Zahlung von Google AdWords per Vorauszahlung?

admin, 28. August 2007 1 Kommentar RSS

Google AdWords bietet zwei Zahlungsoptionen an: Nachzahlung und Vorauszahlung.
Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Auf jeden Fall ist es wichtig, von Anfang an die richtige Option zu wählen, da ein späterer Wechsel nicht vorgesehen ist.

Auch wenn die Vorauszahlung in einigen Fällen günstiger erscheint, hat sie folgende schwerwiegende Nachteile:

Wechsel von Vorauszahlung zu Nachzahlung nicht möglich
Ist die Kampagne einmal aufgesetzt, kann die Zahlungsmethode nicht mehr geändert werden. Haben Sie sich also am Anfang für die Vorauszahlung entschieden und möchten Sie nun zur Nachzahlung wechseln, wird es problematisch. Es geht derzeit nur mit folgendem „Work-Around“:

  • Laden Sie die Daten des Vorauszahlungs-Kontos mit Hilfe des AdWords Editors runter und archivieren Sie sie
  • Eröffnen Sie ein neues Konto mit Nachzahlung
  • Laden Sie die archivierten Informationen in das neue Nachzahlungs-Konto
  • Geben Sie die Rechnungsinformationen für das Nachzahlungskonto ein
  • Schließen Sie das Vorauszahlungs-Konto

Das einzige Problem bei diesem Vorgehen ist, dass die Historie der Kontodaten verloren geht. Sie stehen zwar im Archiv des AdWords-Editors zur Verfügung, werden sie nicht in das neue Google AdWords-Nachzahlungskonto übertragen.

Laufzeit per Vorauszahlung wird für die Zahlung per Rechnung nicht berücksichtigt
Die Zahlung per Rechnung ist eine Option für Nachzahlungskonten. Wenn Sie eine Rechnung möchten, müssen Sie mindestens 3 Monate bei Google in Nachzahlung gezahlt haben. Wenn Sie also die Rechnungsoption nutzen möchten, müssen sie zuerst von Vorauszahlung auf Nachzahlung umstellen und dann 3 Monate zahlen, bevor sie eine Rechnung erhalten.

Google informiert Sie möglicherweise nicht, wenn Ihr Restguthaben aufgebraucht ist
Es ist schon vorgekommen, dass Kunden mit Vorauszahlung nicht von Google informiert wurden, als ihr Guthaben aufgebraucht war. Die Einstellungen waren korrekt und es hätte eine Nachrichten versendet werden müssen, was aber nicht geschehen ist.

Sie schulden die vorausgezahlten Beträge – unabhänging vom tatsächlichen Verbrauch
Das Beste zum Schluss: Wenn sie Google AdWords mit American Express bezahlen, haben sie möglicherweise schon festgestellt, dass Amex übereifrig meint, betrügerische Belastungen durch Google erkannt zu haben, selbst wenn Sie jeden Monat den gleichen Betrag mit Ihrer AMEX-Karte an Google zahlen.
Folgender Fall hat sich tatsächlich zugetragen: Amex hat eine (von vielen) Abbuchungen über $ 5000 als Betrugsversuch eingestuft, den Betrag von Google zurückgebucht und dem Amex-Konto des Kunden wieder gutgeschrieben. Google hat daraufhin unverzüglich die Anzeigenkampagne gestoppt. Nachdem der Kunde $ 2500 auf sein Vorauszahlungs-Konto überwiesen hatte, wurden die Anzeigen zunächst für 24 Stunden wieder geschaltet, dann aber plötzlich wieder deaktiviert, obwohl sich noch $1900 auf dem Konto befanden.
Nach einigen Mails und Telefonaten mit Google stellt sich heraus, dass für das Vorauszahlungs-Konto noch immer eine Ausgleichsbuchung vorliegt, die die Unterbrechung der Anzeigenschaltung verursacht hatte. Wie konnte das trotz eines positiven Kontostandes passieren? Weil bei jeder Einzahlung auf das Vorauszahlungs-Konto von Google eine „Rechnung“ für das Konto gestellt wird. Mit der Rechnungsstellung geht Google davon aus, dass der Kunde den Betrag schuldet – auch bei einem positiven Kontostand. Es ist so, als hätte der Kunde Google diesen Betrag „versprochen“. Über die Einzahlung von $ 2500 wurde also eine weitere Rechnung erstellt, wodurch sich die Rechnungssumme auf $ 7500 erhöht hat. Korrekterweise hätten diese $ 2500 aber von den ausstehenden $ 5000 abgezogen werden müssen…

Fazit
Es gibt nur wenige Informationen in der Google Hilfe über die Vorauszahlung, und auch Google selbst kann nur wenige Auskünfte zu dieser Zahlungsoption geben. Deshalb sollte man derzeit lieber darauf verzichten. So einfach sich die Option anhört, so viel Ärger kann sie unter Umständen verursachen.

Quelle: Search Engine Journal


Ein Kommentar zu “Zahlung von Google AdWords per Vorauszahlung?”

  1. Warum sich AMEX und Google AdWords nicht vertragen » SEO- und Internet-News by TechDivision schrieb:

    [...] Google AdWords veröffentlicht, und so will ich diese auch als Zusatz zu meinem diesbezüglichen Beitrag weitergeben. Wie berichtet, hört Amex in manchen Fällen das Gras wachsen und schützt seine [...]

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