admin, 3. Februar 2010 1 Kommentar RSS
Da ist uns gerade ein Fax auf den Tisch geflattert, über das wir nicht schlecht gestaunt haben. Ein Hoster versucht darin, auf krummen Wegen zu Geld zu kommen:

Es schaut aus wie eine Mahnung für eine Zahlung, die im September 2009 fällig gewesen wäre. Sollte man in den letzten 10 Tagen gezahlt haben, dann ist diese Erinnerung gegenstandslos und der Hoster bedankt sich.
Wohl dem, der hier schon hellhörig wird. Wohl dem auch, der die im Kasten genannten Domains kennt und aus dem Stand sagen kann, dass er bzw. sein Unternehmen diese gar nicht gebucht hat. Aber genau bei letzterem Punkt beißt es bei manchen großen Unternehmen schon aus, da über eine längere Zeit mal hier und mal dort Domains gekauft werden, über die inzwischen der Überblick verloren gegangen ist. Ob dem Hoster dieser Umstand wohl bekannt ist?
Wohl dem, der des Englischen gut mächtig ist und der sich die Zeit nimmt, das Schreiben genau durchzulesen. Denn dann wird klar, wie der Hase läuft.
(Angeblich) hat der Hoster vor einiger Zeit ein Angebot für den Kauf weiterer Domains zugeschickt, auf das bisher noch keine Zahlung und auch keine Ablehnung eingegangen ist. Mit diesen zusätzlichen Domains, die eingetragen werden, lässt sich – nach Angaben des Hosters – die Sichtbarkeit im Web erhöhen und verhindern, dass der Firmenname missbraucht wird.
Wohl dem auch, der die Preise von Domains kennt. Die angegebenen .com und .net-Domains kosten nämlich nur jeweils EUR 12.-, und von einer .biz-Domain sollte man sowieso die Finger lassen, wenn man eine seriöse Website betreiben möchte. Wie daraus eine Rechnung über EUR 259.- wird, ist schon ein Ding….
Wohl dem, der auch das Kleingedruckte liest. Dort steht nämlich, dass sich der Hoster bis zum genannten Ablaufdatum an das Angebot hält und der Vertrag durch eine fristgerechte Zahlung zustande kommt. Es ist also keine Gefahr im Verzug und es genügt, dieses Fax dem Altpapier zuzuführen.
Ärgern lohnt sich auch nicht, aber Wundern darf man sich schon – und den kritischen Blick stärken, der immer hilft, wenn einem eine Mahnung oder ein scheinbar verlockendes Schnäppchen auf den Tisch flattert.
8. Februar 2010 um 16:59
Ha, die werden ja immer dreister! Ich kenne noch die “Vorgängermasche”. Da wurden diverse Kunden angerufen von Firmen mit Namen so ähnlich wie “International Domain Registration” oder so. Die sagten, eine Person habe http://www.unternehmen.com/.biz/.net registriert, man sei sich aber unsicher, ob der das Recht dazu habe. Wenn das Unternehmen Interesse habe, hätten sie natürlich die stärkeren Rechte an ihrem Unternehmensnamen. Einer hat es sogar so weit getrieben zu erzählen, dass der vermeindliche Registrierer in einem eher schlechten Viertel in Hamburg lebe und man ihn deshalb als dubios empfinde.
Wurden Unternehmenswebsites genannt, waren das immer welche ohne konkrete Preise, dafür mit vielen Warnhinweisen, dass Betrüger Domains mit Namensähnlichkeit registrieren und dann da Phishing oder ähnliches machen.