Google Street View – was tut sich?

admin, 17. August 2009 5 Kommentare RSS

Vor rund einem Jahr hatten wir ja das Google-Kamera-Auto in Rosenheim gesichtet. Da stellt sich natürlich die Frage, ob was mit den Aufnahmen inzwischen geschehen ist.

Nicht viel, muss man feststellen. Aus Europa gibt es derzeit nur ausgewählte Städte in Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Street View Europa

Von Deutschland ist aber noch keine Spur zu sehen. Einzig eine Liste mit weiteren Städten, in denen in nächster Zeit gefilmt werden soll, kann man studieren.

Auch in Österreich wird nun berichtet, dass die Google-Autos unterwegs sind, und dass man sich nicht erschrecken soll, wenn man dem Auto mit der Kamera auf dem Dach begegnet.
Und in der Tat ist es mir vor gut 2 Wochen in Tirol begegnet. Ich war auf der Rückfahrt vom Achensee, als mir kurz hinter der Kanzelkehre ein silbernes Auto mit der Kamera entgegenkam. Ich hätte getippt, dass es ein belgisches Kennzeichen hatte, während im Radio gesagt wurde, dass die Autos bulgarische Kennzeichen hätten. Aber da die Begegnung vor der Meldung kam, habe ich mich doch ein wenig erschrocken.

Seitdem frage ich mich, wann die Bilder denn tatsächlich im Web zu sehen sein werden. Denn es herrschen ja nach wie vor große Bedenken, dass die Daten missbraucht werden könnten, um örtliche Gegebenheiten auszukundschaften. Die andere Frage betrifft die Personen und Fahrzeuge, die auf den Bildern zu sehen sind. Die Street View-Bilder von Belfast zeigen eine menschenleere Stadt, die fast gespenstisch wirkt. Ob sie da alle Personen rausretuschiert oder die Stadt vorher abgesperrt haben?
In Paris rund um den Eiffelturm ist das Ganze längst nicht so streng. Zwar steht da ein Mann ohne Kopf – so sieht es jedenfalls durch die Verfremdung tatsächlich aus -, aber bei anderen Personen lassen sich die Gesichtszüge durchaus noch erkennen. Und von den ganzen parkenden Bussen wurden zwar die Nummernschilder verfremdet, aber es ist durchaus möglich, den Bus an der Aufschrift und Farbe zu erkennen, wenn man das möchte.

Da warte ich also gespannt, bis Tirol in Google Street View erscheint, um zu sehen, ob von mir da was zu erkennen ist. Vielleicht das Auto mit verfremdetem Nummernschild? Vielleicht sogar Schemen der Insassen? Oder vielleicht auf wundersame Weise gar nichts? Aber das wird ja sicher noch ein Jahr oder länger dauern. Denn zuerst warten wir ja auf die Rosenheimer Bilder. Es sei denn, da sind unterschiedlich flotte Projektteams dran.


5 Kommentare zu “Google Street View – was tut sich?”

  1. Nils schrieb:

    Die Menge an Foto-Aufnahmen von Street View überrascht immer wieder.. habe sie schon in dem ein oder anderen kleinen Dörfchen in Deutschland rumgurken sehen. Immer wieder ein ulkiger Anblick ;-)

  2. MECO schrieb:

    Das Auto habe ich mehrfach in Düsseldorf, sowie Hilden, Langenfeld, Köln, Solingen gesehen. Immer ein schwarzer Astra F mit Kennzeichen aus Hamburg

  3. Nils schrieb:

    Habe das Auto auch schon bei uns in Lübeck gesehen. Ist echt ne coole Sache wenn das fertig ist, dann räumt Google den Navi Markt auf :)

  4. Oliver @ Webdesign Fachmann berlin schrieb:

    Ich habe die Jungs vor etwa einem dreiviertel Jahr zig Mal in Berlin gesehen. War auch immer ein schwarzer Astra F mit HH-Kennzeichen.

    Aber aufgrund der Datenschützer wird Google vielleicht noch abwarten?
    Ich habe in dieser Richtung keine Paranoia und warte schon mehr oder weniger sehnsüchtig darauf, das Streetview für DE freigeschaltet wird. Hoffentlich ists bald soweit… Denn die Idee ist einfach klasse und wie Nils schon sagt, dann rumpelts sicher im Navi-Markt :)

  5. Chris @ Webdesign Mönchengladbach schrieb:

    Ich hab die schwarzen Google Kisten vor ein paar Wochen in Köln gesichtet… Bis wann soll das Projekt eigentlich für Deutschland flächendeckend abgeschlossen sein?

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