Wer seine Kunden oder Interessenten regelmäßig informieren will, kann dies über einen Blog oder mit Newslettern tun. Da stellt sich natürlich die Frage, wie sich die beiden Möglichkeiten unterscheiden und wann man mit welchem Weg besser bedient ist. Herstellung
Blogbeiträge lassen sich schneller und einfacher erstellen und publizieren als Newsletter. Der Blogbeitrag wird geschrieben, geprüft und veröffentlicht und fertig. Das Layout der Seite ist eingerichtet und gilt für alle Beiträge. Beim Newsletter ist ein ansprechendes Layout und Format sehr vorteilhaft. Zwar kann ein einmal erstelltes Template für mehrere Newsletter verwendet werden, aber bis es einmal so weit ist, ist unter Umständen eine ganze Menge Arbeit erforderlich, denn wie die Web-Browser verhalten sich auch manche Mail-Clients unterschiedlich. Betrachtet man Newsletter in Mailboxen von Free-Mailern, erlebt man manchmal sein blaues Wunder.
Dieses Problem versuchen einige Newsletter-Anbieter wohl dadurch zu umgehen, dass sie nur einen einfachen Text-Newsletter versenden, der einen kurzen Teaser-Text mit Link auf eine Web-Seite enthält. Das spartanische Layout und diesen zusätzlichen Klick werden die Empfänger allerdings nur dann machen, wenn der Inhalt erfahrungsgemäß wertvoll ist und die Teasertext so ansprechend sind, dass man den ganzen Artikel einfach lesen muss. Häufigkeit
Wer ernsthaft einen Blog betreiben will, sollte ungefähr 3 mal pro Woche einen neuen Beitrag liefern. An dieser Grenze jedenfalls orientieren sich Profi-Blogger. Bei einem Newsletter ist eine Frequenz von einem pro Monat angemessen. Es gibt allerdings auch Newsletter die täglich oder wöchentlich erscheinen, was entsprechend viele tagesaktuelle Inhalte voraussetzt. Länge
Blogbeiträge können durchaus mal kürzer ausfallen, während das für Newsletter nicht angebracht ist. Allerdings ist hier ein Spagat erforderlich, denn ist ein Newsletter zu lang, sinken die Chancen, dass er gelesen wird ebenso, wie wenn er zu kurz und damit inhaltsleer ist. Bei den häufiger erscheinenden Blogbeiträgen kann man dann variieren, mal kürzer und mal länger schreiben, je nachdem, wieviel ein Thema “hergibt”. Kosten
Hier haben Blogs deutlich die Nase vorn, denn die bekanntesten Tools für Blogs stehen kostenlos zur Verfügung. Dagegen sind Newsletter-Tools an sich schon kostenpflichtig. Dazu kommen bei verschiedenen Anbietern noch Kosten pro versendetem Newsletter. Leserschaft
Newsletter erreichen nur die Abonnenten und haben selbst bei diesen eine begrenzte Lebensdauer. Blogbeiträge stehen ab der Veröffentlichung permanent und für jeden Benutzer zugänglich im Internet. Sie haben auch gute Chancen, in den Suchergebnissen der Suchmaschinen angezeigt zu werden und so eine breite Leserschaft zu erreichen. Treue Leser abonnieren sich die Beiträge per RSS-Feed, um keinen Beitrag zu verpassen.
Auch rechtlich verhält es sich mit der Leserschaft von Blogbeiträgen einfacher als bei Newslettern. Denn es gibt durchaus findige Rechtsanwälte, die mit Abmahnung drohen können, wenn der Versender nicht nachweisen kann, dass sich der Abonnent selber in den Verteiler eingetragen hat und die Anmeldung per Double-Opt-In bestätigt hat. Wer sich per RSS-Feed einen Blog abonniert, tut das eigenständig, ohne dass der Blogbetreiber irgendeine Verantwortung dafür hätte.
Bei Newslettern besteht leider auch immer die Gefahr, dass sie von Spam-Filtern aufgehalten werden und erst gar nicht zum Empfänger gelangen. Statistik
Zur Ermittlung des Erfolgs eines Blogs kann man die Zugriffszahlen auf den Blog, die dabei verwendeten Suchbegriffe, die Herkunft der Nutzer und die Zahl an Abonnenten per RSS heranziehen. Darüberhinaus gibt auch die Position in den Ergebnissen der Suchmaschinen einen guten Anhaltspunkt zur Bedeutung des Beitrags. Beim Newsletter gibt es als Pendant zum letzteren die Zahl an Abonnenten abzüglich der Bounces, also der unzustellbaren Newsletter. Wenn man den Newsletter entsprechend einrichtet und mit einem Statistik-Tool verknüpft, kann man hier weitere interessante Aussagen über die Zugriffszahlen und Öffnungsraten der einzelnen Beträge, Links und Bilder gewinnen. Kommentare
Kommentare sind nur in Blogs möglich. Sie sind ein interessantes Instrument, um als Autor Rückmeldungen über den Artikel oder das jeweilige Thema zu bekommen. Unternehmen können auf diese Weise durchaus interessante Hinweise für Weiterentwicklungen von Produkten erhalten. Auch kann über die Kommentare zusätzliches Wissen der anderen Nutzer für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt oder eine Diskussion über ein Thema angeregt werden. Fazit
Bei einigen Punkten zeigen sich klare Vorteile für Blogs. Aber das reicht nicht aus, um zu sagen, dass Blogs grundsätzlich besser sind als Newsletter. Welcher Weg der bessere ist, muss von Fall zu Fall geklärt werden – wobei auch noch klar gesagt werden muss, dass Blog und Newsletter keine Konkurrenten sind, die sich gegenseitig ausschließen. Manche Newsletter enthalten nämlich ausschließlich oder überwiegend Links auf Blogartikel. Für Unternehmen wäre es z.B. denkbar, dass sie einen Blog über fachliche Themen führen und in einem Newsletter eher unternehmensinterne Informationen an ihre Kunden senden – vorausgesetzt, sie haben die notwendigen Ressourcen, einen Blog regelmäßig mit Beiträgen zu “füttern”. Denn andernfalls könnte sogar eher der gegenteilige Effekt erreicht werden.
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Blog oder Newsletter
Josef Willkommer, 24. Dezember 2007 kein Kommentar RSS
Wer seine Kunden oder Interessenten regelmäßig informieren will, kann dies über einen Blog oder mit Newslettern tun. Da stellt sich natürlich die Frage, wie sich die beiden Möglichkeiten unterscheiden und wann man mit welchem Weg besser bedient ist.
Herstellung
Blogbeiträge lassen sich schneller und einfacher erstellen und publizieren als Newsletter. Der Blogbeitrag wird geschrieben, geprüft und veröffentlicht und fertig. Das Layout der Seite ist eingerichtet und gilt für alle Beiträge. Beim Newsletter ist ein ansprechendes Layout und Format sehr vorteilhaft. Zwar kann ein einmal erstelltes Template für mehrere Newsletter verwendet werden, aber bis es einmal so weit ist, ist unter Umständen eine ganze Menge Arbeit erforderlich, denn wie die Web-Browser verhalten sich auch manche Mail-Clients unterschiedlich. Betrachtet man Newsletter in Mailboxen von Free-Mailern, erlebt man manchmal sein blaues Wunder.
Dieses Problem versuchen einige Newsletter-Anbieter wohl dadurch zu umgehen, dass sie nur einen einfachen Text-Newsletter versenden, der einen kurzen Teaser-Text mit Link auf eine Web-Seite enthält. Das spartanische Layout und diesen zusätzlichen Klick werden die Empfänger allerdings nur dann machen, wenn der Inhalt erfahrungsgemäß wertvoll ist und die Teasertext so ansprechend sind, dass man den ganzen Artikel einfach lesen muss.
Häufigkeit
Wer ernsthaft einen Blog betreiben will, sollte ungefähr 3 mal pro Woche einen neuen Beitrag liefern. An dieser Grenze jedenfalls orientieren sich Profi-Blogger. Bei einem Newsletter ist eine Frequenz von einem pro Monat angemessen. Es gibt allerdings auch Newsletter die täglich oder wöchentlich erscheinen, was entsprechend viele tagesaktuelle Inhalte voraussetzt.
Länge
Blogbeiträge können durchaus mal kürzer ausfallen, während das für Newsletter nicht angebracht ist. Allerdings ist hier ein Spagat erforderlich, denn ist ein Newsletter zu lang, sinken die Chancen, dass er gelesen wird ebenso, wie wenn er zu kurz und damit inhaltsleer ist. Bei den häufiger erscheinenden Blogbeiträgen kann man dann variieren, mal kürzer und mal länger schreiben, je nachdem, wieviel ein Thema “hergibt”.
Kosten
Hier haben Blogs deutlich die Nase vorn, denn die bekanntesten Tools für Blogs stehen kostenlos zur Verfügung. Dagegen sind Newsletter-Tools an sich schon kostenpflichtig. Dazu kommen bei verschiedenen Anbietern noch Kosten pro versendetem Newsletter.
Leserschaft
Newsletter erreichen nur die Abonnenten und haben selbst bei diesen eine begrenzte Lebensdauer. Blogbeiträge stehen ab der Veröffentlichung permanent und für jeden Benutzer zugänglich im Internet. Sie haben auch gute Chancen, in den Suchergebnissen der Suchmaschinen angezeigt zu werden und so eine breite Leserschaft zu erreichen. Treue Leser abonnieren sich die Beiträge per RSS-Feed, um keinen Beitrag zu verpassen.
Auch rechtlich verhält es sich mit der Leserschaft von Blogbeiträgen einfacher als bei Newslettern. Denn es gibt durchaus findige Rechtsanwälte, die mit Abmahnung drohen können, wenn der Versender nicht nachweisen kann, dass sich der Abonnent selber in den Verteiler eingetragen hat und die Anmeldung per Double-Opt-In bestätigt hat. Wer sich per RSS-Feed einen Blog abonniert, tut das eigenständig, ohne dass der Blogbetreiber irgendeine Verantwortung dafür hätte.
Bei Newslettern besteht leider auch immer die Gefahr, dass sie von Spam-Filtern aufgehalten werden und erst gar nicht zum Empfänger gelangen.
Statistik
Zur Ermittlung des Erfolgs eines Blogs kann man die Zugriffszahlen auf den Blog, die dabei verwendeten Suchbegriffe, die Herkunft der Nutzer und die Zahl an Abonnenten per RSS heranziehen. Darüberhinaus gibt auch die Position in den Ergebnissen der Suchmaschinen einen guten Anhaltspunkt zur Bedeutung des Beitrags. Beim Newsletter gibt es als Pendant zum letzteren die Zahl an Abonnenten abzüglich der Bounces, also der unzustellbaren Newsletter. Wenn man den Newsletter entsprechend einrichtet und mit einem Statistik-Tool verknüpft, kann man hier weitere interessante Aussagen über die Zugriffszahlen und Öffnungsraten der einzelnen Beträge, Links und Bilder gewinnen.
Kommentare
Kommentare sind nur in Blogs möglich. Sie sind ein interessantes Instrument, um als Autor Rückmeldungen über den Artikel oder das jeweilige Thema zu bekommen. Unternehmen können auf diese Weise durchaus interessante Hinweise für Weiterentwicklungen von Produkten erhalten. Auch kann über die Kommentare zusätzliches Wissen der anderen Nutzer für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt oder eine Diskussion über ein Thema angeregt werden.
Fazit
Bei einigen Punkten zeigen sich klare Vorteile für Blogs. Aber das reicht nicht aus, um zu sagen, dass Blogs grundsätzlich besser sind als Newsletter. Welcher Weg der bessere ist, muss von Fall zu Fall geklärt werden – wobei auch noch klar gesagt werden muss, dass Blog und Newsletter keine Konkurrenten sind, die sich gegenseitig ausschließen. Manche Newsletter enthalten nämlich ausschließlich oder überwiegend Links auf Blogartikel. Für Unternehmen wäre es z.B. denkbar, dass sie einen Blog über fachliche Themen führen und in einem Newsletter eher unternehmensinterne Informationen an ihre Kunden senden – vorausgesetzt, sie haben die notwendigen Ressourcen, einen Blog regelmäßig mit Beiträgen zu “füttern”. Denn andernfalls könnte sogar eher der gegenteilige Effekt erreicht werden.