admin, 6. Oktober 2008 4 Kommentare RSS
Die Ideen für Web 2.0-Portale sind wahrhaftig vielfältig. Vor kurzem bin ich auf ein Vermittlungsportal für private Jobs gestossen, dass seit knapp einem Jahr verfügbar ist.

Bei machdudas treffen sich Privatpersonen, die kleine Jobs zu vergeben haben und Privatpersonen, die solche Jobs annehmen. Dabei ist es gleich, ob die Aufgabe besondere Kenntnisse eines Handwerks, einer Fremd- oder Programmiersprache bedarf, oder ob “nur” Engagement gefordert ist, um beispielsweise bei einem Umzug zu helfen oder Botendienste zu übernehmen.
Wer einen Helfer sucht, kann zwischen 10 Kategorien mit verschieden vielen Unterkategorien wählen. Danach muss er die Aufgabe kurz beschreiben und angeben, ob sie an einem bestimmten Ort ausgeführt werden muss. Die Bewerbungsfrist für die Jobber kann zwischen 20 und 30 Tagen gewählt werden. Schließlich muss noch festgelegt werden, ob die Bezahlung in Form einer Pauschale oder eines Stundensatzes erfolgen soll und wieviele Helfer benötigt werden.
Die Jobsuchenden können bei der Suche nach einer Tätigkeit eine Einschränkung nach den 10 Kategorien und auf regionaler Ebene über Stadt, Bundesland oder PLZ vornehmen. Leider sind hier die Unterkategorien nicht sichtbar, so dass die Suche in populären Bereichen leicht unübersichtlich werden kann. Zumal manche Gesuche nicht wirklich gut gepflegt sind. Denn dass das Putzen einer Wohnung nicht ortsgebunden ist, halte ich für ein Gerücht….
Es ist auch nicht möglich, zwischen offenen und vergebenen Aufgaben zu filtern oder die offenen Jobs nach Datum zu sortieren. Aber vielleicht sind das ja Features, die in einer späteren Version eingefügt werden oder nur registrierten Benutzern zur Verfügung stehen.
3 ist die magische Zahl für machdudas. Wer über das Portal einen Job erhält, zahlt genau 3 EUR an die Portalbetreiber. Und wer vor Vergabe eines Jobs einen der Bewerber kennenlernen möchte, zahlt ebenfalls 3 EUR. Das ist sozusagen der Preis für die Aufhebung der Anonymität, die ansonsten gewahrt bleibt. Die Jobber können allerdings von früheren Auftraggebern bewertet werden, so dass man sich ein gewisses Bild über die Zuverlässigkeit machen kann.
Betrachtet man einmal diverse Anfragen und deren Angebote, so zeigt sich oft ein heterogenes Bild. Die Preise schwanken sehr stark und für manche Auftraggeber wird es sicher schwierig, den richtigen Jobber auszuwählen. Wenn beispielsweise ein Auftraggeber jemanden sucht, der ihm ein Kontaktformular erstellt, wird er vermutlich nicht wissen, wass PHP oder CSS ist. Und entsprechend wird er nicht objektiv beurteilen können, ob der teurere Anbieter, der ihm ein PHP-Formular anbietet, auch wirklich den höheren Preis wert ist. Aber auch für den Anbieter ist hier eine Preisschätzung schwierig, denn Kontaktformular ist nicht gleich Kontaktformular. Ein paar Adressfelder, ein Textfeld und ein Senden-Button sind sicher schnell zusammengestöpselt. Aber was ist, wenn es mehr Felder sein sollen, möglicherweise noch mit Mussfeldern und Plausibilitätsprüfungen der komplexeren Sorte (z.B. wenn Mailadresse ausgefüllt, dann ist Postadresse keine Pflicht mehr, aber wenn PLZ ausgefüllt, dann ist Ort Pflichtfeld)?
Ein anderes Gesuch aus dem Web-Bereich betraf eine kleine , optisch ansprechende Website, die der Benutzer selber pflegen kann. Wie so etwas für 100 EUR möglich sein soll, ist mir ein Rätsel. Und dass es dazu noch kostenlosen Support geben soll, ist zu schön, um wahr zu sein. Aber vielleicht hat der Anbieter ja im Lotto gewonnen, ausgesorgt und tut nun – im Kampf gegen die Langeweile – gute Werke. Man muss ja nicht immer alles pessimistisch sehen.
Aber aus unserer professionellen Sicht sind selbst 700 EUR inklusive Suchmaschinenoptimierung verdächtig geschenkt.
Bei manchen Angeboten bestehen allerdings Zweifel, ob es sich wirklich um Angebote von privat handelt. Immerhin haben die Betreiber der Plattform in ihrem Blog angekündigt, dass sie Angebote aus dem Multi-Level- und Netzwerk-Marketing-Bereich löschen werden. Aber letztendlich muss und kann ja jeder selber entscheiden, auf welches Angebot er reagiert. Und aus den Bewertungen zu schließen, haben etliche Job-Anbieter gute Erfahrungen mit den gewählten Jobbern gemacht.
26. Oktober 2008 um 13:37
danke für den beitrag! es gibt ja auch andere anbieter wie ansus.de oder http://www.betreut.de dort sidn die angebote z.t. stärker fokussiert, aber auch schon länger aufm markt und mit merh angeboten.
5. Februar 2009 um 14:37
Ähnliches Prinzip nur das hier die Anbieter, im Fall eines für sie interessanten Auftrages, für die Kontaktdaten zahlen findet man aus http://www.kaeuferportal.de
17. August 2009 um 15:00
Bei meinem Portal dreht es sich um die Auftragsvermittlung für Hausverwaltungen. Also recht speziell, geht aber dennoch in die gleiche Richtung. Jemand der eine Leistung / Hausverwaltung sucht und derjenige der die Leistung anbietet finden sich auf dem Portal http://www.Hausverwalter-Vermittlung.de – Grüße, Dennis
11. Februar 2010 um 16:03
Genau dasselbe Prinzip gibt es auch auf meinem Portal http://www.tutoria.de. Hier können Leute Nachhilfe anbieten und nachfragen. Momentan sind schon über 11.000 Tutoren registriert. Schaut vorbei.
Grüße Manfred