geschrieben von Josef Willkommer am 4. Juli 2008 um 20:59 Uhr
Die Nachricht hat eingeschlagen wie ein Bombe. Die Axel Springer AG – seines Zeichens eines der mächtigsten Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum – wird Ihre IT ab sofort komplett auf Apple umstellen. Das bedeutet, dass sämtliche Rechner, vom Pförtner bis zum Vorstandsmitglied, vom Laptop der Vertriebsleute bis zum Redaktionsrechner ausnahmlos auf Apple umgestellt werden.
Damit wird Axel Springer zum größten Apple-Firmenkunden in Europa und nach Google zum zweitgrößten Apple-Kunden weltweit. Wow!!!!!!! Das Ganze dürfte definitv eine Sog- bzw. Signalwirkung nach sich ziehen und für Apple einen neuen Meilenstein in der Firmengeschichte beschreiben. Mit einem Mitarbeiterstamm von ca. 10.000 Personen kann man sich ausrechnen, was dies auch wirtschaftlich für Apple bedeutet. Well done, Mr. Jobs!
Matthias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, hat in einer Video-Botschaft an die Belegschaft die Entscheidung für Apple in vier Punkten begründet:
1. Apple-Computer sind gerade für den Bereich Layout und kreative Prozesse am besten geeignet.
2. Sie zeichnen sich durch einfachste Bedienung aus, bei der der Nutzer und nicht die Technik im Vordergrund stehen.
3. Apple stellt die schönsten Rechner her. Natürlich ist dieser Eindruck subjetiv, aber jeder Arbeitsplatz sieht mit einem Apple-Gerät einfach schöner aus. Möglicherweise gehen die Mitarbeiter dadurch noch ein bisschen lieber zur Arbeit…
4. Durch günstige Preise und wirtschaftlichere Wartung ist die Entscheidung insbesondere auch betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Sehr interessant finde dabei, dass die Optik bei der Entscheidung tatsächlich mit eine Rolle gespielt hat und die Argumentation ist in meinen Augen auch nachvollziehbar.
Zum Abschluss hebt Matthias Döpfner noch einmal hervor, dass dieser Entschluss keine reine IT-Entscheidung war, sondern auch einen Wandeln in der Unternehmenskultur einleiten soll, mit dem man mehr Spass bei der Arbeit vermittelt möchte.
Für alle Interessierten hier noch das Video in voller Länge:
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4. Juli 2008 um 21:15
Macht vielleicht auch Sinn, in Anbetracht der Tatsache, dass die Springer Redakteure ihr Layout selbst machen müssen…
7. Juli 2008 um 16:53
Eine reine IT-Entscheidung war es ganz sicher nicht, denn das Ergebnis einer Investitionsrechnung würde wohl nicht pro dieser Entscheidung ausfallen. Aber Nutzerzufriedenheit und vor allem das Apple Feeling sind sicher Mitarbeiter-Motivation genug.