Geschäftsideen im Internet bei webtum.de

admin, 3. September 2009 kein Kommentar RSS

“Geschäftsideen gratis”, “Geld verdienen im Internet”, “Internet-Milliardäre kennenlernen”, all das verspricht das Portal Webtum. Das macht einerseits neugierig, andererseits skeptisch. Also hilft nur ein eigener Blick auf das Portal, um das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen zu lassen.

Webtum

Abgesehen von den bereits genannten Schlagwörtern ist die Website eher schlicht gehalten. Im Mittelpunkt stehen tatsächlich Geschäftsideen, die im Internet umgesetzt wurden. Derzeit sind es 34, und jede Woche kommt eine neue hinzu. Diese Ideen und ihre Macher werden beschrieben, und meist gibt es auch einen Link auf die Webseite bzw. den Online-Shop.

Es gibt allerlei verschiedene Ideen, von denen einige bekannt sind oder sich auf den ersten Blick nur wenig von anderen unterscheiden. Aber oft sind es ja nur kleine Details in der Idee und Realisierung, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Im Großen und Ganzen ist es als positiv einzuschätzen, wenn Ideen entwickelt und bis zur Marktreife umgesetzt werden. Und wenn die Gründer dann noch mit ihrem Engagement und Herzblut Geld verdienen, ist ihnen das durchaus zu gönnen. Dass es allerdings in den meisten Fällen sofort zum großen Reichtum führt, ist eher zweifelhaft – auch wenn es immer wieder suggeriert und gerne geglaubt wird.

Eine interessante Frage ist natürlich auch die Intention der Verantwortlichen von Webtum. Wollen Sie eher Mut zur eigenen Idee machen oder Nachahmer anspornen? Für letzteres würden sich die portraitierten Gründer sicher “bedanken”, da es ja gerade bei einer Online-Vermarktung keine regionalen Grenzen gibt und ein Shop Kunden im ganzen Land versorgen kann – was ja beim stationären Handel nicht der Fall ist.

Wer allerdings eine Idee nachmachen möchte, braucht dazu nicht unbedingt Webtum, sondern kann sich anderweitig über das Geschäftsmodell informieren, um es zu kopieren. Ob das dan wiederum die feine Art oder überhaupt erlaubt ist, ist wieder eine andere Frage. Und schließlich sollte man bedenken, dass es nirgends eine Erfolgsgarantie gibt, d.h. auch eine noch so gute Geschäftsidee braucht die richtige Umsetzung, um zum Erfolg zu führen.

Was bleibt also von Webtum? Meiner Meinung nach vorwiegend die Anregung zum Querdenken. Denn viele der vorgestellten Ideen sind daraus entstanden, dass jemand mit einer Situation oder den verfügbaren Produkten unzufrieden war. Anstatt nur zu schimpfen, wurde über eine gute Lösung nachgedacht. Und was einem selber nützlich ist, hat zumindest das Potenzial, eine breitere Masse ebenfalls zu beglücken – sofern diese Masse davon erfährt. Und wenn das in einigen Fällen über Webtum geschieht, hat auch dieses Portal einen weiteren Nutzen gestiftet.

Neben der Geschäftsidee an sich findet man auch einige interessante Web-Anwendungen. Ob man sich online sein Wunsch-Müsli oder den Lieblingssaft zusammenmischt: alle Schritte sind sofort sichtbar, werden mit Preisen und anderen Informationen optisch ansprechend dargestellt. Das ist sicher ein wichtiger Faktor für den Erfolg im Online-Verkauf, wenn man sich erfolgreich aus der Masse der Online-Shops abheben möchte. Und das gilt natürlich nochmal mehr, wenn man eher hochpreisige Artikel anbietet. Dass Bio-Produkte teurer als konventionelle Produkte sein müssen, ist zwar im Grunde einleuchtend. Wenn der Shop aber zudem eine Erlebnis-Komponente mit Transparenz kombiniert, stehen die Erfolgschancen sicher gut.

Im Internet ganz schnell ganz reich werden funktioniert also nicht. Möge es trotzdem weiterhin schlaue und mutige Menschen geben, die mit guten Ideen und langem Atem ihre erfolgreiche Nische im Web finden.


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