geschrieben von Josef Willkommer am 28. August 2008 um 9:49 Uhr
Google experimentiert derzeit anscheinend mit Social-Media-Features. Auf amerikanischen Google-Suchergebnislisten (SERPs) wurde Voting-Buttons entdeckt, die man mittlerweile ja von diversen Social-News-Portalen (Digg, Webnews, Shortnews etc.) kennt und mit denen man Beiträge per Klick voten kann.
Google experimentiert ja laufend an der Verbesserung der Suchergebnislisten. Dabei werden sowohl kleinste Veränderungen, die kaum wahrnehmbar sind, als auch weitreichendere Änderungen getestet. Einen interessanten Beitrag hierzu findet man auf dem offiziellen Google Blog – lesenswert!
Im Rahmen dieser Experimente versucht sich Google auch an Social-Media-Buttons, mit denen man Ergebnisse beeinflussen kann. Bei Google würde dies so aussehen, dass User zu jedem Suchergebnis einen Up- und einen Down-Pfeil eingeblendet bekommen, mit dem Sie das jeweilige Suchergebnis positiv oder negeativ beeinflussen können.
Hierzu gibt es ja bereits Suchmaschinen, die derartige Tools verwenden (z.B. Wikiasearch) und Google beobachtet diese Entwicklung sicherlich sehr genau. Ich bin jetzt mal ganz böse und behaupte, dass bei der Nutzungshäufigkeiten von anderen Suchmaschinen Votingfunktionen auch deutlich einfacher implementiert werden können. Bei Google sieht die Sache allerdings ganz anders aus:
Eine deartige Funktion ist in meinen Augen sicherlich sehr interessant und müsste – zumindest in der Theorie – zu einer Verbesserung der Suchergebnisse führen. Da es im Suchmaschinenumfeld mitunter aber um enorm viel Geld geht und die Platzierung eines Unternehmens häufig über Erfolg oder Mißerfolg entscheidet, wird das Ganze deutlich kompliziert. Denn als dies von den ersten Unternehmen erkannt wurde, war das Rennen um die besten Plätze bei Google & Co. eröffnet und mancheiner entpuppte sich da als sehr einfallsreich…. In diesem Fall wird es nicht anders sein.
User werden natürlich versuchen, Ihre Position in den SERPs zu pushen und die Konkurrenz zu schwächen. Für Google bedeutet dies, dass hier Mittel und Wege gefunden werden müssen, die einen derartigen Mißbrauch verhindern – eine nicht ganz simple Aufgabe! Aber Google hat uns in der Vergangenheit ja schon des öfteren überrascht. Warten wir´s mal ab was da wieder ausgeheckt wird.
Quelle: Searchenginejournal
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29. August 2008 um 13:22
Ich denke, dass diese Idee von Google nicht wirklich gut funktionieren kann. Wie kann Google denn garantieren, dass wirklich alle Leute ihre wahren Präferenzen für die jeweilige bewertete Seite angeben? Wenn ich weiss dass meine Seite besser geranked wird , wenn ganz viele Leute meine Seite aufwerten und meine Konkurrenz abwerten, dann gibt es sicherlich wieder ganz viele Möglichkeiten dass zu manipulieren. Außerdem könnte diese Methode ganz schnell kleine Unternehmen in den Ruin treiben und die größeren Marktführer wie Amazon, Ebay noch weiter pushen.
30. August 2008 um 16:20
@CMS: Ich geb dir da natürlich Recht, dass dem “Beschiss” da erst mal Tür und Tor geöffnet wäre. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich auch Google dieser Problematik bewusst ist. Google wäre nicht Google, wenn es dafür nicht auch eine Lösung gäbe… Wie die dann aussehen wird????
30. August 2008 um 21:33
Ich glaube auch nicht, dass Google “social” wird. Auch ein Social-System ist recht einfach manipulierbar. Es lädt ja regelrecht dazu ein.