Apple Pay überholt PayPal im US Einzelhandel

Das nenne ich mal eine Hammermeldung von Apple, die so vermutlich kaum jemand auf dem Schirm hatte. Heute hat Apple-Chef Tim Cook im Rahmen einer Telefonkonferenz zum ersten Fiskalquartal 2017 mit Analysten durchblicken lassen, dass das Transaktionsvolumen von Apple Pay um mehr als 500 Prozent ggü. dem Vorjahr gestiegen. Die Zahl der Apple Pay Nutzer hat sich nach Angaben von Cook gegenüber dem Vorjahr verdreifacht.

Vermutlich liegt es an der Tatsache, dass Apple Pay gut zwei Jahre nach dem Start aktuell in Deutschland noch nicht verfügbar ist und wir deswegen den Bezahldienst nicht so sehr „auf dem Schirm“ haben. Apple Pay scheint sich zwischenzeitlich aber mehr als prächtig zu entwickeln, was auch die jetzt vorgestellten Zahlen dazu widerspiegeln:

  • Zunahme des Transaktionsvolumens ggü. dem Vorjahr um rund 500% (!!!)
  • Erhöhung der Apple Pay Nutzer um 300%
  • Apple Pay wird inzwischen von rund 36% aller US-Einzelhändler als Zahlungsmethode akzeptiert (Quelle: Boston Retail Partner)
  • Im Vorjahr lag dieser Wert lediglich bei 16% (!!!), d.h. wir sprechen hier von mehr als einer Verdoppelung innerhalb von 12 Monaten
  • Gemäß einer Umfrage von Boston Retail Partners planen weitere 22% der Händler, die aktuell noch nicht Apple Pay einsetzen eine Einführung innerhalb der kommenden 12 Monate
  • PayPal als größter Konkurrent und eigentlicher „Platzhirsch“ im Bereich Mobile-Payment kommt demnach aktuell „nur“ noch auf eine Verbreitung von 34% und liegt somit inzwischen hinter Apple (allerdings nur bezogen auf den US-Einzelhandel)

 

Wie genau funktioniert Apple Pay?

Hierbei handelt es sich um eine eine bequeme, sichere und vertrauliche Methode zur Bezahlung mit der Apple Watch, dem iPhone, iPad und Mac. Sie können Apple Pay nutzen, sobald Sie Ihre Kredit- oder Debitkarte zu Wallet hinzugefügt haben.

 

 

Die Bezahlung ist gemäß Apple aktuell bereits in folgenden Ländern mit den entsprechenden Einschränkungen möglich:

  • Australien: Für Einkäufe von über 100 AUD müssen Sie ggf. Ihre PIN eingeben.
  • Kanada: Unter Umständen kann Apple Pay nicht für Einkäufe mit einem Wert von über 100 CAD verwendet werden.
  • Frankreich: Unter Umständen kann Apple Pay nicht für Einkäufe mit einem Wert von über 20 EUR verwendet werden.
  • Hongkong: Unter Umständen kann Apple Pay nicht für Einkäufe mit einem Wert von über 500 HKD verwendet werden.
  • Neuseeland: Für Einkäufe von über 80 NZD müssen Sie möglicherweise Ihre PIN eingeben.
  • Russland: Unter Umständen müssen Sie für Einkäufe mit einem Wert von über 1000 RUB eine Quittung unterschreiben oder Ihre PIN eingeben.
  • Singapur: Unter Umständen müssen Sie eine Quittung unterschreiben oder Ihre PIN eingeben. In einigen Geschäften können Sie mit Apple Pay möglicherweise keine Einkäufe mit einem Wert von über 100 SGD tätigen.
  • Spanien: Unter Umständen müssen Sie für Einkäufe mit einem Wert von über 20 EUR Ihre PIN eingeben.
  • Schweiz: Für Einkäufe mit einem Wert von über 40 CHF müssen Sie unter Umständen eine Quittung unterschreiben oder Ihre PIN eingeben.
  • Großbritannien und Nordirland: Unter Umständen kann Apple Pay nicht für Einkäufe mit einem Wert von über 30 GBP verwendet werden.

Wann der Dienst in Deutschland verfügbar sein wird ist akuell noch offen. Aufgrund der Tatsache, dass Apple Pay inzwischen allerdings bereits in einigen Nachbarländern verwendbar ist, dürfte ein Marktstart in Deutschland nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die entsprechenden Support-Seiten bereits auf Deutsch verfügbar sind.

Händler sind daher aus meiner Sicht durchaus gut beraten, das Thema Apple Pay weiter zu beobachten!

Update (23.02.2017)

Das Blog 9to5mac.com meldet, dass Apple Pay jetzt bei über 40 weiteren US Banken und Kreditinstituten verfügbar ist.

 

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