Viele nutzen es, viele wollen es, aber dennoch gibt es rund um Google AdWords immer noch etliche falsche Annahmen. Und wer falsch informiert ist, kann nicht die richtige Strategie entwickeln und letztendlich nicht optimal von Google AdWords profitieren.
Woher kommt es, dass so viel Dichtung existiert? Nun, einiges davon war sogar mal Wahrheit. Aber Google hat natürlich in den letzten Jahren einige Änderungen am Algorithmus vorgenommen, so dass die alten Aussagen schlicht nicht mehr gültig sind.
Und teilweise wird auch nicht ausreichend zwischen Google AdWords und anderen Werbemöglichkeiten im Web differenziert.
AdWords im Vergleich mit Online-Anzeigen
Online-Anzeigen werden irgendwo für einen festen Preis platziert und fertig. Der Erfolg einer Anzeige kann mit einer eigenen URL und einem Statistikprogramm ausgewertet werden. Das ist jedoch eine nachträgliche Aktivität, die höchstens eine Entscheidung über die weitere Schaltung der Anzeige ermöglicht. Eine Verbesserung der Ergebnisse ist nicht möglich, und somit lässt sich auch der ROI kurzfristig nicht optimieren.
Bei Google AdWords geht es zwar irgendwo auch um die Platzierung einer Anzeige, aber die Details sind doch ganz anders, werden doch die Anzeigen für bestimmte Schlüsselwörter auf bestimmten Sites platziert. Die Stellschrauben sind vielfältig und fein und erlauben die Schaltung für bestimmte Schlüsselwörter, zusätzlich für verwandte Schlüsselwörter, nur auf bestimmten Seiten, auf allen Seiten mit Ausnahme bestimmter Seiten oder in bestimmten Regionen.
Entsprechend kompliziert ist natürlich dann auch die Verwaltung einer AdWords-Kampagne. Und vor allem braucht sie laufende Betreuung. Das allerdings ist auch wieder ihr Vorteil gegenüber einer Online-Anzeige. Die Statistiken über das Klick-Verhalten der Web-Nutzer sind sehr aussagekräftig, und die Kampagne kann jederzeit mit sofortiger Wirkung verändert und an die neuen Erkenntnisse angepasst werden. So lässt sich der Return-On-Investment (ROI) stetig beeinflussen und optimieren.
AdWords zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten?
Vor 6 Jahren lief es so. Da haben diejenigen bei AdWords gewonnen, die den höchsten Klickpreis (CPC) geboten haben. Aber das alte Overture-Auktionsmodell hat längst ausgedient, und wer heute noch zu verstehen gibt, dass AdWords etwas mit einer Auktion zu tun hat, hinkt der Zeit mächtig hinterher.
Denn inzwischen werden AdWords-Anzeigen von einer Reihe an Faktoren gesteuert. Das Gebot ist nur einer dieser Faktoren und nicht mal der wichtigste.
Die Relevanz der Anzeige in Bezug auf die Suchbegriffe und die Klick-Rate (CTR) haben einen wesentlich höheren Einfluss auf die Platzierung der Anzeige als das Gebot. Natürlich muss das Gebot ausreichend hoch sein, aber das ist schon alles.
Unabhängige Studien haben ergeben, dass sich die Klickpreise bei unterschiedlichen Anzeigen-Positionen nicht groß unterscheiden. Besonders in der Randspalte entscheidet hauptsächlich die Klickrate über die Position.
Nur der 1. Platz zählt?
Manche Werbetreibenden können sich einfach nicht von der falschen Annahme trennen, dass die erste Stelle die beste sei. Ob die Web-Benutzer, die auf eine Anzeige an der 1. Stelle klicken, eine höhere Kaufbereitschaft haben oder sich nur umschauen wollen (es scheint mal so, mal so zu sein), ist eine Frage. Aber schauen wir auf die Ergebnisse.
Man sollte den Key-Performance-Indikator (KPI) betrachten, der meistens aus den Kosten pro Lead (CPL) oder dem Return-On-Anzeigenausgabe (ROAS) besteht. Wenn man den CPC zu stark erhöht, um auf die 1. Stelle zu gelangen, steigt der CPL ebenfalls in die Höhe, während der ROAS absackt. Und das ist schlecht.
Selbst wenn man mit einem hohen Klickpreis die 1. Stelle erreicht, können die Kosten pro Kontakt um ein Vielfaches über dem normalen Wert liegen. Die Top-Position lohnt sich also nur für sehr relevante Schlüsselwörter, bei denen die Konversion ausreichend hoch ist, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.
Ist Google voreingenommen und mag mich nicht?
Zugegeben, Google will mit AdWords Geld verdienen. Es ist ihre größte Einnahmequelle. Nutzen sie das zu ihrem eigenen Vorteil aus? Ja, teilweise schon. Aber wer sich auskennt, kann mit dem richtigen Angebot einen unglaublich guten ROI erzielen.
Was tut Google im eigenen Sinne?
Der Kampagnen-Optimierer soll eher die Klickrate steigern als relevante Schlüsselwörter ausgeben. Man sollte ihn also mit Vorsicht genießen und negative Schlüsselwörter im Search Query Report verwenden, damit die AdWords-Anzeige nur bei relevanten Suchläufen angezeigt wird.
Der Konversions-Optimierer kann den CPL erhöhen. Natürlich ist Googles Algorithmus nicht bekannt, und vielleicht enthält er sogar Fehler. Wer kann, sollte sich selber um die Optimierung seiner Konversion kümmern.
Auf den ersten Blick erscheinen AdWords einfach, und auch Anfänger sind geneigt, es einfach mal auszuprobieren. Mit dieser Strategie wird man aber selten erfolgreich sein. Denn AdWords gehören in Expertenhände, wenn man sein Geld nicht zum Fenster herauswerfen will.
Selbst wenn man mit Google AdWords Reps oder dem JumpStart-Programm arbeitet, muss man sich eingehend mit der Konversion beschäftigen und sie überwachen. Nur so bekommen Sie Antworten oder Tipps.
Sind AdWords zu teuer?
Das gilt nicht mehr und weniger für Google AdWords als für alle anderen Werbeformen. Alle Werbeaktionen müssen an das Produkt und die Zielgruppe angepasst sein, wenn man damit einen positiven ROI erzielen möchte.
Auf jeden Fall muss man sein Geschäft gut kennen und rechnen können, wenn man mit AdWords erfolgreich sein will.
Um die Sinnhaftigkeit Ihres PPC abschätzen zu können, müssen Sie folgende Werte kennen:
Marge pro Verkauf
durchschnittliche CPC in Ihrem Markt
Konversionsrate der Site
Prüfen Sie, ob Ihre CPC in Ihrem Markt zu hoch ist:
Break-Even CPC = Marge * Konversionsrate
Zur Berechnung der Konversionsrate brauchen Sie den Break-Even:
Break-Even-Konversionsrate = durchschnittliche CPC des Geschäftsfelds/Marge pro Verkauf
Der Break-Even ist schön, aber sicher wollen Sie viel lieber einen Gewinn erzielen. Aber das erste Teilziel darf durchaus der Break-Even sein. Denn wenn dieser erreichbar ist, besteht auch die Chance, dass Sie das Ergebnis weiter optimieren können und dass Ihnen die PPC-Investition sehr viel Nutzen bringt.
Google AdWords: Dichtung und Wahrheit
admin, 27. Januar 2009 kein Kommentar RSS
Viele nutzen es, viele wollen es, aber dennoch gibt es rund um Google AdWords immer noch etliche falsche Annahmen. Und wer falsch informiert ist, kann nicht die richtige Strategie entwickeln und letztendlich nicht optimal von Google AdWords profitieren.
Woher kommt es, dass so viel Dichtung existiert? Nun, einiges davon war sogar mal Wahrheit. Aber Google hat natürlich in den letzten Jahren einige Änderungen am Algorithmus vorgenommen, so dass die alten Aussagen schlicht nicht mehr gültig sind.
Und teilweise wird auch nicht ausreichend zwischen Google AdWords und anderen Werbemöglichkeiten im Web differenziert.
AdWords im Vergleich mit Online-Anzeigen
Online-Anzeigen werden irgendwo für einen festen Preis platziert und fertig. Der Erfolg einer Anzeige kann mit einer eigenen URL und einem Statistikprogramm ausgewertet werden. Das ist jedoch eine nachträgliche Aktivität, die höchstens eine Entscheidung über die weitere Schaltung der Anzeige ermöglicht. Eine Verbesserung der Ergebnisse ist nicht möglich, und somit lässt sich auch der ROI kurzfristig nicht optimieren.
Bei Google AdWords geht es zwar irgendwo auch um die Platzierung einer Anzeige, aber die Details sind doch ganz anders, werden doch die Anzeigen für bestimmte Schlüsselwörter auf bestimmten Sites platziert. Die Stellschrauben sind vielfältig und fein und erlauben die Schaltung für bestimmte Schlüsselwörter, zusätzlich für verwandte Schlüsselwörter, nur auf bestimmten Seiten, auf allen Seiten mit Ausnahme bestimmter Seiten oder in bestimmten Regionen.
Entsprechend kompliziert ist natürlich dann auch die Verwaltung einer AdWords-Kampagne. Und vor allem braucht sie laufende Betreuung. Das allerdings ist auch wieder ihr Vorteil gegenüber einer Online-Anzeige. Die Statistiken über das Klick-Verhalten der Web-Nutzer sind sehr aussagekräftig, und die Kampagne kann jederzeit mit sofortiger Wirkung verändert und an die neuen Erkenntnisse angepasst werden. So lässt sich der Return-On-Investment (ROI) stetig beeinflussen und optimieren.
AdWords zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten?
Vor 6 Jahren lief es so. Da haben diejenigen bei AdWords gewonnen, die den höchsten Klickpreis (CPC) geboten haben. Aber das alte Overture-Auktionsmodell hat längst ausgedient, und wer heute noch zu verstehen gibt, dass AdWords etwas mit einer Auktion zu tun hat, hinkt der Zeit mächtig hinterher.
Denn inzwischen werden AdWords-Anzeigen von einer Reihe an Faktoren gesteuert. Das Gebot ist nur einer dieser Faktoren und nicht mal der wichtigste.
Die Relevanz der Anzeige in Bezug auf die Suchbegriffe und die Klick-Rate (CTR) haben einen wesentlich höheren Einfluss auf die Platzierung der Anzeige als das Gebot. Natürlich muss das Gebot ausreichend hoch sein, aber das ist schon alles.
Unabhängige Studien haben ergeben, dass sich die Klickpreise bei unterschiedlichen Anzeigen-Positionen nicht groß unterscheiden. Besonders in der Randspalte entscheidet hauptsächlich die Klickrate über die Position.
Nur der 1. Platz zählt?
Manche Werbetreibenden können sich einfach nicht von der falschen Annahme trennen, dass die erste Stelle die beste sei. Ob die Web-Benutzer, die auf eine Anzeige an der 1. Stelle klicken, eine höhere Kaufbereitschaft haben oder sich nur umschauen wollen (es scheint mal so, mal so zu sein), ist eine Frage. Aber schauen wir auf die Ergebnisse.
Man sollte den Key-Performance-Indikator (KPI) betrachten, der meistens aus den Kosten pro Lead (CPL) oder dem Return-On-Anzeigenausgabe (ROAS) besteht. Wenn man den CPC zu stark erhöht, um auf die 1. Stelle zu gelangen, steigt der CPL ebenfalls in die Höhe, während der ROAS absackt. Und das ist schlecht.
Selbst wenn man mit einem hohen Klickpreis die 1. Stelle erreicht, können die Kosten pro Kontakt um ein Vielfaches über dem normalen Wert liegen. Die Top-Position lohnt sich also nur für sehr relevante Schlüsselwörter, bei denen die Konversion ausreichend hoch ist, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.
Ist Google voreingenommen und mag mich nicht?
Zugegeben, Google will mit AdWords Geld verdienen. Es ist ihre größte Einnahmequelle. Nutzen sie das zu ihrem eigenen Vorteil aus? Ja, teilweise schon. Aber wer sich auskennt, kann mit dem richtigen Angebot einen unglaublich guten ROI erzielen.
Was tut Google im eigenen Sinne?
Sind AdWords zu teuer?
Das gilt nicht mehr und weniger für Google AdWords als für alle anderen Werbeformen. Alle Werbeaktionen müssen an das Produkt und die Zielgruppe angepasst sein, wenn man damit einen positiven ROI erzielen möchte.
Auf jeden Fall muss man sein Geschäft gut kennen und rechnen können, wenn man mit AdWords erfolgreich sein will.
Um die Sinnhaftigkeit Ihres PPC abschätzen zu können, müssen Sie folgende Werte kennen:
Prüfen Sie, ob Ihre CPC in Ihrem Markt zu hoch ist:
Der Break-Even ist schön, aber sicher wollen Sie viel lieber einen Gewinn erzielen. Aber das erste Teilziel darf durchaus der Break-Even sein. Denn wenn dieser erreichbar ist, besteht auch die Chance, dass Sie das Ergebnis weiter optimieren können und dass Ihnen die PPC-Investition sehr viel Nutzen bringt.
Quelle: Search Engine Journal