admin, 31. August 2007 2 Kommentare RSS
Das Ziel der meisten Online-Strategien liegt in der Steigerung der Online-Verkäufe. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass dieser Ansatz nicht weit genug geht. Wer Suchmaschinen-Optimierung betreiben und Online-Anzeigen schalten will, sollte die Offline-Umsätze nicht außer Acht lassen.
Zwei Studien haben die Auswirkungen von Online-Anzeigen und Suchaktivitäten auf das Offline-Kaufverhalten untersucht. Die erste Studie hat gezeigt, dass Kunden, die bei ihrer Online-Suche auch Anzeigen gesehen hatten, bei Käufen im Laden 41% mehr als die Kunden ausgaben, die die Online-Anzeigen nicht gesehen hatten.
In der zweiten Studie ging es um das lokale Suchverhalten. Demnach gehen 82% der Kunden nach einer lokalen Suche auch tatsächlich in den Laden oder nehmen telefonisch Kontakt mit dem Anbieter auf. 61% dieser Personen haben schließlich auch einen Kauf getätigt.
Es ist also wichtig, bei der Suchmaschinenoptimierung auch lokale Aspekte zu berücksichtigen. Für 60% der Personen, die in Internet nach einem lokalen Anbieter gesucht haben, waren die ersten Ergebnisse am wichtigsten. 25% der Suchenden betrachten sogar nur die Suchergebnisse, die ohne Scrollen sichtbar sind.
Die Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass die klassische Werbung die Online-Suche beeinflusst. 60-90% der Suchanfragen in stark beworbenen Marktsegmenten (z.B. Pizza, Versicherungen, Banken und Finanzdienstleistungen) galten einer Marke. In wenig markengeprägten Bereichen (z.B. häusliche Dienstleistungen) waren 30-50 % der Suchanfragen allgemeiner Natur.
Es überrascht, dass die Gelben Seiten noch immer für 33% aller Konsumenten die wichtigste Quelle für lokale Unternehmensinformationen darstellen. Möglicherweise sind die Ergebnisse einer lokalen Suche noch immer von schlechter Qualität oder die lokalen Suchanbieter sind bei den Suchenden noch nicht ausreichend präsent.
Diese Ergebnisse werden auch noch von weiteren Studien gestützt: Auch wenn 67% der Befragten lieber im Laden kaufen, informieren sich 69% online über Produkte und vergleichen 68% online Preise.
Wenn der Kaufprozess von höherpreisigen Gütern (über $ 500) im Internet beginnt, endet er in 90% der Fälle offline. So lässt sich erklären, warum sich die Ausgaben im E-Commerce in den USA nur auf 2,5 % der gesamten Ausgaben im Handel belaufen.
Quelle: Search Engine Watch
4. Januar 2011 um 17:14
Hi!
Ich schreibe gerade eine Arbeit über dieses Thema und wollte fragen, ob ich den genauen Link von diesem Artikel über die beiden Studien bekommen könnte. Ich finde die Studie nämlich nicht.
lg Steffi
5. Januar 2011 um 10:07
@Steffi: Leider kann ich nicht wirklich weiter helfen, zumal der Beitrag ja schon einige Jahre alt ist. Meine damalige Quelle, Search Engine Watch, hat zwar noch Beiträge von 2007 im Archiv, aber dort habe ich nichts finden können, was zumindest in der Ergebnisliste nach dem gesuchten Beitrag aussieht.