OpenStreetMap: kostenlose Karten und mehr

admin, 8. September 2008 1 Kommentar RSS

Kostenlose Landkarten und Stadtpläne gab es bisher von Google Maps. Aber Google ist mit diesem Angebot inzwischen nicht mehr alleine auf dem Markt. Denn im Long Tail gibt es ja fast nichts, wofür keine Community gefunden werden könnte. “Mapping Parties” oder “Mapping Weekends” sind angesagt und vereinen Leute, die gut zu Fuß sind und idealerweise ein GPS-Gerät besitzen. Sie durchstreifen Städte, Wälder oder auch Bergregionen, nehmen die Geodaten im GPS auf und notieren die Namen der Straßen oder anderer wichtiger Punkte. Zu Hause am Rechner werden alle Daten dann zusammengeführt und an die zentrale Datenbank übertragen, von wo aus sie allen Benutzern im Internet zur Verfügung stehen.

OpenStreetMap

Open Street Map, die freie Wiki-Weltkarte, nennt sich dieses Projekt, das seit Ende April 2008 auch in Deutschland aktiv ist, um möglichst vollständige und gute Kartendaten zusammenzutragen. Dazu werden unter anderem auch GPS-Geräte für Mapping-Aktionen verliehen, damit das Nicht-Vorhandensein eines solchen Geräts kein Hinderungsgrund für engagierte Mapper ist. 14 regionale Gruppen haben sich bereits gebildet, die sich regelmäßig treffen und auch darüber Buch führen, welche Stadtviertel noch bearbeitet werden sollten.

Trotz der erst kurzen Aktivitätsphase ist bereits viel Gutes vorhanden. Wie dieser Ausschnitt aus dem Kölner Stadtplan zeigt, gibt es Parkplätze, Museen, Kirchen, Hotels, Wertstoffinseln, Bahnlininien und Einbahnstraßen.

OpenStreetMap, Ausschnitt von Köln

Je größer die Zoomstufe, desto detaillierter die Informationen, d.h. zum Symbol für eine Gaststätte wird auch der Name eingeblendet – wenn er eingepflegt wurde. Und mit einer größeren Zoomstufe verschwindet auch so manche etwas ungeschickte Anordnung der Buchstaben des Straßennamens, wenn diese Straße einen Knick aufweist.

Natürlich gibt es auch noch diverse weiße Flecken auf den Karten, die durch das Logo von OpenStreetMaps gekennzeichnet werden und Liebhaber der jeweiligen Stadt oder Region suchen, die sich dieses “Niemandslandes” annehmen.

OpenStreetMap - noch nicht erfasste Bereiche

Ein paar Stichproben haben ergeben, dass die Kartendaten sowohl aktuell als auch stimmig sind. Die beste Voraussetzung also, um regen Gebrauch davon zu machen. Dies erfordert allerdings, dass man die Quelle der Kartendaten nennt. Und wer etwas Gutes kostenlos bekommt, muss auch so fair sein, das daraus geschaffene Ergebnis anderen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Alle Details können im Wiki von OpenStreetMap nachgelesen werden. Dort gibt es auch Beispiele und Anleitungen, wie die Kartendaten heruntergeladen und verwendet werden können. Auch ein direkter Vergleich mit Google Maps wird angeboten, der mal ein Plus für die eine, mal für die andere Seite ergibt.

Insgesamt ein interessantes Projekt, dass es sicher verdient, verfolgt und auch unterstützt zu werden. Warten wir mal ab, wie es sich in den nächsten Monaten entwickelt.


Ein Kommentar zu “OpenStreetMap: kostenlose Karten und mehr”

  1. Andreas schrieb:

    Die Kartendaten sind sehr gut. Gefallen mir besser als die von Google Maps!

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