admin, 2. Juni 2008 4 Kommentare RSS
Manche müssen barrierefreie Webseiten anbieten, andere wollen es gerne und wieder andere behaupten, es zu tun, auch wenn es nach genauerer Prüfung manchmal gar nicht stimmt. Und meist wird hier vorrangig an Blinde gedacht, die sich die Seiten mit einem Screenreader vorlesen lassen. Aber eine Sehbehinderung ist längst nicht die einzige Barriere, die zwischen Mensch und Webseite steht. Was also verhindert einen uneingeschränkten Zugang zu den Webseiten?
Sehbehinderungen
Beginnen wir mit den Sehbehinderung, um klarzustellen, dass es bereits in diesem Bereich verschiedene Ausprägungen gibt. Hier gibt es die bereits genannte Möglichkeit, sich den Text durch einen Screenreader vorlesen zu lassen. Ist noch eine begrenzte Sehkraft vorhanden, kann es auch reichen, die Seiten bzw. vorrangig die Texte mehr oder weniger stark zu vergrößern. Dann gibt es noch Menschen, die mit kleinen Texten keine Schwierigkeiten haben, aber Farben nicht oder schlecht unterscheiden können, seien es alle Farben oder besonders die Unterschiede zwischen rot und grün.
Einschränkung des Hörvermögens
Auf der einen Seite gibt es Menschen, die taub sind und nicht hören können. Es gibt allerdings auch Hörende, die für das Internet taub sind, da sie den Lautsprecher des Rechners abgeschaltet haben.
eingeschränkte Beweglichkeit
Nicht alle Internet-Nutzer können 10 Finger zum Tippen benutzen oder mehrere Tasten gleichzeitig drücken. Manchen ist es nicht möglich, die Maus zu fassen und sicher auf ein Element zu führen.
begrenztes Aufnahmevermögen
Es kann sein, dass die Konzentration der Web-Besucher im Laufe der Zeit abnimmt, es kann auch sein, dass sie aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind, komplexe Zusammenhänge oder komplizierte Texte zu verstehen.
technische Einschränkungen
Diese betreffen nicht die Person, die vor dem Rechner sitzt, sondern den Rechner selber. So gibt es trotz DSL & Co noch immer Web-Benutzer, denen nichts anderes übrig bleibt, als über eine langsame Modem-Verbindung ins Internet zu gehen. Andere verzichten darauf, ständig neue Browser-Updates oder zusätzliche Programme zu installieren.
Eine ganze Menge unterschiedlicher Barrieren, die unterschiedliche Maßnahmen erfordern. Angesichts dieser Vielfalt denkt vielleicht mancher Website-Betreiber, dass die Menschen, die die genannten Einschränkungen aufweisen, sowieso nicht zu seiner Zielgruppe gehören, spezielle Maßnahmen also nicht erforderlich sind. Denkt man allerdings ein wenig weiter, stellt sich heraus, dass das eine Täuschung ist. Denn mit dem Abbau von Barrieren steigt der Nutzen der Web-Site auch für alle anderen Benutzer. Und in dieser Gruppe der Benutzer finden sich auch die Spider der Suchmaschinen, die ja beispielsweise für Bilder blind sind. Und auch wenn keine Behinderung vorliegt, wird der Benutzer eine gut strukturierte Web-Site mit verständlich formulierten Texten sicher höher schätzen als einen Ansammlung an Seiten, in der man sich nur schwer orientieren kann. Und Texte, die schwer zu lesen sind, wird man im Web noch viel schneller verlassen als im Print-Bereich.
Was lernen wir daraus? Von den Forderungen der Barrierefreiheit kann sich jeder Web-Site-Betreiber eine Scheibe abschneiden. Wie dick diese Scheibe sein muss, hängt von der Site, dem Thema und der genauen Zielgruppe ab.
Konkrete Tipps hierzu folgen in Kürze in einem separaten Beitrag.
admin, 29. Mai 2008 4 Kommentare RSS
Bevor einer eine Reise tut, kann er im Web schon einiges erleben – wenn er nämlich dort seinen Urlaubsort finden möchte. Ich dachte, das wäre eine leichte Aufgabe, da das Land (Österreich) und das Bundesland (Kärnten) bereits feststanden und nur noch ein Ort gefunden werden musste, der interessant in den Bergen liegt.
Die erste Idee, einmal auf www.kaernten.at nachzusehen, war zwar nicht schlecht, hat mich aber letztendlich nicht wirklich weitergebracht. Schnell habe ich zwar auf der ersten Seite einen Menüpunkt “Wandern” gefunden, aber dann? Eine neue Navigation und auf der folgenden Ebene mehrzeilige Navigationspunkte, bei denen kein Anfang und kein Ende erkennbar ist.

Dazu viel, viel Text und ein paar Image-Fotos, aber keine visuelle Möglichkeit zur Orientierung für einen nicht sooo landeskundlichen Menschen.
Also doch erstmal “back to the roots”, Stöbern im eigenen Bücherschrank und erste Orientierung auf der Landkarte und in früher einmal gesammelten Prospekten. So waren dann doch ziemlich schnell zwei Gebiete herausgearbeitet: Mölltal oder Maltatal. Welches von den beiden das Bessere wäre, sollte nun wieder das Web entscheiden – und hat es auch. Ob die Entscheidung richtig war, wird sich allerdings erst nach dem Urlaub und dem Lokalaugenschein endgültig beantworten können.
Unter www.moelltal.at finde ich zwar endlich eine Karte, allerdings eine topografische Karte ohne jegliche Infrastruktur wie Straßen oder Ortsnamen.

Lediglich die Bezirksnamen erscheinen beim Mouse-Over. Alternativ kann man noch eine Auswahl in der Gemeindeliste vornehmen. Hmm, welche Gemeinde nehmen wir denn da? Da ich ja geduldig bin, klicke ich mich durch und nutze auch die Links auf die einzelnen Gemeinden. Aber letztendlich gewinne ich den Eindruck, dass das Mölltal nicht wirklich um mich als Tourist wirbt. Das vielleicht für Tirol übliche touristische Angebot fehlt, und eine Kontaktaufnahme scheint eher unerwünscht zu sein. Es gibt keinen Link “Prospekte anfordern”, und es gibt auch kein Kontaktformular. Und mich aufdrängen und eine Mail irgendwo an die Gemeinde schreiben möchte ich dann doch nicht.
Also bleibt das Maltatal übrig. Nachdem hier meine Anfrage über das Kontaktformular rasch beantwortet wurde, stehen die Chancen gut, dass ich meinen Urlaub auch wirklich dort verbringen werde.

Und was lernen wir daraus? Ich würde Tourismusverbänden und ihren Web-Agenturen folgende Ratschläge mit auf den Weg geben:
In die Schuhe des Interessenten steigen
Natürlich kennt man als Einheimischer seine Region und seinen Ort ganz genau. Aber der Tourist? Ist es ein Stammgast, trifft es sicher zu. Aber dann wird er sowieso immer wieder in seinem Stammquartier buchen und sich nicht neu im Internet informieren. Aber die neuen, noch unentschiedenen Touristen brauchen Informationen, die zunächst auf einer übergreifenden Ebene anfangen und dann Zugang zu immer genaueren Informationen geben. Für sehr geeignet halte ich da zunächst eine Übersichtskarte, die die Lage der Region im Bundesland zeigt und danach die einzelnen Orte im Tal, kombiniert beispielsweise mit Bergen oder wichtigen touristischen Punkten. (Zwar sind Übersichtskarten von Haus aus nicht barrierefrei, aber das ist ein Thema, das ich in Kürze gesondert aufgreifen werde.)
Zu diesen touristischen Punkten sollte es dann eine Beschreibung und gerne auch ein paar Bilder geben.
Kontaktaufnahme erleichtern
Ein Kontaktformular ist ganz einfach ein Muss, wenn man den Webseiten-Besucher als Kunden gewinnen möchte. Denn was kann ohne Kontaktformular passieren? Auf dem Rechner des Benutzers ist kein Mailprogramm eingerichtet, weil sich seine Mailbox bei einem Freemailer befindet. Also kann kein neues Mailformular geöffnet werden, und er müsste die Zieladresse manuell übertragen. Vielleicht hat er zwar ein Mailprogramm, möchte aber diese Adresse nicht verwenden. Vielleicht hat er auch schlichtweg keine Lust, erst eine ausführliche Mail zu formulieren. Und sofern es sich nicht um ein absolut exklusives Nischenangebot handelt, dass genau die Wünsche des Benutzers trifft, wird er sich dann schnell einer anderen Site zuwenden.
Der Tourismusverband kommt also mit einem Kontaktformular nicht nur seinen Interessenten entgegen, sondern kann auch eine gewisse Steuerung vornehmen. Er kann Auswahlfelder anbieten, um die Anfragen zu kategorisieren, die Antworten zu optimieren und so letztendlich den Kunden für sich gewinnen.
Prospekte bestellen
Man kann zwar viele Informationen im Web anbieten, aber das gedruckte Papier hat damit nicht ausgedient. Gerade beim Urlaub möchte man ja meist nochmal in Ruhe überlegen, vielleicht mal was herzeigen oder mitnehmen. Auf der anderen Seite steht natürlich ein gewisser Gedanke an die Umwelt, Stichwort Papier sparen. Daraus leite ich folgende Tipps ab:
Quartierbuchung
Eine Liste der Quartiere bietet fast jeder Tourismusverband. Aber auch hier liegen oft Welten zwischen den Angeboten. Von einer einfachen Liste, in der auf den ersten Blick weder die Art des Quartiers noch weiterführende Links ersichtlich sind bis hin zu Online-Kalendern mit Angabe der Verfügbarkeit ist alles im Angebot. Natürlich unterscheiden sich der einmalige und der regelmäßige Pflegeaufwand bei den Varianten. Aber meist wird der Aufwand in Summe gleich bleiben, jedoch mit unterschiedlichen Erfolgsquoten. Eine alphabetisch sortierte Liste, in der man erst den Link suchen muss, um nach einem Klick zu erfahren, um welche Art Quartier es sich handelt und die nur eine sehr bedingte Vorauswahl an Hand von Preis und Lage anbietet, hat meines Erachtens wenig Erfolgschancen. Sehe ich allerdings bereits im Internet, ob das Quartier zu meinem Wunschtermin noch frei oder bereits belegt ist, kann ich meine Anfragen zielgerichtet absenden. Und das spart auf der anderen Seite den Vermietern auch etliche Anfragen, die mit einer Absage beendet werden müssen. Allerdings müssen die Daten zuverlässig sein, und es sollte eine Möglichkeit geben, Privatvermietern, die vielleicht selber keinen Internet-Anschluss haben, trotzdem die Teilnahme zu ermöglichen. Ansonsten sollte wenigstens klar darauf hingewiesen werden, dass es neben den teilnehmenden Vermietern weitere Quartiere gibt, die auf Anfrage Auskunft über die Verfügbarkeit geben.
Aktualität
Da schon nichts älter als die Zeitung von gestern ist, ist auch nichts schlimmer als nachweislich veraltete Web-Inhalte. Was ist von folgendem Angebot zu halten, das ich heute (29.5.2008!) aus dem Web gefischt habe?

Bei C&A gab es kürzlich mal eine Aktion, bei der man noch in DM bezahlen konnte, aber ob das hier wohl auch so gedacht ist? Das erinnert mich eher an einen peinlichen Fall, als ich mal mit einem etwas älteren Prospekt auf Quartiersuche gegangen bin und dann erfahren musste, dass das gewünschte Quartier nicht mehr besteht, weil die Vermieterin zwischenzeitlich verstorben war….
Also, aktuell muss es sein, nicht nur bei den Währungsangaben, sondern bei den Preisen insgesamt – nicht dass es bei der Abrechnung zum bösen Erwachen kommt, weil der dort angesetzte Preis weit über der Preisangabe im Internet liegt. Und aktuell muss auch der Rest sein, von den Veranstaltungstipps bis zu den Öffnungszeiten und Sehenswürdigkeiten. Denn hier kann viel Glaubwürdigkeit und Bemühen um den Kunden transportiert werden oder eben auch verloren gehen.
Fazit
Das Internet verändert die Gewohnheiten. Und wer es versteht, den Interessenten dort abzuholen, wo er gerade steht und ihn schrittweise in die eigene Welt zu führen, ihn freundlich behandelt und ihm das eigene Angebot transparent darlegt, wird aus dem Interessenten seinen Kunden machen. Eine gute Web-Site bringt dem Besucher einen Nutzen – spricht man deshalb nicht auch vom Benutzer? Und aus diesem Nutzen wird es auch einen Rückfluss für den Anbieter geben, ob nun direkt oder auch indirekt.
Das gilt übrigens nicht nur für Web-Sites von Tourismusverbänden…
Josef Willkommer, 19. Mai 2008 9 Kommentare RSS
Bildergalerien sind eine feine Sache und auch in Typo3 gibt es sehr viele zur Auswahl.
Das Zusammenspiel der Lightbox (kj_imagelightbox2 1.4.1) mit der (sk_simplegallery) bringt ein wirklich schönes Ergebnis zum Vorschein.
Aber wer liebt sie nicht, die ständige Bugfixerei in den verschieden Browsern. Ich denke, ich spreche jedem Webdesigner aus der Seele. Es führt leider kein Weg daran vorbei, seine Projekte in den unterschiedlichsten Browsern zu testen und viele kleine und große, aber oft auch sehr nervige Fehler auszubügeln.
Um endlich zum Thema zu kommen, die Lightbox wird in „fast“ jeden Browser richtig angezeigt. Nur hat unser lieber Internet Explorer 7 mal wieder ein kleines Problem. Hier ein Screenshot des Problems von der Webseite unseres Kunden Jochen Schweizer.
Das Problem: Der Hintergrund beim angeklickten Bild wird nicht ganz auf 100% Höhe eingeschwärzt.
Die Lösung: Ein kleines Bugfix der lightbox.js.
Hier reicht ein Austausch einer Funktion, wobei wir hier die komplette Datei zum download anbieten. Bugfix für Lightbox.
Per FTP mit dem Server verbinden, in das Verzeichnis /typo3conf/ext/kj_imagelightbox2/lightbox/js/ wechseln und die Datei lightbox.js austauschen. Vorher ein Backup der Datei wäre sinnvoll.
Danach sollte es auch in unserem Lieblingsbrowser funktionieren…
Dieser Beitrag ist nur ein Teil und ich werde noch einen dazugehörigen nachschieben, da wie so oft ein Fehler noch andere mit sich zieht bzw. einfach noch ein kleines bisschen mehr Ärger machen muss.
Bis dahin bitte ich nur um ein wenig Geduld und bedanke mich noch mal bei Martin Schulze der mir bei dem Problem sehr weitergeholfen hat.
admin, 27. Februar 2008 kein Kommentar RSS
Jeder will heutzutage im Internet vertreten sein, vom Verein über den Selbständigen bis zum großen Unternehmen. Wenn es dann aber um die Seitengestaltung, die Optik und die Inhalte geht, zeigt sich immer wieder in erschreckender Weise, wie viel falsche Annahmen hierzu noch immer in den Köpfen verwurzelt sind.
Auch das Search Engine Land hat wohl diese Erfahrung gemacht und dem Thema einen Beitrag gewidmet, den ich hier wiedergeben möchte:
Es gab Zeiten, da hat man sich bei den Social Media Diensten und in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) voll auf die Startseite konzentriert. Was mit dem Besucher passiert, der auf der Startseite angekommen ist, war egal. Inzwischen haben sich die Social Media Dienste aber weiterentwickelt und sind zu einem wichtigen Instrument im Online-Marketing und für den Aufbau von Links geworden. Die Communities haben aber inzwischen die Tricks durchschaut und in ihren Algorithmen berücksichtigt, so dass es schwieriger geworden ist, seine Inhalte auf die erste Seite der bekanntesten Communities zu bringen.
Wer sich mehr Abonnenten für seinen RSS-Feed, mehr Besucher, mehr Traffic oder mehr eingehende Links haben möchte, muss die Social Media Dienste genau beobachten und bewerten und eine gute Strategie entwickeln, um seine Ziele zu erreichen.
Ein Aspekt ist für die Suchmaschinenoptimierung, Bekanntheit in den Social Media Diensten und Erfolg im Online-Geschäft gleichermaßen wichtig: qualitativ hochwertige Inhalte. Diese Aussage hat zwar schon einen langen Bart, aber sie ist nach wie vor wahr und Inhalte sind nach wie vor sehr wichtig.
Für gute Inhalte kehren die Besucher auf eine Site zurück oder abonnieren den RSS-Feed. Blogger oder Webmaster verlinken gerne auf nützliche Inhalte – was im Endeffekt zu einer besseren Position bei den Suchmaschinen führt.
Hier nun ein paar Tipps, wie Sie Inhalte erstellen, die in den Social Media Diensten gut ankommen und die Chancen auf Konversion erhöhen – egal in welcher Einheit Sie diese messen.
Recherche
Am Anfang steht die Recherche, denn Ideen für gute Inhalte kommen selten von selbst. Überlegen Sie zunächst, welches Thema Sie aufgreifen wollen, d.h. den Absatz welcher Produkte oder Dienstleistungen Sie unterstützen wollen. Stellen Sie dann alle Begriffe zusammen, die zu dem Thema gehören und suchen Sie dann in den Suchmaschinen und Social Media Diensten nach guten Inhalten, z.B. auch mit Suchbegriffen wie „Top 10“, „nützlich“, „beste“. Aus diesen Ergebnissen lassen sich verschiedene Ideen entwickeln. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, bis Sie über eine gute Ideensammlung verfügen.
Visualisieren
Fotos, Grafiken und Videos können sehr nützlich sein, um die Inhalte zum Leben zu erwecken. Visuelle Reize kommen gut an und werten die Inhalte auf. Die Zeit der meisten Internet-User ist begrenzt, die Zahl der zu lesenden Seiten aber hoch. Wer in dieser Situation reine Textinhalte liefert, erscheint weniger attraktiv für den Besucher.
Bilder oder Videos lockern die Inhalte auf, vermitteln ein schnelles Verständnis des Beitrags und verhelfen ihm zum Erfolg.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Texten für die Online-Medien und für ein gedrucktes Dokument oder Buch. Für Online-Texte sollten Sie lange Textpassagen in mehrere Absätze aufteilen und mit Leerzeilen auflockern, so dass die Inhalte einladend und leicht verdaulich aussehen.
Geben Sie alles
Verlangen Sie nie von Ihren Lesern, dass sie das Ende der Story suchen müssen. Stellen Sie sich die Fragen, die die Leser voraussichtlich fragen wird und beantworten Sie diese auch gleich. Prüfen Sie, ob es Hintergrundinformationen gibt, die für den Leser einen Mehrwert darstellen könnten. Wenn nötig, verlinken Sie auf andere Quellen, die weiterführende oder andere Informationen zum Thema enthalten.
Treten Sie in den Dialog
Beziehen Sie das Publikum ein und erweitern Sie Ihre Inhalte, indem Sie Fragen stellen oder die Leser zu Kommentaren anregen. Durch diese Rückmeldungen kann Ihr Artikel um einiges wertvoller werden.
Vergessen Sie die Suchmaschinenoptimierung nicht
Überlegen Sie sich die Begriffe, unter denen Sie gerne gefunden werden. Verwenden Sie diese im Titel und auch im Text. Überlegen Sie sich die Überschriften sorgfältig, damit diese für die Verlinkung verwendet werden.
Machen Sie es einfach, auf Ihre Seiten zu verlinken
Bieten Sie eine nette Zusammenfassung als Einleitung an und ergänzen Sie diese um ein paar gute Sätze oder Zitate, die verwendet werden können, wenn jemand auf Ihre Seiten verlinken will oder über Ihren Beitrag schreiben möchte. Stellen Sie sicher, dass Ihr Titel die Inhalte gut darstellt, damit er als Ankertext für Links verwendet wird.
Wenn es einfach ist, auf Sie zu verlinken, wird es auch häufiger getan. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich gute Inhalte auszudenken und diese dann so darstellen, dass die hohe Qualität und die gute Quelle erkennbar sind, werden sich die Ergebnisse verbessern. Denn die Tatsache, dass etwas auf der ersten Seite einer Community steht, bedeutet noch lange nicht, dass die Konversionsrate hoch ist oder viele Links eingerichtet werden.
Sie sollten die Social Media Dienste als ein Plattform verwenden, um Ihre qualitativ hochwertigen Inhalte einem breiten Publikum nahe zu bringen. Ist das erfolgt, müssen die Inhalte alleine bestehen. Je besser die Qualität der Inhalte ist, desto höher sind die Chancen, dass Sie in den Social Media Diensten dafür die Früchte ernten können.
admin, 22. Februar 2008 2 Kommentare RSS
Website Guru, so nennt sich ein neues Diskussionsforum für Profis im Web und alle, die es werden sollen. Das Forum ist seit Anfang Februar online und versucht, mit Geldpreisen Besucher und Experten anzulocken. Also habe ich mich auch mal angemeldet und ein wenig umgesehen. Hier meine ersten Eindrücke:
Anmeldung
Die Anmeldung geht schnell und einfach, erfordert lediglich einen Benutzernamen, Passwort und eine Mailadresse. Die Mail zur Bestätigung der Anmeldung liegt umgehend im Briefkasten und man erhält sofort Zugang zum Forum. Der Registrierungsdialog enthält noch eine ganze Menge anderer Felder zur persönlichen Darstellung, die allerdings bei der Anmeldung noch nicht ausgefüllt werden müssen. Was mir gefehlt hat, war allerdings ein Hinweis auf die Mussfelder für die Anmeldung. Aber mit dem Versuch des Minimums bin ich ja “durch die Tür” gekommen.
Statistik
Das Forum zeigt ganz offen seine statistischen Daten her. Demnach gibt es derzeit 275 Mitglieder, die zu 326 Themen 3064 Beiträge geliefert haben. Die Zahl der “Zaungäste” liegt allerdings deutlich über der Zahl der Mitglieder, da bereits 1486 Benutzer gezählt wurden. Dann bietet die Statistik noch einige Ranglisten für Mitglieder und zeigt, wer die meisten Beiträge geliefert und Themen gestartet hat oder am längsten online war. Auch die Themen werden in eine Rangfolge gebracht. Und wer wirklich ganz viel Statistik will, kann sich auch die Geschlechterverteilung im Forum zu Gemüte führen…
Validierung
In der Fusszeile der Anwendung findet man die W3C-Logos. Komischerweise sind sie grau und werden erst farbig, wenn man mit der Maus drüber fährt. Beim Klick auf das Logo wird dann die Validierung für die Seite aufgerufen. Und was ergibt diese? 60 Fehler für die Startseite und 17 Fehler für eine exemplarisch ausgewählte Unterseite. Das ist schon verwunderlich, denn eigentlich ist es ja so, dass die Logos erst dann zur Verfügung gestellt werden, wenn man die Validierung bestanden hat. Wenigstens ist die CSS-Validierung erfolgreich. Dennoch kann ich mich zunächst mal nicht des Eindrucks erwehren, dass bei der Programmierung nicht gerade Gurus am Werk waren.
Inhalte
“Answers from Gurus” werden in der Titelzeile versprochen. Vielleicht sollte man dazu erstmal definieren, was ein Guru ist. Wenn ich mir das Forum so anschaue, ist es jedenfalls nicht so, dass die Antworten von Experten kommen und wirkliche Antworten sind. Es wird – wie in Foren üblich – hin- und herdiskutiert, es wird flüchtig gelesen und oberflächlich geantwortet, vermutet und gestaunt. Zwischendurch ist sicher auch mal eine gute Information enthalten, aber bis man diese findet…
Möglicherweise bin ich enttäuscht, weil ich mit meinen Erwartungen falsch lag und die Messlatte viel zu hoch angelegt habe. Möglicherweise ist es einfach noch zu früh, um ein endgültiges Urteil zu fällen, denn jedes Forum muss erstmal bekannt werden und wachsen. Vielleicht kommen ja im Laufe der Zeit noch mehr Experten dazu, die sinnvolle Beiträge liefern und die Qualität des Forums aufwerten.
Also stelle ich Website Guru erstmal auf meine Beobachtungsliste und schaue bei Gelegenheit nochmal drauf, liefere vielleicht sogar selber den ein oder anderen Beitrag und beobachte die Entwicklung.
admin, 1. Februar 2008 3 Kommentare RSS
Auf Über Uns und ähnlichen Seiten lernen die Besucher etwas über ein Unternehmen, über seine Geschichte und die Personen, die dahinter stehen. Bei diesen Besuchern kann es sich um potenzielle Kunden oder Partner handeln, um mögliche Investoren, Verkäufer, Mitbewerber, Journalisten oder einfach interessierte Menschen. Was sagen Sie ihnen über sich und warum sagen Sie etwas über sich?
Kontrolle der eigenen Identität
Ihre eigene Website ist vermutlich der einzige Bereich im Web, mit dem Sie den maximalen Einfluss über den Eindruck haben, den Ihr Unternehmen auf die Besucher macht. Sie können ihnen kurze Informationen Ihr Unternehmen bieten. Sie können aber auch mit breiteren Erfahrungen weitergehende Bedürfnisse decken. Die Über Uns-Seite sollte jedenfalls nicht wie ein Anhängsel aussehen, das nur hinzugefügt worden ist, weil es eben als notwendig betrachtet wird. Es kann vielmehr unter mehreren Aspekten eine hilfreiche Sache sein.
Glaubwürdigkeit – Es geht darum, Vertrauen aufzubauen und die Erfahrung zu zeigen. Zeigen Sie, dass hinter der Website ein echtes Unternehmen steht.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedliche Wirkungen beim Besucher erzielen: von Bildern aus dem Büro und Fotos von Mitarbeitern oder von Ihnen über die Unternehmensgeschichte bis zur Beschreibung des Engagements des Unternehmens in lokalen Organisationen und Medienberichten. Teilen Sie den Interessenten mit, wer, was, wo, wann und warum Ihr Unternehmen dafür sorgt, dass sie sich gut fühlen, wenn sie mit Ihnen Geschäfte machen. Zeigen Sie, dass Sie mit der Außenwelt verbunden sind, z.B. durch die Mitgliedschaft in der regionalen Handelskammer, oder erwähnen Sie die Partnerschaft mit anderen Unternehmen. Auch Aussagen zufriedener Kunden können den guten Eindruck unterstreichen.
Auffindbarkeit – Der Bereich, in dem die Über Uns – Informationen enthalten sind, kann mehr als eine Seite umfassen. Es kann eine Seite über das Unternehmen sein, Seiten über die Mitarbeiter, Informationen über ein lokales Engagement, Pressemitteilungen oder Nachrichten, Informationen über Standorte und Job-Angebote. Wenn diese Bereiche von den Suchmaschinen gefunden werden, erweitern Sie die Auffindbarkeit Ihres Unternehmens.
Wenn Sie den Leuten mitteilen, wo Sie sind, was Sie anbieten, wem Sie nahe stehen und wann Sie geöffnet haben, haben Sie einen guten Schritt getan, um in lokalen Suchanfragen gefunden zu werden. Wenn Sie interessante und gut beschriftete Bilder mit informativen Überschriften und Alt-Tags anbieten, kann auch die Bildersuche Besucher auf Ihre Seiten bringen. Wenn Sie den Besuchern auf Videos zeigen, was Sie tun, wie Sie es tun und warum Sie es tun, oder wenn Sie Ihre Erfahrung oder Interessen darstellen, führt auch der Weg über die Video-Suche auf Ihre Seiten.
Ihre Über Uns-Seite bietet den Besuchern die Möglichkeit, Sie zu finden, und zwar nicht vorrangig über Produkte oder Dienstleistungen, sondern mehr über Ihr Unternehmen, Ihre Erfahrungen, Ihren Platz in der Gemeinschaft und an einem speziellen Ort. Verwenden Sie diese Seiten, damit die Leute Sie finden.
Sympathie – Machen Sie einen guten Eindruck auf den Über Uns-Seiten. Es reicht nicht, nur Ihre Glaubwürdigkeit zu zeigen. Was lernen Sie im Wartebereich eines Arztes, in einer Autowerkstatt oder bei einem anderen Dienstleister? Wie wohl fühlen Sie sich dort? Sind die Stühle bequem, die Wände nett gestrichen oder ist der Kaffee gut? Sind aussagekräftige Dokumente aufgehängt?
Welchen Eindruck vermitteln Sie den Leuten, die Ihre Seiten besuchen? Möchten Sie wissen, wie die Leute auf Ihre Über Uns-Seiten reagieren? Fragen Sie einfach nach – Freunde, Nachbarn, Mitglieder in Online-Foren. Lassen Sie sie durch Ihre Seiten gehen und fragen Sie, was sie gelernt haben und was Sie gerne gesehen hätten.
Ein paar Vorschläge für Über Uns Seiten
Diese Ansätze können beliebig verbunden werden und man sollte darüber nachdenken, wenn man Informationen über das Unternehmen auf den Web-Seiten anbietet.
Journalistischer Ansatz – Sie können als Einstieg einfach Fragen beantworten: Wer? Was? Wo? Warum? Wann? Wie? Konzentrieren Sie sich darauf, zu zeigen, wie das Unternehmen soziale Verantwortung übernimmt, welche Erfahrungen die Mitarbeiter haben, welche Auszeichnungen das Unternehmen erhalten hat usw.
Historischer Ansatz – Diese Methode der Darstellung ist ideal für Personen oder Unternehmen, die eine lange, interessante Geschichte mit Errungenschaften und Änderungen aufweisen, und weniger für kleine Unternehmen, die noch nicht so lang am Markt sind. Man kann eine Zeitachse mit Nachrichten und Fotos aus dem Unternehmensarchiv erstellen oder Leckerbissen aus der Entwicklung und Serienreife verschiedener Produkte. Dadurch kann man den Leuten zeigen, was das Unternehmen und die Leute, die dafür stehen, erreicht haben, anstatt nur darüber zu berichten. Dieser Ansatz kann mit dem journalistischen Ansatz kombiniert werden und zusätzliche Informationen über das Unternehmen bringen.
Rundgang – Dies ist ein mehr visuell geprägter Ansatz, der mit Bildern, Fotos, Zeichnungen und Beschreibungen darstellen kann, wo das Unternehmen tätig ist, mit wem es zusammengearbeitet hat und was es tut. Ein Architekturbüro kann Fotos der Gebäude mit den Architekten zeigen, ein Bauunternehmen Bilder mit dem Bautrupp davor, ein Klempner kann sich vor seinem Fahrzeug fotografieren lassen, ein Holzschnitzer seine Werkstatt. Designer und Entwickler können Screenshots und Fallstudien von Sites zeigen, an denen sie gearbeitet haben. Bilder haben eine hohe Aussagekraft, und Fotos mit Personen in ihrer Arbeitsumgebung haben eine stärkere Wirkung als einfache Portraits.
Persönlicher Ansatz – Ein Unternehmen kann aus einem Hobby, als Reaktion auf ein Ereignis oder durch die Inspiration eines Familienmitglieds, Freundes oder persönlichen Idols entstanden sein. Wenn man der Umwelt im passenden Umfeld mitteilt, welche Motivation oder Inspiration hinter einem Unternehmen steht, kann das ein vorteilhaftes Bild von dem Unternehmen vermitteln, mit dem die Web-Seiten-Besucher vielleicht zusammenarbeiten möchten, sei es als Kunde, Partner oder Berichterstatter. Erzählungen können Eindrücke hinterlassen, an die man sich erinnert und die man weiter erzählt.
Quelle: Search Engine Land
admin, 4. Januar 2008 1 Kommentar RSS
Die Kunde hat ja schon die Runde gemacht: AOL investiert nicht mehr in die Entwicklung des Netscape-Browsers und fordert die Netscape-Nutzer auf, den Firefox zu benutzen.
Als Web-Entwickler sehe ich das absolut positiv: Ein Browser weniger, in dem ich meine entwickelten Seiten testen muss. Einmal weniger zittern, dass der Browser Textformatierungen “zerrupft” und irgendwelche browser-spezifischen “Hacks” notwendig sind oder Kompromisse eingegangen werden müssen, damit die Darstellung in allen Browsern wenigstens akzeptabel ist. Und wir Entwickler freuen uns über jeden weiteren Benutzer, der den von uns schon lange favorisierten Firefox benutzt. Denn wenn eine Web-Seite oder Anwendung programmiert ist und im Firefox funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass andere Browser – hier natürlich vor allem der Internet Explorer – das gleiche Verhalten zeigen. Bei Kleinigkeiten ist man ja noch kompromissbereit, aber in manchen Fällen wurde doch schon der Ruf laut, alle Benutzer zu verpflichen, den Firefox zu verwenden.
Aber zurück zum Netscape mit einem Blick in die Vergangenheit. Mit dem Netscape hat ja seinerzeit alles begonnen. Ich erinnere mich noch an meine ersten Schritte im neuen, großen unbekannten Netz der Netze: Mein damaliger Arbeitgeber hatte für alle Mitarbeiter uns ein kleines, ringgebundenes Heft erstellt, in dem die “Basics” drinstanden. Schade, dass ich es irgendwann entsorgt habe, denn heute – angesichts von Web 2.0 – würde man da sicher drüber schmunzeln.
Und dann hatte ich auch bald die Aufgabe, die Intranet-Seiten der Abteilung zu erstellen. Netscape Composer war da mein kleiner Helfer, denn von HTML hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung. WYSIWYG war eine feine Sache, und das Ergebnis war durchaus passabel. Nachdem ich allerdings dann eine HTML-Kurs besucht hatte, musste ich schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was der Composer da so an Code zusammenkomponiert hatte.
Aber das ist alles laaaange her, Schnee von vor-vor-gestern, den einige der aktuellen Web 2.0-Power-User noch gar nicht miterlebt haben. Und deshalb höre ich auch schon wieder auf mit diesem Rückblick auf die (gute?) alte Zeit, denn Melancholie kommt angesichts des Abschieds von Netscape nicht auf. Auch für Netscape-Nutzer gibt es eigentlich keinen Grund zur Traurigkeit, denn der Firefox ist eine mehr als würdige Alternative, an die man sich schnell gewöhnt.
Josef Willkommer, 25. September 2007 kein Kommentar RSS
Und wieder ist ein Relaunch geglückt. Aus “FleuropCadeux” wird “Fleurop-Firmenservice“. Mit neuem Namen und neuem Internetauftritt sowie verschiedenen neuen Aktionen, wie das Herrengedeck. Das Design ist frischer, heller und nicht so kantig, wie der frühere Auftritt. Spiegel-Effekt und Schattenwurf prägen den neuen Online-Auftritt.

(Quelle:DesignTagebuch)
Josef Willkommer, 18. September 2007 kein Kommentar RSS
Die 7 Sieger sind gefunden. Nach hunderten von Online-Bewerbungen hat die Fachjury jetzt endlich entschieden. Das Ergebnis war denkbar sehr knapp, der Adobe Best CustomerSite Award 2007 war ein echtes Wimpernschlag-Finale.
“Hart, aber gerecht” – davon liess sich die Jury leiten und deshalb waren folgende Kriterien entscheidend: Welche konkreten Vorteile bietet die Anwendung den Besuchern der Website? Damit sie wiederkommen und diese positive Erfahrung sich in eine bessere Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden ummünzt.
Der erste Platz geht an Audi mit seiner Microsite über den A4 Global Drives, eine faszinierende Kombination aus interaktiver Community und realem Fahrerlebnis. Das Herzstück der aufwendig produzierten Seite ist ein Routenplaner, der auf neuartigen Technologien wie Microsoft MapPoint und Visual Earth basiert. Hierbei könnne Teilnehmer ihre eigene Route zusammenstellen – und falls sie gewinnen – auch erleben! Der 2. Preis geht an MBS5 für eine Fachanwendung, mit der sich Großküchen-Menüs organisieren lassen, von der Nährwertermittlung bis zur Bestellung (Demo ansehen). Platz 3 belegt das Zweite Deutsche Fernsehen für seine auf der IFA vorgestellte ZDF-Mediathek. Die weiteren Preisträger: Techniker Krankenkasse, Adidas, Öhlbach und Raffl’s Hotel St. Anton.

(Quelle:fontblog)
Wer suchet, der findet…
admin, 6. Juni 2008 2 Kommentare RSS
Neja, wenn er ausdauernd und findig genug ist und wirklich großes Interesse daran hat, sein Ziel zu erreichen. Denn während der Kollege gestern Erotisches am Morgen erleben durfte, gab es bei mir eher Ernüchterndes am Morgen.
Es fing damit an, dass mein Virenscanner nach der länglichen internen Virenprüfung den Rechner doch nicht ausgeschaltet hat, obwohl er mir diese Option angeboten hat und ich auch das zugehörige Feld angekreuzt hatte. Is’ wie’s is, dachte ich mir, und vielleicht gar nicht so schlecht, denn beim Aufwachen kam mir eine Idee für die Gestaltung eines regenanfälligen Samstags, die ich kurz im Internet prüfen wollte.
Die Aufgabe für den (unfreiwilligen) Usability-Check lautete: “Finden Sie Informationen zum Knappenweg in Bad Häring.”
Die Frage, ob es nun www.bad-haering.at, www.badhaering.at oder www.haering.at sein würde, nahm mir der gute Google noch zuverlässig ab. Und dann? Willkommen auf einem großen Hintergrundbild mit Flash-Intro und einem kaputten Bild!
Gratulation, liebe Bad Häringer, zum ersten Schlecht-Zetterl auf dem nach oben offenen Schlecht-Zetterl-Stapel. Aber immerhin gibt es einen “Skip Intro” Link. Aber auch der beschleunigt die Sache leider nicht wirklich, zumal meine Internet-Verbindung momentan wohl noch von Frühjahrsmüdigkeit geplagt wird. Aber um auf dem Weg ins Büro nicht zu viel Zeit zu verlieren, gehe ich erstmal Zähne putzen. Und danach bin ich dann wirklich in Bad Häring…auf einer eher altbackenen Seite, die so gar nicht zur Einstiegsseite passen will. Aber egal, denn meine müden Augen sehen eine Link “Themenwanderungen”. Treffer, versenkt, Klick und ab.
Aber was passiert jetzt? Mein Firefox öffnet einen neuen Tab, obwohl ich doch ganz normal die linke Maustaste benutzt habe? Des Rätsels Lösung: Es war kein echter Navigationspunkt, sondern ein externer Link, der mich zur Site des Ferienlands Kufstein bringt.
Bis die Zielseite dann vollständig geladen ist, habe ich meinen Frühstückstisch gedeckt. Vielleicht hätte ich auch schon einen ersten Bissen nehmen sollen, als Stärkung für das bevorstehende Abenteuer – um nicht zu sagen die Schnitzeljagd durch die Ferienland-Site, bei der die Schnitzel fehlen….
Ich entscheide mich also für Region & Orte – Sehens- & Erlebenswertes. Und nach drei Umdrehungen des Mausrades – hurra! – finde ich “Themenwanderwege im Ferienland” mit einem Bild der Bergknappen und dem 23. mehr-Link auf der Seite…. Der Schlecht-Zetterl-Stapel für die Barrierefreiheit wächst weiter.
Statt eines Deep-Links auf die Themenwanderungs-Seite lande ich nämlich auf der Startseite, die weder im Contentbereich noch in der Randspalte einen Hinweis auf die Themenwanderungen enthält.
Also Navigation durchsuchen. Aber auch da gibt es keinen Eintrag, der sich als heißer Tipp für mein Anliegen anbietet. Vielleicht bin ich wegen des noch ausstehenden Frühstücks ein wenig zittrig mit der Maus? Es ist jedenfalls nicht leicht, die Navigation aufzuklappen und so lange aufgeklappt zu halten, bis man den gewünschten Unterpunkt ausgewählt hat. Barrierefreiheit für motorisch eingeschränkte Menschen ist das also sicher nicht.
Normalerweise hätte ich die Suche jetzt abgebrochen, aber vielleicht inspiriert mich ja der Spürsinn der Rosenheim Cops, doch noch nicht aufzugeben?
Na wenigstens finde ich den gesuchten Themenweg dann an erster Stelle der Liste auf der nächsten Seite. Ein weiterer Klick auf einen der 7 erfahren Sie mehr-Links…. und endlich habe ich die gesuchten Informationen gefunden. Ausgangspunkt Kirche, 11 Station, 2 Stunden. Und die Stationen sind sogar mit Bild und Text beschrieben. Aber was ist das? Halb hinter den Bildern steht noch ein Text.
Haben wir mal wieder für den IE optimiert und sollen doch die Firefox-User wandern wo sie wollen, nur nicht im Ferienland Kufstein? Schaut wirklich so aus, denn zu jeder Station gibt es ein pdf zum Download, der im IE fein säuberlich unter dem Bild steht. Für mich gibt es allerdings nichts, denn wo Download steht, ist leider kein Download dahinter- egal wie bereitwillig ich meine Maus kreisen lasse. Ganz unten im IE (und nur dort) findet meine Maus dann endlich den Gesamtfolder zum Download. Wie ging noch das Topfschlagen beim Kindergeburstag? Aber da hat wenigstens jemand helfen “kalt”, “wärmer” oder “heiß” gesagt, während der Kandidat mit verbundenen Augen auf dem Boden rumgekrabbelt ist.
Ende gut, alles gut? Für den Knappenweg schon, aber einen hab’ ich noch – natürlich für den Schlechtzetterl-Stapel. Der Kulturrundgang durch Kufstein ist im Firefox auch schwer verdaulich, mit Text über Text und Text über Bild.
Und je zwei weitere Klicks muss ich tun, um zu erfahren, dass zwei der Themenwege von der Übersichtsseite erst Ende des Jahres bzw. nächstes Jahr eröffnet werden. Schade, da haben die Macher der Webseiten einiges an Potenzial verschenkt. Denn eine Zwischenüberschrift “Wir bauen für Sie an folgenden Themenwegen” hätte Aktivität und Touristenfreundlichkeit ausgedrückt. So fühle ich mich aber eher auf den Arm genommen.
Und die Moral von der Geschicht’? Was ich vor kurzem über Tourismusverbände im Web geschrieben habe, gilt nicht nur für Kärnten, sondern in diesem Fall auch für meine Freunde in Tirol. Aber da ich ja ein unerschütterlicher Tirol-Fan bin, werde ich den traditionellen Weg beschreiten und vor dem Einstieg in den Themenweg beim Tourismusverband vorbeischauen und mir die gedruckten Broschüren besorgen.