Google Presentations – Ein erster Test

Josef Willkommer, 26. September 2007 1 Kommentar RSS

Nach dem offiziellen Start von Google Presentations – eines powerpointähnlichen, webbasierten Präsentationstools – haben wir uns das Teil mal kurz angesehen. Damit ist jetzt erstmals ein “vollständiges”, internetbasiertes Office-Paket auf dem Markt. Eines können wir hier schon vorweg nehmen – Presentations ist ganz nett gemacht, die Bedienung ist google-typisch intuitiv, allerdings muss am Funktionsumfang schon noch etwas gearbeitet werden.

Google Presentations

Der Einstieg ist selbsterklärend. Über den Button “Neu” in der Docs & Spreadsheet genannte Startmaske kann man Google Presentations aufrufen. Der Import einer ca. 5MB großen Powerpoint-Präsentation gelang einfach und problemlos. Danach tauchen aber bereits erste “Kinderkrankheiten” auf.

Google Presentations 2

In einem Diagramm ist die Beschriftung vertikal angeordnet. Anscheinend hat Presentations damit (derzeit) noch ein Problem, die Darstellung erfolgt hier nämlich horizontal wodurch das Diagramm “zerschossen” wird. Es gibt derzeit auch noch keine Möglichkeit die Anordnung des Textes (z.B. durch Drehen) zu beeinflussen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Folienübergänge oder Textanimationen lassen sich nicht wie bei Powerpoint realisieren. Bislang sind hier statische Präsentationen angesagt. Gut wäre auch ein Raster bzw. ein Lineal, mit dem das Feintuning bei der Ausrichtung leichter fallen würde.

Gut: Präsentation lassen sich – ähnlich wie bei Text & Tabellen – übers Web veröffentlichen. Über eine eindeutige URL hat man die Präsentation jederzeit griffbereit. Außerdem lassen sich beliebige Präsentationsteilnehmer per Email einladen, um diese in Augenschein zu nehmen.

Fazit: Ein netter Einstieg, als Powerpoint-Ersatz eignet sich Google Presentations jedoch nicht. Man kann jedoch davon ausgehen, dass gerade beim Funktionsumfang – ähnlich wie bei Text und Tabellen – laufend nachgebessert wird. Damit dürfte der Abstand zu “richtigen” Präsentationstools mittelfristig beträchtlich schrumpfen.


Ein Kommentar zu “Google Presentations – Ein erster Test”

  1. Freetagger schrieb:

    Vielen Dank für den Hinweis, ich habe mich gleich mal auf Google Docs umgesehen und mir gefällts, da auch andere Personen dran arbeiten können. Zumindest habe ich das irgendwo gelesen.
    Getestet habe ich G.Docs noch nicht, kommt aber.

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