Digital Storytelling - ein Kurztrip in die Kreativität und wieder zurück

Lassen sich gute Geschichten in 140 Zeichen erzählen (absolut). Was ist eigentlich ein Listicle (ein Artikel in Listenform), was kann Snapchat besonders gut (das frage ich mich immer noch) und ist Facebook immer ein Must Have (Es kommt drauf an).

Im digitalen Zeitalter ist Kommunikation vielleicht knapper, direkter und schneller geworden – unkomplizierter ist sie deswegen nicht. Doch wie können die Geschichten von Marken, Produkten und Services in dieser Welt nun optimal transportiert werden. Welche Kanäle passen zu welchem Inhalt und wie lassen sie sich am besten nutzen?



Eine Antwort auf diese Fragen zu finden war meine Mission, als ich mich am Donnerstag Morgen auf den Weg nach Wien machte – auf der Suche nach Inspiration, Ideen, Kreativität und Wissen; nach DEM EINEN Zaubertrick, der mir immer weiter helfen würde. Den hab ich zwar nicht gefunden (den gibt es auch nicht), dafür aber den roten Faden, der mir den Weg zeigt. Und ich habe dabei ein jüngeres, freieres Ich wiedergetroffen und erkannt, dass man sich die Ketten der Abgestumpftheit des Berufsalltags immer wieder abstreifen muss, um gedanklich frei zu bleiben und den nächsten Schritt zu gehen. Weg mit dem Gelernten (zumindest für den Moment) und zurück zur Intuition: Unser Bauch beurteilt innerhalb von Sekunden, ob eine Idee brauchbar ist oder nicht. Man muss nur hinhören! Genug nun aber der Philosophie.

Hier eine kurze Zusammenfassung von zwei wunderbaren Tagen, aus der ihr hoffentlich etwas Positives mitnehmen könnt:



Es waren einmal, vor langer Zeit, die 7 Urgeschichten der Menschheit. Diese Geschichten sind alt. Sie haben 80.000 Jahre Story-Evolution überlebt. Sie verstecken sich in Mythen, Sagen, Märchen und Romanen. In Filmen und zwischen den Seiten von Büchern. Christopher Booker hat sie vor 12 Jahren gefunden und ihnen Namen gegeben.

Hier die fünf, die für uns relevant sind:


  • Die Überwindung des Monsters: Der Kampf Gut gegen Böse

  • Vom Bettler zum König: Die Sehnsucht zu werden, wer man wirklich ist

  • Die Mission: Alles geben und riskieren für das eine Ziel

  • Reise und Rückkehr: Geworfen in eine fremde Welt, die es zu meistern gilt

  • Wiedergeburt: Rückkehr aus den Schatten, Rehabilitation 



Was aber haben diese Urgeschichten mit Marken, Produkten und Services zu tun? Wie passen sie in die digitale Welt von heute? Fakten, Vorgaben und ein Briefing sind uns immer gegeben.

Unsere große Chance besteht darin, diese Fakten mit einer großen Geschichte zu erzählen. Eine, die uns, vor allem aber die Zielgruppe, berührt und nicht mehr loslässt. Dann haben wir „Data with a soul“ (Brené Brown). 
Wenn wir uns seit 80.000 Jahren also immer wieder die gleichen Geschichten erzählen, was hat sich dann verändert? Das WER, WEM, WIE aber vor allem das WO ist dank Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp und Co. grundlegend anders und ändert sich mit der Geschwindigkeit des digitalen Fortschritts ständig weiter. 



Wann wir Geschichten konsumieren (siehe Prime Time 20:15 Uhr), wird uns durch Online-Streaming-Portalen wie Netflix nicht mehr vorgeschrieben. „Bingewatching“ ist 2015 nicht grundlos vom Collins English Dictionary zum Wort des Jahres gewählt worden.




Dabei hat sich nicht nur das Medium verändert, sondern auch die Rolle des Zuhörers ist weniger passiv. 2,3 Mrd. Social Media Nutzer weltweit liken, kommentieren und teilen in Echtzeit und entscheiden damit, welche Stories erzählt werden und welche von unserem Newsfeed verschwinden, weil sie uns nicht berühren. Geschichten gehören uns allen und wir alle tragen dazu bei, wie sie erzählt werden. Das Publikum wird zum Miterzähler. Es entsteht ein DIALOG. Auch Unternehmen spüren das durch Viralhits oder Shitstorms.



Daher hier für euch mein roter Leitfaden, an dem ich mich in Zukunft orientieren werde:

  • Den Kern finden: Gute Stories behandeln immer elementare Fragen. Ein brauchbarer Kern löst sofort Bilder im Kopf und Gefühle im Herz aus.

  • Story verstehen: Sobald der Story-Kern steht, kommen wir zurück zu den Urgeschichten. Oft lohnt es sich, verschiedene Varianten durchzuspielen.

  • Story entwickeln: Ein Drama, drei Akte. Wo liegen Problem (Held und Konflikt), Weg (Konfliktlösung) und Lösung (Kampf und Sieg). Achtung! Das Schema flexibel behandeln.

  • Digitale Kanäle verstehen: Social Media, Games, Netflix, VR, Blogger, Vlogger und Influencer; Wo bewegt sich meine Zielgruppe und wie möchte ich in Dialog treten.

Ein großes Merci an Benjamin Apfelbaum (Creative Director bei Strichpunkt Design in Berlin mit Fokus auf Digital Branding, Digitalstrategie und User Experience Design) und Michael Matthiass (international vielfach ausgezeichneter Texter, ADC-Mitglied und Jung von Matt-Veteran) für zwei wunderbare Tage voller Insights, Kreativität und Geschichten. Danke „the Tomorrow Academy“, für die Organisation des Workshops „Digital Storytelling“. Wir werden uns wieder sehen!

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Sandra Eder UX Design