Das Buch “Modernes Webdesign”, Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis von Manuela Hoffmann ist Anfang 2010 in der 2. Auflage bei Galileo Design erschienen. Man braucht schon seine Zeit, bis man die 392 Seiten durchgearbeitet hat – aber es lohnt sich auf jeden Fall, und es lohnt sich auch für eine sehr große Zielgruppe.
Zielgruppe des Buchs sind sicher nicht nur Webdesigner, sondern im Grunde alle, die an der Erstellung von Webseiten beteiligt sind. Denn auch wenn man sich auf sein Fachgebiet spezialisiert, ist es immer ratsam, zumindest einen Eindruck von den benachbarten Gebieten zu haben. Denn was nutzt das tollste Layout als Grafik, wenn es sich in der Form nicht oder nur bedingt realisieren lässt. Und so sollte eben auch der Grafiker wissen, dass unterschiedliche Browser den gleichen Code mitunter anders darstellen – von den Problemen, die der Internet Explorer 6 macht, ganz zu schweigen.
Außerdem gibt es ja nicht immer eine so strikte Arbeitsteilung, d.h. eine Person kann durchaus gleichermaßen Layouts erstellen und Webseiten bauen.
Manuela Hoffmann gelingt es jedenfalls sehr gut, Brücken zwischen den einzelnen Teilbereichen zu schlagen, so dass das Buch eben nicht nur für die unterschiedlichen Bearbeitungsstufen geeignet ist, sondern auch für verschiedene Erfahrungsstufen. Für einen absoluten Anfänger ist das Buch zwar sicher harte Kost, gibt aber einen guten Überblick über alle Fachgebiete, aus denen man sich dann seine Lieblingsgebiete aussuchen kann, in denen man sich mit weiteren Büchern oder Medien ein solides Wissen aufbaut.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in Webdesign und Webstandards. Dabei spricht die Autorin uns aus der Seele, wenn sie aufzeigt, dass Print-Layouts und Web-Layouts grundverschieden sind und dass unterschiedliche Browser auch unterschiedlich Webseiten hervorbringen. Auch Barrierearmut und die W3C-Standards werden kurz angesprochen.
Im zweiten Kapitel geht es um Gestaltung und Layout. Hier kommen elementare Gestaltgesetze zur Sprache, bevor es dann in die Praxis des Webseiten-Layouts geht. Kleine css-Beispiele liefern bereits brauchbare Grundlagen für die eigenen Webseiten. Abschließend geht Manuela Hoffman noch kurz auf Frameworks ein.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Typografie. Es zeigt, wie man hier einen sinnvollen Kompromiss zwischen Lesbarkeit und Wirkung von Schrift eingehen kann. Denn nicht alles, was vielleicht auf den ersten Blick wünschenswert erscheint, ist im Web machbar bzw. sinnvoll, zumal die unterschiedlichen Browser die gleiche Schriftart nicht immer gleich anzeigen.
Im vierten Kapitel geht es um Farben, ihre Wirkung, ihre Kombinationsmöglichkeiten und das Entwickeln eines Farbschemas für Webseiten.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit Medien, also Bildern, Sounds und Animationen. Es wird gezeigt, wo solche Dateien im Web erhältlich sind und wie sie korrekt eingebunden werden.
Kapitel sechs stellt den Werkzeugkasten vor, den man für Webdesign und -entwicklung benötigt. Bildbearbeitungsprogramme, Editoren, Browser und hilfreiche Erweiterungen werden ebenso dargestellt wie ein kurzer Workflow für ein Webprojekt.
Ab Kapitel sieben geht es in die Praxis. Hier werden (X)HTML und CSS vorgestellt. Es gibt etliche Zeilen Beispielcode für die wichtigsten Elemente, die man für eine Webseite braucht.
Das Thema CSS wird im Kapitel acht noch weiter vertieft. Hier geht es durchaus ins Detail: Es werden die wichtigsten CSS-Eigenschaften und ihre Werte vorgestellt. Natürlich gibt es auch immer wieder Hinweise auf Dinge, die im IE6 nicht funktionieren bzw. auf Hacks, die dagegen helfen.
In Kapitel neun werden Basisvorlagen in (X)HTML und CSS vorgestellt, die man auch auf der Buch-DVD findet und tatsächlich als erste Arbeitsgrundlage verwenden kann. Anschließend wird gezeigt, wie ein Layout in Photoshop entwickelt wird.
In Kapitel zehn wird es dann ganz praktisch. An Hand eines Beispielprojekts werden die einzelnen Schritte durchgespielt. Die konkreten Arbeitsergebnisse sind auch auf der DVD zum Buch nachvollziehbar.
Kapitel elf behandelt die Blogsoftware WordPress und zeigt, wie darin Layouts erstellt werden können. Denn es ist durchaus möglich, mit WordPress auch einfache Websites zu erstellen, wenn man vor einem “echten” CMS wie TYPO3 zurückschreckt, die Seiten aber nicht komplett zu Fuß programmieren und dem Betreiber gleichzeitig die Möglichkeit geben möchte, Inhalte über WYSIWYG-Editoren einzupflegen.
Das abschließende Kapitel12 gibt einen Ausblick auf die Zukunft unter den Stichwörtern CSS3, HTML5 und JavaScript.
Ich gebe Manuela Hoffmann für “Modernes Webdesign” 5 von 5 Sternen. Das Buch ist wirklich für alle “Webber” empfehlenswert, ob als Einstiegslektüre zum Öffnen der Augen, ob als Vertiefung und zum Sammeln neuer Eindrücke und Ideen oder als Bestätigung dafür, dass man eh auf dem richtigen Weg ist.
Auf der DVD findet man als Bonus auch noch ein längeres Video zum Layout in einem Magento-Shop, das aus einem anderen Buch von Galileo stammt.
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Buchvorstellung: Modernes Webdesign von M. Hoffmann
admin, 9. März 2010 kein Kommentar RSS
Das Buch “Modernes Webdesign”, Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis von Manuela Hoffmann ist Anfang 2010 in der 2. Auflage bei Galileo Design erschienen. Man braucht schon seine Zeit, bis man die 392 Seiten durchgearbeitet hat – aber es lohnt sich auf jeden Fall, und es lohnt sich auch für eine sehr große Zielgruppe.
Zielgruppe des Buchs sind sicher nicht nur Webdesigner, sondern im Grunde alle, die an der Erstellung von Webseiten beteiligt sind. Denn auch wenn man sich auf sein Fachgebiet spezialisiert, ist es immer ratsam, zumindest einen Eindruck von den benachbarten Gebieten zu haben. Denn was nutzt das tollste Layout als Grafik, wenn es sich in der Form nicht oder nur bedingt realisieren lässt. Und so sollte eben auch der Grafiker wissen, dass unterschiedliche Browser den gleichen Code mitunter anders darstellen – von den Problemen, die der Internet Explorer 6 macht, ganz zu schweigen.
Außerdem gibt es ja nicht immer eine so strikte Arbeitsteilung, d.h. eine Person kann durchaus gleichermaßen Layouts erstellen und Webseiten bauen.
Manuela Hoffmann gelingt es jedenfalls sehr gut, Brücken zwischen den einzelnen Teilbereichen zu schlagen, so dass das Buch eben nicht nur für die unterschiedlichen Bearbeitungsstufen geeignet ist, sondern auch für verschiedene Erfahrungsstufen. Für einen absoluten Anfänger ist das Buch zwar sicher harte Kost, gibt aber einen guten Überblick über alle Fachgebiete, aus denen man sich dann seine Lieblingsgebiete aussuchen kann, in denen man sich mit weiteren Büchern oder Medien ein solides Wissen aufbaut.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in Webdesign und Webstandards. Dabei spricht die Autorin uns aus der Seele, wenn sie aufzeigt, dass Print-Layouts und Web-Layouts grundverschieden sind und dass unterschiedliche Browser auch unterschiedlich Webseiten hervorbringen. Auch Barrierearmut und die W3C-Standards werden kurz angesprochen.
Im zweiten Kapitel geht es um Gestaltung und Layout. Hier kommen elementare Gestaltgesetze zur Sprache, bevor es dann in die Praxis des Webseiten-Layouts geht. Kleine css-Beispiele liefern bereits brauchbare Grundlagen für die eigenen Webseiten. Abschließend geht Manuela Hoffman noch kurz auf Frameworks ein.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Typografie. Es zeigt, wie man hier einen sinnvollen Kompromiss zwischen Lesbarkeit und Wirkung von Schrift eingehen kann. Denn nicht alles, was vielleicht auf den ersten Blick wünschenswert erscheint, ist im Web machbar bzw. sinnvoll, zumal die unterschiedlichen Browser die gleiche Schriftart nicht immer gleich anzeigen.
Im vierten Kapitel geht es um Farben, ihre Wirkung, ihre Kombinationsmöglichkeiten und das Entwickeln eines Farbschemas für Webseiten.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit Medien, also Bildern, Sounds und Animationen. Es wird gezeigt, wo solche Dateien im Web erhältlich sind und wie sie korrekt eingebunden werden.
Kapitel sechs stellt den Werkzeugkasten vor, den man für Webdesign und -entwicklung benötigt. Bildbearbeitungsprogramme, Editoren, Browser und hilfreiche Erweiterungen werden ebenso dargestellt wie ein kurzer Workflow für ein Webprojekt.
Ab Kapitel sieben geht es in die Praxis. Hier werden (X)HTML und CSS vorgestellt. Es gibt etliche Zeilen Beispielcode für die wichtigsten Elemente, die man für eine Webseite braucht.
Das Thema CSS wird im Kapitel acht noch weiter vertieft. Hier geht es durchaus ins Detail: Es werden die wichtigsten CSS-Eigenschaften und ihre Werte vorgestellt. Natürlich gibt es auch immer wieder Hinweise auf Dinge, die im IE6 nicht funktionieren bzw. auf Hacks, die dagegen helfen.
In Kapitel neun werden Basisvorlagen in (X)HTML und CSS vorgestellt, die man auch auf der Buch-DVD findet und tatsächlich als erste Arbeitsgrundlage verwenden kann. Anschließend wird gezeigt, wie ein Layout in Photoshop entwickelt wird.
In Kapitel zehn wird es dann ganz praktisch. An Hand eines Beispielprojekts werden die einzelnen Schritte durchgespielt. Die konkreten Arbeitsergebnisse sind auch auf der DVD zum Buch nachvollziehbar.
Kapitel elf behandelt die Blogsoftware WordPress und zeigt, wie darin Layouts erstellt werden können. Denn es ist durchaus möglich, mit WordPress auch einfache Websites zu erstellen, wenn man vor einem “echten” CMS wie TYPO3 zurückschreckt, die Seiten aber nicht komplett zu Fuß programmieren und dem Betreiber gleichzeitig die Möglichkeit geben möchte, Inhalte über WYSIWYG-Editoren einzupflegen.
Das abschließende Kapitel12 gibt einen Ausblick auf die Zukunft unter den Stichwörtern CSS3, HTML5 und JavaScript.
Ich gebe Manuela Hoffmann für “Modernes Webdesign” 5 von 5 Sternen. Das Buch ist wirklich für alle “Webber” empfehlenswert, ob als Einstiegslektüre zum Öffnen der Augen, ob als Vertiefung und zum Sammeln neuer Eindrücke und Ideen oder als Bestätigung dafür, dass man eh auf dem richtigen Weg ist.
Auf der DVD findet man als Bonus auch noch ein längeres Video zum Layout in einem Magento-Shop, das aus einem anderen Buch von Galileo stammt.