Das Buchstabensuppen-Tool und der Farbexperte

geschrieben von Marion Engel am 26. November 2008 um 10:14 Uhr

Ich bin kürzlich im Web auf zwei kleine Tools gestoßen, die recht interessant sind und hier und da im Leben auch hilfreich sein können. Darum sei ihnen hier eine kurze Vorstellung vergönnt:

Buchstabensuppen-Tool

Diesen Namen habe ich für das erste Tool vergeben, weil man es unter anderem für solche Spiele wie Buchstabensuppe, Letra-Mix oder wie sie alle heißen, verwenden könnte. Es hilft nämlich dabei, Wörter zu finden, die mit bestimmten Buchstaben beginnen oder enden, bestimmte Buchstaben enthalten oder gerade nicht enthalten dürfen, eine bestimmte maximale oder minimale Länge, Bedeutung oder Klang haben.

Offiziell heißt das Tool allerdings “Tip of My Tongue“, was auch darauf hindeutet, dass es leider nur englische Wörter zurückgibt – oder fast, denn Doppelganger,  doppelzentner oder natürlich kindergarten kommen uns doch wenigstens bekannt vor.

Tip of my tongue

Der Ersteller, ein Student namens Chirag Mehta, möchte den Benutzern helfen, die Wörter zu finden, die ihnen den ganzen Tag schon auf der Zunge liegen, aber dann doch nicht einfallen. Für Wörter wie “Batrachomyomachy” kann ich mir gut vorstellen, dass einen da das Erinnerungsvermögen verlässt. Das Wort gibt es in der Tat, die Erklärung lautet: “The battle between the frogs and mice; — a Greek parody on the Iliad, of uncertain authorship.”
Da man die Mindestlänge eines Worts festlegen kann, bietet sich das Tool auch an, um Wörter für das Spiel “Stille Post” zu finden. Eine gewisse Herausforderung besteht allerdings darin, sich das Wort vom Nachschauen bis zum Vorsagen zu merken, denn zur Verfügung stehen z.B. methylenedioxymethamphetamine, chlorobenzylidenemalononitrile oder uvulopalatopharyngoplasty…. ;-)

Mehta gibt selber an, dass es nicht so einfach ist, ein geeignetes Wörterbuch zu finden, das auch tatsächlich alle Wörter enthält. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, eine schnelle Anwendung zu bauen. Und in diesem Sinne hat er auch auf einen Start- Button verzichtet. Sobald ein Suchbegriff eingegeben ist, startet die Suche automatisch und zeigt die Ergebnisse in der rechten Spalte an.

Der Farbexperte

Oft sucht man für sein Web-Layout einen netten Farbton und braucht dazu natürlich auch den Hex-Farbwert, manchmal auch den RGB-Wert. Dazu gibt es zwar bereits verschiedene Möglichkeiten, aber das Farbtool von Chirah Meta gefällt mir derzeit am allerbesten, weil es absolut einfach und intuitiv zu bedienen ist.

Farbtool

Mit der Maus kann im Farbring durch Verschieben des Kreises den Grundton auswählen. Im inneren Quadrat wird danach die Farbnuance festgelegt. Die ausgewählte Farbe erscheint rechts im großen Feld. Gleichzeitig werden der Name, der Hex- und der RGB-Wert eingeblendet.
Alternativ kann man alle Farbtöne auch über ihren Namen aus einer Liste mit gut 1500 Einträgen auswählen.
Und wer gerade keine Farbe braucht, kann sich auch einfach über so lustige Farbnamen wie Eggplant, Vesuvius oder Matterhorn amüsieren oder ein Farbspiel starten: Wie sieht der Farbton “Elephant” aus? Sicher Grau! Nein, falsch, #123447, also ein dunkles grün-blau.

Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Und vielleicht findet jemand ja auch noch Gefallen an den anderen Projekten von Chirag Mehta, die er auf seiner Website vorstellt. Denn er scheint ein kluger Kopf zu sein, der gute Ideen hat und diese auch umsetzt.

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