Magento Imagine 2019 - Mittelstand im Focus von Adobe

Mit gut 3.500 Teilnehmern aus allen Erdteilen ist die Magento Imagine auch dieses Jahr und unter dem neuen “Dach” von Adobe wieder ausverkauft und die Agenda versprach einiges. Als einer der führenden Magento Partner in Europa war TechDivision natürlich auch mit mehreren Kollegen vor Ort um sich über aktuelle Trends, Best Practises und Produkt-Updates aus erster Hand zu informieren

Vor gut einem Monat hatte Adobe auf dem Adobe Summit, der ebenfalls in Las Vegas stattfand, die neue Adobe Commerce Cloud angekündigt, die Magento mit den folgenden Adobe Produkten bundelt und primär für große und sehr große Kunden ausgelegt ist:

Die nachfolgende Abbildung zeigt dabei nochmal den entsprechenden Teil des Adobe Produktportfolios und dessen Einordnung.

 

 

Bei der Adobe Commerce Cloud handelt es sich um ein neues Produkt, das für Enterprise Kunden mit sehr hohen Anforderungen an Skalierbarkeit, Performance und Datenanalyse ausgelegt ist und parallel zu den bestehenden Magento Versionen angeboten und weiterentwickelt wird.

Die nachfolgende Grafik gibt nochmals einen aktuellen Überblick über die bestehenden Produkte und deren primäre Einsatzgebiete bzw. Zielkunden:

 

Quelle: Adobe Inc.

 

Bereits mit Bekanntwerden der Übernahme von Magento durch Adobe gab es diverse kritische Stimmen, die das Ende von Magento und dem riesigen, weltweiten Magento Ökosystem herauf beschworen. Nach der Ankündigung der Adobe Commerce Cloud wurden diese Stimmen erneut geweckt und so wurde - nicht nur von uns - mit großer Spannung erwartet, was Adobe hier an Produktneuheiten sowie der Weiterentwicklung von Magento verkünden würde.

Nachfolgend ein paar aktuelle Zahlen aus dem Magento Umfeld, die für Adobe natürlich auch eine Ansage bedeuten und sicherlich auch einen Teil dazu beitragen, dass Magento und die weltweite Magento Community auch zukünftig größtenteils “eigenständig” weiterentwickelt werden wird:

 

 

Beeindruckend ist auch die Entwicklung des sogenannten Community Engineering Teams, über das Magento Entwickler gemeinsam mit Core Entwicklern an neuen Features und Verbesserungen arbeiten. So wurde als das erste große Community Engineering Projekt das Multi-Source-Inventory von der weltweiten Community unter Anleitung und mit Unterstützung des Core Teams entwickelt und ist mit Version 2.3 fester Bestandteils des Magento Cores.  

Als neues Community Engineering Projekt wurde auf der diesjährigen Imagine die Integration von Adobe Stocks in Magento gestartet und auch hier wird die weltweite Community wieder zeigen, was in ihr steckt.

Nachfolgende Zahlen belegen die äußerst positive Entwicklung des Community Engineerings und Systemintegratoren wie z.B. ATWIX mit Standorten in der Slovakei sowie der Ukraine haben sich durch eine intensive Mitarbeit bei Community Engineering Projekten inzwischen einen Namen weit über die Grenzen Europas hinaus gemacht. Dies ist nur ein spannendes Beispiel, wie man durch aktive Mitarbeit in der Magento Community als Dienst- leister massiv profitieren kann. Dass ATWIX kein Einzelfall ist, zeigt die Tatsache, dass sowohl die eingereichten als auch bearbeiteten Pull Requests in den letzten 12 Monaten um mehr als 100% auf 3.051 in Q1 2019 gestiegen sind und sich die Magento Maintainer im ersten Quartal 2019 innerhalb eines Jahres von 10 auf 21 mehr als verdoppelt haben.

Nach diverses Vorträgen und auch im Gespräch mit Adobe kann folgendes festgehalten werden - Adobe hat den Wert der Community, d.h. des massiven, weltweiten Ökosystems erkannt und verstanden und auch in mehreren Sessions und während der Keynote deutlich gemacht, dass der SMB-Markt (= Small and Midsize Companies) welcher im Prinzip dem klassischen deutschen Mittelstand entspricht für Adobe enorme Bedeutung hat und man zukünftig verstärkt diesen Markt durch entsprechende Produkte und Lösungen erschließen möchte. Insofern wird es zukünftig so sein, dass Magento in zwei parallelen Welten weiterentwickelt wird und man auf der einen Seite durch eine gemeinsame Code-Basis sowie die weltweiten Community Effizienzvorteile und die nötige Agilität bereitstellen kann und auf der anderen Seite aber auch die wachsende Ansprüche von sich dynamisch entwickelnde mittelständischen Unternehmen aber auch international agierenden Großkonzernen gleichermaßen adressieren kann.


Support

Nachdem Adobe zuletzt die Supportzeiträume für aktuelle bzw. zukünftig ablaufende Versionenen verkürzt hatte und hier daraufhin verständlicherweise entsprechender Gegenwind von Kunden- und Dienstleisterseite kam, hat Adobe auf der Imagine hier eine erneute Änderung bzw. Anpassung vorgestellt.

Demnach werden ab Version 2.3 Feature- und Qualitätsupdates durch quartalsweise Releases für 12 Monate ab dem Release der Folgeversion bereitgestellt. Sicherheitsupdates stellt Magento zukünftig für 18 Monate ab dem Release der Folgeversion zur Verfügung. Das nachfolgende Bild verdeutlicht dies nochmals

 

 

Magento Imagine wird 2020 beibehalten

Auch die Tatsache, dass es dieses Jahr - wie von manchen vermutet - die letzte Magento Imagine Konferenz war, wurde durch folgende Ankündigung widerlegt: Kommendes Jahr wird die Imagine als “eigenständige” Veranstaltung in den Adobe Summit integriert, der von 29. März bis 02. April 2020 wieder in Las Vegas stattfindet und zu dem alleine dieses Jahr mehr als 16.000 Besucher gekommen sind!

 

Magento Sales Channels

Zwei der wichtigsten Neuigkeiten für Magento-Nutzer sind die neuen Integrationen mit Amazon und Google Magento spricht hier von sogenannten Sales Channels, bei denen eine zukünftige Erweiterung um diverse weitere Kanäle denkbar bzw. vorgesehen ist. Gerade dieses Feature ist insbesondere für kleinere und mittlere Magento Kunden aus unserer Sicht sehr interessant, wenn man bedenkt, dass heutzutage ein sehr großer Teil des globalen B2C E-Commerce alleine über Amazon abgewickelt wird.

 

Amazon Sales Channels

Mit dem neuen Feature “Amazon Sales Channels” können Händler nun ihren Bestand bei Amazon direkt aus dem Magento-Backend heraus automatisch verwalten und pflegen. Sie können Preisregeln für den Amazon-Vertriebskanal festlegen, mehrere Amazon-Marken mit mehreren Amazon-Konten verwalten und im Gegenzug auch Zugriff auf die Produktdaten von Amazon erhalten.

 

 

Der Zugriff auf diese neue Funktion ist für alle Magento-Anwender über eine kostenlose Erweiterung möglich, die ab sofort im Magento Marketplace verfügbar ist.

"Für viele Hersteller und Händler ist die Erstellung eines Amazon-Schaufensters nicht einfach", sagte Jason Woosley, Vice President, Commerce Product & Platform bei Adobe. "Es erfordert, dass Sie eine ganze Reihe neuer operativer Herausforderungen bewältigen. Sie stellen eine neue Plattform vor, die Ihr Team lernen muss, wie man sie benutzt, verwaltet und wartet. Und wenn Ihre Teams bereits ausgelastet sind, müssen Sie zusätzliches Personal einstellen oder Kompromisse eingehen, die nicht immer das Optimum ermögliche.” Mit dem neuen Magento Feature kann Amazon als weiterer Verkaufskanal schnell und effizient “bespielt” und überwacht werden.

An der Stelle möchten wir jedoch nochmals explizit auf eine Besonderheit im Zusammen hang mit Amazon hinweisen.

Merchants sind im Amazon Wording nicht klar abgegrenzt. Tatsächlich gibt es Seller (in diesem Fall das was Magento unter Merchants versteht) und Vendors. Seller verkaufen ausschließlich AUF dem Amazon Marketplace (entweder komplett eigenständig (vergleichbar zu ebay) oder durch FBA (Fullfilment by Amazon)) - in beiden Fällen stellt aber der Seller die Rechnung an den Endkunden und erhält somit auch alle Kundendaten. Dies alles managed er im "Amazon Seller Central" welches auch eine Bi-Direktionale API anbietet.

Sogenannte Vendoren (meist Hersteller) verkaufen ausschließlich AN Amazon. Das heißt der Amazon Einkäufer kommt auf sie zu und kauft ihnen deren Ware ab, damit Amazon das selbst verkaufen kann (der Vendor erhält keine Informationen über die Endkunden - genauso wie wenn der Vendor an MediaMarkt oder einen anderen Einzelhändler verkaufen würde)

Vendoren kommunizieren mit Amazon über das "Amazon Vendor Central". Hier gibt es außer einer manuellen Pflegemöglichkeit und mit viel Glück etwas Unterstützung durch den Vendor-Service keinerlei Automatisierungsmöglichkeit, womit auch eine Schnittstelle von Magento zu Vendor Central nicht existieren kann!


Google Shopping Ads

Was Google betrifft, so hat Magento heute eine native Integration mit Google Shopping (ebenfalls über eine kostenlose Erweiterung) gestartet, die es Magento-Administratoren ermöglicht, ihre Google-Anzeigen über ihr Magento-Dashboard zu verwalten und ihre Google Merchant Center-Konten zu verwalten. Warum diese Integration? Google beansprucht für sich mehr als 37 % des Online-Werbemarktes. Mit rund 63.000 Suchanfragen pro Sekunde ist Google nach wie vor einer der wichtigsten Einstiegspunkte für Produktsuche und Produktkauf. Diese Potentiale sollte man als Hersteller und Händler nicht ungenutzt lassen.

Mit dem neuen Magento Feature wird es möglich, Google-Marketing- Kampagnen direkt aus dem Magento Backend zu verwalten. Auch hier geht es darum, Händlern die Möglichkeit zu geben, die ihnen bereits bekannten Tools zu nutzen, um ihre Reichweite auf andere Plattformen auszudehnen, was typischerweise bedeutete zwischen Diensten hin und her zu wechseln und zu versuchen, sie synchron zu halten.

Mit smarten Shopping-Kampagnen können Sie die Kampagnenverwaltung vereinfachen, den Conversion-Wert maximieren und Ihre Reichweite erhöhen. Dieser Untertyp einer Shopping-Kampagne ist eine Kombination aus einer regulären Shopping-Kampagne und einer Remarketing-Kampagne im Displaynetzwerk. Smarte Shopping-Kampagnen umfassen automatische Gebotseinstellungen und Anzeigen-Placements, damit Ihre Produkte und Ihr Unternehmen netzwerkübergreifend beworben werden.

Bei smarten Shopping-Kampagnen werden Ihr bestehender Produktfeed und Ihre Assets mit KI Algorithmen von Google kombiniert, um über Werbenetzwerke hinweg unterschiedliche Anzeigen auszuliefern. Dazu stellen Sie eine Verknüpfung mit einem Merchant Center-Konto her, legen ein Budget fest, laden Assets hoch und teilen Google das Absatzland mit. Die Systeme von Google greifen dann auf Ihren Produktfeed zu und testen verschiedene Kombinationen aus dem von Ihnen bereitgestellten Bild und Text. Dies alles geschieht mit dem neuen Magento Feature direkt innerhalb des Magento Admin-Interface.

 

Quelle: Google

 

Anschließend werden die relevantesten Anzeigen in verschiedenen Google-Werbenetz- werken ausgeliefert, einschließlich Google Suchnetzwerk, Google Displaynetzwerk, YouTube und Gmail. In Europa können smarte Shopping-Kampagnen in jedem Preisvergleichsportal verwendet werden, mit dem Sie zusammenarbeiten. Studien von Google haben ergeben, dass smarte Shopping-Kampagnen eine bis zu 20 % höhere Conversionrate, als normale Shopping Ads aufweisen können.

Damit jede Anzeige ihre optimale Wirkung entfaltet, automatisiert Google auch Anzeigen-Placements und Gebote, sodass ein maximaler Conversion-Wert – entsprechend Ihrem Budget – erzielt wird. Über das Magento Backend haben sie dann direkten Zugriff auf unterschiedliche Reports und können hier auch manuelle Anpassungen vornehmen.

 

Artificial Intelligence (powered by Adobe Sensei)

Das Thema Künstliche Intelligenz ist inzwischen in fast allen Lebens- und Arbeitsbereichen angekommen und in manchen Umfelder omnipräsent. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neues Startup im KI-Umfeld das Licht der Welt erblickt und es sind hier mitunter auch sehr abenteuerliche, manchmal auf durchaus fragwürdige Ansätze dabei. Natürlich hat AI auch für ein führendes Softwareunternehmen wie Adobe sehr hohe Priorität und mit Adobe Sensei hat man auch bereits seit längerem eine entsprechende KI-Technologie am Start, die Adobe Kunden in unterschiedlichster Art und Weise das Leben zukünftig vereinfachen soll.

Welche Anwendungen hier zukünftig für zum Teil massive Arbeitserleichterung bei Shopbetreibern sorgen werden, stellte Adobe mit einem neuen Feature vor, das bereits bei ersten Beta-Kunden im Einsatz ist und voraussichtlich noch dieses Jahr für alle Magento Commerce Kunden ausgerollt werden soll: Magento Product Recommendations powered by Adobe Sensei. Hierbei handelt es sich um einen SaaS-Service, der es Magento Kunden zukünftig ermöglichen wird auf unterschiedlichen Seitentypen (Startseite, Produktdetailseite, Warenkorb und Checkout) individuelle Produktempfehlungen basierend auf dem bisherigen Verhalten im Shop einzublenden. Die Produktempfehlungen können dabei über das Magento Backend anhand einer Vielzahl von Parameter auf den jeweiligen Einsatzzweck und das entsprechende Umfeld optimal angepasst werden. Einen ersten Vorgeschmack hierzu liefert das nachfolgende Video.

 

 
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Zudem wird es demnächst eine Magento Integration in Adobe Analytics geben, die Daten mit Hilfe von Adobe Sensei und entsprechenden AI-Algorithmen noch besser und umfangreicher analysieren lässt.

Was damit zukünftig noch alles möglich wird, wurde in einer weiteren Session mit dem Titel “Future Directions in Commerce: Content Intelligence Leads the Way” gezeigt.

Produkterkennung bzw. -identifikation (Ableitung von Produktclustern zur einfachen Produktsuche)

Automatische Strukturierung von Bildern (Aufhängerbild, verschiedene Ansichten etc.)

 

  • Extraktion von Varianten wie z.B. Farben oder Mustern für automatische Cross-Sells

 

 
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  • Texterkennung für E-Commerce

  • Sentiment Analysen für die Kundeninteraktion

 

Magento Page Builder

Mit dem Magento Page Builder wurde bereits auf der letztjährigen Imagine ein extrem mächtiges Tool angekündigt, mit dem per Drag & Drop Landingpages, Themenwelten und vieles mehr erstellt werden können ohne auch nur eine Zeile Code dafür zu schreiben. Mittlerweile ist Page Builder in Magento 2.3.1 als Standardfeature integriert und es gibt inzwischen eine Vielzahl sehr spannender Use Cases und Best Practises.

 

 

Page Builder löst damit die Übergangslösung namens Blue Foot CMS vollständig ab. Durch die nahtlose Integration ins Magento Backend kann auf alles Magento Features zurückgegriffen werden. Damit lassen sich beispielsweise Content-Kampagnen im Vorfeld erstellen und über Kampagnensteuerung von Magento zu einem zeitliche beliebigen Zeitpunkt automatisiert starten. Für eine möglichst nahtlose Übernahme von Content aus Blue Foot CMS steht zukünftig ein Migrationstool zur Verfügung.

Aktuell ist Magento Page Builder als Standardfeature in Magento Commerce ab Version 2.3 integriert. Eine Bereitstellung des Tools für Magento Open Source ist für die Zukunft jedoch auch angedacht, wobei hierzu kein Zeitraum genannt wurde.

Im Zuge der Einführung des Page Builders wurde von Magento zudem das Thema “Design Systems” eingeführt. Was hat es damit auf sich?

“A Design System is the single source of truth which groups all the elements that will allow the teams to design, realize and develop a product.”

 

Quelle: https://uxdesign.cc/everything-you-need-to-know-about-design-systems-54b109851969

 

Adobe stellt für das aktuelle Magento Theme eine eben solchen UI Kit kostenlos zur Verfügung, der Vorgaben für alle wesentlichen Seitenelemene enthält.

 

Technologie

Auch auf der Technologieseite hat sich einiges getan und in den kommenden Monaten wird hier noch einiges kommen. Nachfolgend in Stichpunkten die wichtigsten Technologie-Themen und Updates zu Magento:

  • Erweiterte Unterstützung von GraphQL

  • Unterstützung von PHP 7.2

  • Migration von Mcrypt zu Sodium

  • Unterstützung von Elasticsearch 6 sowie Redis 5 (ab Version 2.3.1)

  • Integration des DHL Schema v6.0 für Versandmethoden (ab Version 2.3.1)

  • Komplett neues Frontend-Stack

 

 

 

 

Zusätzlich wird es einige Neuerungen und Erweiterungen im Bereich der Cloud Infrastruktur geben. So wird zukünftig auch Microsoft Azure unterstützt, intelligentes und horizontales Auto-Scaling ermöglicht, Rollbacks eingeführt sowie ein erweitertes Monitoring bereitgestellt.

 

 

PWA

Adobe gab zudem bekannt, dass das Progressive Web Application (PWA) Studio, das es fortgeschrittenen Magento-Anwendern ermöglicht, mehr app-ähnliche Online-Shops zu erstellen, nun PayPal's Braintree als Zahlungsoption unterstützt. Jason Woosley erwartet, dass PWA's für viele Magento-Kunden zukünftig der richtige Weg sind, noch bessere Kundenexperience und am Ende des Tages auch höhere Conversions bieten zu können. Dies unterstreicht auch die nachfolgende Aussage der Marktforscher von Gartner:

“By 2020, progressive web apps will have replaced 50% of general-purpose, consumer-facing mobile apps.”

Mit dem PWA Studio steht Magento Kunden ein entsprechendes Werkzeug zur Erstellung ansprechender PWAs "Out-of-the-Box" inklusive einem neuen und recht ansprechenden Theme namens “Venia” zur Verfügung, das den Einstieg in die PWA-Welt vereinfachen und beschleunigen dürfte.

Gerade Google treibt das Thema PWA seit einiger Zeit massiv voran und hat inzwischen auch erneut bekannt gegeben, dass Ladezeiten insbesondere auch im Bereich des Mobile Web von sehr hoher Bedeutung und einer der Rankingkriterien sind. Warum Performance so enorm wichtig ist, zeigt die nachfolgende Grafik:

 

Quelle: https://blog.convert.com/infographic-the-interesting-effect-of-speed-on-conversion-rates.html

 

Inzwischen beginnen zudem auch die App Marktplätze (insbesondere der Google Play Store) PWAs dort aufzunehmen. Mit Google Lighthouse stellt der Suchmaschinengigant zudem eine kostenloses Tool zur Bewertung von Webseiten anhand unterschiedlichster Parameter zur Verfügung mit dem auch PWAs analysiert werden können.

 

Abb.: https://veniapwa.com/ untersucht mit Google Lighthouse

 

Fazit

Die diesjährige Imagine Konferenz war erneut eines der Highlights. Neben dem alljährlichen “Klassentreffen” der internationalen Magento Community und dem Austausch wurde natürlich besonders darauf geachtet wie sich Adobe verhält und welche Infos von deren Seite kommen. Hier wurde in unterschiedlichen Sessions und Keynotes das Thema Mittelstand auf unterschiedlichste Weise adressiert und immer wieder betont, dass Adobe die grundlegende Ausrichtung und die Wurzeln von Magento im Open Source Umfeld verstanden hat und dies auch zukünftig beibehalten und noch weiter ausdehnen möchte.

Durch die vorgestellten Features und Neuerung erscheint mir dies weit mehr als nur eine Marketingaussage. In Gesprächen mit Adobe und Magento wurde die strategische Bedeutung sowohl des SMB Business auf der einen als auch echten Enterprise Kunden auf der anderen Seite mehrfach unterstrichen. Auch die Tatsache, dass Adobe unter vorgehaltener Hand mit großem Respekt und auch ein klein wenig Neid auf das Magento Ökosystem blickt und sich sowas für die eigenen Produkte wünscht, verspricht doch einiges für die Zukunft. Was die wenigsten wissen - Das Open Source Umfeld ist für Adobe nichts neues, sondern bereits seit einiger Zeit ein strategischer Aufhänger. Weitere Infos dazu gibt´s in einem aktuellen Artikel auf Medium.

Alles in allem war es ein rundum gelungenes Event mit super Stimmung, spannenden Talks und einigen aus unserer Sicht richtig coolen und innovativen Neuerung. Insofern freuen wir uns auf die kommenden Projekte sowie zukünftigen Releases von Magento. Wer sich über Magento jetzt nochmals Infos aus erster Hand holen möchte, dem können wir die Meet Magento Deutschland am 03. und 04. Juni in Leipzig nur wärmstens empfehlen. Hier gibt es dann nochmals ein Update zum Status Quo und der Zukunft von Magento

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