admin, 13. März 2009 2 Kommentare RSS
Da habe ich ja eben nicht schlecht gestaunt, als ich einen Blick in den Code eines von uns betreuten Blogs geworfen habe:
Am Anfang des Quellcode des Headers stehen ein paar Dutzend Links, die auf verschiedene Online-Apotheken mit den ganz gewissen Mittelchen führen. Im Blog selbst sind die Links natürlich nicht zu sehen, wohl aber im Code der Seite:

Das ist ja auch kein Wunder, denn die Links sind mit dem Style “display:none” umgeben und somit rein für die Spider der Suchmaschinen gedacht.
Bei 20 Links habe ich mit dem Zählen aufgehört. Beim Löschen wollte die Flut der Links allerdings schier kein Ende nehmen, und ohne Scrollen waren es mehrere einzelne Löschvorgänge, so dass die Anzahl vermutlich eher in gegen 100 geht.
Natürlich habe ich gleich auch die anderen Blogs überprüft, dort aber zum Glück keinen Linkspam entdecken können.
Nun bleiben 2 Fragen offen:
Zur 1. Frage lassen sich nur Vermutungen anstellen. Zumindest muss ein Unbefugter Zugriff auf den Code bekommen haben, wie und wo auch immer. Zur 2. Frage habe ich noch ein wenig recherchiert. Die Domain der Spam-Links gehört zu einem offenbar privaten Blog, der insgesamt wenige und auch wenig nützliche Inhalte bietet. Aber vielleicht ist das nur Tarnung, denn der Untertitel lautet “Destroying the Internet since 1997.” Auf einer Seite wird um Unterstützung für den Blog gebeten, die durch Anklicken der dort angezeigten Anzeigen oder durch Kauf bei einem der Affiliates gewährt werden kann bzw. soll…. Ohne wirklichen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Inhalt des Blogs ist das zumindest grenzwertig.
Die Spam-Links scheinen Umleitungen zu sein, denn einerseits werden unterschiedliche Zielseiten angesteuert und andererseits gehen die internen Links der Zielseiten auf andere URLs als der ursprüngliche Link. Alles also ziemlich dubios.
Und ob es was bringt? Der Google-Bot ist ja ziemlich schlau und sollte in der Lage sein
zu erkennen und die Links nicht positiv zu verwerten. Das ist die Hoffnung, damit das Werk des Spammers wenigstens erfolglos bleibt. Die nächste Hoffnung ist natürlich, dass die wider Willen linkgebende Seiten nicht für etwas bestraft werden, für das sie nichts können. Ein Ausschluß aus dem Index hat zum Glück noch nicht stattgefunden. Denn es kann nicht wirklich zur Aufgabe eines seriösen Bloggers gehören, regelmäßig den Code seines Blogs nach Spam-Links zu überprüfen.
Aber dass es nichts schaden kann, stellt der White-Hat SEO mit Entsetzen fest….
13. März 2009 um 11:13
Ich habe seit einiger Zeit das gleich Problem – leider wird der Code nach dem Löschen wenige Tage später wieder eingeschleust.
13. März 2009 um 19:55
so ging es mir auch mal mit einem Blog. Über diesen WP Hackangriff wurde auch mehrfach darüber berichtet. Hab dann WordPress und alle Plugins aktualisiert.