Windows 7 – ein Erfahrungsbericht

admin, 2. November 2009 1 Kommentar RSS

Knapp eine Woche habe ich nun wieder einen Windows-Rechner – nachdem es mir nicht gelingen wollte, mit einem iMac Freundschaft zu schließen… Und vielleicht zur Strafe bin ich zum internen Versuchskaninchen für Windows 7 geworden. Bis jetzt lässt es sich in dieser Rolle aber ganz gut leben.

Einmal hat sich der Rechner zwar schon aufgehängt. Erst dachte ich, es hätte sich nur die Maus verabschiedet. Dann zeigte sich aber, dass gar nichts mehr ging. Keine Taste, kein Strg-Alt-Delete und auch kein Not-Aus am Rechner. Nur mit der “Brutalo-Methode” Strom aus konnte ich dem Treiben ein Ende bereiten. Immerhin hat es mir der Rechner nicht übel genommen und ist danach ganz normal wieder hochgefahren. Nehmen wir also zu Gunsten des Rechners an, dass ein Mal kein Mal ist.

Ansonsten lässt sich zur Leistungsfähigkeit des Betriebssystems nichts Negatives sagen. Es läuft einfach und fällt nicht besonders auf. Das ist auch gut so, denn Grund zum Klagen gibt es ja nur, wenn es negativ auffällt. Zwischen Windows XP und Windows 7 lässt sich also kein Unterschied feststellen – Vista haben wir ja geflissentlich übersprungen.

Merkt der Benutzer also im Arbeitsalltag überhaupt einen Unterschied zwischen XP und 7? Neja, ein paar kleine Anhaltspunkte gibt es schon. Sie sind nicht weltbewegend, zum Teil eigentlich “nur” Spielereien, die ganz nett sind, aber nicht wirklich lebenswichtig. Jedenfalls erkennt man daran, dass man sich nicht mehr auf XP bewegt.

  • Windows 7 ist bunter und optisch aufwändiger. Die Symbole zum Schließen, Verkleinern und Vergrößern des Programms in der oberen rechten Ecke sind etwas breiter geworden und eben auch bunter. Der Schließen-Button ist rot, und die anderen beiden Buttons werden bei Mouse-Over hellblau.Viele Buttons oder Symbole bekommen beim Überfahren mit der Maus einen leuchtenden Schatten.
  • Wer es wirklich bunt möchte, der kann für die Kopfzeilen der Programm und die Taskleiste zwischen ganz vielen Farben wählen. Das Einheitsgrau ist also passé und wer mag, baut sich einfach seinen rosa Rechner. Und wenn die Kollegen sich zu sehr darüber lustig machen, kann man es ja leicht wieder ändern….
  • Mehr Bilder und Symbole gibt es auch bei Sicherheitsabfragen. Will man eine Datei löschen, erscheint in der Sicherheitsabfrage ein kleines Vorschaubild der Datei. Auch beim Einrichten von Druckern und Geräten werden mehr Bilder gezeigt.
  • Für die Taskleiste kann man auswählen, ob man die Programmsymbole mit oder ohne Text sehen möchte. Wählt man die Option ohne Text, hat man natürlich mehr Platz. Fährt man mit der Maus über die Einträge, erscheinen kleine Vorschaubilder der geöffneten Seiten oder Dateien. Das kann ganz nützlich sein, wenn man im Browser mehrere Tabs geöffnet hat und über die Taskleiste genau einen davon ansteuern möchte. Beim Mouse-Over “glühen” die Symbole in den Farben der Anwendung. So wird der Skype-Eintrag blau, der von Dateiordnern gelb und vom Firefox orange.
  • Wer seinen Desktop gerne individuell gestaltet, sich aber nicht für ein Bild entscheiden kann, dem wird von Windows 7 auch geholfen. Man kann nämlich einen ganzen Ordner mit Desktop-Hintergrundbildern füllen und festlegen, wie häufig das Bild ausgetauscht werden soll. Sachen, die die Welt nicht braucht, werden einige sicher sagen, und haben damit eigentlich auch Recht. Aber ganz nett ist das Feature doch, finde ich zumindest.
  • Wenn man warten muss, muss man nicht mehr auf die altbackene Eieruhr schauen, sondern auf einen blauen Ring, der sich dreht. Aber den gab es wohl auch schon bei Vista.

Ein Tool, das sich im Startmenü befindet, ist recht hilfreich: Das Snipping-Tool. Damit kann man nicht nur komplette Screenshots machen, sondern auch beliebige Teile des Bildschirms ausschneiden und entweder direkt in ein anderes Dokument einfügen oder als Bilddatei abspeichern.

Fazit: Eine Woche Windows 7 ist vielleicht noch kein repräsentativer Testzeitraum. Aber da ja die Meinungen von anderen Seiten auch durchaus positiv sind, kann wohl auch Otto Normalverbraucher langsam wieder beruhigt daran denken, sich einen neuen Rechner zu kaufen, wenn er mit Windows 7 angeboten wird.


Ein Kommentar zu “Windows 7 – ein Erfahrungsbericht”

  1. Holdem schrieb:

    Dein Artikel bestätigt das, was ich bisher auch über Windows 7 gehört habe. Es ist sozusagen das bessere und ausgereifte Windows Vista, was visuell gesehen beeindruckt.
    Mit ist aber auch zu Ohren gekommen, dass man auf dem Laptop weiterhin besser mit XP fährt,

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