Zugriffstatistik im WordPress-Blog

admin, 30. April 2009 3 Kommentare RSS

Wer einen Blog betreibt, möchte logischerweise auch wissen, wieviele Besucher ihm der Blog bringt und über welche Wege diese Besucher auf den Blog finden. Und dieser Wunsch kann gleich auf mehrere Arten erfüllt werden. Ich habe in meinem Blog zwei unterschiedliche Statistikprogramme installiert, die ich nun auf den Prüfstand stellen möchte.

WordPress.com-Stats

Die “offizielle” Statistik von WordPress ist die naheliegendste Wahl für die Überwachung der Zugriffe. Sie hat allerdings einige Fallstricke. Einer davon hat mir einige Tage Kopfzerbrechen bereitet. Deshalb gleich die Lösungfür alle, denen es mal so gehen sollte wie mir:

Zugriffsstatistik im WordPress-Blog

Mein Blasmusik-Blog hat seit seiner Einrichtung Ende Februar gleich schon recht erfreuliche Zugriffszahlen verzeichnen können. Aber nach einer Optimierung des Layouts sanken die Zugriffszahlen plötzlich auf Null und verblieben dort.
Des Rätsels Lösung: In der Footer-Datei fehlte ein kleiner Befehl, den WordPress zum Zählen der Zugriffe benötigt. So muss die Footer-Datei aussehen, mit der rot umrahmten Zeile vor dem schließenden body-Tag:

Footer mit Statistik-Link

Nach der Installation und Aktivierung des Plugins muss die nächste Hürde genommen werden, denn der API-Key muss auch hier eingegeben werden. Man kann allerdings für den Aksimet-Spam-Schutz und für die Statistik den gleichen Schlüssel verwenden. Zu diesem Schlüssel gehören noch Zugangsdaten zu WordPress, die sich von den Zugangsdaten zum Back-End des Blogs unterscheiden. Und die muss man sich immer gut merken, denn bevor man die Zugriffsstatistik sehen darf, muss man sich mit ersteren Daten anmelden. Nicht gerade einfach….
Was bietet die Extension im Gegenzug an Daten?

  • Grafische Übersicht über die Views nach Tagen, Wochen und Monaten mit Klickmöglichkeit auf die Tagesstatistiken
  • verlinkende Seiten, über die Besucher auf den Blog gekommen sind, jeweils für gestern und heute
  • Posts und Seiten, die am häufigsten angeklickt wurden, ebenfalls jeweils für gestern und heute
  • Suchbegriffe aus den Suchmaschinen, die Besucher auf den Blog gebracht haben
  • Links in den Blogbeiträgen, die von den Benutzern angeklickt wurden
  • Anzeige des Tages mit den meisten Besuchern

Die einzelnen Rubriken können geöffnet werden, und man gelangt dann zu Listen, die die jeweiligen Details für die letzten 7 oder 30 Tage, das letzte Quartal, Jahr und den Zeitraum seit der Einrichtung der Statistik zeigen.

Insgesamt ist die WordPress.com-Statistik also ein sehr hilfreiches Tool, das man trotz der Hindernisse installieren sollte.

Semmelstatz

Dies ist ein alternatives Statistikprogramm, das vielfach empfohlen wird. Und so habe ich es in meiner Verzweiflung installiert, bis ich die Lösung meines Null-Zugriffe-Problem gefunden hatte. Die Installation geht jedenfalls schnell und einfach und braucht weder API-Key noch WordPress-Konto. Es wird in der linken Randspalte unten angezeigt und bietet folgende statistische Werte:

  • zahlenmäßige Übersicht über die Besucher, Hits und Referer der letzten 7 Tage, per Klick erweiterbar auf die letzten 30 Tage mit Balkendiagrammen

Semmelstatz

  •  die 10 Webseiten, die zuletzt Besucher auf den Blog gebracht haben, mit Datum und Uhrzeit
  • die 10 Hosts, die heute Besucher gebracht haben
  • die 10 letzten Suchbegriffe, die in aus der genannten Suchmaschine einen Besucher auf den Blog gebracht haben, mit Datum und Uhrzeit
  • die Top 10-Beiträge heute
  • die Top 10-Beiträge seit Einrichtung der Statistik mit Anzahl der Leser
  • die heutigen User
  • die Top 10 der kommentierten Beiträge
  • die Top 10-Kommentierer
  • Blog-Statz mit Anzahl an Datensätzen, Beiträgen und Kommentaren und Durchschnittswerten pro Tag

Semmelstatz bietet also durchaus auch interessante Informationen an, die jedoch schnell vergänglich sind.

Vergleich von WordPress.com Stats und Semmelstatz

Wenn man Statistiken über längere Zeiträume wünscht – und das sollte die Regel sein – ist WordPress.com Stats Pflicht. Denn Semmelstatz liefert bei den Detaildaten immer nur die Top 10, die bei gut besuchten Blogs sehr schnell wechseln können. Die langfristige Entwicklung des Blogs lässt sich mit Semmelstatz nur bedingt messen, wenn man die 30-Tage-Statistik regelmäßig speichert.

Vergleicht man die Werte beider Tools für gleiche Kriterien, zeigt sich ein eher uneinheitliches Bild. Während Semmelstatz Besucher und Hits anzeigt, sind es bei WordPress Views. Die Zahlen von Hits und Views sind noch einigermaßen gleich und weichen an zwei Vergleichstagen nur um 5 Zugriffe voneinander ab, an einem Tag aber um 23. Auch beim Aufruf des jüngsten Beitrags liefert Semmelstatz 100, WordPress aber nur 77 als Wert. Bei älteren Beiträgen mag der Verglich hinken, da WordPress ja einige Zeit nicht gezählt hat.

Beim Traffic, den die Suchmaschinen gebracht haben, herrschte für einen Tag wirklich Übereinstimmung bei beiden Tools. Inzwischen zeigt Semmelstatz aber noch Suchbegriffe, von denen WordPress (noch?) nichts weiß.

Fazit

Ich werde beide Tools installiert lassen und auch regelmäßig betrachten. Wenn ich längerfristige Statistiken brauche, werde ich auf WordPress-Stats zurückgreifen. Und für mich im Kopf werde ich die Essenz aus beiden Tools bilden und mich freuen, wenn die Zahlen einen Aufwärtstrend zeigen.


3 Kommentare zu “Zugriffstatistik im WordPress-Blog”

  1. domingos schrieb:

    Nettes Feature von Semmelstatz ist, dass man sehen kann, wie viele Besucher gerade auf dem Blog sind und welche Posts sie sich angucken. Ich verwende auch beide Tools.

  2. Tom Ridley schrieb:

    Sind wirklich gute Tools, kann ich zustimmen

  3. patrick schrieb:

    ich hab aber einfach keinen Plan, welchem Tool ih vertrauen soll, Semmelplatz zeigt bei mir rund 30 Besucher an, WordPress Stats hingegen 160 ?

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