3 Anzeichen, dass Sie in einem guten Meeting waren

Wir alle haben in unserem Berufsleben viel Zeit in Meetings verbracht. Wie viele dieser Stunden wurden gut verbracht? Was würden Sie sagen? 50%? Weniger? Je nach Arbeitsplatz kann es deutlich weniger sein

Meetings sind die Nummer 1 Zeitvernichter in der Arbeit, aber das ist nicht das einzige Problem, vielleicht nicht einmal das schlimmste. Meiner Meinung nach ist das Schlimmste: Wir verlassen ein schlechtes Meeting müde und demotiviert. Wenn Sie aus einem Meeting gehen und denken: "Ich brauche einen Kaffee, eine Pause und etwas, das mich aufheitert", dann haben Sie nicht nur Zeit verschwendet, sondern Energie, Motivation, Antrieb.

Energie, Netzwerk, Experimente

Gut, da wir festgestellt haben, dass wir alle viele Meetings haben und viel zu wenige davon gut sind, schauen wir mal: Was ist ein gutes Meeting?

Meiner Meinung nach verlässt man ein gutes Meeting mit 3 Dingen: Mehr Energie als vorher, einem besseren Netzwerk als vorher und einem Design für mindestens ein Experiment. Weniger sollten wir nicht akzeptieren. Ein Meeting, das Sie runterzieht und Ihnen die Lebensenergie aussaugt, ist schlecht für die Gesundheit, die Moral und die Leistung. Ein Meeting, das Ihr Netzwerk, die Bindung und die Zusammenarbeit mit anderen nicht verbessert.... ist sinnlos. Warum sich dann überhaupt treffen? Lass uns E-Mails schreiben.

Und ein Treffen, das kein Experiment entwirft? So ein Meeting versäumt es, ein greifbares Ergebnis vorzulegen, dessen Outcome wir später explizit prüfen können.

Bewerten Sie jedes mal: Energie, Netzwerk, Experimente

Es ist ziemlich einfach zu beurteilen, ob Sie den Besprechungsraum mit mehr – oder zumindest nicht weniger – Energie verlassen. Sie sollten es sich zur Gewohnheit machen, Ihr Energieniveau vorher/nachher bewusst zu vergleichen. Normalerweise, wenn wir ein schlechtes Meeting verlassen, sind wir so froh, rauszukommen, dass wir die schlechten Gefühle sofort unterdrücken und unseren Weg durch die Tür in die Freiheit antreten. Kaffee, Pause, Aufheiterung! Aber Sie sollten sich bewusst sein, dass Ihre Gefühle ein diagnostisches Instrument sind. Nehmen Sie Energiesauger-Meetings nicht einfach hin.

 

 

Sie sollten auch darüber nachdenken, ob Sie neue oder vertiefte Beziehungen aufgebaut haben. Ob Sie konstruktiv zusammengearbeitet haben. Ob die Mitglieder des Meetings zu irgendeinem Zeitpunkt mehr als eine lose Gruppe von Einzelpersonen waren. Von den drei Faktoren – Energie, Netzwerk, Experimente – ist das vielleicht am schwersten zu beurteilen: Haben Sie Ihr Netzwerk verbessert? Wenn Sie sich von anderen gehört, verstanden und herausgefordert fühlten, ist das ein gutes Zeichen.

Und last not least prüfen Sie, ob das Meeting in der Lage war, Action-Items zu generieren, die ein experimentelles Design haben: Eine Hypothese, Erfolgskriterien mit Messung, zeitliche Begrenzung etc.

Wie man mit schlechten Meetings umgeht: „Love it or leave it“

Meetings sind eine monströse Art, Zeit zu verschwenden. Eine Stunde schlechtes Meeting mit 8 Leuten verschwendet 8 Stunden, das ist ein ganzer Arbeitstag. Inzwischen bin ich sehr sensibel, ob das Meeting, an dem ich teilnehme, meine Zeit wert ist. Vorsicht: Es könnte durchaus die Zeit anderer Leute wert sein. Ich kann und will nicht für andere sprechen. Aber wenn ich mich in einem Meeting unwohl fühle, sage ich es den Leuten: "Ich glaube, ich kann nicht viel beitragen, es wäre vermutlich effizienter, wenn ich dies und das mache." Das ist die Entscheidung, die Sie treffen müssen: Liebe es oder lass es. Wenn Sie es aber nicht lassen, dann sind Sie für die Qualität und das Ergebnis des Meetings verantwortlich – wie übrigens jeder andere Teilnehmer auch. Wenn ich also denke, dass ich helfen kann, könnte ich die Moderatorenrolle übernehmen: "Ich denke, wir sollten ein Sprech-Token benutzen, denn in dieser hitzigen Diskussion hören wir vielleicht nicht alle zu." Oder: "Ich denke, wir sollten an dieser Frage mit einem 1-2-4-all arbeiten." Sie glauben vielleicht, dass Sie nicht die Befugnis haben, ein Meeting in die Hände zu nehmen. Aber meiner Erfahrung nach ist Autorität nicht etwas, das man hat, sondern etwas, das man tut. Wenn Sie in einer konstruktiven Weise handeln, werden die meisten Menschen bereit sein, Ihnen zu folgen.

Stellen Sie sich vor, Sie würden einen Trick finden, der jemandem in Ihrem Unternehmen einen ganzen Tag Arbeit erspart. Alle würden jubeln und gratulieren. Wenn Sie eine einstündige Besprechung mit 8 Personen in etwas Wertvolles verwandeln, dann haben Sie genau das getan!  

[Dieser Artikel erschien im Original in Englisch auf medium.com]

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