Shop-Systeme 2017

Wir haben in der aktuellen Ausgabe des eStrategy-Magazins einen aktuellen Marktüberblick zu Shopsystemen für anspruchsvollere Projekte veröffentlicht und uns die wichtigsten Shop-Systeme angesehen. Dabei gibt es zwei handfeste Überraschungen…

In vorliegendem Blogbeitrag möchten wir einige Auszüge mit ein paar Kennzahlen und Basis-Informationen zu den folgenden Shoplösungen vorstellen:

  • Magento
  • SAP Hybris
  • Salesforce Commerce Cloud (vormals Demandware)
  • Oxid eShop
  • Intershop
  • Shopware
  • Spryker
  • Intellishop
  • ORO Commerce
  • IBM Websphere
  • Commercetools
  • Prestashop


Hierzu haben wir uns unter anderem auch die Verbreitung der jeweiligen Tools, d.h. die Anzahl der weltweiten Installationen angesehen. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass insbesondere bei den Open Source Tools sicherlich auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Testinstallationen etc. verfügbar ist. Da dieser Umstand jedoch für alle Tools gilt, dürfte sich dies am Ende auf die tatsächliche, relative Verbreitung nicht nennenswert auswirken.


In der Folge sind zu jedem der genannten Shopsysteme einige der wichtigsten Infos kompakt aufgelistet.

Darüberhinaus zeigen die folgenden Charts – sofern Daten verfügbar sind – die Entwicklung der Installationen weltweit, die über das Tool builtwith.com ausgewertet wurden.

 

Magento: Hard Facts

Anzahl Installationen * ca. 250.000 Magento 1; ca. 11.500 Magento 2
insgesamt > 3.500 Enterprise-Kunden
Lizenzmodell & Kosten Commercial Open Source Lizenz; jährliche Lizenzkosten werden anhand unterschiedlicher Umsatzklassen definiert und beginnen ab $ 22.000.-; zusätzliche Module wie Order- Management oder BI-Lösung werden gesondert lizenziert; Magento-Lizenz beeinhaltet Mandantenfähigkeit ohne Zusatz, Neben der kostenpflichtigen Enterprise-Version steht eine lizenzkostenfreie Community Edition als Einstieg zur Verfügung
Ausrichtung B2C & B2B (diverse Verticals/Branchen)
Partner / Community Global rund 260 offizielle Magento Partner; weltweit rund 200.000 Community-Mitglieder sowie tausende zertifizierter Entwickler
USP Flexibilität und Leistungsfähigkeit durch moderne Softwarearchitektur, sowie riesige Community. In Kombination mit dem Open Source Ansatz daher nahezu kein Vendor-Lock
Zielgruppe Mittlere bis größere Unternehmen, für die zum einen eine internationale Ausrichtung bzw. die entsprechenden Möglichkeiten wichtig sind, für die das Thema eCommerce ggf. noch recht neu ist, die aber trotzdem größtmögliche Flexibilität (ggf. auch mit Ausdehnung in andere Segmente z.B. zukünftig zusätzlich B2B) und Skalierbarkeit sowie eine möglichst geringe Anbieterabhängigkeit wichtig ist.

Magento 1 Kunden, die bereits seit längerem mit Magento 1 unterwegs sind und einen Relaunch bzw. umfangreicheren Änderungen bzw. Anpassungen planen.
Referenzen (Magento 2) Hallhuber, Liebherr, pierre cardin, Bauhaus, Fissler

*) Herstellerangabe sowie eigene Recherche mit buildwith.com

 

Entwicklung von Magento 1-Installationen weltweit

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 136 Ländern Magento-Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
USA 37.282 38,36%
UK 13.439 13,83%
Deutschland 12.606 12,97%
Niederlande 11.671 12,01%
Frankreich 5.440 5,60%
Italien 5.346 5,50%
Australien 4.642 4,78%
Spanien 2.796 2,88%
Kanada 2.270 2,34%
Indien 1.710 1,76%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Entwicklung von Magento2-Installationen weltweit

Abb.: Magento 2 komplett (alle Versionen); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)


Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 65 Ländern Magento2-Installationen lokalisiert werden.

 

Anzahl (absolut) Prozentanteil
USA 1.584 50,83%
UK 439 14,09%
Niederlande 313 10,04%
Deutschland 239 7,67%
Australien 177 5,68%
Kanada 92 2,95%
Italien 89 2,86%
Frankreich 87 2,79%
Indien 56 1,80%
Spanien 40 1,28%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Intellishop: Hard Facts

Anzahl Installationen insgesamt ca. 400, davon ca. 350 in Deutschland *)
Lizenzmodell & Kosten Proprietäre Softwarelizenz; Einmalige Lizenzkosten abhängig vom benötigten Funktionsumfang primär ab einem mittleren fünfstelligen Betrag, häufig jedoch sechstellig; zzgl. Supportkosten
Ausrichtung B2B mit Branchenfokus auf Medizintechnik, Elektrotechnik, Anlagen- und Maschinenbau, Bauwesen und Produktions- verbindungshandel
Partner / Community 12 Implementierungspartner im D/A/CH Raum, zusätzlich stehen Technologie- und Beratungspartner zur Verfügung
USP Fokus auf wenige Branchen im B2B-Bereich. Durch diese Fokussierung lässt sich die Funktionalität spezieller und zielgerichteter ausprägen. Dies verschafft Unternehmen die auf IntelliShop setzen einen Effizienz- und Kostenvorteil.
Zielgruppe Der idealtypische Kunde ist im gehobenen Mittelstand angesiedelt, hat einen Jahresumsatz zwischen 50 und 500 Millionen Euro und ist in den Branchen Medizintechnik, Elektrotechnik, dem Anlagen- und Maschinenbau, sowie dem Bauwesen und Produktionsverbindungshandel tätig.
Referenzen Eismann, 1 & 1, Post Österreich, T-Mobile, Lekkerland

*Herstellerangabe

 

OXID eShop: Hard Facts

Anzahl Installationen 200.000 Installation weltweit , davon ca. 20.000 in Deutschland *); ca. 10.000 Onlineshop live, davon ca. 1.200 mit der Enterprise Edition **)
Lizenzmodell & Kosten Commercial Open Source Lizenz; einmalige Lizenzkosten abhängig von der gewählten Version sowie etwaiger Module ab € 2.990.- (Professional Edition) bzw. ab € 14.900.- (Enterprise Edition) zzgl. Support
Ausrichtung Sowohl B2C, als auch B2B Kunden
Partner / Community Insgesamt über 250 Partner, auch international
USP 1000fach bewährt und implementiert; kurze Time-to-Market bei attraktiven Lizenzkosten; großes Netzwerk von Partnern und Experten sowie zehntausende Mitglieder in der Open-Source Community; 1000 Möglichkeiten zu wachsen bei niedrigem Anfangsinvest; Out-of-the-box hohe Funktionalität und Qualität
Zielgruppe Sowohl B2C wie auch B2B Kunden  Im B2B-Markt punkten wir deutlich mit der dedizierten OXID eShop Enterprise Edition und der B2B Edition für Unternehmen mit einem Onlineumsatz von 5 – 300 M€ oder einem Gesamtumsatz von 50 bis 800 M€
Referenzen METABO, Buffalo, Trigema, Bitburger, Melitta

*) Herstellerangabe sowie eigene Recherche mit buildwith.com **)

 

Entwicklung von OXID eShop-Installationen weltweit

Abb.: OXID eShop komplett (alle Versionen); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 16 Ländern Oxid-Installationen lokalisiert werden.

 

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Deutschland 6.086 91,26%
USA 402 6,03%
Frankreich 49 0,73%
UK 41 0,61%
Niederlande 34 0,51%
Österreich 21 0,31%
Schweiz 16 0,24%
Italien 10 0,15%
Kanada 5 0,07%
Tschechien 5 0,07

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Prestashop: Hard Facts

Anzahl Installationen *ca. 260.000 weltweit, davon ca. 7.000 in Deutschland; 241.000 weltweit, davon ca. 1.600 in Deutschland **)
Lizenzmodell & Kosten Reine Open Source Lizenz, für die Software fallen generell keine Lizenzkosten an
Ausrichtung B2C
Partner / Community Offizielle Agenturpartner in 35 Ländern verfügbar. Durch eine Open Source Community mit 1 Mio Mitglieder
USP 100% Open Source – kostenfrei, Shopsystem für den weltweiten eCommerce – in über 170 Ländernim Einsatz, responsive im Front & Backend, weltweite Entwickler Community, 5000 Addons und Templates im offizellen Store
Zielgruppe eCommerce PurePlayer, Marken, Hersteller und Retailer die eine eCommerce-Lösung für den lokalen oder internationalen Onlinehandel benötigen und dies zu einem wirtschaftlichen attraktiven Preis.
Referenzen baby maxi, moebel.de, Planet Sushi, Hinstorff, nordeko

*) Herstellerangabe sowie eigene Recherche mit buildwith.com **)

 

Entwicklung von Prestashop-Installationen weltweit

Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 147 Ländern Prestashop-Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Frankreich 15.172 38,14%
Spanien 9.607 24,15%
USA 4.635 11,65%
Italien 4.250 10,68%
UK 1.750 4,40%
Deutschland 1.561 3,92%
Niederlande 1.163 2,92%
Kanada 580 1,46%
Mexico 564 1,42%
Australien 500 1,26%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Shopware: Hard Facts

Anzahl Installationen * ca. 54.000 weltweit; ** ca. 11.500 weltweit laut Auswertung builtwith.com **)
Lizenzmodell & Kosten Commercial Open Source Lizenz; abhängig von der jeweiligen Version jeweils einmalige Lizenzkosten;
– € 1295.- (Shopware Professional)
– € 5.995.- (Shopware Professional +)
– € 29.995.- (Shopware Enteprise inkl. 1 Mandant)
Darüberhinaus gibt es eine kostenlose Community Edition
Ausrichtung aktuell primär B2C (B2B “Version” wird derzeit implementiert)
Partner / Community 1.200 Partner in ganz Europa
USP Einer der größten USPs von Shopware derzeit ist sicherlich das leistungsfähige Content Management System, mit dem ohne Programmierkenntnisse Themenwelten und Landingpages erstellt werden können sowie die große Community in Deutschland.
Zielgruppe Den idealtypischen Kunden gibt es bei Shopware nicht. Vom kleinen Startup bis Großunternehmen nutzen unterschiedlichste Kunden die Software. Der Großteil befindet sich aber im KMU Bereich und hier bislang nahezu ausschließlich im B2C-Umfeld.
Referenzen Brita, Berentzen, BVB, DeBeukelaer, MAN

*) Herstellerangabe sowie eigene Recherche mit buildwith.com **)

 

Entwicklung von Shopware-Installationen weltweit

Abb.: Shopware komplett (alle Versionen); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 21 Ländern Shopware-Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Deutschland 7.240 94,62%
USA 236 3,08%
Österreich 59 0,77%
Niederlande 31 0,41%
Italien 20 0,26%
UK 19 0,25%
Schweiz 19 0,25%
Frankreich 18 0,24%
Spanien 7 0,09%
Bulgarien 3 0,04%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Intershop: Hard Facts

Anzahl Installationen * ca. 300 weltweit und ca. 100 in Deutschland; 583 weltweit und 98 in Deutschland **)
Lizenzmodell & Kosten Proprietäre Software die sowohl On-Premise als auch als SaaS Modell betrieben werden kann; Lizenzkosten in der Regel im sechsstelligen Bereich, abhängig von den konkreten Anforderungen
Ausrichtung B2C / B2B
Partner / Community

 

Weltweit mehr als 90 Implementierungspartner mit über 900 Spezialisten
USP Gute Integrationsfähigkeit in bestehende Systemlandschaften sowie erprobte Skalierbarkeit und Performance auch bei komplexen Anforderungen
Zielgruppe Unternehmen, die eine Digitalisierungs- und internationale Wachstumsstrategie verfolgen und sich hier auf eine solide und bewährte Lösung verlassen möchten
Referenzen Staples, Schwab, Linde, bofrost, HSE24

*) Herstellerangabe sowie eigene Recherche mit buildwith.com **)

 

Entwicklung von Intershop-Installationen weltweit

Abb.: Intershop komplett (alle Versionen); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 17 Ländern Intershop-Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Deutschland 98 37,69%
Niederlande 53 20,38%
USA 52 20,00%
Australien 15 5,77%
UK 15 5,77%
Frankreich 12 4,62%
Spanien 5 1,92%
Italien 5 1,92%
Kanada 3 1,15%
Finnland 2 0,77%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

Spryker: Hard Facts

Anzahl Installationen * ca. 100 Projekte
Lizenzmodell & Kosten Commercial Open Source Framework; Die Lizenzkosten bemessen sich anhand der benötigten Entwicklerarbeits- plätze und belaufen sich auf auf € 15.000.- p.a. und Entwickler. Für ein Spryker-Projekt sollte man von einer Teamgröße im Bereich von mind. 5 Entwicklern und demnach rund € 75.000.- p.a. zzgl. Support ausgehen
Ausrichtung B2C & B2B, eCommerce-Applikationen
Partner / Community aktuell rund 30 Solution Partner überwiegend in der DACH-Region sowie in UK und Frankreich
USP Größtmögliche Flexibilität durch Framework-Ansatz, Spryker ist kein “fertiges” eCommerce-System sondern eine Sammlung von Best-Practice Komponenten
Zielgruppe Mittlere bis größere Unternehmen, die hohen Anspruch an Innovation sowie individuelle Lösungen haben, bereits über entsprechende eCommerce Erfahrung/Skills verfügen und zudem bereit sind umfassendere Inhouse-Ressourcen für die Arbeit mit Spryker aufzubauen
Referenzen ATU, siroop, Tom Taylor, ROSE, Jumbo

*Herstellerangabe

 

Salesforce Commerce Cloud: Hard Facts

Anzahl Installationen * ca. 2.500 weltweit, davon 162 in Deutschland
Lizenzmodell & Kosten SaaS Software; Monatliche Kosten im Bereich von 1% bis 2,5% abhängig vom Umsatz und diversen weiteren Faktoren
Ausrichtung B2C – stark im Modebereich vertreten
Partner / Community 58 LINK Solution Partner
26 LINK End-to-End-Partner
6 Affiliate Partner
USP SaaS E-Commerce Lösung als “Rundum-Sorglos-Paket” mit Hosting, Support und Updates
Sehr viele und leistungsstarke Promotion-Funktionalitäten
Zielgruppe Kunden mit einem jährlichen Online-Umsatz im Bereich von 50 Mio. bis 100 Mio. mit gewissem Fokus auf Fashion
Referenzen HUGO BOSS, Crocs, Samsonite, Jochen Schweizer,
GERRY WEBER

*) Eigene Recherche mit buildwith.com

 

Entwicklung von Salesforce-Commerce-Installationen weltweit

Abb.: Salesforce Commerce Cloud komplett (vormals Demandware); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 21 Ländern Saleforce Commerce Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
USA 946 62,69%
Deutschland 162 10,74%
UK 123 8,15%
Frankreich 94 6,23%
Kanada 56 3,71%
Niederlande 45 2,98%
Australien 36 2,39%
Italien 22 1,46%
Spanien 20 1,33%
China 5 0,33%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

IBM Websphere Commerce: Hard Facts

Anzahl Installationen * 1.438 weltweit, davon 482 in Deutschland
Lizenzmodell & Kosten Propritäre Software / SaaS; abhängig von diversen Faktoren wie Umsatz, eingesetzter Infrastruktur etc. bewegen sich die Lizenzkosten primär im sechsstelligen Bereich ggf. auch höher
Ausrichtung B2C / B2B
Partner / Community Nahezu in jedem Land der Welt stehen Partner für die Implementierung zur Verfügung
USP IBM gehört zweifelsfrei zu den etabliertesten Anbieter von Enterprise Technologien und verfügt hier sowohl über entsprechende Referenzen als auch über ein weltweites Partner-Netzwerk, das absolute High-End-Anforderungen realisieren kann.
Zielgruppe Sehr große Kunden und Unternehmen bzw. internationale Konzerne, die häufig bereits entsprechende IBM Infrastruktur einsetzen
Referenzen IKEA, Office Brands, Whirlpool, Fossil, Harley Davidson

*) Eigene Recherche mit buildwith.com

 

Entwicklung von IBM Websphere Commerce Installationen weltweit

Abb.: IBM Web Sphere komplett (vmtl. zu Beginn Datenfehler); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 18 Ländern IBM Websphere Commerce Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Deutschland 482 56,57%
USA 213 25,00%
UK 67 7,86%
Italien 19 2,23%
Frankreich 19 2,23%
Australien 18 2,11%
Kanada 15 1,76%
Niederlande 11 1,29%
Spanien 5 0,59%
Mexico 3 0,35%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

SAP Hybris: Hard Facts

Anzahl Kunden * weltweit ca. 500 Kunden, davon 82 in Deutschland
Lizenzmodell & Kosten Proprietäre Software, die sowohl als On-Premise als auch SaaS Version in verschiedenen Versionen und mit verschiedenen Zusatzmodulen verfügbar ist; Lizenzkosten bewegen sich in der Regel in einem mittleren sechsstelligen Betrag oder auch deutlich darüber, abhängig von den genauen Anforderungen und Spezifikas
Ausrichtung B2C & B2B
Partner / Community Mehr als 160 Partner in 50 Ländern, Drei Partner Level (Silber, Gold, Platinum), keine Community da Closed Source
USP Umfangreichste Features inkl. PIM- und Omni-Channel- Module für nahezu alle Anwendungsszenarien, verschiedenste Hostings- und Lizenzversionen und besmögliche Interoperabilität mit SAP als ERP
Zielgruppe Größere Unternehmen und Konzerne im Bestenfall mit bereits bestehendem SAP als ERP Lösung und internationaler Ausrichtung
Referenzen OBI, BayWa, 3M, Grainger, ADLER

*) Eigene Recherche inkl. Abgleich mit buildwith.com

 

Entwicklung von SAP Hybris Installationen weltweit

Abb.: SAP Hybris (komplett); Quelle: builtwith.com (Stand: 06/2017)

 

Gemäß builtwith.com konnten mit Stand Juni 2017 in 31 Ländern SAP Hybris Installationen lokalisiert werden.

Anzahl (absolut) Prozentanteil
Deutschland 308 32,77%
USA 277 29,47%
Frankreich 84 8,94%
UK 80 8,51%
Niederlande 47 5,00%
Australien 41 4,36%
Kanada 34 3,62%
Spanien 32 3,40%
Italien 25 2,66%
China 12 1,28%

Abb.: Top-10 Länderverteilung gemäß buildwith.com (Stand: 06/2017)

 

ORO Commerce: Hard Facts

Anzahl Installationen n. A.
Lizenzmodell & Kosten Open Source, wahlweise On-Premise oder SaaS; Lizenzkosten abhängig vom Umsatz ab ca. EUR 35.000.- p.a. unabhängig vom gewählten Hostingmodell
Ausrichtung B2B
Partner / Community aktuell ca. 20 Partner weltweit; globale Open Source Community
USP Klarer Fokus auf B2B Anforderungen mit entsprechenden Funktionalitäten “Out-of-the-Box”, größtmögliche Flexibilität und Sicherheit durch Open Source Ansatz
Zielgruppe mittlere bis größere B2B Unternehmen mit internationalem Fokus, die möglichst flexibel ihre B2B eCommerce Aktivitäten vorantreiben möchte und dabei weitestgehend “unabhängig” bleiben möchten
Referenzen Samuel Hubbard, Game World, Aldo, Arc, HANEU

*) Herstellerangaben & eigenen Recherchen

 

commercetools: Hard Facts

Anzahl Installationen n. A.
Lizenzmodell & Kosten SaaS bzw. PaaS; Lizenzkosten sind abhängig vom Umsatz (B2C) bzw. Kataloggröße (B2B) und bewegen sich primär im Bereich zwischen € 5.000.- und € 10.000.- pro Monat
Ausrichtung B2C & B2B
Partner / Community 47 Partner (Solution- & Technology-Partner);
USP Moderne Microservice-Architektur, die größtmögliche Flexibilität und Performance gewährleistet und sich durch den Modulansatz insbesondere für sehr individuelle bzw. spezielle Anforderungen eignet
Zielgruppe Mittlere bis große Unternehmen, die entweder eine Legacy- Applikation durch eine neue “State-of-the-Art” Lösung ablösen und weiterentwickeln oder eine sehr individuelle e

E-Commerce Applikation planen und hierfür im besten Fall umfangreiche, eigene Expertise und Ressourcen bereitstellen können

Referenzen REWE, ZEG, Carharrt, Tonies, Merkur

*) Herstellerangaben & eigenen Recherchen

 

Wir haben uns, bei unserer Untersuchung auf Shopsysteme für den Mittelstand fokussiert und daher Einsteigerlösungen außen vor gelassen. Dass unsere Daten und Infos recht valide sind, zeigt auch eine aktuelle Studie von iBusiness mit dem Titel „Deutschlands wichtigste E-Commerce-Systeme„. Hierzu wurde mit einem eigenen Crawler alle in Deutschland registrierten Domains gescannt und auf die jeweils im Einsatz befindliche Technologie geprüft. Dazu wurden im Vorfeld 40 relevante Shop-Technologien identifiziert. 

Wirft man einen Blick auf die am häufigsten installierten Shopsysteme in Deutschland sieht das Bild wie folgt aus:

 

 

Demnach wird die für das sehr häufig verwendete Open Source Blogsystem WordPress verfügbare Woocommerce Extension (Shop-Erweiterung für WordPress) mit Abstand am häufigsten eingesetzt. Danach folgt die SaaS Lösung von ePages und das nach wie vor recht weit verbreitete, aber inzwischen doch sehr “angestaubte” xt:commerce. Aus meiner Sicht dürfte es sich hierbei vielfach um eCommerce-Veteranen handeln, die frühzeitig auf den “Online-Zug” aufgesprungen sind, damals auf xt:commerce als eines der wenigen Open Source Shopsysteme gesetzt haben und dies individuell weiterentwickelt und angepasst haben. xt:commerce war insbesondere vor Magento, Shopware & Co. im deutschsprachigen Raum quasi der Standard, jedoch aufgrund der Softwarearchitektur nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand updatefähig, so dass hier am Ende häufig individuelle Systeme/Lösungen entstanden sind.

Auf dem vierten Platz liegt hier Magento mit rund 22.500 Installationen. Hier überrascht aus meiner Sicht der doch recht deutliche Vorsprung vor Shopware, deren Kernmarkt Deutschland in den letzten Jahren durch massive Marketing doch recht stark “bearbeitet” wurde und auch produktseitig einiges passiert ist.

Wirft man einen Blick auf die deutschen Top-1.000 Händler gemäß EHI (darunter fallen Online-Shops die mind. 5,5 Mio. Euro Jahresumsatz machen) zeigt sich gemäß der iBusiness Analyse ein ziemlich eindeutiges Bild:

 

 

In dieser doch äußerst relevanten Kategorie führt Magento das Feld mit großem Vorsprung vor Oxid und Shopware an. So sind unter den aktuell 1.000 größten, deutschen Online-Shops derzeit fast dreimal so viele Magento-Shops vertreten wie Shopware. Einen solchen Vorsprung hätte ich tatsächlich nicht erwartet. 

Geht man jetzt noch einen Schritt weiter, dann zeigt sich, dass unter den 100 größten, deutschen Online-Shops mit SAP Hybris, IBM Websphere und Intershop auf der einen Seite bekannte Enterprise-Lösungen relativ stark vertreten sind, auf der anderen Seite aber auch mehr als die Hälfte der 100 größten Online-Händler auf Individualentwicklungen setzt (gemäß der iBusiness Studie sind dies 64%). Magento ist mit zwei Nennungen auch unter den Top-100 vertreten, was die These eines sehr breiten Einsatzgebietes sowie die von uns bereits vor einiger Zeit erstellte Shop-System-Grafik unterstreicht:

 

 

Open Source ist die Zukunft

Wenn man sich hier Otto oder Zalando als entsprechende Beispiele nimmt und diese etwas genauer untersucht, wird man feststellen, dass bei den Individualentwicklungen wiederum verstärkt Open Source Technologien zum Einsatz kommen und dies sicherlich sehr gute Gründe hat. Insofern kann man festhalten, dass unabhängig von der gewählten Technologie ein Open Source Ansatz in Bezug auf Flexibilität und Zukunftssicherheit sicherlich absolut zeitgemäß und in den allermeisten Fällen eine relevante Option darstellen dürfte.

Abb.: Zalando Open Source Prinzipien: Das Unternehmen setzt voll auf offenen Quellcode
Und auch für Otto.de, als größtes deutsches Versandhandelsunternehmen,  ist Open Source Software inzwischen ein zentraler Erfolgsgarant:

„Wir haben in der Entwicklung konsequent und bewusst zu großen Teilen auf Open-Source-Bibliotheken und -Technologien gesetzt. Zu den Vorteilen von Open-Source-basierten Lösungen zählen die flexiblen Kombinationsmöglichkeiten, die geringen Lizenzkosten, die Unabhängigkeit von jeweils einem kommerziellen Anbieter und die leichtere Erweiterbarkeit und Austauschbarkeit der einzelnen Open-Source-Komponenten.”

 

Die perfekte Software gibt es nicht!

Welche Technologie am Ende zum Einsatz kommt, hängt von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Insofern wird es DIE perfekte Shopsoftware nie geben. Hier ist ein erfahrener Dienstleister sicherlich mindestens genauso wichtig, wie die entsprechenden Tools.

Wir arbeiten beispielsweise seit Herbst 2007 ausschließlich mit Magento und haben diese Entscheidung bislang nicht bereut. Magento hatte zwischenzeitlich sicherlich auch aufgrund der Verzögerungen von Magento 2 und der Abspaltung von ebay einige interne Probleme ist inzwischen aber wieder zu alter Stärke und Innovationsfreude zurück gekehrt. Die Software gehört nicht ohne Grund zu den führenden eCommerce-Systemen weltweit – und zwar für nahezu alle erdenklichen Einsatzbereiche und Szenarien und die aktuellen Auswertungen und Analysen (u.a. Gartner und Forrester) unterstreichen, dass Magento stärker denn je aufgestellt ist. 

Insbesondere in Deutschland hat Shopware die letzten Jahren definitiv aufgeholt und natürlich auch die Werbetrommel kräftig gerührt. Wie die aktuellen Auswertungen zeigen, ist Magento jedoch insbesondere im mittleren Segment (Top-1000 Shops) nach wie vor das Maß der Dinge und mit Magento 2 und den bereits enthaltenen bzw. demnächst verfügbaren, neuen Features wird Magento auch in Deutschland die führende Marktposition im mittleren Segment weiter ausbauen. Im internationalen Umfeld war und ist Magento in diesem Segment der Shop-Lösungen aus unserer Sicht konkurrenzlos!

 

 

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