E-Commerce Trends 2020

Bis Ende 2019 wird der Gesamtwert der Einzelhandelsumsätze im E-Commerce voraussichtlich über 3,4 Billionen Dollar betragen! Im hart umkämpften und extrem dynamischen E-Commerce-Markt muss Relevanz oberste Priorität haben. Unternehmen, die im E-Commerce unterwegs sind, müssen sich ständig darüber Gedanken machen, wie sie ihre Marke und ihre Produkte in Reichweite der Kunden halten.

Nachdem sich gerade in der heutigen Zeit Kundengewohnheiten insbesondere durch neue Technologien sehr schnell ändern können, sollte man als Unternehmen stets einen Blick über den Tellerrand wagen und sich mit Trends und neuen technologischen Ansätzen frühzeitig auseinandersetzen. Hier besteht natürlich auch immer die Gefahr, sich zu verzetteln bzw. zu früh sein “Pulver” zu verschießen. 

Als einer der wichtigsten Gradmesser für neue Trends und deren Relevanz sollte daher stets der Kunde und dessen Vorteile im Fokus bleiben. Insofern kann eine erste Evaluierung bereits durch folgende Frage erfolgen: “Welchen Vorteil bzw. welche Vorteile bieten Technologie und/oder Trend xy in meinem Fall für meine Kunden.”

Um hier etwas Input für Diskussionen zu geben, möchten wir pünktlich zum Jahresende auch wieder einen Blick in die Glaskugel wagen und die für uns vielversprechendsten E-Commerce Trends und Technologien für das kommende Jahr vorstellen. Wichtig hierbei ist, dass es sich damit lediglich um Impulse handelt, von denen wir glauben, dass diese entweder in größerem Maße und damit für alle oder aber für bestimmte Unternehmen und Anwendungsfälle im kommenden Jahr interessant werden könnten. 

Für diejenigen, die in unserer Aufstellung das Hype-Thema Künstliche Intelligenz (KI) vermissen, an dieser Stelle ein kleiner Hinweis. Wir haben dies bewusst nicht zu unseren E-Commerce Trends 2020 aufgenommen, weil der Bereich KI aktuell einfach noch zu stark fragmentiert ist und hier gefühlt täglich neue Tools und Ansätze erscheinen, bei denen man vielfach (noch) nicht wirklich von KI, sondern eher von Datenanalyse und Extrapolation sprechen kann und zum zweiten aus unserer Sicht hier erst noch die “Spreu vom Weizen” trennen muss. Gartner hat hierzu in deren berühmten Hype-Cycle beispielsweise KI aktuell auch am Peak platziert, wodurch sich hier in der Folge erstmal eine entsprechende Praxisrelevanz, Verbreitung und am Ende auch Akzeptanz in der breiteren Masse abzeichnen muss.

Hier jetzt also unsere E-Commerce Trends 2020, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben: 


Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR)

Eine der größten Herausforderungen, mit denen Onlineshops schon immer konfrontiert waren, ist die Tatsache, dass ihre Kunden das Produkt nicht sehen können, bevor sie es kaufen. Dies macht es schwierig, Dinge wie Kleidung, Möbel und andere Accessoires zu verkaufen, die man vor dem Kauf in der Vorschau sehen möchte.

AR und VR helfen, dieses Problem zu lösen, indem sie es den Kunden ermöglichen, Produkte virtuell anzuprobieren, ohne sie physisch zu berühren. Unternehmen wie Warby Parker haben eine App auf den Markt gebracht, die AR verwendet, damit Kunden vor der Bestellung verschiedene Brillen anprobieren können.

Amazon und Ikea verwenden auch ähnliche Technologien, so dass die Käufer testen können, wie Möbelstücke in ihren eigenen vier Wänden aussehen werden. E-Commerce-Shops sollten die Art und Weise, wie die Technologie das Kundenerlebnis revolutioniert, berücksichtigen und in diese digitalen Systeme investieren.

AR verwischt die Grenzen zwischen der digitalen und der physischen Welt. Die Käufer "probieren" bereits viele Produkte an, ohne ihr Zuhause zu verlassen. Mit der Einführung von Augmented Reality sind Sie dabei, eines der größten Probleme im Onlineshop zu lösen – die Unmöglichkeit des vorherigen Kontakts. Auf Sephora können Sie beispielsweise Make-up-Produkte virtuell an sich selbst testen, während Sie mit der IKEA-App die ausgewählten Möbel in Ihrem Zuhause virtuell "anprobieren" können.

Laut einer Umfrage von Retail Perceptions würden 71% der Befragten ein Geschäft bevorzugen, das Augmented Reality anbietet. 

 

 

Progressive Web Apps (PWA) werden zum Standard

Eine progressive Web-App ist eine mobile Website, die das Aussehen einer nativen mobilen App hat. Während Websites wie Twitter und Gmail die PWA-Technologie schon seit einiger Zeit nutzen, beginnen mittlerweile auch immer mehr E-Commerce-Anbieter diese Technologie zu nutzen, da sie einige entscheidende Vorteile mit sich bringt. So hat Aliexpress, das zum chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba gehört, zum Beispiel den Einsatz von PWAs im E-Commerce mit großem Erfolg vorangetrieben.

 

Das übergeordnete Ziel der Implementierung der PWA-Technologie ist es, die optimale Nutzbarkeit Ihres E-Commerce-Angebots auf allen mobilen Endgeräten zu gewährleisten. Deshalb ist der native Teil der Gleichung so wichtig:

Die PWA-Technologie stellt sicher, dass das Erscheinungsbild Ihrer Website dem von nativen Anwendungen auf dem verwendeten Gerät entspricht. Mit anderen Worten, es lässt Webshops wie Android-Apps aussehen und sich auch so anfühlen, wenn sie auf Android-Geräten betrachtet werden, und wie iOS-Apps, wenn sie auf Apple-Geräten betrachtet werden.

Dies ermöglicht natürlich ein komfortableres und optimierteres Erlebnis für Benutzer aller Geräte – ohne dass sie eine App herunterladen müssen.

Statistische Prognosen sagen: Bis 2020 werden die Einnahmen aus dem Mobile Commerce 189 Milliarden Dollar betragen, und der Großteil des Umsatzes wird über Apps erzielt. Der Grund für diese Vorhersage liegt auf der Hand: Es ist oft einfacher und bequemer, die App zu bedienen als einen Computerbrowser und das Smartphone ist in der Regel immer griffbereit.

Was wir heutzutage auch sehen, ist die Beseitigung der Grenzen zwischen einer App und einer Website. Marken und Einzelhändler werden auf einen neuen Standard umsteigen – Progressive Web App (PWA) – ein Hybrid aus Websites und Apps, der nicht nur die Vorteile beider Seiten bietet, sondern auch keine Einschränkungen aufweist.

Vorteile von Progressive Web Apps

  • - Lädt 2-10 mal schneller als eine normale mobile Webseite
  • - Unterstützung die Offlinenutzung
  • - Kann dem Startbildschirm hinzugefügt werden, ohne dass er später aktualisiert werden muss
  • - Unterstützt Push-Benachrichtigungen
  • - Ermöglicht die Nutzung diverser Features wie z. B. die Kamera
  •  

Quelle: https://blog.convert.com/infographic-the-interesting-effect-of-speed-on-conversion-rates.html

 

Da immer mehr Verbraucher ein Omnichannel-Erlebnis von ihren Lieblingsmarken und Händlern erwarten, wird der Einsatz von PWAs im E-Commerce bald nicht mehr als "ein kleines Extra", sondern als wesentlicher Bestandteil des Kundenerlebnisses angesehen werden.

Der Magento Chef Jason Woosley erwartet, dass PWA's für viele Magento-Kunden zukünftig der richtige Weg sind, noch bessere Kundenexperience und am Ende des Tages auch höhere Conversions bieten zu können. Dies unterstreicht auch die nachfolgende Aussage der Marktforscher von Gartner:

“By 2020, progressive web apps will have replaced 50% of general-purpose, consumer-facing mobile apps.”

Insofern glauben wir auch aufgrund der Tatsache, dass Google das Thema PWA bereits seit längerem massiv treibt und die Technologie quasi als zukünftigen de facto platzieren möchte, dass den PWAs im kommenden Jahr der Durchbruch bevorstehen kann.


E-Commerce wird Headless

In einem gesonderten Artikel gehen wir bereits etwas ausführlicher auf das Thema der Headless- sowie der entkoppelten Architektur ein und erläutern, warum diese Ansätze aus unserer Sicht im kommenden Jahr weiter zunehmen werden. Nachfolgend möchten wir daher nur nochmals einige der Hauptgründe darlegen: 

Die Hauptgründe dafür sind, dass die Verwendung einer Headless-Plattform dies ermöglicht:

  • - Nahtlose (und schmerzlose) Bereitstellung echter Omnichannel-Erlebnisse 
  • - Flexible Verwendung bzw. Ausspielung von Inhalten über unterschiedliche Kanäle und Devices
  • - Zukunftssicherheit ihrer Inhalte und Kunden-Erlebnisse

Sollten Sie vor der Wahl einer neuen E-Commerce-Plattform stehen empfiehlt es sich, die jeweilige Lösung in Bezug auf deren Headless bzw. Entkoppelungsmöglichkeiten zu prüfen und sicher zu stellen, dass eine grundlegende Trennung von Front- und Backend sowie eine flexible Nutzung der Inhalte über APIs gewährleistet werden kann. 



Unterstützung einer plattformübergreifenden Customer Journey mit plattformspezifischem Messaging

Im kommenden Jahr 2020 ist im E-Commerce noch mehr als bereits in der Vergangenheit das Thema Omnipräsenz angesagt. Die Customer Journey ist – auch aufgrund der immer neuen Touchpoints und Devices – heute alles andere als linear und beinhaltet nicht nur unterschiedlichste Geräte, sondern auch verschiedenste Plattformen. Ihre potenziellen Kunden werden von Facebook, Instagram und Snapchat über E-Mail, FB Messenger, zurück zu SMS.... und so weiter geleitet. Im Jahr 2020 geht es darum, eine Multi-Channel-Effizienz zu erreichen und plattformspezifische Botschaften so zu gestalten, dass sie am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und mit dem richtigen Trigger ankommen."

Um die richtige Botschaft zur richtigen Zeit an die richtige Person zu übermitteln, ist es wichtig zu wissen, wie sie diese Botschaft im jeweiligen Moment am besten empfangen kann bzw. möchte. In bestimmten Situationen sind kurze Nachrichten per SMS oder Whatsapp beispielsweise zielführender als umfangreiche Newsletter und umgekehrt. Unternehmen werden hier im kommenden Jahr verstärkt auf den richtigen Einsatz der unterschiedlichen Kommunikationskanäle achten müssen, um Kunden noch besser adressieren zu können. 

 

Textroboter als Unterstützung für Editoren

"Textroboter sind die Zukunft des E-Commerce." Das berichtete Patrick Zackert, Produktmanager E-Commerce bei Otto, in einem recht aktuellen Artikel der "Lebensmittelzeitung" (LZ) – dem führenden Fachmedium für die Konsumgüterindustrie – und stellte dabei eine These auf, die die gesamte Branche revolutionieren könnte.

Der E-Commerce-Gigant Otto generiert bereits die Beschreibungstexte für die Produkte mehrerer Otto-Shops automatisch mit der Softwareplattform Natural Language Generation Self-Service von AX Semantics. Bis heute wurden mehr als 100.000 Texte mit dem Tool automatisch erstellt.

Die Funktionalität ist einfach: Als Informationsbasis für die Software dienen Produktinformationsdaten aus dem Shopsystem. Der Benutzer definiert logische Regeln, Tonalität und Stil im Werkzeug und erhält individuelle, grammatikalisch korrekte Texte auf Knopfdruck. Natürlich gibt es hierbei auch einen Initialaufwand, aber der ist so überschaubar, dass die Effizienz bereits nach kurzer Zeit deutlich steigt. Werden neue Produkte in das Sortiment aufgenommen, ist ein Produkttext innerhalb von Sekunden live. Dies schafft auch einen erheblichen Vorteil in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung und Konversionsraten.

 

 

Im LZ-Artikel beschreibt Patrick Zackert die Qualität der Texte als höher als die der handschriftlichen. Es gibt weniger Fehler in den Texten und ein Qualitätsunterschied zu handschriftlichen Texten wird von den Lesern nicht wahrgenommen. Neben aktuellen, vollständigen und suchmaschinenoptimierten Inhalten bietet die automatisierte Inhaltserstellung einen weiteren Vorteil: Laut Zackert ist das Unternehmen nicht an Einsparungen interessiert; Texter und Redakteure werden immer noch für andere Aufgaben benötigt, die der Roboter nicht ausführen kann und sollte – hierfür bleibt durch den Einsatz der Technologie wieder mehr Zeit, da sie keine sich wiederholenden Produktbeschreibungen schreiben müssen. Man spricht hier inzwischen auch von Hybrid Content Editing, worunter man eine Art Augmented Intelligence versteht, bei der sich Technologien um wiederkehrende Aufgaben kümmern und Redakteure mehr Zeit für kreative Prozesse haben, ohne die Produktivität zu verlieren.

 

Ein Fokus auf Direct-to-Consumer (D2C)

Immer mehr Unternehmen (Hersteller) entdecken das Direct-to-Consumer-Modell für sich, um zukünftig in ihrer jeweiligen Branche erfolgreich zu sein. So betreibt GABOR als einer der führenden Hersteller von hochwertigen Damenschuhen seit knapp zwei Jahren einen eigenen Marktplatz, an den bestehende GABOR Händler angebunden sind und über den das Unternehmen mit Hilfe des bestehenden Fachhandels direkt an Endkunden verkauft. 

Bei der Auswahl eines geeigneten Digital-Konzeptes bestand eine der Vorgaben darin, dass zum Einen die Endverbraucher von den digitalen Kanälen profitieren, aber auf der anderen Seite auch die vorhandenen Handelsstrukturen und Partner weitestgehend berücksichtigt werden müssen.

Gerade die Integration der Handelspartner war und ist für Gabor von großer Bedeutung, da sich das Unternehmen seit jeher als Partner der Händler versteht. Dies zeigen auch diverse Auszeichnungen. Nach intensiver Analyse verschiedenster Konzepte hat sich Gabor schlussendlich für einen Marktplatz-Ansatz entschieden. Dieser Ansatz erhöht zwar die Komplexität im Vergleich zu einem Standard-Onlineshop, bietet aber auch verschiedene Vorteile.

Um den Marktplatz-Ansatz technisch umsetzen zu können, kommt bei diesem Projekt das Magento Order Management (MOM) als eine Art Middleware und zentraler Datenhub zum Einsatz, das mit dem Magento Commerce Frontend kombiniert wird.

 

 

Nachfolgende Argumente sollen einige der wichtigsten Vorteile verdeutlichen: 

  • - Möglichkeit eine direkte und engere Kundenbeziehung aufzubauen
  • - Möglichkeit Produkte schneller auf den Markt zu bringen und so früher von Trends zu profitieren
  • - Vollständige Kontrolle über die Produkte Ihrer Marke und deren Darstellung

Da der Onlineumsatz nach aktuellen Prognosen bis 2022 18% des Gesamtumsatzes ausmachen könnte, würde es uns nicht überraschen, wenn im kommenden Jahr weitere namhafte Unternehmen diesen Weg einschlagen würden.

Smart Home Assistants & Spracherkennungssysteme auch im E-Commerce

Laut eMarketernutzten 2017 35,6 Millionen Amerikaner mindestens einmal im Monat ein sprachaktiviertes Gerät – 128,9 Prozent mehr als 2016. Wenn Sie jetzt denken, dass 2020 langsam eine Sättigung eintreten sollte, muss ich sie leider enttäuschen. Sprache als Eingabemedium hält in immer mehr Technologien Einzug und ein Ende ist hier nicht in Sicht. 

Amazon's Echo, Google's Home und Apple's Homepod werden das Marketing und die Vertriebsmöglichkeiten zukünftig vorantreiben und immer neue Möglichkeit zur Adressierung von Interessenten und Kunden bereitstellen.

Als Apple Siri im Jahr 2011 vorstellte, schien es ein “nettes” aber nutzloses Spielzeug zu sein, das gerade in der Anfangszeit mehr schlecht als recht funktionierte. Doch ähnlich dem Smartphone war Apple auch hier Wegbereiter für eine vollkommen neue Form der Interaktion mit unterschiedlichsten Geräten und zwar in der vermutlich natürlichsten Form überhaupt, nämlich über Sprache. Über die Jahre hat sich die Technologie – natürlich auch getrieben durch massive Fortschritte im Bereich Künstlicher Intelligenz sowie immer besserer und schnellerer Netze – signifikant weiterentwickelt. Heute beträgt die Genauigkeit der Spracherkennung rund 95% und die Möglichkeiten, die sich damit ergeben scheinen beinahe täglich mehr zu werden.

 

 

Im Jahr 2016 wurde eine von fünf mobilen Abfragen über die Sprachsuche durchgeführt. Bis 2020 wird dieser Anteil auf 50% steigen. Und die Technologie wird nicht nur über Mobiltelefone verwendet, denn es gibt inzwischen unzählige Smartspeaker wie Google Home oder Amazon Echo, mit denen Sie Dinge online durch Sprachbefehle erledigen können. Und die Sprache als Eingabemedium ist inzwischen beinahe omnipräsent. Immer mehr Fahrzeughersteller statten ihre aktuellen Modelle mit Sprachinterfaces von Amazon, Google oder Apple aus, was bedeutet, dass in einigen Jahren selbst PC-Nutzer die Sprachsuche der Eingabe vorziehen werden.

Infolgedessen müssen Unternehmer im E-Commerce zukünftig verstärkt auf Long-Tail-Keywords (typisch für die stimmhafte Suche) optimieren, neue Inhalte anbieten, basierend darauf, welche Fragen aus dieser Quelle kamen, etc.

Die Hauptfunktion eines jeden Browsers ist heute die Informationssuche. Der Traffic und die Einnahmen der Plattformen sind nicht mehr von ihnen abhängig. Höchstwahrscheinlich werden Browser in etwas wirklich anderes verwandelt, als in das, wie sie jetzt aussehen. Aber ihre Zukunft ist neblig.

Im Jahr 2017 optimierte Walmart Tausende von Produkten für die Sprachsuche über Google Express und Google Home App für die Heimlieferung. Andere Unternehmen wie Amazon und Domino's Pizza sowie viele B2B-Plattformen folgten dem gleichen Beispiel.

Laut Comscore-Studie wird die Sprachsuche bis Anfang 2020 einen Anteil von bis zu 50% an den globalen Suchanfragen ausmachen.

Die Einführung einer Alexa Skill ist derzeit der einfachste (und beste) Weg in den Markt der intelligenten Heimassistenten. Durch die zunehmende Verbreitung von Headless- oder entkoppelten Systemen wird eine Anbindung solcher Technologien vereinfacht. 

 

Suchmaschinen werden vermehrt durch Marktplätze ersetzt

Sofern Sie nicht über eine enorm bekannte Marke bzw. entsprechende Produkte verfügen, die sich quasi von selbst verkaufen, wird ein Großteil Ihrer Kunden über Suchmaschinen – in Deutschland natürlich allen voran Google – über dort geschaltete Werbung (Paid Ads) oder durch Platzierungen auf den vordersten Plätzen der organischen Rankings mit Hilfe von SEO auf Ihre Produkte aufmerksam werden. Um mehr Kunden für Ihre Produkte zu erreichen, sollten Sie Ihre Produkte auch für Google Shopping optimieren und dort platzieren. Daneben stellt Amazon für Produktsuchen inzwischen häufig den führenden Einstieg dar. Gemäß Forrester Research werden inzwischen mehr als 50% der Online-Einkäufe weltweit über Marktplätze getätigt (hauptsächlich Amazon, Alibaba, JD.com und eBay). Die Prognose für 2022 liegt hier bei 67%.

Moderne E-Commerce-Plattformen wie Magento 2 bieten hierzu bereits Out-of-the-Box entsprechende Integrationen für Marktplätze an. Was Google betrifft, so verfügt Magento über eine native Integration mit Google Shopping, die es Magento-Administratoren ermöglicht, Ihre Google-Anzeigen über Ihr Magento-Dashboard zu verwalten und Ihre Google Merchant Center-Konten zu verwalten. Warum diese Integration? Google beansprucht für sich mehr als 37 % des Online-Werbemarktes. Mit rund 63.000 Suchanfragen pro Sekunde ist Google nach wie vor einer der wichtigsten Einstiegspunkte für Produktsuche und Produktkauf. Diese Potentiale sollte man als Hersteller und Händler nicht ungenutzt lassen.

Mit diesem Magento Feature wird es möglich, Google-Marketing-Kampagnen direkt aus dem Magento Backend zu verwalten. Auch hier geht es darum, Händlern die Möglichkeit zu geben, die ihnen bereits bekannten Tools zu nutzen, um ihre Reichweite auf andere Plattformen auszudehnen, was typischerweise bedeutete zwischen Diensten hin und her zu wechseln und zu versuchen, sie synchron zu halten.

Mit smarten Shopping-Kampagnen können Sie die Kampagnenverwaltung vereinfachen, den Conversion-Wert maximieren und Ihre Reichweite erhöhen. Dieser Untertyp einer Shopping-Kampagne ist eine Kombination aus einer regulären Shopping-Kampagne und einer Remarketing-Kampagne im Displaynetzwerk. Smarte Shopping-Kampagnen umfassen automatische Gebotseinstellungen und Anzeigen-Placements, damit Ihre Produkte und Ihr Unternehmen netzwerkübergreifend beworben werden.

Bei smarten Shoppingkampagnen werden Ihr bestehender Produktfeed und Ihre Assets mit KI Algorithmen von Google kombiniert, um über Werbenetzwerke hinweg unterschiedliche Anzeigen auszuliefern. Dazu stellen Sie eine Verknüpfung mit einem Merchant Center-Konto her, legen ein Budget fest, laden Assets hoch und teilen Google das Absatzland mit. Die Systeme von Google greifen dann auf Ihren Produktfeed zu und testen verschiedene Kombinationen aus dem von Ihnen bereitgestellten Bild und Text. Dies alles geschieht mit dem neuen Magento Feature direkt innerhalb des Magento Admin-Interface.

 

Quelle: Google

 

Anschließend werden die relevantesten Anzeigen in verschiedenen Google-Werbenetzwerken ausgeliefert, einschließlich Google Suchnetzwerk, Google Displaynetzwerk, YouTube und Gmail. In Europa können smarte Shoppingkampagnen in jedem Preisvergleichsportal verwendet werden, mit dem Sie zusammenarbeiten. Studien von Google haben ergeben, dass smarte Shoppingkampagnen eine bis zu 20 % höhere Conversionrate, als normale Shopping Ads aufweisen können.

Damit jede Anzeige ihre optimale Wirkung entfaltet, automatisiert Google auch Anzeigen-Placements und Gebote, sodass ein maximaler Conversion-Wert – entsprechend Ihrem Budget – erzielt wird. Über das Magento Backend haben Sie dann direkten Zugriff auf unterschiedliche Reports und können hier auch manuelle Anpassungen vornehmen.

Wie bereits angedeutet, ist Amazon als Absatzkanal inzwischen für viele Hersteller trotz etwaiger Risiken, die dieser Kanal mit sich bringt, von großer Bedeutung. Mit dem neuen Feature “Amazon Sales Channels” können Händler in Magento 2 ihren Bestand bei Amazon direkt aus dem Magento-Backend heraus automatisch verwalten und pflegen. Sie können Preisregeln für den Amazon-Vertriebskanal festlegen, mehrere Amazon-Marken mit mehreren Amazon-Konten verwalten und im Gegenzug auch Zugriff auf die Produktdaten von Amazon erhalten.

Der Zugriff auf diese neue Funktion ist für alle Magento-Anwender über eine kostenlose Erweiterung möglich, die im Magento Marketplace verfügbar ist.

"Für viele Hersteller und Händler ist die Erstellung eines Amazon-Schaufensters nicht einfach", sagte Jason Woosley, Vice President, Commerce Product & Platform bei Adobe. Mit dem neuen Magento Feature kann Amazon als weiterer Verkaufskanal schnell und effizient “bespielt” und überwacht werden.

E-Commerce goes Green – Unternehmen und Verbraucher werden umweltbewusster

Die Sorge um zunehmende Umweltverschmutzung und vor allem die Erderwärmung beschäftigt nicht mehr nur “Ökos” oder Millennials, dies belegen u.a. auch die Wahlergebnisse. Die meisten Verbraucher sind sich heutzutage ihrer Umweltauswirkungen viel mehr bewusst, und sie wollen Unternehmen unterstützen, die ihr Bestes tun, um etwas gegen die zunehmende Erderwärmung unternehmen und versuchen ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

 

Umfragen zeigen, dass immer mehr Verbraucher beim Einkauf darauf achten, wie das Unternehmen ökologisch agiert. Kunden wählen zukünftig ihre Lieferanten auch nach dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Laut einer PwC Umfrage sind beispielsweise für 85% der Konsumenten nachhaltige Verpackungen wichtig. Bereits 52% suchen gezielt nach Produkten mit umweltfreundlicher Verpackung. Und das ist eine Entwicklung, die einer grünen Revolution gleichkommt. Denn in Zukunft wird immer häufiger nur der Händler gute Geschäfte machen, der in das Thema Ökologie und eine ausgeglichene CO2-Bilanz investiert!

Gemeint ist das Ersetzen von Verpackungen mit hoher Umweltbelastung durch umweltverträgliche Alternativen, die auch recycelt werden können. Nachfolgende Beispiele sollen hier als Anregung dienen: 

  • - Ein sehr einfacher Schritt ist hier, Ihr Klebeband aus PVC oder PP mit normalem Papier-Packband oder noch besser Nassklebeband zu ersetzen. Beides ist ebenso personalisierbar.
  • - Einige Konzerne, zum Beispiel auch die Otto Group, haben bereits alles PVC aus Ihrem Verpackungssortiment gestrichen und ersetzt.
  • - Kantenschutzecken aus Karton sind ökologischer als die aus Styropor und dabei nicht weniger effektiv.-
  • - Mittlerweile gibt es Umreifungsband aus recyceltem Material, klimaneutral produzierte Luftpolsterfolie, Verpackungschips auf Maisbasis und die Entwicklung geht weiter…

Noch vor kurzem waren Styropor-Kühlboxen Standard. Doch heutzutage gibt es für den Kühltransport einige Alternativen, die auf Styropor verzichten. Da wäre z. B der WrapPak Protector von Ranpak, deren Papierpolster nachweislich über 18 Stunden ihre Produkte kühl halten. Durch die spezielle Wellung und Schichtung des Papierpolsters bleibt die Kälte im Paket.

Natürlich haben auch die E-Commerce Schwergewichte, allen voran Amazon, das Thema auf der Agenda. Mit “Shipment Zero” möchte Amazon seine Klimabilanz bis 2030 nachhaltig verbessern und die Hälfte aller Pakete klimaneutral versenden. Der Konzern setzt dabei unter anderem auf recycelbare Verpackungen, Elektroautos sowie auf erneuerbare Energien. Und auch Zalando will künftig mit wiederverwertbaren Verpackungen den Versand umweltbewusster gestalten. Außerdem testet der Fashion-Riese eine freiwillige Zusatzgebühr zur Emissions-Kompensierung, die Kunden mit ihrer Bestellung im Checkout entrichten können. 

Durch solche Initiativen kann man als E-Commerce-Anbieter auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappen schlagen: man tut etwas für die Umwelt und man tut etwas für das eigene Image denn “Grün” ist inzwischen in. 

 

Neueste Posts

TechDivision veröffentlicht umfassendes PIM Whitepaper TechDivision launcht Digital-Plattform für den Lampenhersteller EGLO
 
Interaktives Live-Webinar und Whitepaper zum Thema Homeoffice TechDivision wird offizieller Adobe Gold Partner schweren Herzens müssen wir die Meet Magento DE 2020 absagen!

Archiv

April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juni Mai April Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni März Februar
Oktober September August Juli Juni Mai April März Januar
Dezember November Oktober September August Juli Mai April Februar
November Oktober September April Februar
Dezember September Juni Mai Februar Januar
Juli Mai April März Februar Januar
September August Juli März
Oktober September Juli Juni Mai März Februar
Februar

Kategorien

E-CommerceSAFeAgileNew WorkRemote WorkScrumKanbanTeamsCoachingOrganisationsentwicklungKollaborationUnternehmensmeldungOnline-MarketingMagento CommerceNeosTYPO3SEOSEAUsability Digitale TransformationAgile ProjektentwicklungCorporate WebAnalyticsKünstliche IntelligenzMobile MarketingSocial MediaVeranstaltungenResearch & DevelopmentDesign
 
powered by YouTube: Beim Abspielen des Videos wird eine direkte Verbindung zu einem Server von YouTube aufgebaut. Näheres erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung

Unser Herz schlägt online -
Deins Auch?

 

Wir stellen uns jeden Tag neuen Heraus-forderungen des Online-Business – immer auf der Suche nach spannenden Lösungs-ansätzen und sinnvollen Technologien. Eine Vielzahl namhafter Kunden vertrauen auf das Online Know-how „Made in Kolbermoor / Rosenheim und München“. 

Lust auf TechDivision? Hier geht zu unseren Stellenanzeigen

eStrategy Magazin


Erfahren Sie mehr zu den Themen E-Commerce, Online-Marketing, Mobile, Projektmanagement, Webentwicklung und E-Recht in unserem kostenlosen Online-Magazin.

Jetzt herunterladen!

Whitepaper:
Agiles Projektmanagement


In unserem kostenlosen Whitepaper versuchen wir Basiswissen und Erfahrungen aus vielen Jahren täglicher Projekt- und Unternehmenspraxis zu vermitteln, mit denen Sie die Anforderungen des Arbeitslebens von Heute besser bewältigen können.

Jetzt herunterladen!

Autor

Haben wir Ihr Interesse mit unserem Blog geweckt?

Wir sind der richtige Partner für anspruchsvolle Projekte im Bereich E-Commerce, Corporate Web, Consulting und Online-Marketing. Sprechen Sie mit uns!

Autor

Josef WillkommerGeschäftsführer / CMO