admin, 13. Mai 2009 2 Kommentare RSS
Twitter ist in aller Munde und soll jedem bei allem helfen. Und so kommt es, dass dieses allgegenwärtige Gezwitscher auf den einen oder anderen schon wieder abstoßend wirkt. Ähnlich erging es auch Dr. Pete, der sich dann aber doch durchgerungen hat, in SEOmoz einen Beitrag zu schreiben, der einen etwas anderen Blick auf Twitter wirft.
Da seine Ansichten durchaus interessant sind, werde ich sie hier auszugsweise wiedergeben:
Die wahre Stärke von Twitter liegt nicht im Massenmarketing, nicht darin, ein paar zusätzliche Links zu bekommen oder sich einen Namen zu machen. Die wahre Stärke liegt darin, dass aus Kontakten, die Online geknüpft werden, Beziehungen in der Offline-Welt werden können.
Die banalen Dinge
Man kann sich zwar darüber lustig machen, dass man durch Twitter ständig überwacht wird. Aber das verwischt die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben. Wer feststellt, dass seine Geschäftspartner über ihre Kinder sprechen, die mit Grippe im Bett liegen, kann sich dem schlecht entziehen und bekommt den Eindruck, sie etwas besser zu kennen. Und das geht in beide Richtungen. Es ist ehrlich gesagt einfacher, auf Twitter mit Unbekannten Kontakt aufzunehmen als auf einer Plattform, die sich auf den Business-Bereich konzentriert (z.B. LinkedIn).
Harmonische Konvergenz
Mit Twitter kann man nicht nur Kontakt zur lokalen Szene behalten, sondern auch erfahren, wann bestimmte Leute in der Nähe sind. Ist beispielsweise ein bestimmter Experte zu einer Veranstaltung in der Nähe, kann man über Twitter Kontakt aufnehmen und ihn mit etwas Glück sogar treffen. Ohne Twitter hätte man nicht mal von der Veranstaltung erfahren.
Die Kluft zur A-Klasse überwinden
Auf Twitter ist jeder Mensch, und das verkleinert die Kluft zwischen den “Großen” und dem Rest. Das bedeutet natürlich nicht, dass man jede industrielle Größe verfolgen und ausflippen sollte, wenn der eine oder andere twittert, aber es gibt nichts dagegen einzuwenden, wenn man einem großen Namen eine ernste Antwort schickt, wenn man etwas wichtiges zu sagen hat und es sich lohnt.
Wie bei allen Netzwerk-Aktivitäten ist es einfacher, wenn eine interessante Person nur ein paar Schritte weg ist. Wenn man Glück hat, ergeben sich daraus ein paar gute Geschäftsmöglichkeiten.
Eine Gruppe zusammenkriegen
Man kann auch eine nette Runde über Twitter zusammentrommeln. Dr. Pete hatte vor einem Seminar über Twitter bekannt gegeben, dass er an dem Abend in der Stadt ist und gefragt, ob sich jemand zum Abendessen mit ihm treffen möchte. Ohne viel Aufwand kam eine Gruppe mit 6 Personen zusammen, die dann zufälligerweise noch 3 andere Leute aus dem Seminar getroffen hat. Alles in allem eine tolle Netzwerk-Erfahrung.
Viele Menschen sind hinsichtlich solcher Kontakte eher zurückhaltend. Aber die persönliche Art von Twitter und das geringe Risiko, eine Anfrage loszuschicken, die nicht beantwortet wird, macht eine möglicherweise unangenehme Situation einfacher. Und so kann man also wirklich neue Leute treffen, mit denen man sich vorher nur online ausgetauscht hat.
Nicht kurzsichtig sein
Wenn man etwas Zeit und Geduld aufbringt, werden diese Online-Offline-Beziehungen zyklisch. Wenn man jemanden persönlich getroffen hat, kennt man ihn natürlich auch auf Twitter besser, antwortet mit höherer Wahrscheinlichkeit und hält den Kontakt. Das kann zu einem starken Zyklus führen, in dem man mit Personen, die man vielleicht nur ein- oder zweimal im Jahr sieht, fast täglich korrespondiert. Das alles entgeht einem natürlich, wenn man das Ganze kurzsichtig betrachtet. Man sollte sich also Zeit lassen, die Leute wirklich kennen zu lernen. Echte Geschäftsmöglichkeiten kommen vom Aufbau echter Beziehungen, und Twitter ist ein sehr wirkungsvoller Ausgangspunkt in diesem Prozess.
17. Mai 2009 um 11:08
Interessante Ansätze, die ich so bisher nicht gesehen habe, aber ich denke die sind doch eher theoretischer Natur obwohl der Erfolg ja einen Grund haben muss. Mir haben sich die Vorteile von twitter bisher verschlossen, eine vor kurzem veröffentlichte Studie besagt, das über 60 % nur einmal twittern und dann nie wieder, ich hätte die Zahl noch größer geschätzt.
18. Mai 2009 um 0:33
Mit Twitter konnte ich mich bisher nicht so richtig anfreunden. Wenn man mehr als 50 Twitter-Nutzer verfolgt, verliert man schnell den Spaß an der Sache, da es unübersichtlich wird.
Ich bleibe lieber beim Bloggern.
Trotztem, gute Ansätze zu Twitter!