Das Leben wird immer mobiler, und das Internet immer wichtiger. Also ist es naheliegend, beides zu verbinden, denn der Zugang zum Internet ist inzwischen mit Mobiltelefonen ebenso technisch möglich wie mit PCs.
In ihrer Dissertation mit dem Titel „Web browsing on mobile phones – Characteristics of user experience“ hat sich Virpi Roto an der Helsinki University of Technology, Department of Computer Science and Engineering, mit diesem Thema auseinander gesetzt. In einem 3-teiligen Blogbeitrag werden die wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit und ein paar aktuelle Trends in Kurzform vorgestellt.
Zum mobilen Surfen benötigt man ein mobiles Endgerät, eine Verbindung ins Netz und Webseiten. Da diese drei Komponenten aber von unterschiedlichen Parteien erstellt werden, die voneinander abweichende Ziele verfolgen, macht das mobile Surfen noch nicht so richtig Spaß. Auch wenn die Möglichkeiten des mobilen Zugriffs auf das Internet immer umfangreicher werden, ist die Technologie noch längst nicht voll ausgereift.
Die Bedeutung des Internets für unser tägliches Lebens steigt immer weiter. Dadurch wird auch die Nutzung des Internets mit mobilen Geräten immer wichtiger. Für die junge Generation wird dies eine Selbstverständlichkeit, denn bereits heute surft jede japanische Hausfrau ohne besondere technische Affinität mobil im Internet, um sich beispielsweise über den Zugfahrplan zu informieren.
Der mobile Zugang ins Internet hat auch für die Entwicklungsländer eine hohe Bedeutung, da ein PC dort für einen Durchschnittshaushalt unerschwinglich ist.
Anwendungsbereiche
Mobiles Surfen ist natürlich in Mobilitätsphasen angesagt. Auf weiteren Reisen kann man damit Informationen aus der Heimat abrufen, per Webmail kommunizieren oder Informationen für die weitere Reise (z.B. Wetterbericht, Fahrpläne) abrufen. Wichtig ist in diesem Fall, dass das Sammeln der Informationen nicht länger als 20 Minuten dauern darf.
Neben der Suche nach Informationen erfüllt das mobile Surfen auch den Wunsch nach Unterhaltung. Wartezeiten und Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln können damit überbrückt werden. Der mobile Surfer wirkt cool und vermeidet unangenehme Situationen, wenn er sich z.B. nicht durch sein Gegenüber im Zug anstarren lassen muss.
Die Nutzung des Internets am PC und auf einem mobilen Gerät schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich und werden bewusst gewählt. Sei es, dass der Blogger im Zug auf dem Weg ins Büro seine Arbeit mobil beginnt und am PC abschliesst, sei es, dass das Mobiltelefon benutzt wird, wenn man dort eine Information schon gefunden hat, bevor der PC hochgefahren wäre. Und wenn der Benutzer gemütlich auf der Couch oder im Bett liegen will, wird er sein „relaxed browsing“ bevorzugt mit dem mobilen Gerät durchführen.
Die jüngeren Nutzer (20-27 Jahre) üben sich im Multitasking, schauen nur kurz auf den Bildschirm und widmen sich anderen Dingen, bis ihnen der Vibrationsalarm des Handys anzeigt, dass die gewünschte Seite nun vollständig geladen ist. Die älteren Nutzer (40-47 Jahre) schauen durchschnittlich 2 Sekunden länger auf den Bildschirm.
Neben dem gesamten Web, das über HTML-Browser zugänglich ist, entstehen inzwischen verschiedene spezialisierte Seiten für WAP-, i-Mode-, Sprach-Browser usw. Das W3C setzt sich deshalb in seiner „One Web-Initiative“ dafür ein, dass der gleiche Inhalt von jedem Endgerät aus erreichbar wird. Noch gibt es aber eine ganze Menge Unterschiede beim Zugang zum Internet mit dem PC und einem mobilen Gerät, die im nächsten Teil des Beitrags detaillierter vorgestellt werden.
Fortsetzung folgt…
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Mobil ins Internet – Teil 1
admin, 6. August 2007 kein Kommentar RSS
Das Leben wird immer mobiler, und das Internet immer wichtiger. Also ist es naheliegend, beides zu verbinden, denn der Zugang zum Internet ist inzwischen mit Mobiltelefonen ebenso technisch möglich wie mit PCs.
In ihrer Dissertation mit dem Titel „Web browsing on mobile phones – Characteristics of user experience“ hat sich Virpi Roto an der Helsinki University of Technology, Department of Computer Science and Engineering, mit diesem Thema auseinander gesetzt. In einem 3-teiligen Blogbeitrag werden die wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit und ein paar aktuelle Trends in Kurzform vorgestellt.
Zum mobilen Surfen benötigt man ein mobiles Endgerät, eine Verbindung ins Netz und Webseiten. Da diese drei Komponenten aber von unterschiedlichen Parteien erstellt werden, die voneinander abweichende Ziele verfolgen, macht das mobile Surfen noch nicht so richtig Spaß. Auch wenn die Möglichkeiten des mobilen Zugriffs auf das Internet immer umfangreicher werden, ist die Technologie noch längst nicht voll ausgereift.
Die Bedeutung des Internets für unser tägliches Lebens steigt immer weiter. Dadurch wird auch die Nutzung des Internets mit mobilen Geräten immer wichtiger. Für die junge Generation wird dies eine Selbstverständlichkeit, denn bereits heute surft jede japanische Hausfrau ohne besondere technische Affinität mobil im Internet, um sich beispielsweise über den Zugfahrplan zu informieren.
Der mobile Zugang ins Internet hat auch für die Entwicklungsländer eine hohe Bedeutung, da ein PC dort für einen Durchschnittshaushalt unerschwinglich ist.
Anwendungsbereiche
Mobiles Surfen ist natürlich in Mobilitätsphasen angesagt. Auf weiteren Reisen kann man damit Informationen aus der Heimat abrufen, per Webmail kommunizieren oder Informationen für die weitere Reise (z.B. Wetterbericht, Fahrpläne) abrufen. Wichtig ist in diesem Fall, dass das Sammeln der Informationen nicht länger als 20 Minuten dauern darf.
Neben der Suche nach Informationen erfüllt das mobile Surfen auch den Wunsch nach Unterhaltung. Wartezeiten und Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln können damit überbrückt werden. Der mobile Surfer wirkt cool und vermeidet unangenehme Situationen, wenn er sich z.B. nicht durch sein Gegenüber im Zug anstarren lassen muss.
Die Nutzung des Internets am PC und auf einem mobilen Gerät schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich und werden bewusst gewählt. Sei es, dass der Blogger im Zug auf dem Weg ins Büro seine Arbeit mobil beginnt und am PC abschliesst, sei es, dass das Mobiltelefon benutzt wird, wenn man dort eine Information schon gefunden hat, bevor der PC hochgefahren wäre. Und wenn der Benutzer gemütlich auf der Couch oder im Bett liegen will, wird er sein „relaxed browsing“ bevorzugt mit dem mobilen Gerät durchführen.
Die jüngeren Nutzer (20-27 Jahre) üben sich im Multitasking, schauen nur kurz auf den Bildschirm und widmen sich anderen Dingen, bis ihnen der Vibrationsalarm des Handys anzeigt, dass die gewünschte Seite nun vollständig geladen ist. Die älteren Nutzer (40-47 Jahre) schauen durchschnittlich 2 Sekunden länger auf den Bildschirm.
Neben dem gesamten Web, das über HTML-Browser zugänglich ist, entstehen inzwischen verschiedene spezialisierte Seiten für WAP-, i-Mode-, Sprach-Browser usw. Das W3C setzt sich deshalb in seiner „One Web-Initiative“ dafür ein, dass der gleiche Inhalt von jedem Endgerät aus erreichbar wird. Noch gibt es aber eine ganze Menge Unterschiede beim Zugang zum Internet mit dem PC und einem mobilen Gerät, die im nächsten Teil des Beitrags detaillierter vorgestellt werden.
Fortsetzung folgt…