geschrieben von Marion Engel am 18. Dezember 2008 um 10:56 Uhr
“Mahalo, eine neue Art des Suchens“, das war vor mehr als einem Jahr mein erster Blogbeitrag. Die besten Seiten sollten nach Empfehlung der Redakteure und der Benutzer in den Suchergebnissen von Mahalo ganz oben stehen.
Geht man heute auf Mahalo, ist von Suche und Suchergebnisse nicht mehr viel zu sehen. Und im Firefox schaut Mahalo sowieso ziemlich merkwürdig aus:
Das Logo ist abgeschnitten, die Auswahlboxen sind nur zum Teil sichtbar – was mag da wohl passiert sein?
Offensichtlich eine Optimierung für den Internet Explorer, denn im IE 7 zeigt der Kopfbereich nicht nur ein anderes Aussehen, sondern auch viele zusätzliche Features.

Das ist ziemlich merkwürdig, denn meine Fehlerprüfung im Firefox zeigt für die Startseite nur 9 Fehler.
Bei genauerer Betrachtung stellt man dann fest, dass man seinen Suchbegriff in das Suchfeld im Kopfbereich eingeben kann und dann sowohl die Suchergebnisse von Mahalo als auch die von Google, Yahoo!, MSN und einigen anderen zu sehen bekommt. Voraussetzung ist jedoch der Internet Explorer und das Wissen um diese Möglichkeit, denn allzuleicht könnte man meinen, dass es sich hier um eine Suche innerhalb der Mahalo-Site handelt.
Die Suche scheint allerdings nicht mehr die Top-Priorität von Mahalo zu sein. Denn auf der Startseite sind News und LiveBlog-Einträge vorherrschend. Und danach kommt ein neues Feature: Mahalo Answers. Und damit werden auch die Firefox-Nutzer wieder froh. Denn trotz 23 Fehler ist die Anzeige auch im Firefox ohne Beanstandung.

Hier können Benutzer Fragen stellen und beantworten. Die Fragen gehen “quer durch den Garten”, von einem Foto eines Tiers, zu dem der Name gesucht wird, über Fragen nach Reise- und Einkaufstipps bis hin zu eher philosopischen Fragen nach den Recherchemöglichkeiten vor dem Internetzeitalter. Sicher mag die jeweilige Frage für den Einzelnen interessant und wichtig sein, und möglicherweise profitieren auch ein paar andere von den Antworten, aber den echten Mehrwert kann ich derzeit nicht erkennen. Denn für die meisten Fragen scheint kein wirkliches Expertenwissen notwendig zu sein. Und manchen Antwortenden fehlt auch die notwendige Ernsthaftigkeit. Denn auf die Frage nach den Recherchemöglichkeiten vor dem Internetzeitalter zu antworten, dass man diese Zeit nicht selber erlebt hat oder zu fragen, ob es diese Zeit tatsächlich gegeben hat, ist nicht wirklich nützlich.
Möglicherweise steckt ein anderer Beweggrund dahinter: Für Antworten kann man sich nämlich Punkte verdienen. Je nach Punktezahl bekommt man dann einen Gürtel in einer gewissen Farbe verliehen und – das ist wohl eher interessant – einen Geldbetrag ausgezahlt. Woher das Geld für die Antworten allerdings kommt, ist eine offene Frage, denn verglichen mit den Anfangstagen von Mahalo muss der Gürtel um einiges enger geschnallt und die Belegschaft reduziert worden sein. Einzige Einnahmequelle auf den Seiten sind Google-Anzeigen, die – wenn man die Überschrift nicht genau liest – durchaus mit redaktionellen Beiträgen verwechselt werden können. Farbe und Formatierung der Schrift sind nämlich gleich….
Und Mahalo bietet noch mehr: von Informationen in Text, Bild, Link und Video zu aktuellen Themen bis hin zu einem Wettbewerb für Kinderfotos, alles ist da. Allerdings sind die Inhalte nach wie vor auf Amerika fokussiert, und nicht immer zuverlässig zu erreichen. Denn selbst der Internet Explorer gibt mir derzeit keine Rückmeldung für die angeklickte Seite in Mahalo.
Ich hoffe, die Macher von Mahalo verzetteln sich nicht mit zu vielen eher halbherzig gestalteten Angeboten, die es anderweitig bereits gibt. Denn das bringt auf Dauer sicher noch viel weniger, als wenn sie sich auf ein Angebot konzentriert und dieses durchgezogen hätten. Aber wer Zeit und Musse hat, sich bei Mahalo durchzuklicken, findet sicher den ein oder anderen interessanten Hinweis.
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22. Dezember 2008 um 14:47
Die Sammlung von relevanten, vollständig auf-Topic Ergebnisse aller an einem Ort ist es, was macht Mahalo als eine wunderbare Website zu benutzen.
10. Februar 2010 um 13:30
Durchgesetzt hat sich Mahalo nie, oder? Man hört nichts mehr drüber.