Früchte und Beeren von Mundraub gereift

admin, 5. März 2010 kein Kommentar RSS

Wilde Beeren und Kräuter sowie herrenlose Obstbäume, deren Früchte ungenutzt verfaulen, hatten im letzten Jahr drei Freunde auf die Idee gebracht, diese zu kartieren und im Web zur Verfügung zu stellen. Im September 09 gab es ja bereits einen Bericht über die damalige Seite der Mundräuber.
Inzwischen ist das Projekt gereift, hat zwei weitere Teammitglieder bekommen und präsentiert sich in neuem Gewand. Grund genug also, auch die neuen Seiten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mundraub.org

Eine wichtige Verbesserung im Gegensatz zur ersten Version besteht darin, dass die Google-Karte nun in die Seite von mundraub.org integriert ist. Aus den Pins sind bunte, ansprechende Symbole geworden, aus denen auch gleich erkennbar ist, was am jeweiligen Ort geerntet werden kann. Die “Beute” wurde in 5 Kategorien unterteilt, damit alles auch bei weiterem Zuwachs noch übersichtlich bleibt.

Wer neue Fundorte kennt, kann diese ganz einfach über ein Formular eintragen und auf den Zentimeter genau kartieren. Das schafft jeder, auch wenn er noch nie mit Google Maps gearbeitet haben sollte.
Natürlich ist es nach wie vor wichtig, dass die Mundraub-Regeln eingehalten werden und keine Bäume oder Sträucher eingetragen werden, bei denen der rechtmäßige Besitzer um die ihm zustehende Ernte gebracht würde. Und auch auf der anderen Seite muss leider mit Missbrauch gerechnet werden, wenn sich nämlich kommerzielle Pflücker über die freigegebenen Bäume hermachen.

Optisch wurden die Seiten ebenfalls aufgepeppt. Der grüne Seitenhintergrund passt sehr gut zum Naturerlebnis beim Pflücken und Sammeln, und die schönen Bilder von prall gefüllten Obstbäumen lassen auf eine reiche Ernte im Sommer und Herbst hoffen. Die Navigation ist klar und übersichtlich und führt schnell zu den jeweiligen Seiten – auch wenn die “Musik” natürlich vor allem auf den Karten spielt.

Die Mundräuber haben zwischenzeitlich auch einige Anerkennung gefunden. Neben etlichen lobenden Erwähnungen in diversen Blogs ist sicher die Auszeichnung durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung eine erfreuliche Nachricht gewesen. Sie zeigt, dass die Idee positiv aufgenommen wird, mehr als berechtigt ist und weiter verfolgt werden sollte.

Und an weiteren Ideen fehlt es auch nicht. Höchstens am erforderlichen Kleingeld, das vielleicht über den Spenden-Button hereinkommt. Denn eine iPhone-Applikation für unterwegs wäre doch wirklich eine feine und sinnvolle Sache, oder?

Also, einfach mal reinklicken, bei den nächsten Landpartien die Augen offen halten, Besitzverhältnisse klären und die Erkenntnisse mit allen teilen.


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