Die Mehrheit der Besucher einer Webseite kommt über eine der Suchmaschinen auf diese Seite. Aber da endet oft das Glück des Besuchers, denn auf der Seite, die ihm da angeboten wird, findet er seinen Suchbegriff nicht mehr. Und manchmal ist dieser auch nicht einmal in der Navigation zu finden.
Wäre es da nicht schön, auch auf der Landing Page eine site-interne Suche zu finden? Ja, in der Tat. Und es wäre für beide Seiten von Vorteil:
Für den Besucher, weil er eine größere Chance hat, das Gesuchte zu finden.
Für den Anbieter, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Besucher auf seiner Site verbleibt und zum Kunden werden kann.
Eine interne Suche bietet vor allem dem Anbieter zudem die Möglichkeit, die Bewegungen seiner Besucher zu steuern. Denn im Gegensatz zum großen weiten Web kennt ja jeder Betreiber einer Web-Site alle Seiten seiner Site. Er weiß auch, welche Produkte oder Dienstleistungen er anbietet, und welche er daraus ganz besonders in den Vordergrund stellen möchte. Und genau in diesem Sinne kann er die Suchergebnisse beeinflussen. Er kann eine interne Rangfolge von Seiten festlegen, die bei der Suche nach einem bestimmten Begriff angezeigt werden sollen.
A propos “bestimmter Begriff”: Hier sollte sich jeder Betreiber einer Website zumindest kurz die Perspektive ändern und sich in seine Besucher versetzen. Oft gibt es ja eine firmeninterne Terminologie, die die Kunden nicht teilen. Und natürlich sucht der Kunde viel eher nach umgangssprachlichen Begriffen und eher selten in der “reinen, korrekten” Terminologie des Anbieters. Und auch wenn sich manchem “Puristen” dabei die Nackenhaar aufstellen sollten: Es ist eine Suchmaschinen-Optimierung für diese kundentypischen Begriffe notwendig. Es ist ja niemand gezwungen, für die Produktbeschreibung die “falsche” Terminologie zu verwenden. Die Vielfalt der Begriffswelt könnte beispielsweise in einem Glossar auf den Punkt gebracht werden. Dort könnte erklärt werden, warum der falsche Begriff denn eigentlich falsch ist, was der falsche Begriff in Wahrheit bedeutet, wieso und warum sich der falsche Begriff eingebürgert hat und was denn nun warum und weshalb der richtige Begriff ist. Und natürlich gibt es dann einen Link auf die Hauptseite, auf der die Produkte unter dem richtigen Begriff dargestellt werden. Und so hat man – unter Umständen sogar ein wenig humoristisch und damit attraktiv – den falschen Begriff als Suchwort mehrfach auf der Seite untergebracht und bei Einhaltung der anderen SEO-Regeln sichergestellt, dass die Site auch über den falschen Begriff gefunden und der Benutzer schnell zur richtigen Seite weitergeleitet wird.
Wie kommt man nun zu einer seiteninternen Suche? TYPO3 beispielsweise enthält von Haus aus eine Volltextsuche. Ein Shop-System wie Magento bietet neben einer Volltextsuche noch umfangreiche Möglichkeiten, die erweiterte Suche zu konfigurieren. Aber auch ohne TYPO3 oder Magento kann man kostenlos zu einer Suchmaschine für seine Website kommen:
JRank macht es den Benutzern ganz einfach. Es muss nur ein kleiner Code-Schnipsel in die eigene Webseite eingefügt werden, und schon stehen das Suchfeld und die zugehörige Logik zur Verfügung. Der JRank-Crawler besucht dann die Site, indiziert sie und stellt die Ergebnisse für die Suche zur Verfügung. In einem Admin-Bereich kann festgelegt werden, wie oft die Indizierung erfolgen soll – idealerweise immer nach einer Aktualisierung. Natürlich können auch die Suchergebnisse und Algorithmen und die Gestaltung des Suchfeldes individuell angepasst werden.
Ähnlich arbeitet auch Atomz, auch wenn die Informationen, die ohne Login angeboten werden, sehr viel spärlicher sind als bei JRank.
Etwas mehr Arbeit und Hintergrundwissen erfordern Anbieter, deren Suchmaschinenlogik auf dem Webserver installiert werden muss.
KScripts ist in Perl geschrieben und setzt voraus, dass Perl 5.003 oder höher auf dem Windows- und UNIX-Server vorhanden ist. Der Codeschnipsel für das Suchfeld wird zur Verfügung gestellt und muss nur noch auf den Seiten eingebaut werden. Im Rahmen der Konfiguration von KScripts besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Seiten und auch Begriffe aufzulisten, die nicht gefunden werden sollen. Dabei müssen nicht alle häufig vorkommenden Füllwörter (z.B. der, die, das, und) auf die Stopwort-Liste gesetzt werden. Mit einem kurzen Befehl kann erreicht werden, dass Wörter, die in 80% der Seiten vorkommen, automatisch auf die Stopwort-Liste gelangen.
Swish-e hat nichts mit Schuhcreme zu tun, sondern ist die Abkürzung für “Simple Web Indexing System for Humans – Enhanced”, also ein einfaches Web-Indizierungssystem für Menschen, das in seiner erweiterten Form vorliegt. Es indiziert nicht nur html-Seiten, sondern auch Dokumente (fast) aller Art, z.B. pdf-Dateien, Word, Excel, PowerPoint und alles, was sich in xml oder html umwandeln lässt.
Swish-e bietet natürlich ebenfalls umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Sehr überzeugend ist auch die umfangreiche Dokumentation, die auf der Website zur Verfügung gestellt wird und zu allen Aspekten der Installation, Konfiguration und des Betriebs Auskunft gibt.
Fazit: Wer seinen Besuchern einen Dienst in Form einer site-internen Suche erweisen möchte, kann seinen Geldbeutel in der Tasche lassen. Er muss bestenfalls ein wenig Arbeit investieren, die sich aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszahlen wird.
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Suche in einer Website
admin, 11. September 2008 kein Kommentar RSS
Die Mehrheit der Besucher einer Webseite kommt über eine der Suchmaschinen auf diese Seite. Aber da endet oft das Glück des Besuchers, denn auf der Seite, die ihm da angeboten wird, findet er seinen Suchbegriff nicht mehr. Und manchmal ist dieser auch nicht einmal in der Navigation zu finden.
Wäre es da nicht schön, auch auf der Landing Page eine site-interne Suche zu finden? Ja, in der Tat. Und es wäre für beide Seiten von Vorteil:
Eine interne Suche bietet vor allem dem Anbieter zudem die Möglichkeit, die Bewegungen seiner Besucher zu steuern. Denn im Gegensatz zum großen weiten Web kennt ja jeder Betreiber einer Web-Site alle Seiten seiner Site. Er weiß auch, welche Produkte oder Dienstleistungen er anbietet, und welche er daraus ganz besonders in den Vordergrund stellen möchte. Und genau in diesem Sinne kann er die Suchergebnisse beeinflussen. Er kann eine interne Rangfolge von Seiten festlegen, die bei der Suche nach einem bestimmten Begriff angezeigt werden sollen.
A propos “bestimmter Begriff”: Hier sollte sich jeder Betreiber einer Website zumindest kurz die Perspektive ändern und sich in seine Besucher versetzen. Oft gibt es ja eine firmeninterne Terminologie, die die Kunden nicht teilen. Und natürlich sucht der Kunde viel eher nach umgangssprachlichen Begriffen und eher selten in der “reinen, korrekten” Terminologie des Anbieters. Und auch wenn sich manchem “Puristen” dabei die Nackenhaar aufstellen sollten: Es ist eine Suchmaschinen-Optimierung für diese kundentypischen Begriffe notwendig. Es ist ja niemand gezwungen, für die Produktbeschreibung die “falsche” Terminologie zu verwenden. Die Vielfalt der Begriffswelt könnte beispielsweise in einem Glossar auf den Punkt gebracht werden. Dort könnte erklärt werden, warum der falsche Begriff denn eigentlich falsch ist, was der falsche Begriff in Wahrheit bedeutet, wieso und warum sich der falsche Begriff eingebürgert hat und was denn nun warum und weshalb der richtige Begriff ist. Und natürlich gibt es dann einen Link auf die Hauptseite, auf der die Produkte unter dem richtigen Begriff dargestellt werden. Und so hat man – unter Umständen sogar ein wenig humoristisch und damit attraktiv – den falschen Begriff als Suchwort mehrfach auf der Seite untergebracht und bei Einhaltung der anderen SEO-Regeln sichergestellt, dass die Site auch über den falschen Begriff gefunden und der Benutzer schnell zur richtigen Seite weitergeleitet wird.
Wie kommt man nun zu einer seiteninternen Suche? TYPO3 beispielsweise enthält von Haus aus eine Volltextsuche. Ein Shop-System wie Magento bietet neben einer Volltextsuche noch umfangreiche Möglichkeiten, die erweiterte Suche zu konfigurieren. Aber auch ohne TYPO3 oder Magento kann man kostenlos zu einer Suchmaschine für seine Website kommen:
JRank macht es den Benutzern ganz einfach. Es muss nur ein kleiner Code-Schnipsel in die eigene Webseite eingefügt werden, und schon stehen das Suchfeld und die zugehörige Logik zur Verfügung. Der JRank-Crawler besucht dann die Site, indiziert sie und stellt die Ergebnisse für die Suche zur Verfügung. In einem Admin-Bereich kann festgelegt werden, wie oft die Indizierung erfolgen soll – idealerweise immer nach einer Aktualisierung. Natürlich können auch die Suchergebnisse und Algorithmen und die Gestaltung des Suchfeldes individuell angepasst werden.
Ähnlich arbeitet auch Atomz, auch wenn die Informationen, die ohne Login angeboten werden, sehr viel spärlicher sind als bei JRank.
Etwas mehr Arbeit und Hintergrundwissen erfordern Anbieter, deren Suchmaschinenlogik auf dem Webserver installiert werden muss.
KScripts ist in Perl geschrieben und setzt voraus, dass Perl 5.003 oder höher auf dem Windows- und UNIX-Server vorhanden ist. Der Codeschnipsel für das Suchfeld wird zur Verfügung gestellt und muss nur noch auf den Seiten eingebaut werden. Im Rahmen der Konfiguration von KScripts besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Seiten und auch Begriffe aufzulisten, die nicht gefunden werden sollen. Dabei müssen nicht alle häufig vorkommenden Füllwörter (z.B. der, die, das, und) auf die Stopwort-Liste gesetzt werden. Mit einem kurzen Befehl kann erreicht werden, dass Wörter, die in 80% der Seiten vorkommen, automatisch auf die Stopwort-Liste gelangen.
Swish-e hat nichts mit Schuhcreme zu tun, sondern ist die Abkürzung für “Simple Web Indexing System for Humans – Enhanced”, also ein einfaches Web-Indizierungssystem für Menschen, das in seiner erweiterten Form vorliegt. Es indiziert nicht nur html-Seiten, sondern auch Dokumente (fast) aller Art, z.B. pdf-Dateien, Word, Excel, PowerPoint und alles, was sich in xml oder html umwandeln lässt.
Swish-e bietet natürlich ebenfalls umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Sehr überzeugend ist auch die umfangreiche Dokumentation, die auf der Website zur Verfügung gestellt wird und zu allen Aspekten der Installation, Konfiguration und des Betriebs Auskunft gibt.
Fazit: Wer seinen Besuchern einen Dienst in Form einer site-internen Suche erweisen möchte, kann seinen Geldbeutel in der Tasche lassen. Er muss bestenfalls ein wenig Arbeit investieren, die sich aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszahlen wird.