eine der Nummern gelangt man zur verlinkenden Seite. So kann man prüfen, wie der Link tatsächlich ausschaut – und sich teilweise auch wundern, wie denn das Tool so auf manche Links kommt, wenn ein solcher weder auf der Seite noch im Quelltext erkennbar ist.

Backlink Watch

Bis der Backlink Watch ein Ergebnis ausspuckt, dauert es eine ganze Weile. Dafür ist es dann aber auch ziemlich umfangreich:

Backlink Watch

In der ersten Spalte steht der anklickbare Link zur verlinkenden Seite. Interessant ist die zweite Spalte, in der der Ankertext zu finden ist. Dabei kann es sich auch um ein Bild handeln, wie man im Beispiel sieht. In der vorletzten Spalte wird angezeigt, wieviele Links von der Seite ausgehen. Und die letzte Spalte gibt an, ob es sich um einen nofollow-Link handelt.
Soweit, so gut. Denn die anderen Links und Anzeigen gehen schon eher in die Black-Hat-Richtung: Textlinks zum Kaufen mit einer Auswahl zwischen Page Rank 2 und 6. Die Seite mit Page Rank 9 ist leider derzeit ausverkauft….

Fazit

Sicher sollte man die Ergebnisse mit einer gewissen Skepsis betrachten. Aber einen Überblick bekommt man auf jeden Fall, und auch ein Vergleich zu mehreren Zeitpunkten kann nicht schaden.

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Warum man auf andere Seiten verlinken sollte

geschrieben von Marion Engel am 3. März 2009 um 10:01 Uhr

Soll man von seinen Webseiten auf andere Seiten verlinken oder nicht? Diese Frage wird immer wieder gerne diskutiert, besonders in SEO- und Marketingabteilungen mittelgroßer und großer Organisationen. Oft wird befürchtet, dass die Verlinkung folgende negative Effekte haben kann:

  • Rufschädigung
  • Beeinflussung des Suchmaschinen-Rankings
  • Verluste beim Page Rank
  • Verlust von Besuchern über die Links

Diese Sorgen sind aber weitestgehend unbegründet. Die Verlinkung ist eine gängige Praxis im Web, die von allen Benutzern erwartet und respektiert wird und somit nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zu einer Rufschädigung führen kann. Und selbst wenn eine verlinkte Seite zwischenzeitlich aufgekauft und mit unseriösen Inhalten befüllt worden sein sollte, verzeihen die Besucher dies – besonders bei alten Links.
Und auch die Suchmaschinen erkennen, dass selbst die besten Websites manchmal Links in die Unterwelt des Webs enthalten. Solange man also nicht nachlässig auf schädliche oder minderwertige Seiten verlinkt, gilt der gleiche Grad an Aufmerksamkeit wie für mögliche 404-Seiten.

Was den Page Rank angeht…ja, da ist was dran. Nach dem PR-Algorithmus sind Links auf externe Seiten verlorene Möglichkeiten, auf interne Seiten zu verlinken. Es gibt aber auch etliche Beweise aus der Praxis, dass eine externe Verlinkung keine negativen Auswirkungen auf das Ranking einer Site hat, sondern in einem positiven Zusammenhang mit Ranking, Trust usw. sowohl für einzelne Seiten als auch die gesamte Domain steht.

Die Befürchtung, dass Besucher die Site verlassen, ist ebenfalls nicht haltbar. Es gibt ausreichend Beweise dafür, dass Seiten und Sites mit externen Links davon profitieren. Denken Sie nur mal an den bekanntesten, am häufigsten verwendeten Dienst im Web – eine Webseite, auf die wir hundert, wenn nicht tausend Mal im Monat wieder zurückkommen: Google. Ihr Anliegen ist es, die Besucher so schnell wie möglich von der Seite wegzubekommen – und davon profitieren sie natürlich sehr stark. Es gibt auch Untersuchungen, denen zufolge die Seiten mit vielen Links denen mit wenigen Links überlegen sind. Als Beispiel kann man Digg, Twitter, Delicious und andere nennen, die viele Links enthalten, und auf die die Besucher immer wieder zurückkommen. Es gibt jedenfalls noch keine Beweise, dass Links auf gute, hilfreiche Seiten einer Site langfristig schaden.

Nachdem nun die Contra-Argumente entkräftet wurden, ist es Zeit, die Pro-Argumente zu betrachten. Denn es gibt viele Vorteile aus einer echten Verlinkung ohne nofollow (von denen einige wenige und in abgeschwächter Form allerdings auch mit nofollow erreicht werden können).

Verlinkung erscheint in der Traffic-Statistik
Wenn eine Seite auf eine andere verlinkt und das auch nur ein bisschen zusätzlichen Traffic bringt, wird dies in der Traffic-Statistik der Zielseite erscheinen. Die Seitenbetreiber schauen dann bestimmt mal auf Ihrer Seite vorbei und informieren sich. Und vielleicht entsteht daraus sogar eine Geschäftsbeziehung oder zumindest ein Rücklink. Ein Link öffnet also sicher einige Augen.

Ihre Seite wird wertvoller und skalierbarer
Egal wie umfangreich eine Website ist: sie kann nie alles für alle sein oder alle relevanten Informationen enthalten, die die Benutzer über das Thema wissen möchten. Es macht also Sinn, die Kraft des Webs und von Links als Hebel zu nutzen, um einen einfachen, skalierbaren Pfad zu schaffen, auf dem den Benutzern noch mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden. Denn eine Seite, auf der man nützliche Links findet, wird man positiv bewerten. Und warum sollte man das nicht nutzen, um zu einer wertvollen Anlaufstelle in seiner Nische zu werden?

Suchmaschinen werden das Verhalten algorithmisch belohnen
Die Analyse von Spam hat einige interessante Theorien und Einsatzbereiche gezeigt. Es gibt einen umgekehrten oder Anti-Trustrank, der die ausgehenden Links betrachtet, um daraus einen Indikator für Qualität vs. Spam abzuleiten. Es zahlt sich also aus, die eingehenden Links zu betrachten. Genauso lohnenswert ist es aber, die ausgehenden Links zu betrachten. Minderwertige Seiten verlinken auf wesentlich mehr Schrott, während gute Sites üblicherweise auf andere gute Sites verlinken. Diese Netze aus Vertrauen und Wert können von den Suchmaschinen algorithmisch erfasst werden, und verbessern die Suchergebnisse. Nutzen Sie dies also, indem Sie auf Seiten verlinken, die Ihre Nutzer und die Suchmaschinen mögen.

Ausgehende Links erzeugen eingehende Links
Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Wikipedia und YouTube) revanchieren sich Websites, die Links erhalten auch mit Gegenlinks. Wer Links setzt, signalisiert, dass er bereit ist, sich am Netzwerk zu beteiligen und weder in einer abgeschlossenen Community lebt noch ausschließlich auf sich selbst fokussiert ist und alles zu wissen glaubt.

Ausgehende Links führen zum Mitmachen
Es gibt viele intelligente Leute im Web, die zu Ihrem Erfolg beitragen oder Ihr Wachstum steigern können. Mit ausgehenden Links kann man also seinen Erfolg steigern oder das Wachstum beschleunigen. Ausgehende Links regen Linkeratis (Blogger, Freunde der Social Media-Services, Online-Journalisten, Webmastern und Teilnehmern in Foren) an, sich Ihrer Site zuzuwenden. Am Anfang ist der Anreiz zwar noch klein, aber es lohnt sich trotzdem. Unterschätzen Sie die Macht der Belohnung Ihrer Community nicht. Dadurch sind schon einige der erstaunlichsten Marken im Web und außerhalb entstanden.
Darüber hinaus gibt es noch ein paar mehr gute Gründe für Links. Aber die genannten Gründe sind die wichtigsten, die auch Kunden überzeugen können, die sich anfänglich gegen die Idee sträuben.

Quelle: SEOmoz

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