admin, 21. April 2009 1 Kommentar RSS
ist eine Bildersuchmaschine, die vom Search Engine Journal für ihre Möglichkeiten, die Suchergebnisse einzuschränken, gelobt wurde. Was bietet sie wirklich und wie steht sie im Vergleich zur Google Bildersuche? Diese Fragen möchte ich mit ein paar Vergleichs-Suchläufen beantworten.
Sprache
Ein Plus bekommt exalead dafür, dass die Anwendung in Deutsch vorhanden ist. Das ist ein Vorzug verglichen mit anderen neuen Suchmaschinen, die es meist nur in Englisch gibt. Aber damit kann exalead nicht vor der Google Bildersuche punkten.
Erweiterte Suche
Exalead bietet die Möglichkeit, die Suche nach Bildern mit den Parametern
einzuschränken.
Diese Möglichkeiten können in manchen Fällen sicher hilfreich sein. Allerdings bietet die Bildersuche von Google hier noch ein paar mehr Features. Die Bildgröße kann in Zahlen angegeben werden und neben klein, mittel und groß gibt es noch extra groß als Auswahl – wobei solche Begriffe natürlich eher relativ sind.
Ergebnisdarstellung
Beide Bildersuchmaschinen zeigen die Suchergebnisse in einer kleinen Vorschauversion an. Bei Exalead stehen 8 Bilder nebeneinander, bei Google nur 7. In beiden Fällen stehen Breite und Höhe des Bildes direkt darunter. Bei Exalead erscheinen die Dateigröße, Bildquelle und weitere Optionen, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Bei Google stehen diese Angaben direkt unter dem Bild.
Beim Klick auf das Bild werden auf einer Folgeseite in zwei Frames oben nochmal die Details zum Bild und unten die Bildquelle angezeigt.
Hier kann also auch keine der beiden Suchmaschinen einen deutlichen Pluspunkt vor der anderen erringen.
Suchergebnisse
Bleiben also die Suchergebnisse als mögliche Unterscheidungskriterien. Gibt es bessere und schlechtere Ergebnisse? Probieren wir es mit verschiedenen Suchbegriffen aus.
1. Suchbegriff: Magento
Exalead bietet sehr internationale Ergebnisse, wenn man die Domain-Endungen betrachtet. Länderdomains wie *.be, *.fr, *.it, *.cz und *.de stehen neben *.com. Bei Google ist hier eine größere Häufung von *.de und *.com-Domains zu erkennen. Schaut man auf die Ergebnisse von Exalead, fragt man sich doch bei so manchem Bild, wodurch es sich als Suchergebnis für “Magento” qualifizieren konnte. Bestenfalls steht der Begriff irgendwo auf der Seite – oftmals aber in einer ganz anderen Bedeutung. Nun gut, das kann man der Suchmaschine vielleicht nicht mal ankreiden. Wie allerdings ein Bild eines australischen Immobilienmaklers, von dem es nicht mal eine Vorschau gibt und wo der Suchbegriff nirgendwo auf der Seite erscheint, auf der zweiten Seite der Suchergebnisse zu finden ist, frage ich mich dann schon.
Denn Google beweist einmal mehr, dass es anders auch geht. Bis einschließlich Seite 10 der Suchergebnisse gibt es ausschließlich Bilder, die etwas mit Magento Commerce zu tun haben. In der Mehrheit sind es Screenshots aus der Anwendung und Bilder von Templates. Dazu kommen unterschiedliche andere Bilder aus Blogs und von Firmenseiten.
Schränkt man die Suchergebnisse auf Gesichter ein, hat Google eindeutig die Nase vorne. Denn nur dort findet man wirklich Bilder der Magento-Macher. Dazu kommen natürlich etliche Fotos von Personen, die über Magento geschrieben haben. Mit 3 Bildern, von denen nur eines inhaltlich zutreffend ist, aber zu einem Video gehört, kann Exalead hier nicht überzeugen.
2. Suchbegriff: Doping
Hier bieten beide Suchmaschinen auf den ersten Blick passende Bilder an. Die Ergebnisse unterscheiden sich allerdings vollständig. Der Grund dafür scheint zu sein, dass Google Bilder bevorzugt, in deren Dateinamen der Suchbegriff vorkommt. Bei Exalead reicht es aber aus, wenn der Suchbegriff irgendwo auf der Seite, auf der sich das Bild befindet, genannt wird.
3. Suchbegriff: Rosenheim
Das ist in der Tat ein schwieriger Begriff, gibt es doch nicht nur die Stadt Rosenheim in Bayern, sondern auch noch anderswo. Und dazu kommen noch Personen mit gleichlautendem Nachnamen. Aber dennoch schafft es Google auch hier, die Nase vorne zu haben und mir hauptsächlich Treffer meines Wohnorts zu liefern. Möglicherweise werde ich dabei ja über die IP-Adresse lokalisiert.
Und dass der Link zur Quellseite des ersten Bildes, das mir Exalead bietet, auch noch kaputt ist, sich eines der Bilder von der ersten Trefferseite nicht vergrößern lässt und der Zusammenhang zum Suchbegriff wieder mal komplett fehlt, spricht auch nicht gerade für Exalead.
Fazit
Google hat mal wieder die Nase vorn. Exalead hat zumindest in meinem Test nichts bieten können, was Google nicht auch im Angebot hätte. Zudem sind die Suchergebnisse von Google um einiges genauer. Wenn ich also Bilder suche, würde ich Google verwenden.
28. August 2009 um 0:39
[...] Test insbesondere der Bildersuche von Exalead [...]