DHL-Packstationen lösen Probleme der Online-Shopper

geschrieben von Marion Engel am 17. Februar 2009 um 9:14 Uhr

Online-Shopping ist bequem: jederzeit und überall möglich, mit hoher Preistransparenz und ohne Parkplatzsuche. Aber was macht der Berufstätige, der 5 Tage pro Woche genau dann, wenn der Paketzusteller kommt, nicht zu Hause ist?
Sich auf die Nachbarn verlassen oder die Lieferung an die Büroadresse senden lassen, waren bisher die einzigen Alternativen.

Inzwischen gibt es aber eine dritte Möglichkeit, nämlich die Packstationen von DHL. Diese haben sich in letzter Zeit weiter vermehrt. Und nachdem nun auch in meiner Nähe eine solche zu finden ist, kann ich den ersten Erfahrungsbericht abgeben.

Die Kurzfassung: Super praktisch und faszinierend – Sesam öffne dich in Gelb.

Die Langfassung: Am Anfang steht die Registrierung bei DHL, bequem online. Als Browser sei hier ausnahmsweise der Internet Explorer empfohlen, da der Firefox bei mir die Anmeldeseite nicht anzeigen konnte. Offensichtlich interpretieren die Browser die Sicherheitseinstellungen unterschiedlich.
Nach einigen Tagen bekommt man dann die goldene Kundenkarte, die eine Hälfte zum Pack-Stations-Glück. Mit separater Post und per Einschreiben wird dann noch die Geheimzahl versendet. Dieses Einschreiben kann man übrigens mit der Benachrichtigungskarte und dem Personalausweis im Postamt abholen.

Sobald man die Karte und die PIN erhalten hat, kann Online bestellt werden. Als Versandanschrift muss man dann zum Namen seine PostNummer, die auf der goldenen Karte steht, die Nummer und Stadt der Packstation angeben.
Sobald das Paket in der Packstation angekommen ist, wird man entweder per SMS oder per Mail benachrichtigt und hat dann 9 Tage Zeit, die Sendung abzuholen. Nach Aussagen von DHL wird eine erste Erinnerung nach 48 Stunden verschickt, eine weitere 2 Tage vor Ablauf der Lagerfrist. Aber wer will seine bestellte Ware nicht gleich haben, wenn er weiß, dass sie angekommen ist?

An der Packstation kommuniziert man zunächst mit dem Touch-Screen, der die Anweisung für die nächsten Schritte bietet. Zum Abholen müssen zunächst die goldene Karte eingeschoben und dann die PIN eingegeben werden. Dann wird der Status angezeigt, d.h. wieviele Sendungen in der Packstation warten. Über den passenden Button des TouchScreens startet man dann das Sesam-Öffne-Dich-Spiel. Faszinierend, fast magisch wird sich dann ein Türchen in der Packstation öffnen und den Zugang zur Bestellung freigeben. Hat man sein Päckchen entnommen, schließt man das Türchen wieder, meldet sich am TouchScreen ab und geht fröhlich nach Hause.

Natürlich gibt es eine gewisse Größenbeschränkung für die Pakete. Wer sich einen “Elefanten” bestellt, kann diesen leider nicht an die Packstation senden lassen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages, wenn die Packstationen insgesamt erfolgreich sind, auch an bestimmten Orten ein paar Packstationen mit extra großen Fächern. Es ist ja alles eine Frage von Angebot und Nachfrage und von Kosten und Nutzen.

Für mich ist das Online-Shopping durch die DHL-Packstationen um einiges attraktiver geworden. Und wenn mehrere Online-Shops zur Auswahl stehen, werde ich sicher den wählen, der per DHL versendet. Und wenn bereits im Shop auf einen Blick erkennbar ist, mit welchen Logistikdienstleistern zusammengearbeitet wird, vergebe ich einen Pluspunkt an den Shop.

Man sieht also: Es gibt immer wieder Möglichkeiten,  sich aus der Masse hervorzuheben und kundenfreundliche Angebote zu machen. Man muss es nur tun!

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7 Kommentare

7 Kommentare zu “DHL-Packstationen lösen Probleme der Online-Shopper”

  1. Markus schrieb:

    ich nutze die Packstation bereits seit zwei Jahren und bin immer noch ein “Fan” :-)
    Ein weiterer Vorteil ist der Rabatt beim Versenden von Paketen oder Päkchen.

  2. shopanbieter.de schrieb:

    Die Lieferung an Packstationen wird nach wie vor von vielen Shopbetreibern bewusst ausgeschlossen.

    Packstationen werden halt meines Wissens anch wie vor gerne zum Warenbetrug genutzt. Es kursieren im Netz auch etliche Informationen wie das geht.

  3. Marion Engel schrieb:

    @shopanbieter.de: Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Bei jeder Bestellung an eine Packstation muss ich ja trotzdem meine Postadresse als Rechnungsadresse angeben. Meine Identität ist also dem Händler bekannt und bei Bedarf nachprüfbar. Und auch bei der Anmeldung für die Packstation muss ich meine Postadresse angeben.
    Wie der Betrug konkret vor sich geht, kann ich mir nicht vorstellen, denn mit Mailadresse, Karte und PIN gibt es ja 3 Verknüpfungen zu mir als Besteller, die gleichzeitig missbraucht werden müssen.
    Sicher gibt es immer Betrüger. Aber insgesamt wird sich das System schon lohnen, denn sonst hätte DHL ja nicht weitere Packstationen aufgestellt.

  4. Norbert schrieb:

    Ich kann mir ein Leben ohne meine Packstation nicht mehr vorstellen ;-) Meinen Nachbarn möchte wirklich nichts anvertrauen und die beste Lösung als werktätiger Mensch schnell und einfach an seine Sachen zu kommen ist eben die Station. Praktischer gehts einfach nicht.

  5. shopanbieter.de schrieb:

    @Marion,

    dass es sich für DHL lohnt, habe ich ja auch nicht bezweifelt. Die leiden ja auch nicht unter der Betrügereien.

    Was bleibt ist meine Aussage, dass genügend Onlinehändler bewusst DHL-Packstationen ausschließen. Daran ändert sich auch nichts, nur weil wir beide nicht wissen wie es geht. Da müsste ich die einschlägigen Foren lesen. Aber dass es geht, ist ja nun mal keine Behauptung von mir.

    Hier reicht es mal nach “packstation + betrug” in den Suchmaschinen zu suchen.

  6. ad-data´s Produktvorstellungen & Infos schrieb:

    Vorsicht: Betrug mit Packstation-Adresse möglich…

    Die Geschichte ist nicht neu. Den ältersten Artikel zum Thema Betrug mit Packstationen, den wir bei unserer Recherche gefunden haben, stammt aus dem Jahr 2005. Dennoch ist das Thema immer noch aktuell.

    Leider – denn wir müssen manchmal unseren Ku…

  7. Tux schrieb:

    Ich bin ebenfalls Packstations-Fan. Da die DHL nicht an meinen Postkasten kommt, erhalte ich Pakete sonst nur mit zwei Tagen Verzoegerung, denn zur Auslieferungszeit bin ich selten zu Hause. Die Packstation ist dagegen 100m von meinem Arbeitsplatz entfernt. Sehr praktisch.

    Schade nur, dass lediglich die DHL diese Einrichtung nutzen kann. Oft wird, gerade bei ebay, gern ueber Hermes versendet, die weder mit einer Packstation, noch mit einem Postfach klarkommen.

    Hier waere es eine interessante Option, den Betrieb der Packstationen einem Dritten zu ueberlassen, der diesen Service dann den Paketdiensten weiterverkauft – und zwar allen gleichermassen.

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