Josef Willkommer, 7. Oktober 2008 8 Kommentare RSS
xt:Commerce Enterprise ist seit 02. Oktober offiziell verfügbar. Dabei hört die neue Shopsoftware auf den Namen xt-Commerce Veyton und soll eine vollständige Neuentwicklung sein, die durch eine modulare Architektur zukunfts- und updatesicher sein soll. Die Software ist in vier Versionen lieferbar und kostet ab EUR 179.-, wobei die Versionen Merchant und Ultimate auch Multi-Shop-Fähig sind. Dabei muss die Software jedoch pro URL registriert werden. Der Quellcode ist ab sofort über Ioncube verschlüsselt, wodurch sich xt;Commerce endgültig aus dem Open Source Bereich verabschiedet.
Roman Zenner hat in seinem Blog cooee bereits angemerkt, dass xt-Commerce seiner etwas „ungewöhnlichen“ Kommunikationsstrategie möglicherweise auch zukünftig treu bleibt.
Der Starttermin wurde auf ein verlängertes Wochenende gelegt. Eine Online-Demo ist nicht verfügbar und auch sonst gibt´s noch nicht viel zu sehen – keine Screenshots, keine Videos, keine Grafiken. Hier hätte ich mir schon etwas mehr erwartet, zumal die Software ja mittlerweile auch ein paar Euro kostet und der Name eine Enterprise-Lösung suggeriert.
xt-Commerce Veyton wird in vier Versionen verfügbar sein, die sich in der Anzahl der zu verwaltenden Produkte und den Features unterscheiden:
Einer der entscheidendsten Vorteile von xt-Commerce Enterprise ist demnach die neue Softwarearchitektur mit Pluginsystem. Damit sind angeblich umfangreiche Änderungen und Erweiterungen möglich, ohne den Programmkern anzutasten, da diese Anpassungen über Module erfolgen. Dadurch soll eines der größten Probleme der Vergangenheit – die Updatefähigkeit – gewährleistet werden. Hier heißt es auf der Veyton-Webseite:
„xt:Commerce Enterprise hat erstmals ein flexibles und robustes Pluginkonzept für Module/Erweiterungen. Zahlungsmodule, Versandmodule und Module jeglicher Art (auch für Backend) können zentral über eine Pluginschnittstelle Installiert und verwaltet werden. xt:Commerce setzt hier auf ein so genanntes Hook-Point Konzept. Hook-Points (feste Einlinkpunkte) sind über den gesamten Code verweilt, und können von Plugins angesprochen werden um an diesen Punkten Code auszuführen. Dies hat mehrere entscheidende Vorteile und war eines, wenn nicht sogar das wichtigste Hauptaugenmerk bei der Konzeption unserer neuen Enterprise Version.“
Wie das Ganze in der Praxis aussieht werden wir uns in den nächsten Tagen ansehen…. Wir sind in jedem Fall schon sehr gespannt.
Alle Version der neuen xt-Commerce Version verfügen dabei unter anderem über die nachfolgenden Features:
Auch im Bereich Support wird sich einiges ändern. So gibt es für die Enterprise-Version von xt-Commerce auch einen neuen Support-Ansatz. Der sieht auf den ersten Blick sehr verdächtig nach dem System von Magento aus:
Für 6 Monate zahlt man in der Basic-Version dabei netto EUR 234.- und bekommt dafür 7 Supportfälle, die Werktags innerhalb von 48 Stunden per Email-Ticket-System beantwortet werden. Alternativ dazu gibt es auch noch eine Premium-Version, bei der man für 6 Monate EUR 414.- bezahlt und das Recht erhält, 12 mal den Support um (elektronischen) Rat fragen zu dürfen.
Wenn man das auf´s Jahr hochrechnet macht das inkl. Steuern fast tausend Euro! Bei diesen Summen muss der Support dann schon wirklich exzellent sein… – ich gehe daher mal davon aus, dass sich hier gegenüber der Vergangenheit Grundlegendes geändert hat.
Fazit:
xt-Commerce möchte mit der neuen Veyton-genannten Enterprise-Version ein Stück vom Kuchen der kostenpflichtigen Shopsysteme abbekommen und zielt auf OXID eSales & Co. ab. Hierzu wurde – gemäß eigenen Aussagen – ein vollkommen neues System entwickelt, das durch eine moderne Architektur auch Updatefähig sein soll. Ob die Praxis hält, was die Theorie verspricht muss sich allerdings erst noch zeigen. Der Launch war in meinen Augen bislang aber noch nicht Enterprise-Like. Im Bereich Support orientiert sich xt-Commerce verdächtig genau am Open Source Shop-Newcomer Magento. Ob die Rechnung insgesamt aufgeht muss sich erst noch zeigen. Ich persönlich bin da im Moment schon noch etwas skeptisch, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
7. Oktober 2008 um 19:08
[...] und bringen nicht nur Lob und Anerkennung, sondern auch Enttäuschung und Ärger zum Ausdruck. Der Skepsis meines Kollegen kann ich mich trotz eingehender Beschäftigung mit den xt:commerce-Websites für den [...]
18. Dezember 2008 um 3:19
Ich versuche jetzt schon 5 Tage Veyton zu installieren nur Probleme mit 1 & 1 und dem Programm ohne Programierkentnisse geht da nichts mal eben installieren das war mal, schade
23. Februar 2009 um 16:08
Mmm… ich will den XtCommerce-Typen nichts in die Schuhe schieben (sonst werd’ ich noch verklagt – das ist ja eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen). Aber es würde mich schon interessieren, wieviel Code sie von OsCommerce geklaut haben und jetzt teuer verkaufen. Ok das ist halt so bei opensoruce, und sie können ja nicht von der Hand in den Mund leben. Kann ich auch verstehen.
13. April 2009 um 23:39
vielen Dank für Deinen Überblick und die Kostenrechnung bzgl. des Supports.
Aber dennoch muss ich sagen, dass egal was das Veyton kostet, ich niemals Kunde dieser Firma werde. Ich habe mittlerweile einfach zuviel von der Art und Weise der Firma gelesen.
8. Juni 2009 um 0:09
Ich halte auch nicht viel von Veyton. Von Open Source…zu absolutem Kommerz. Ein Freund von mir hat es und ist tot unglücklich und wünschte er hätte es nie gekauft.
Ich werd bei XT Commerce bleiben.
17. Juli 2009 um 16:33
wir sind mit Veyton ganz zufrieden. Wir haben seit der Installation nicht einen Server absturz gehabt das war vorher mit XTC 3.1 SP2.1 anders.
Desweiteren wird er von den Kunden Gut angenommen.
Was uns im Moment noch Fehlt sind Gutscheinmodul und erweiterte Import Export Funktion.
5. Oktober 2009 um 21:57
Naja ! Ich bin am überlegen, das Veyton System zu kaufen…. aber mit solchen Kommentaren…
Ich arbeite zur Zeit mit OsCommerce und bin relativ zufrieden.
Nachteil ist, dass mann viel Zeit mit der Programmierung verliert.
Design und Versprechen von Veyton haben mich gefallen…
Ein Onlineshop mit diesem Skript kostet ca. 1000€ …
Es ist teuer !
14. Oktober 2009 um 12:32
Gebt den baby ein wenig Zeit!
Der Shop wird und das man verdienen will, finde ich auch OK!