geschrieben von Josef Willkommer am 3. September 2008 um 9:00 Uhr
Ich habe mir natürlich sofort nach Erscheinen von Google Chrome - dem neuen Google Browser – das Teil heruntergeladen um ein bisschen zu testen. Die Neugierde war einfach zu groß….
Was soll ich sagen. Google Chrome verfügt über eine schlichte, klar verständliche Oberfläche. Die erste Auffälligkeit betrifft die Tabs – die sind nämlich am oberen Bildschirmrand in einer Art Register angeordnet. Das coole dabei es handelt sich hier um sog. dynamische Tabs: Dies bedeutet, dass sich die Reihenfolge der Tabs per Drag & Drop ändern lässt. Zusätzlich können einzelnen Tabs mit gedrückter Maustaste herausgelöst werden und als eigenes Fenster platziert werden.
Ein weiteres ganz nützliches Features betrifft den sog. Taskmanager. Dieser wird per Rechtsklick im Browserheader aufgerufen. Es erscheint – ähnlich zu Windows – ein Fenster mit allen geöffnenten Tabs bzw. Webseiten. Sofern bei einem der Tabs ein Fehler aufgetreten ist bzw. sich die jeweilige Webseite nicht mehr schließen lässt, kann dies über den Taskmanager erfolgen. Hierzu wird jeweils auch der benötigte Arbeitsspeicher angezeigt.
Computerfreaks können sich über den gleichnamigen Link auch noch weiterführenden Statistiken einblenden lassen.
Interessant ist auch ein weiteres Features von Google Chrome – der Modus “Anonym browsen” mit dem keinerlei Daten über das Surfverhalten bzw. die aktuelle Session gespeichert werden. Welche Auswirkungen dies allerdings in der Folge haben wird, muss sich erst noch zeigen.
Und dann gibt´s da noch etwas, das ich als durchaus wichtig erachte. Google Chrome scheint im Vergleich zum Firefox 3 nochmals merklich an Speed zugelegt zu haben!
Nach meinem ersten, kurzen Test ein durchaus gelungener Einstand. Ich könnte mir daher vorstellen, dass an der einen oder andere Ecke jetzt “Feuer auf dem Dach” angesagt ist….
Verpassen Sie keinen Beitrag und abonnieren Sie unseren RSS-Feed.
3. September 2008 um 18:59
[...] ausführlichere Eindrücke gibt es bei Thomas , Torsten , Josef , Julian und einigen anderen… [...]
3. September 2008 um 21:19
ich werde vorerst noch meinen installierten Mozilla Firefox in den Dienst stellen und nicht wechseln – was läuft, das sollte man nicht so schnell ändern
4. September 2008 um 18:16
Hmmm – ich denke es wird schwierig für google an firefox ranzukommen. Es sind zwar extensions angekündigt, allerdings frage ich mich ob die ganzen entwickler von firefox ihre tausenden von plugins wirklich zu google portieren werden. ich nutze einige extensions in verbindung mit firefox und muss sagen, dass ohne diese das web eine nummer schlechter wäre. adblock plus, seo quake, mixtab plus, downthemall und google preview um mal ein paar zu nennen. das schöne am firefox ist, das eine große gemeinde an entwicklern gibt. vielleicht belebt der browser aber das geschäft.
6. September 2008 um 9:02
Bedeutet das Anonym auch, dass keine Daten an Google gesendet werden? Schön wärs wohl
6. September 2008 um 18:23
@Adrian: Das wäre zu schön um wahr zu sein… Google lässt sich durch den Browser generierte Daten sicherlich nicht durch die Lappen gehen. Selbst die Bild-Zeitung hat darauf bereits reagiert: http://www.bild.de/BILD/digital/technikwelt/2008/09/06/google-browser-chrome/bundesamt-sicherheit-warnung.html
Ich bin durchaus gespannt, wie das Ganze weitergeht.
25. September 2008 um 18:26
Never change a running system. Den einzigen Vorteil habe ich bei Chrome nur in markierung der Links in den Quelltexten gesehen. Sonst interessiert mich daran eigentlich nichts. Außerdem wird es diese Features eh nach und nach als Add ons für den FF geben. Daher bleibe ich auch bei diesem, ferner auch wegen Josef Willkommers Ausführungen.
9. November 2008 um 13:35
ich bin google gegenüber mitlerweile sehr mistrauisch. es dendiert einfach vieles in richtung personal info fishing. egal ob browser toolbar etc. da steckt meiner meinung nach mehr dahinter als wir es bislang wissen
9. November 2008 um 13:37
ich muss mich da anschliessen. es sind viele infos die da weiter gegeben werden. warum und wofür auch immer, denn die kontrolle über diemenschheit wird es nie geben. alles eine frage der zeit
12. Januar 2009 um 13:51
Ich sehe es nicht so dramatisch, schliesslich hat jeder noch immer die möglichkeit frei zu wählen was verfolgt werden darf und was nicht. ok, ein bisschen ahnung muss man schon haben, aber ein großer hacker muss man nicht sein.
22. Januar 2009 um 16:22
Ich habe mir mal den neuen Google Browser runtergeladen, und habe mich damit ein bisschen beschäftig! Ich konnte jetzt gar nicht nachvollziehen, ob Google Chrome wirklich schneller läuft als Firefox! Muss ich nochmal testen! Aber ob das anonyme Browsen wirklich funktioniert, ist fraglich!
23. April 2009 um 21:14
Chrome ist durchaus schneller als Firefox nur sind leider keine Plugins möglich und die Datenübertragung zu Google finde ich schon als sehr bedenklich, vor allem wenn man für Suchmaschinen optimiert. Wer weiss ob Google diese Daten der besuchten Seiten und der Backlinks aus diesen gesuchten Seiten nicht irgendwie abwertet.