Warum man auf andere Seiten verlinken sollte

Soll man von seinen Webseiten auf andere Seiten verlinken oder nicht? Diese Frage wird immer wieder gerne diskutiert, besonders in SEO- und Marketingabteilungen mittelgroßer und großer Organisationen. Oft wird befürchtet, dass die Verlinkung folgende negative Effekte haben kann:

  • Rufschädigung
  • Beeinflussung des Suchmaschinen-Rankings
  • Verluste beim Page Rank
  • Verlust von Besuchern über die Links

Diese Sorgen sind aber weitestgehend unbegründet. Die Verlinkung ist eine gängige Praxis im Web, die von allen Benutzern erwartet und respektiert wird und somit nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zu einer Rufschädigung führen kann. Und selbst wenn eine verlinkte Seite zwischenzeitlich aufgekauft und mit unseriösen Inhalten befüllt worden sein sollte, verzeihen die Besucher dies - besonders bei alten Links.

Und auch die Suchmaschinen erkennen, dass selbst die besten Websites manchmal Links in die Unterwelt des Webs enthalten. Solange man also nicht nachlässig auf schädliche oder minderwertige Seiten verlinkt, gilt der gleiche Grad an Aufmerksamkeit wie für mögliche 404-Seiten.

Was den Page Rank angeht…ja, da ist was dran. Nach dem PR-Algorithmus sind Links auf externe Seiten verlorene Möglichkeiten, auf interne Seiten zu verlinken. Es gibt aber auch etliche Beweise aus der Praxis, dass eine externe Verlinkung keine negativen Auswirkungen auf das Ranking einer Site hat, sondern in einem positiven Zusammenhang mit Ranking, Trust usw. sowohl für einzelne Seiten als auch die gesamte Domain steht.

Die Befürchtung, dass Besucher die Site verlassen, ist ebenfalls nicht haltbar. Es gibt ausreichend Beweise dafür, dass Seiten und Sites mit externen Links davon profitieren. Denken Sie nur mal an den bekanntesten, am häufigsten verwendeten Dienst im Web – eine Webseite, auf die wir hundert, wenn nicht tausend Mal im Monat wieder zurückkommen: Google. Ihr Anliegen ist es, die Besucher so schnell wie möglich von der Seite wegzubekommen – und davon profitieren sie natürlich sehr stark. Es gibt auch Untersuchungen, denen zufolge die Seiten mit vielen Links denen mit wenigen Links überlegen sind. Als Beispiel kann man Digg, Twitter, Delicious und andere nennen, die viele Links enthalten, und auf die die Besucher immer wieder zurückkommen. Es gibt jedenfalls noch keine Beweise, dass Links auf gute, hilfreiche Seiten einer Site langfristig schaden.

Nachdem nun die Contra-Argumente entkräftet wurden, ist es Zeit, die Pro-Argumente zu betrachten. Denn es gibt viele Vorteile aus einer echten Verlinkung ohne nofollow (von denen einige wenige und in abgeschwächter Form allerdings auch mit nofollow erreicht werden können).

Verlinkung erscheint in der Traffic-Statistik

Wenn eine Seite auf eine andere verlinkt und das auch nur ein bisschen zusätzlichen Traffic bringt, wird dies in der Traffic-Statistik der Zielseite erscheinen. Die Seitenbetreiber schauen dann bestimmt mal auf Ihrer Seite vorbei und informieren sich. Und vielleicht entsteht daraus sogar eine Geschäftsbeziehung oder zumindest ein Rücklink. Ein Link öffnet also sicher einige Augen.

Ihre Seite wird wertvoller und skalierbarer

Egal wie umfangreich eine Website ist: sie kann nie alles für alle sein oder alle relevanten Informationen enthalten, die die Benutzer über das Thema wissen möchten. Es macht also Sinn, die Kraft des Webs und von Links als Hebel zu nutzen, um einen einfachen, skalierbaren Pfad zu schaffen, auf dem den Benutzern noch mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden. Denn eine Seite, auf der man nützliche Links findet, wird man positiv bewerten. Und warum sollte man das nicht nutzen, um zu einer wertvollen Anlaufstelle in seiner Nische zu werden?

Suchmaschinen werden das Verhalten algorithmisch belohnen

Die Analyse von Spam hat einige interessante Theorien und Einsatzbereiche gezeigt. Es gibt einen umgekehrten oder Anti-Trustrank, der die ausgehenden Links betrachtet, um daraus einen Indikator für Qualität vs. Spam abzuleiten. Es zahlt sich also aus, die eingehenden Links zu betrachten. Genauso lohnenswert ist es aber, die ausgehenden Links zu betrachten. Minderwertige Seiten verlinken auf wesentlich mehr Schrott, während gute Sites üblicherweise auf andere gute Sites verlinken. Diese Netze aus Vertrauen und Wert können von den Suchmaschinen algorithmisch erfasst werden, und verbessern die Suchergebnisse. Nutzen Sie dies also, indem Sie auf Seiten verlinken, die Ihre Nutzer und die Suchmaschinen mögen.

Ausgehende Links erzeugen eingehende Links

Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Wikipedia und YouTube) revanchieren sich Websites, die Links erhalten auch mit Gegenlinks. Wer Links setzt, signalisiert, dass er bereit ist, sich am Netzwerk zu beteiligen und weder in einer abgeschlossenen Community lebt noch ausschließlich auf sich selbst fokussiert ist und alles zu wissen glaubt.

Ausgehende Links führen zum Mitmachen

Es gibt viele intelligente Leute im Web, die zu Ihrem Erfolg beitragen oder Ihr Wachstum steigern können. Mit ausgehenden Links kann man also seinen Erfolg steigern oder das Wachstum beschleunigen. Ausgehende Links regen Linkeratis (Blogger, Freunde der Social Media-Services, Online-Journalisten, Webmastern und Teilnehmern in Foren) an, sich Ihrer Site zuzuwenden. Am Anfang ist der Anreiz zwar noch klein, aber es lohnt sich trotzdem. Unterschätzen Sie die Macht der Belohnung Ihrer Community nicht. Dadurch sind schon einige der erstaunlichsten Marken im Web und außerhalb entstanden.
Darüber hinaus gibt es noch ein paar mehr gute Gründe für Links. Aber die genannten Gründe sind die wichtigsten, die auch Kunden überzeugen können, die sich anfänglich gegen die Idee sträuben.

Quelle: SEOmoz

SEO-Analyse

Die Analyse beginnt im Kopf der Seite, mit der Prüfung der HTTP-Header. Sie sollten korrekt sein, damit der Server die Anfragen richtig versteht und die Seite eine hohe Erreichbarkeit aufweist ist.

Der nächste Abschnitt befasst sich mit den Elementen im Seitenkopf, also dem Titel und den Meta-Tags. Für den Seitentitel, das Description- und Keyword-Tag wird die Anzahl an Zeichen ebenso geprüft wie die Relevanz der Tags in Bezug auf den Seiteninhalt. Abschließend wird noch geprüft, ob ein Robots-Meta-Tag verwendet wird.

Die Schlüsselwörter stehen im Mittelpunkt des dritten Absatzes. Das Tool ermittelt die am häufigsten verwendeten Keywörter und Keyword-Phrasen bis zu 4 Wörtern. Zu jedem Wort und jeder Wortgruppe wird die Relevanz in Bezug auf den Seiteninhalt ermittelt und ein Link zur Suche nach diesem Wort/dieser Wortgruppe in Google, Yahoo! und Bing angeboten.
Dabei ist allerdings in dreierlei Hinsicht Vorsicht geboten:

  • Das Tool hat Probleme mit unseren Umlauten, kann diese nicht darstellen und schneidet teilweise Wörter nach einem Umlaut einfach ab. Dass daraus kein vernünftiger Suchbegriff entsteht, ist logisch.

  • Das Tool betrachtet auch Füllwörter wie "und", "der", "sie" als Schlüsselwörter, vermutlich weil sie einfach recht häufig auf einer Seite vorkommen. Das ist natürlich wenig sinnvoll, denn wer sucht schon nach diesen Begriffen?

  • Die Links auf die Suchergebnisse gehen auf die *.com-Versionen der Suchmaschinen. Bekanntlich liefert aber google.de ganz andere Suchergebnisse als google.com.

Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen kann man aus den Ergebnissen des Tools aber doch den einen oder anderen brauchbaren Hinweis ziehen.

Im nächsten Abschnitt simuliert das Tool die Anzeige der Seite in den Suchergebnissen. Es fehlen allerdings die charakteristischen Farben der Suchmaschinen, so dass man sich erstmal kurz umgewöhnen muss, um die Anzeige zu durchschauen. Hauptanliegen des Abschnitts ist die Verwendung der Meta-Description für das Snippet.

Der darauffolgende Abschnitt analysiert die Links der Seite, sowohl die internen als auch die externen. Für jeden Link wird angegeben, wie oft die jeweilige Zielseite angesteuert wird. Es wird außerdem geprüft, ob für die internen Links Ankertexte eingepflegt wurden.

Die Schlüsselwörter in den Ankertexten und die Alt-Tags von Bildern sind Gegenstand der nächsten Abschnitte. Man findet eine Liste aller Link- bzw. Alt-Texte, die Häufigkeit des Vorkommens und erneut Links auf die Suchergebnisse der drei Suchmaschinen, für die allerdings die gleichen Einschränkungen wie vorher gelten.

Im letzten Block werden schließlich noch die gängigen html-Tags wie h1 bis h6, strong, i usw. untersucht. Die damit formatierten Passagen werden auf einen Blick dargestellt.

Fazit

Natürlich behandeln diese Analyse-Ergebnisse nur einen kleinen Teil der Aspekte, die für die Suchmaschinen-Optimierung wichtig sind. Aber diese Ergebnisse automatisch und auf einen Blick präsentiert zu bekommen, hat schon etwas für sich. Das Tool ist also durchaus empfehlenswert als Ergänzung zu weiteren Analysewerkzeugen und natürlich zum wachen Auge und zum gesunden Menschenverstand.

Neueste Posts

Magento 2.3.1 steht ab 26.03. zur Verfügung MageTestFest 2019 - Ein kurzer Rückblick Unified Commerce - B2C und B2B vereint auf einer Plattform „Ich habe auch Photoshop. Das gestalte ich einfach schnell selbst!“ Akeneo PIM 3.0 - Product Experience durch Künstliche Intelligenz

Archiv

März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juni Mai April Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni März Februar
Oktober September August Juli Juni Mai April März Januar
Dezember November Oktober September August Juli Mai April Februar
November Oktober September April Februar
Dezember September Juni Mai Februar Januar
Juli Mai April März Februar Januar
September August Juli März
Oktober September Juli Juni Mai März Februar
Februar

Kategorien

E-Commerce Unternehmensmeldung Online-Marketing Magento Commerce Neos TYPO3 SEO SEA Usability Digitale Transformation Agile Projektentwicklung Corporate Web Analytics Künstliche Intelligenz Mobile Marketing Social Media Veranstaltungen Research & Development Design
powered by YouTube: Beim Abspielen des Videos wird eine direkte Verbindung zu einem Server von YouTube aufgebaut. Näheres erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Unser Herz schlägt online -
Deins Auch?

 

Wir stellen uns jeden Tag neuen Heraus-forderungen des Online-Business – immer auf der Suche nach spannenden Lösungs-ansätzen und sinnvollen Technologien. Eine Vielzahl namhafter Kunden vertrauen auf das Online Know-how „Made in Kolbermoor / Rosenheim und München“. 

Lust auf TechDivision? Hier geht zu unseren Stellenanzeigen

eStrategy Magazin


Erfahren Sie mehr zu den Themen E-Commerce, Online-Marketing, Mobile, Projektmanagement, Webentwicklung und E-Recht in unserem kostenlosen Online-Magazin.

Jetzt herunterladen!

Whitepaper:
Agiles Projektmanagement


In unserem kostenlosen Whitepaper versuchen wir Basiswissen und Erfahrungen aus vielen Jahren täglicher Projekt- und Unternehmenspraxis zu vermitteln, mit denen Sie die Anforderungen des Arbeitslebens von Heute besser bewältigen können.

Jetzt herunterladen!

Autor

Haben wir Ihr Interesse mit unserem Blog geweckt?

Wir sind der richtige Partner für anspruchsvolle Projekte im Bereich E-Commerce, Corporate Web, Consulting und Online-Marketing. Sprechen Sie mit uns!

Autor

Josef Willkommer Geschäftsführer / CMO