Josef Willkommer, 24. Mai 2008 67 Kommentare RSS
E-Commerce wird immer bedeutender. Bei einigen großen Versandhäusern haben die Web-Umsätze Größenordnungen erreicht, die vor nicht allzulanger Zeit noch undenkbar waren. Otto und Neckermann generieren bereits den größeren Teil der Umsätze übers Web.
Aber nicht nur bei den großen ist das Web kaum mehr wegzudenken. Auch für kleinere und mittlere Unternehmen gehört ein Online-Shop mittlerweile schon fast zum guten Ton. Dabei buhlen eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Systemen um die Gunst der Shopbetreiber. Gerade in den letzten 12 Monate hat sich hier nochmals einiges getan, so dass wir die Gelegenheit nutzen möchten und nachfolgend einige Open Source Shopsysteme vorstellen möchten. Die Aufstellung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Beginnen möchte wir mit dem “Urvater” aller Open Source Shopsysteme:
OsCommerce

OsCommerce bietet seit vielen Jahren eine vernünftige, relativ leicht einzurichtenden Basis und somit kostengünstige Möglichkeite für einen Online-Shop. Nachfolgend ein Auszug aus den Features:
Das “Problem” bei OsCommerce liegt darin, dass sich das Layout der Software nicht wirklich gut anpassen lässt, da hier noch auf Tabellen gesetzt wird. CSS und OsCommerce sind demnach erstmal zwei absolute Gegensätze.
Der Vorteil von OsCommerce besteht in einer soliden und recht einfachen Programmstruktur mit allen notwendigen Features, die man für einen vernünftigen Webshop benötigt. Mit der Software ist somit ein recht schneller und kostengünstiger Einstieg in den eCommerce möglich.
http://www.zencart.com
ZenCart ist zwar bei weitem nicht so verbreitet wie OsCommerce, was jedoch grundsätzlich nichts Negatives bedeuten muss. Leider gibt die Webseite nicht wirklich viel Informationen her. Bei der weiteren Recherche zeigt sich jedoch schnell, dass es ZenCart durchaus in sich hat.
Der Funktionsumfang kann problemlos mit OsCommerce mithalten, das Tool bietet – abgesehen von den einschlägigen Standard-Funktionalitäten zum Teil noch weitere, nützliche Features.
Im Gegensatz zu OsCommerce kommen bei ZenCart moderne CSS-Templates zum Einsatz, die eine umfangreiche und problemlose Anpassung des Layouts ermöglichen.
ZenCart ist sicherlich eine etwas „exotischere“ Shop-Variante, die sich jedoch durch umfangreiche Features, ein modernes Template-System und zahlreiche Module auch für umfangreichere Shop-Lösungen geeignet ist. Eine deutsche Sprachversion ist natürlich auch verfügbar.
xt:Commerce
Bei xt:Commerce handelt es sich um eine Weiterentwicklung des altbekannten OsCommerce, bei dem man jedoch deutlich mehr Layoutmöglichkeiten hat, da Layout und Funktionalitäten getrennt wurden. Hier muss beachten werden, dass die Software als Open Source Tool kostenlos heruntergeladen und verwendet werden kann, was auf der Webseite so möglicherweise nicht rüberkommt.
Der Funktionsumfang von xt:Commerce lässt kaum Wünsche offen und kann durchaus mit teuren eCommerce-Lösungen mithalten:
Darüber hinaus besticht xt:Commerce durch eine Vielzahl an verfügbaren Schnittstellen zu Online-Shopping-Portalen und Preissuchmaschinen (z.B. Google Base, Milando, Geizhals, billiger.de).
Unterschiedliche Zahlungsmodule gewährleisten einen reibungslosen und problemlosen Einsatz bzw. die notwendigen Zahlungsabwicklung (z.B. Paypal, iPayment, Worldpay, Click & Buy).
Grundsätzlich kann der Shop vollständig individuell angepasst werden. Hier muss jedoch erwähnt werden, dass dies aufgrund der Programmstruktur von xt:Commerce negative Auswirkungen auf die Updatefähigkeit des Tools haben kann.
Zusammen mit OsCommerce gehört xt:Commerce zumindest im deutschsprachigen Raum zu der am häufigsten eingesetzten Open Source Shopsoftware. Folglich gibt es zahlreiche Dienstleister die xt:Commerce Support anbieten.
Magento
http://www.magentocommerce.com
Um Magento wird in den letzten Monaten einiges an Wirbel veranstaltet. Bereits während der Beta-Phase wurde das Tool mehr als 200.000 mal heruntergeladen. Das erste offizielle Release von Magento ist seit 31.03.08 verfügbar. Hinter Magento steht das eCommerce-Unternehmen Varien aus Los Angeles.
Daher gerhört Magento auch zweifelsohne zum modernsten was an eCommerce-Lösungen derzeit verfügbar ist. Die Software ist „vollgestopft“ mit interessanten Features und baut auf dem ZEND-Framework auf. Damit ist eine saubere Programmarchitektur sowie problemlose Erweiterbarkeit bei gleichzeitiger Updatefähigkeit gegeben.
Ein Auszug aus der Featureliste:
Obwohl Magento erst seit kurzem auf dem Markt ist, macht die Software bereits einen sehr soliden Eindruck. Die Geschwindigkeit während der Entwicklung wird bislang auch beim Bugfixing und der Weiterentwicklung beibehalten, so dass sich Magento mit ziemlicher Sicherheit sehr gut weiterentwickeln wird.
Zwei Dinge sollte man bei Magento jedoch beachten und für sich abwägen. Zum einen ist es so, dass der Framework-Ansatz höchstmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglicht. Die „erkauft“ man sich jedoch mit einem erhöhten Hardwarebedarf. Wer also nur einen kleinen Hobby-Shop plant oder erstmal ins eBusiness reinschnuppern möchte, der ist bei Magento höchstwahrscheinlich falsch aufgehoben. Die Software erfordert iedealerweise einen eigenen Server und auch die Anpassungen erfordert etwas mehr Aufwand als dies z.B. bei OsCommerce der Fall ist.
Ein anderer Gesichtspunkt, den es beachten gilt, liegt in der Tatsache dass bei Magento für den deutschen Markt noch nicht die Schnittstellen (insbesondere Payment) vorhanden, wie dies zum Teil bei der Konkurrenz der Fall ist. Hier wird Varien sowie die Magento-Partner aber sicherlich sehr bald nachlegen.
Für die kommenden Erweiterung steht u.a. die Unterstützung von virtuellen Produkten (eBooks, Software etc.), eine Web Services API, Bundles, sowie eine Geschenkfunktionalität in der Roadmap.
FWP Shop

Bei FWP Shop handelt es sich um eine recht neue Open Source Shoplösung aus Deutschland. Demzufolge kann das Tool auch ohne großen Anpassungs- oder Änderungsaufwand für deutsche Online-Shops eingesetzt werden und sollte auch die hierfür rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten.
FWP Shop ist templatebasiert, wodurch auch der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt sind. Gerade der Support wird bei FWP Shop groß geschrieben. Für die Software gibt es ein deutschsprachiges Forum sowie eine entsprechende Dokumentation, so dass der Einstieg hier relativ problemlos erfolgen sollte. In dringenden Fällen steht zusätzlich eine kostenpflichtige Hotline zur Verfügung. Für größere Shops bietet sich darüber hinaus ein sog. Premium-Support an, bei dem dann eine normale Telefonnummer, ein Rückrufservice, sowie unbegrenzter Email-Support mit kürzeren Reaktionszeiten zur Verfügung steht.
Der Funktionsumfang ist vergleichbar mit anderen Shopsystemen wobei hier zum Teil noch einige interessante Zusatz-Features angeboten werden:
Die Software wird laufend weiterentwickelt, wobei für die Zukunft eine eBay-Schnittstelle, die Verwaltung von digitalen Produkten sowie eine Anbindung an Warenwirtschaftssysteme geplant ist.
Prestashop

Mit Prestashop steht ein weiterer brandneuer Open Source Shop aus Frankreich am Start. Die Software macht auf den ersten Blick einen recht aufgeräumten und frischen Eindruck, so dass gerade Einsteiger und Neulinge sich relativ schnell zurecht finden werden. Bislang ist die Software jedoch nur in Englisch und Französisch erhältlich, wobei die Sprache jedoch über Language-Packs individuell angepasst werden kann.
Der Shops lässt sich ohne größere Aufwände praktisch vollständig anpassen, so dass auch der Einsatz im „etwas“ komplexeren deutschen Rechtsraum möglich sein sollte. Über Module soll eine problemlose Erweiterbarkeit ermöglicht werden.
Neben den altbekannten Standardfunktionen einer modernen Shopsoftware hier noch ein paar Features:
Tendenziell eignet sich Prestashop eher für kleinere bis mittlere Shops. Hier besticht die Software aber durch interessante Features, gute Anpassbarkeit und eine einfache Bedienung. Auch eine Anbindung an Payment-Anbieter ist vorhanden, wobei Paypal vorkonfiguriert ist.
DashCommerce

Bei DashCommerce handelt es sich um einen Exoten in unserer Shopliste. Während die anderen Softwaretools auf PHP basieren, vertraut DashCommerce aus ASP.NET. Microsoft und Open Source? Gibt es anscheinend doch – es handelt sich hier um den Nachfolger des Microsoft Commerce Start Kit.
Einige Features in der Übersicht:
Durch den ASP-Ansatz fällt die Community doch deutlich übersichtlicher aus, als die bei den anderen Systemen der Fall ist. Insofern wird auch der Support etwas schwieriger vonstatten gehen.
Als Payment-Anbieter ist derzeit nur Paypal verfügbar. Sollten andere Schnittstellen benötigt werden, muss sich der Shopbetreiber selbst darum kümmern.
Wer auf eine Microsoft-Umgebung bzw. ASP.NET zurückgreifen möchte (muss), sollte sich DashCommerce einfach mal ansehen.
LiteCommerce
http://www.litecommerce.com

Bei LiteCommerce handelt es sich um eine leicht abgespeckte Version der Shopsoftware X-Cart. LiteCommerce kostet einmalig $ 109.-. Dafür bekommt man ein solides Softwareprodukt, bei dem 97% des Quellcodes offen ist. Das Tool bringt alles mit, was einen Onlineshop ausmacht und ist recht schnell angepasst. Es sind auch einige Schnittstellen zu Payment-Anbietern verfügbar (u. a. Paypal, Google Checkout).
Auch die Bedienung erscheint recht intuitiv und übersichtlich. LiteCommerce eignet sich tendenziell aber eher für kleinere Shops.
X-Cart (www.x-cart.com) hingegen kostet einmalig ab $ 209.-. Dafür ist dann der komplette Quellcode verfügbar. Das Tool eignet sich sowohl für kleinere als auch umfangreicher Shops und bringt einiges an Funktionalität mit.
Nachfolgend einige Features:
Bei LiteCommerce handelt es sich um ein Softwareprodukt, das primär für den amerikanischen Markt gedacht ist. Dies bedeutet, dass beim Einsatz in Deutschland – gerade was die Kaufabwicklung und rechtliche Dinge anbelangt – einige Anpassungen vorgenommen werden müssen. Der Vollständigkeithalber sollte auf dieses Tool aber dennoch hingewiesen werden, da es bereits seit längerem am Markt besteht.
VirtueMart
http://www.virtuemart.com
Bei VirtueMart handelt es sich um eine Open Source E-Commerce Software, die für den Einsatz mit dem Content Mangement System Joomla! entwickelt wurde und in einer klassischen PHP/MySQL Umgebung zum Einsatz kommt. Auch VirtueMart bringt neben den Standard-Features bereits alles mit, was einen vernünftigen Shop ausmacht:
Auch dieses Tool unterstützt bereits unterschiedlichste Zahlungsvariante: authorize.net®, PayPal, 2Checkout, eWay, Worldpay, PayMate und NoChex
Sofern sie Joomla bereits einsetzen ist die Installation von VirtueMart in wenigen Minuten erledigt. Die Administration Ihres Shops erfolgt dann über das Joomla-Backend. Joomla-User werden sich daher sehr schnell zurecht finden.
VirtueMart ist daher prädestiniert für Seitenbetreiber, die Joomla bereits im Einsatz haben und Ihren bestehenden Webauftritt um einen Webshop ergänzen möchten.
Fazit:
Während in den letzten Jahren nur wenige Alternativen im Open Source Shopbereich verfügbar waren, ist besonders in den vergangenen 12 Monaten durch neue Tools wieder frischer Schwung in diesem Bereich zu verzeichnen. Mittlerweile gibt es echte Alternativen zu den „Veteranen“ OsCommerce und xt:Commerce, wobei jeder Shopbetreiber vorab seine Wünsche, Ziele und auch Budgets abstecken muss anhand dessen man dann das geeignete System auswählen kann.
Durch den Start der neuen Systeme wie Magento oder FWP Shop werden unserer Meinung nach die bestehenden Tools nicht vollständig abgelöst. Es wird vielmehr zu Parallelwelten kommen, bei der OsCommerce und xt:Commerce tendenziell eher für einfachere Shoplösungen zum Einsatz kommen (einfach heißt hier aber nicht unbedingt klein!) und Magento den Part einer Enterprise-Lösung übernehmen wird, die mehr Hardware und mehr Entwicklungsaufwand verlangt. Dafür erhält man dann aber höchstmögliche Skalierbarkeit und Modularität gepaart mit einer intelligenten Programmlogik und interessanten Features. FWP Shop könnte sich in diesem Szenario als lachender Dritter erweisen, der gerade für den Einsatz im deutschen Markt eine recht ansprechende Basis bildet.
Es bleibt bzw. wird in naher Zukunft recht spannend im Bereich der Open Source Shoplösungen.
admin, 7. Mai 2008 6 Kommentare RSS
Richtig gute Bildbearbeitungsprogramme sind richtig teuer. Aber oft braucht man gar nicht die ganze Palette an professionellen Werkzeugen, sondern nur die grundlegendsten Funktionen. Und manchmal braucht man diese Funktionen auch unterwegs auf einem anderen Rechner, auf dem kein Bildbearbeitungsprogramm installiert ist. Was tut man in solchen Situationen? Klar, man geht ins Web. Denn dort gibt es die Möglichkeit, kostenlos Bilder hochzuladen, zu bearbeiten und danach wieder runterzuladen. Hier die Vorstellung von zwei Anbietern:PhixrPhixr lässt sich jeweils 2 Stunden ohne Registrierung testen. Nach Ablauf dieser Zeit werden alle Daten gelöscht. Wer öfter und länger mit phixr arbeiten möchte, registriert sich ganz einfach unter Angabe eines Benutzernamens und eines Passworts – allerdings nur, wenn er die Anwendung ausschließlich für private Zwecke nutzen möchte. Aber selbst innerhalb der Testzeit bekommt man schon einen guten Eindruck von den Funktionalitäten, die zur Verfügung stehen.
Der Werkzeugkasten steht in einer kleineren und größeren Fassung zur Verfügung. Die Funktionen sind:
Jede Änderung kann vor dem Speichern in einem kleinen Vorschaufenster angesehen werden. Zusätzlich gibt es eine kurze Beschreibung des Fotoeffekts:
Das bearbeitete Foto kann in verschiedenen Formaten gespeichert und per Mail versendet werden. Insgesamt schein mir Phixr eine nützliche Anwendung zu sein, die von der Optik und der Funktionalität durchaus an “echte” Bildbearbeitungsprogramme angelehnt ist.PicnikPicnik findet tatsächlich auf der grünen Wiese statt, und es ist auch so unkompliziert wie das Essen unterwegs. Zum Ausprobieren kann man auch ohne Registrierung ein Foto hochladen oder an einem der vorhandenen Bilder etwas experimentieren.
Die verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten werden über 8 Buttons in der Kopfzeile angeboten. Hat man sich für eine Option entschieden, erhält man in der gleichen Kopfzeile die Buttons oder Schieberegler zur Veränderung der aktuellen Werte. Die Änderungen werden sofort am Originalbild durchgeführt, sind also deutlich sichtbar. Mit dem Button “zurücksetzen” kann man jederzeit wieder zum Ausgangswert zurückkehren. Der Funktionsumfang von Picnik umfasst allerdings nur die wirklich grundlegenden Schritte der Bildbearbeitung wie:
Alle Bearbeitungsmöglichkeiten werden erklärt, so dass sich Picnik auch für mit der Bildbearbeitung unerfahrene Nutzer eignet. In einem anderen Bereich von Picnik besteht die Möglichkeit, diverse Effekte sowohl auf ein Foto anzuwenden als auch ein eigenes Bild zu erstellen. Manche Optionen stehen allerdings nur für Premium-Nutzer zur Verfügung, die 24,95 USD pro Jahr bezahlt haben. Für die Registrierung ist hier neben Benutzername und Passwort auch noch eine Mailadresse erforderlich, über die man auf Wunsch über neue Versionen informiert wird.Wenn man mit seinen Fotos ansonsten in Facebook, Flickr oder Picasa zu Hause ist, findet man in den beiden Tools eine gute Ergänzung für die Bildbearbeitung. Picnik liefert die reinen “Basics”, während Phixr auch fortgeschrittene Möglichkeiten bietet. Ein Versuch ist es allemal wert.
admin, 28. Januar 2008 6 Kommentare RSS
Heute will ich ein sehr nützliches Tool vorstellen, das bei der Programmierung und Suchmaschinen-Optimierung von Web-Seiten verwendet werden kann. Den SEO-Browser gibt es kostenlos im Internet.
Der simple analysis mode zeigt die Webseite so, wie sie die Suchmaschinen sehen:

Auch wenn es auf diesem Screenshot schlecht erkennbar ist: Suchmaschinen können nur Text lesen und weder Bilder noch Farben erkennen oder gar beurteilen, ob das Layout hübsch ist. Alle Informationen, die in Bildern versteckt sind, also z.B. Texte, die als Grafik angezeigt werden, um einen besonderen Schrifttyp darstellen zu können, sind nur dann für die Suchmaschinen sichtbar, wenn Alternativtexte eingegeben wurden.
Der advanced analysis mode zeigt zunächst eine statistische Übersicht über die Seite an. Sie beginnt mit den Meta-Informationen, der Ladezeit, der Anzahl an Wörtern, Bildern und Links, und zeigt an, ob es eine robots.txt, Java Script oder Flash-Objekte gibt und mit welchem Tool bzw. CMS die Seite erstellt wurde. Und der Page Rank – was immer man inzwischen von ihm hält – wird auch angezeigt. Was in der Statistik in rot geschrieben ist, sollte genauer unter die Lupe genommen werden. Gegen interne Links, die auch rot dargestellt werden, ist zwar sicher nichts einzuwenden, aber zu viele Keywörter, Frames oder das Fehlen einer Robots.txt-Datei sind durchaus gute Hinweise auf ein Verbesserungspotenzial.

Oberhalb der Statistik verbergen sich hinter mehreren Links weitere nützliche Tools. So kann man direkt aus dem SEO-Browser die Prüfung der Seite und des Style Sheets nach W3C aufrufen.
Ein Link-Checker prüft alle internen und externen Links auf ihre Funktionsfähigkeit und Link Stats zeigt an, wieviele Seiten bei Google, Yahoo und MSN indiziert und wieviele Backlinks jeweils gesetzt sind. Per Klick gelangt man dann auch auf die detaillierte Liste der Suchmaschinen, was hilfreich ist, da für Yahoo und MSN leider keine Werte angezeigt werden.
Für die Suchmaschinen-Optimierung ist sicher die Möglichkeit hilfreich, das Vorkommen der Keywörter im Text zu sehen. Das Meta-Tag “Keyword” hat zwar viel an Bedeutung verloren, aber hier ist es durchaus nützlich. Es gibt auch einen Index, der für jedes gefundene Wort angibt, wie oft es auf der Seite vorkommt und welchem Anteil dies entspricht – sicher auch mal eine sinnvolle Betrachtungsweise.
Der SEO-Browser erlaubt auch Einblicke in den Source-Code, den man beispielsweise auf Kommentare filtern kann. Und verschiedene Funktionen zum Hosting werden auch angezeigt.
Alles in allem ein nützliches Tool, das viele hilfreiche Funktionen unter einem Dach anbietet. Ich habe mir auf jeden Fall schon mal ein Bookmark gesetzt.
admin, 7. Dezember 2007 1 Kommentar RSS
Was der Sys-Admin zusammenbringt, sollen Rechner oder Anwender nicht scheiden. Soweit die Theorie, anknüpfend an meinen Beitrag von vor ein paar Tagen. Aber das “Tribunal der Alltagsarbeit” hat entschieden, dass das Zusammenleben von Ubuntu und MS Office unzumutbar ist. Zu den bereits genannten Gründen noch ein paar Erkenntnisse der Tage meines Arbeitslebens als “Ubuntu-Office-Versuchskaninchen”:
MS Visio
Das größte Problem ging in der Tat von Visio aus. Der Versuch, in einer vorhandenen Zeichnung lediglich ein paar Zeichen zu entfernen, war trotz allen guten Willens zum Scheitern verurteilt. Bis der Cursor einmal im Textfeld platziert war, wurde die Umgebung des Feldes mehrfach neu aufgebaut. Die nächste Herausforderung war, ein Feld zu löschen. Dabei war dann mehrfach der Hintergrund mit markiert, also löschen rückgängig machen, neu markieren… Vom Markieren mehrerer Felder mit anschließendem Verschieben habe ich dann abgesehen.
In einer anderen Visio-Zeichnung waren die Fonts verändert, so dass die Texte nicht mehr in die Rahmen passten. Diese Zeichnung hätte ich also nicht mal unverändert in ein Word-Dokument übernehmen können. Damit endete dann jeglicher Versuch, Visio unter Ubuntu zu nutzen.
Adobe Acrobat
Ein Detail, das mir an den aus Word-Dokumenten erzeugten pdf-Dateien aufgefallen ist: Ubuntu verwendet den in den Eigenschaften des Word-Dokuments verwendeten Titel als Titel der pdf-Datei. Wenn man sich vom ersten Schreck erholt hat, erinnert man sich dann schnell an diese versteckten Werte, die man offenbar beim Kopieren von Dokumenten als Vorlagen gerne übersehen hat…
MS Word
Text-Formatierungen aus einer Word-Datei, die unter XP erstellt und dann unter Ubuntu geöffnet wurde, sind zwar vorhanden, aber teilweise nicht erkennbar. So ging es mir mit etlichen Fettschrift-Passagen. Und XP-Formatvorlage ist auch nicht immer gleich Ubuntu-Formatvorlage. So wurde dem Format “Tabelleninhalt” auf wundersame Weise “Arabisch” oder “Chinesisch SimSun” angehängt und ließ sich nicht entfernen.
Open Office
Selbst Open Office hat sich merkwürdig verhalten und musste mehr als einmal mit einem grauen Bildschirm “abgeschossen” werden.
Die gute Nachricht zum Schluß
Die Installation von XP hat inzwischen doch funktioniert. Man muss es nur oft genug probieren, bei irgendeinem Versuch wird es schon klappen. Und nun kann ich wieder in Windeseile Visio-Zeichnungen verändern und direkt auf dem Server arbeiten. Ein Versuch war’s wert, und irgendwie ist es schon schade und auch verwunderlich, dass es nicht funktioniert hat. Denn eine Erkenntnis ist ja doch, dass es – auch wenn man es vielleicht nicht wahr haben will – derzeit einfach keine Alternative zu MS Office gibt.
admin, 4. Dezember 2007 1 Kommentar RSS
Sie heissen Kissy, Eve, Ina oder Livia, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, arbeiten rund um die Uhr, schauen immer aus wie aus dem Ei gepellt, sind hilfsbereit und freundlich, kennen aber ebenso die Grenzen des guten Geschmacks und der guten Sitten. Und sie haben sogar ihre eigene Fanseite.
Die Rede ist von diesen interaktiven Figuren auf Webseiten, denen man über ein Textfeld eine Frage stellen kann, die sie dann – mehr oder weniger treffend – beantworten.
Ich hatte vor kurzem die Aufgabe, Informationen zu diesen „Kerlchen“ zu suchen. Das war zunächst gar nicht so einfach, denn ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie sie wirklich heißen. Unter welchen Suchbegriffen erwarten die Anbieter Suchanfragen? Wie kann ich mein Anliegen so genau umschreiben, dass mich Google zu einer Antwort führt? SEO einmal unter anderen Vorzeichen… Es war gar nicht so einfach, aber schließlich bin ich dann doch fündig geworden. Wer also mal vor die gleiche Aufgabe gestellt wird, der suche nach Lingubot, Chatbot oder auch Pandorabot – oder wende sich gleich an Techdivision, dazu aber später mehr.
Definition
Egal ob Lingubot, Chatbot oder Pandorabot: die letzten drei Buchstaben verraten, dass es sich um Roboter handelt. Und der erste Teil des Begriffs zeigt, dass es um Sprache geht, dass etwas eingegeben wird und etwas herauskommt.
Im Internet geht es schriftlich, d.h. der Besucher einer Webseite tippt seine Frage ins Fragefeld ein und der Lingubot zeigt seine Antwort im Antwortfeld an und ergänzt sie durch eine spezielle Geste. Fortgeschrittene Lingubots ergreifen auch selber die Initiative, auf sich aufmerksam zu machen und geben Tipps oder laden den Besucher durch Gesten zu einer Konversation ein.
Einsatzzweck
Die Lingubots sind ein quasi-menschliches Bindeglied zwischen dem Besucher einer Webseite und dem Betreiber der Seite, der bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Anstatt sich durch die vorgegebene Menüstruktur zu hangeln, kann der Besucher seine Frage einfach dem Lingubot stellen. Im Idealfall enthält die Frage ein Schlüsselwort, zu dem der Lingubot eine Antwort parat hat. Ist dies nicht der Fall, wird er aber wenigstens eine freundliche Reaktion liefern, sich entschuldigen oder einen allgemeinen Tipp anbieten, was dazu beitragen soll, dass der Besucher trotz allem noch eine Weile auf der Website bleibt.
Der „schlaue“ Lingubot merkt sich alle Fragen und gibt seinen Betreuern damit einerseits wichtige Hinweise auf interessante Themen, zu denen oft Fragen gestellt wurden, und andererseits auf Wissenslücken, die aufgefüllt werden sollten.
Hintergrund
Lingubots müssen zum Leben erweckt und trainiert werden. Die Figur wird in verschiedenen Positionen oder Bewegungen erstellt. Dazu kommt die Wissensdatenbank, in der Stichwörter, dazu gehörende Antworten und Gesten hinterlegt sind. Je nach Menge der Antworten ist es empfehlenswert, Themengruppen zu bilden. Da nicht jeder Webseitenbesucher ein ernsthaftes Interesse an den Produkten und Dienstleistungen des Anbieters hat, sollten auch freundlich, bestimmte Antworten auf unseriöse Fragen vorgesehen werden.
In Logs werden die beantworteten und die nicht beantworteten Fragen gesammelt. Sie sollten regelmäßig ausgewertet werden. Auf der einen Seite sind es nämlich interessante Marktforschungsdaten, auf der anderen Seite bilden sie die Grundlage für den „Lehrplan“ des Lingubots, liefern also neue Stichwörter, auf die noch Antworten hinterlegt werden müssen.
Vorteile
Statische Internetseiten mit viel informativem Text haben sicher in manchen Phasen eines Kaufentscheidungsprozesses ihre Berechtigung und Bedeutung. Bevor sich ein Besucher jedoch die Zeit nimmt, diese Texte zu lesen, muss die Seite seine Sympathie gewonnen haben. Lingubots verhelfen einer Site sicher zu Pluspunkten gegenüber den Seiten der Mitbewerber. Dazu kommt noch, dass Chatten durchaus beliebt ist und der Besucher vielleicht auch eine gute Portion Neugierde mitbringt, was denn dieser Lingubot so macht und kann.
Soviel zur Theorie der Lingubots. Zur praktischen Umsetzung in Kürze mehr – es lohnt sich also, dran zu bleiben.
admin, 16. November 2007 3 Kommentare RSS
Die Open Source Shop-Lösung Magento kommt – und wie! Vor kurzem haben wir unter dem Titel “Magento – Revolution im eCommerce!?” ja bereits über den neuen Shop berichtet. Inzwischen habe ich mir auch die Administrationsdialoge von Magento etwas detaillierter angesehen und etwas im Back-End des Demo-Shop getestet. Meine anfängliche Begeisterung ist nach wie vor intakt, wenn nicht sogar gestiegen. Denn als Administrator bekommt man einen wirklich sinnvollen Rahmen an die Hand, um einen benutzerfreundlichen Shop aufzubauen. Dieser Rahmen ist aber sehr flexibel, d.h. man kann seine speziellen Wünsche und natürlich auch die Anforderungen, die sich aus den Produkten, die im Shop angeboten werden sollen, abbilden.
Bevor man in Magento loslegt, sollte man seine Produkte natürlich kategorisieren. Wieviele Ebenen man dabei wählt, bleibt jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall kann man diese Ebenen in Magento in einem Verzeichnisbaum anlegen, der dann auch der Menüstruktur entspricht. Dadurch dass im Baum auch die Anzahl der zugeordneten Artikel angezeigt wird, kann man leicht sehen, wo ein Umstrukturierungsbedarf besteht.

Die oberste Ebene bildet die feststehende Navigation, alle anderen Ebenen werden als Drop-Down bzw. mit Aufklappfunktion dargestellt. Un das läuft wie geschmiert. Sobald man mit der Maus über einen Menüpunkt fährt, zu dem es ein Untermenü gibt, öffnet sich dieses und bleibt “ganz brav” stehen, bis man einen Eintrag angeklickt oder sich mit der Maus wegbewegt hat – eine Wohltat im Vergleich zu manchen Untermenüs, die sich nur mit millimetergenauer Feinstarbeit mit der Maus öffnen lassen .
Aber nochmal zurück zum Verzeichnisbaum, denn er ist nicht nur zum Anschauen gut. Zu jedem Eintrag gibt es im rechten Bereich des Bildschirms zwei Registerkarten. Auf der ersten können allgemeine Angaben gemacht werden. Dort kann man beispielsweise für alle Unterseiten einer Kategorie festlegen, welches Layout verwendet, welches Titelbild gezeigt und welche Meta-Angaben für die Suchmaschinen gemacht werden sollen. Auf der zweiten Registerkarte sind die zugehörigen Artikel aufgelistet.
Den Kategorien können nun im nächsten Schritt Attribute zugewiesen werden. So kann man beispielsweise festlegen, dass Schuhe nach Farbe und Typ unterteilt werden sollen und Digitalkameras nach Größe und Pixeln. Diese Attribute erleichtern den Einkäufern später die Auswahl im Shop, denn es wird angezeigt, wieviele Produkte mit den jeweiligen Attributen in einer Kategorie gefunden wurden. Und per Mausklick kann der Kaufwillige dann die Anzeige auf diese Produkte beschränken.

Um die Pflege zu erleichtern, kann man festlegen, welche Attribute für alle Kategorien gelten sollen, und muss diese nicht jedes Mal separat anlegen. Es bleiben dann also nur noch die individuellen Attribute einer Kategorie zum Anlegen.
Die neu angelegten Attribute können ganz einfach mit der Maus aus der Liste in den Verzeichnisbaum zur jeweiligen Gruppe gezogen werden.
Soviel zur Kategorisierung in Magento. Wie die Produkte in den Shop kommen, folgt demnächst.
admin, 8. November 2007 26 Kommentare RSS
Ich komme gerade zurück von einer Einkaufstour im Magento Demo-Shop.
Und ich kann sagen: Ich bin begeistert! In einem solchen Shop würde ich jederzeit gerne einkaufen. Ich fühle mich als Kunde bestens über alle Eigenschaften des Produkts informiert, werde bei meiner Kaufentscheidung durch wirklich intelligente Funktionen unterstützt und habe auch an der Kasse volle Transparenz über den Inhalt meines Einkaufswagens, über Kostenbestandteile oder zusätzliche Kosten wie Mehrwertsteuer oder Versand.
Auch die Pflege- und Überwachungsmöglichkeiten für den Administrator machen einen guten Eindruck. Dieser Bereich enthält zwar im Demo-Shop derzeit noch ziemlich wenige Daten, aber man kann auf jeden Fall sagen, dass die Menge an Funktionen keine Wünsche offen lassen wird und trotzdem ein sehr übersichtlicher, klar strukturierter Admin-Bereich entstanden ist.
Wer oder was ist nun Magento?

Magento ist eine neue eCommerce-Plattform, deren Entwicklung hin zur Version 1.0 sich gerade in der Endphase befindet. Das Besondere und besonders Attraktive daran ist, dass es sich um ein Open-Source System handelt, für das keine hohen Lizenzgebühren anfallen werden.
Hinter Magento steht die Firma Varien mit Sitz in Los Angeles. Sie ist seit 6 Jahren am Markt und hat sich in dieser kurzen Zeit in den USA bereits zum führenden Dienstleister im eCommerce-Bereich emporgearbeitet.

Der Name Magento stammt vermutlich von der Firmenfarbe. Man nehme also das magentafarbene Firmenlogo, drehe es um, klopfe es platt und ergänze ein paar Linien im Inneren, und fertig ist das Magento-Logo. Ganz so banal verläuft die Entwicklung der eCommerce-Plattform allerdings nicht, hat sich Varien doch zum Ziel gesetzt, mit Magento die Marktführerschaft zu erobern.
Dem Team von Varien steht eine große Entwicklergemeinschaft zur Seite. Der Reiz, hier gleich von Anfang an dabei zu sein, ist sicher sehr hoch und wird die besten Köpfe in das Team treiben. Die Zusammenarbeit ist natürlich grenzüberschreitend und umfasst derzeit 17 nach Sprachen unterteilte Gruppen. Die Mitte September gegründete deutschsprachige Community hat gleich für den ersten Rekord gesorgt und in den ersten 2 Wochen mehr als doppelt so viele Blog-Beiträge geschrieben wie alle anderen Blogs zusammen. Inzwischen gibt es 3.385 Mitglieder und knapp 8000 Beiträge.
Für die übergreifende Entwicklungszusammenarbeit stehen thematische Gruppen zur Verfügung, die sich z.B. derzeit mit der Suchmaschinen-Optimierung, der Anbindung an Joomla, Templates und – für uns interessant – mit der Übersetzung ins Deutsche befassen.
Also auch nach der Einführung wird Support sowohl von professioneller Seite als auch von der großen Entwicklergemeinschaft kommen.
Was kann Magento?
Magento ist flexibel
Es lässt sich einfach an die kundenspezifischen Bedürfnisse anpassen, ist skalierbar und wächst problemlos mit ihrem Shop mit.
Magento ist vollständig
Es gibt verschiedene Wege, den Kunden zum Produkt und schließlich zum Kauf zu bringen. Magento hat an alle Möglichkeiten gedacht und unterstützt sie.
Sucht ein Kunde ein spezielles Produkt in einer Suchmaschine, haben Produkte in Magento-Shops beste Chancen, gefunden zu werden, denn Magento berücksichtigt die wichtigsten Elemente der On-Site-Suchmaschinenoptimierung automatisch. Aus den Produktdaten werden sprechende URLs, ein aussagekräftiger Titel und ebensolche Meta-Tags erzeugt.
Sucht der Kunde in einem Magento-Shop einen bestimmten Artikel, kann er eine Tag-Wolke, umfangreiche, intelligente Suchfunktionen oder Filter nach Preis, Marke oder Farbe benutzen. Produktbewertungen anderer Kunden, weitere Produktvorschläge und vor allem die Möglichkeit, mehrer Produkte des Shops auf einen Blick vergleichen zu können, erleichtern die Kaufentscheidung. Wer sich noch nicht gleich zum Kauf entschließt, schreibt seine Lieblingsstücke einfach auf seinen Wunschzettel, den er zu gegebener Zeit direkt in den Einkaufswagen übertragen oder vielleicht ans Christkind mailen kann.
Der Einkaufswagen ist – wie oben schon erwähnt – leicht verständlich und komfortabel. Flexibilität gibt es natürlich auch hinsichtlich der Bezahlung, der Versandkosten und der Versandarten. Eine Bestellung kann auch an mehrere Adressen versendet werden. Wenn „Ich, Anonym“ einkaufen will, kann er dies als Gast ohne Registrierung tun. Registrierte Kunden werden allerdings u.a. mit einer Übersicht über alle ihre Aktivitäten im Shop belohnt.
Selbstverständlich erfolgt die Kommunikation mit dem Kunden in Magento-Shops per Mail. Neben Informationen zu einer Bestellung selber erleichtert das integrierte Newsletter-Modul auch die regelmäßige Kontaktaufnahme mit den Kunden.
Magento erlaubt Individualität
Damit ein Einkauf in einem Magento-Shop so reibungslos funktioniert, sind natürlich einige Vorarbeiten auf der administrativen Seite notwendig. Was auch immer der Shop-Betreiber wünscht, Magento wird es ihm ermöglichen, z.B.
Für die optisch ansprechende Gestaltung des Shops stehen verschiedene Layout-Vorlagen und Optionen für Bilder zur Verfügung.
Für die Pflege des Shops können Benutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten angelegt werden. Für statische Seiten, die über den Shop hinaus benötigt werden, stellt Magento ein eigenes Content Management System bereit, das selbstverständlich auch gleich die Suchmaschinen-Optimierung berücksichtigt.
Magento erleichtert kontinuierliche Verbesserungen
Und schließlich gibt es umfangreiche Möglichkeiten, die Verkäufe und das Vorgehen der Benutzer im Shop auszuwerten, und die konkreten Erkenntnisse aus Wunschzetteln, Tags und Suchabfragen in konkrete Verbesserungen am Shop umzusetzen.
Magento hat was und wahrhaftig beste Chancen, im eCommerce das zu werden, was TYPO3 bei den Content Management Systemen ist. Wir von TechDivision werden das nicht nur weiter beobachten, sondern sicher auch unseren Beitrag leisten, zum Wohle unserer Kunden und der Entwicklergemeinschaft.
admin, 10. Oktober 2007 3 Kommentare RSS
Nein, heute ist nicht der 1. April und auch kein anderer Tag, an dem man seine Leser vielleicht zum Narren halten kann. Denn Silicon Valley scheint tatsächlich Angst vor Proximic zu haben, einem Unternehmen, das seinen Sitz in der Nähe der TU München hat. Um letzteres zu erkennen, muss man allerdings ganz genau hinschauen, denn der Internet-Auftritt ist komplett in Englisch und die Münchner Adresse steht auch „nur“ neben einer Adresse in Paolo Alto.
Proximic sieht sich selbst als Plattform, die Anbieter und Nutzer von Internet-Inhalten zusammenbringen will, indem ähnliche Nachrichten, Artikel, Hintergrundinformationen und Anzeigen ermittelt und gemeinsam angezeigt werden. Ohne Schlüsselwörter und Tags gibt es für jede Webseite eine Liste mit verwandten Seiten, um das Auffinden von Informationen natürlicher und vollständiger werden zu lassen.
Thomas Nitsche (54) und Philipp Pieper (33), laut Siliconvalley die Köpfe hinter Proximic, sind der Auffassung, dass die Informationen proaktiv den Weg zum Nutzer finden sollten. Durch eine dynamische Querverlinkung nützlicher und relevanter Inhalte im Web sollen nicht nur die Nutzer produktiver werden, sondern auch die Möglichkeiten der Vermarktung von Inhalten besser gesteuert und kontrolliert werden können. Und letzteres ist wohl der Punkt, vor dem man in Silicon Valley Angst hat, im Gedanken an kontextrelevante Anzeigen.
Der Unterschied zwischen den Algorithmen von Proximic und Google soll darin liegen, dass Google Wörter miteinander vergleicht, während Proximic Zeichenketten verwendet und dadurch auch gleich sprachenunabhängig ist.
Als „normaler“ Nutzer kann man sich derzeit ein Plug-In für den Firefox herunterladen. Die gerade betrachtete Seite wird dann in der linken Bildschirmhälfte angezeigt, während die rechte Spalte von Proximic belegt wird. In den Kategorien „News“, „Wikipedia“, „Web“, „Media“ und „Products“ werden verwandte Seiten angezeigt, natürlich mit Link. Ein kleiner grauer Balken zeigt den Grad der Übereinstimmung an, je dunkler, desto besser. Jede Kategorie kann auf- und wieder zugeklappt werden. Fotos werden beim Überfahren mit der Maus vergrößert. Auch zu den vorgeschlagenen ähnlichen Seiten kann man im Proximic-Fenster wieder ähnliche Seiten suchen.
Mein persönliches Fazit ist gemischt. Es gibt gute, mittelgute und merkwürdige Ergebnisse. Gute Ergebnisse gibt es vermutlich, wenn die Inhalte der gewählten Seite durchgängig und eindeutig sind.
So präsentiert sich der Bildschirm für den Benutzer:
Und hier der besseren Lesbarkeit wegen die Proximic-Ergebnisse nochmal größer:

Bei mittelguten Ergebnissen sind einige angebotene Seiten tatsächlich ähnlich, andere aber nicht wirklich.
Schwieriger wird es sicher auf einer Seite, die unter einem thematischen Dach mehrere Gebiete abdeckt, wie z.B. die Sportlerfrage. Hier die Startseite: 
und die laut Proximic ähnlichen Seiten:

Dass hier jedoch zweimal angegeben wird, dass sportlerfrage.net ähnlich wie sportlerfrage.net ist, lässt schon mal die ersten Zweifel aufkommen. Die unter News gebotenen Links haben dann thematisch überhaupt nichts mit der Ausgangsseite zu tun. Was zusätzlich verwundert ist die Tatsache, dass zu einer deutschen Ausgangsseite englischsprachige Pendants geboten werden. Die Übereinstimmung von Zeichenketten gleicher Bedeutung in beiden Sprachen ist eher gering, allenfalls bei Eigennamen, die aber auf der Ausgangsseite nicht vorkommen. Und auch bei den weiteren Ergebnissen ist schwer bis gar nicht nachvollziehbar, auf welchen Kriterien hier die Ähnlichkeit basiert. Werbeeinblendungen auf den angeblich ähnlichen Seiten wären weitgehend nutzlos.
Viele Seiten können aber auch gar nicht analysiert werden, da sie angeblich Cookies benutzen und zum Schutz der Privatsphäre nicht verarbeitet werden. Diese Meldung ist aber bei vielen Seiten definitiv falsch.
Neja, Proximic ist ja noch eine Beta-Version, da kann ja noch nicht alles perfekt sein. Meine erste Idee unter SEO-Gesichtspunkten, Proximic für eine Konkurrenz-Analyse zu verwenden, kann ich nach den aktuellen Erkenntnissen leider vergessen. Aber wenn ich Langeweile habe, werde ich das Proximic-Fenster mal wieder aufmachen und schauen, was mir so angeboten wird. Vielleicht tut sich ja noch was und vielleicht ist ja eine der angebotenen Seiten nützlich für mich – das kann ich ja dann mit menschlicher Intelligenz beurteilen.
admin, 4. September 2007 kein Kommentar RSS
SeoQuake hat einen nützlichen Toolbar für Webmaster und SEO-Experten entwickelt. Er bietet jeweils auf einen Klick Informationen über die
Auch der Source-Code ist mit nur einem Klick erreichbar.
Jeder Nutzer kann selber auswählen, welche Informationen in seinem Toolbar angezeigt werden. Der Toolbar wird von Mozilla empfohlen und von Softpedia als “sauber” eingestuft, so dass keine Bedenken gegen die Installation vorliegen. In der Fusszeile des Browsers kann der Toolbar ein- und ausgeschaltet werden.
Ich werde ihn in der nächsten Zeit testen. Der erste Eindruck ist aber auf jeden Fall: empfehlenswert.
langsames XP neu installieren
admin, 23. Juli 2008 kein Kommentar RSS
Wer heutzutage Windows XP auf seinem Rechner hat, kann sich ja bekanntlicherweise glücklich schätzen, verglichen mit denen, die auf Vista umgestiegen sind oder wurden. Aber auch XP hat unter Umständen so seine Macken. Denn damit kann der Rechner im Laufe der Zeit ziemlich langsam werden. Gerade wenn man immer mal wieder neue Software installiert, wird die Geduld irgendwann ganz schön auf die Probe gestellt. Bis der Rechner mal hochgefahren ist, dauert es schon einige Minuten. Wenn man dann vom Desktop ein Programm startet, kann man erst noch dies und das erledigen, bis das Programm dann auch tatsächlich geöffnet ist. Denn wenn man zu ungeduldig ist und in Ermangelung einer direkten Reaktion des Rechners nochmal auf das Icon klickt, hat man nachher für jeden Klick eine Ausgabe des Programms geöffnet. Computer sind eben doof…
Da das auch auf privaten Rechnern passieren kann, und da nicht jeder PC-Benutzer auch gleich ein “Software-Freak” ist, hier ein paar Tipps für die Neuinstallation. Ich habe diese Prozedur nämlich gerade selber durchgeführt. Erst wollte ich zwar Hochrechnungen anstellen, wie lange die Installation alles in allem dauert und wie lange ich dann mit dem neu gemachten Rechner arbeiten muss, bis ich diese Zeit wieder raus habe. Aber als dann auch noch die Internet-Verbindung sehr unzuverlässig wurde, wandelte sich mein Motto dann schlagartig zum “jetzt reicht’s.” Und nach den ersten Tagen mit dem runderneuerten Rechner kann ich nur jedem empfehlen, mit diesem Schritt nicht allzulange zu warten. Mit folgenden Tipps sollte es auch um einiges leichter gehen:
Vorbereitung
XP-Neuinstallation
Wenn man alles richtig macht, braucht man dafür ungefähr 1 Stunde. Einfach CD einlegen und auf den Startbildschirm warten. Dort kann man – noch auf einer grafischen Oberfläche – auswählen, dass man XP neu installieren möchte. Danach ist erstmal Schluß mit den gewöhnlichen Oberflächen, aber die Benutzerführung ist trotzdem ganz passabel. Der Rechner “erzählt” immer, was er gerade tut und fragt nur ab und zu mal nach, was er als nächstes tun soll.
Am besten lässt man ihn im ersten Schritt alle Daten löschen und im zweiten dann XP neu installieren. Zwischendurch fährt sich der Rechner mal runter und wieder hoch. Dabei sollte man ihm alleine lassen, denn dann kehrt er nach der eigentlichen Installation wieder zur grafischen Oberfläche zurück und schließt diese ab. Drückt man nach dem Hochfahren voreilig die Return-Taste, kommt man nämlich wieder in die Installationsrunde…
Keine Sorge, wenn die Bildschirmauflösung nach Abschluss der Installation noch etwas wirr ist. Wenn die Treiber installiert sind, kommt das alles von selber wieder ins Lot.
weitere Installationen
Als nächstes empfiehlt sich die Neuinstallation des Virenscanners, denn Windows nervt schon die ganze Zeit mit der Warnung, dass der Rechner eventuell gefährdet sein könnte. In diesem Punkt hatte ich zunächst ein wenig Sorgen, dass das Programm oder der Server, mit dem ich ja zwecks Updates kommunizieren muss, meine redlichen Absichten nicht verstehen und mir den Zugriff verweigern könnte. Aber ich musste nur die Frage bejahen, ob die Rechte nun für diesen Rechner gelten sollen. So jedenfalls geht es mit G-Data, aber ich nehme an, auch die anderen Programme verhalten sich ähnlich.
Als nächstes steht dann die Installation von Druckern und anderen Zusatzgeräten auf dem Programm. Danach kann man sich eigentlich beliebig durch die Liste der benötigten Programme hangeln. Wer Freeware aus dem Internet herunterladen muss, kann dies sofort tun, da ja mit XP auch ein Internet Explorer kommt. Wer das nicht möchte, kann sich natürlich vorher noch die Firefox-Installationsdatei herunterladen und diese dann von CD oder USB-Stick übertragen. Wenn alle Programme installiert und alle Dateien vom Sicherungsmedium wieder übertragen sind, sollte man zum Abschluss den Virenscanner über alle Dateien laufen lassen. Komischerweise hat meiner in seinem eigenen Firewall-Ordner eine infizierte Datei gefunden….
Alles in allem war ich an 3 Tagen mit der Neu-Installation beschäftigt. Natürlich nicht drei ganze Tage, und während im Hintergrund ein Download lief, konnte ich im Vordergrund schon wieder etwas arbeiten. Und nun habe ich auch von den Freeware-Programmen die neuesten Versionen, so dass es sich fast so anfühlt, als hätte ich einen neuen Rechner. Und es scheint wirklich so, als hätte sich XP auch auf die Internet-Verbindung ausgewirkt, denn seit der Neuinstallation gab es dort keinerlei Ausfälle, während es in den Wochen zuvor immer wieder zu Komplett- oder Teilausfällen beim Zugriff auf’s Internet gekommen war. Aber verschreien wir es nicht und klopfen wir lieber auf Holz, dass es so bleibt.
Wie gesagt, ich kann die Neu-Installation nur empfehlen und wünsche allen viel Erfolg dabei.