Wie kann man Web-Analysetools nutzen?

Die Daten, die Web-Analyse-Tools sammeln und in schönen Tabellen oder Diagrammen anzeigen, sind eigentlich Schätze. Vielfach werden die Schätze aber gar nicht genutzt, weil die Zeit für die Analyse der Daten fehlt oder weil niemand so richtig weiß, was das bringen soll.
Deshalb kommen hier ein paar Ideen und Vorschläge, unter welchen Aspekten man die Daten der Analysetools betrachten könnten.

Erwartungen analysieren

Bevor Sie das Analysetool öffnen, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Erwartungen und Annahmen machen und diese auch kurz aufschreiben. Natürlich dürfen dabei Ihre Erfahrung aus dem Alltag einfließen. Bei einem Onlineshop wissen Sie ja sicher, welche Produktgruppen besonders gut laufen oder wo es eher klemmt. Vielleicht haben Sie auch hier und da einen gewisses Bauchgefühl.

All das gilt es mit den echten Daten zu verifizieren, zu falsifizieren oder mit Fakten anzureichern.

Besucherzahlen

Der erste Blick geht sicher auf die Kurve mit den Benutzerzahlen. Was sind hier gute, was schlechte Werte? Das lässt sich natürlich pauschal nicht sagen, weil es vom Thema des Angebots abhängt. Seiten zu Nischenthemen haben natürlich weniger Besucher als Seiten, die voll im trendigen Mainstream liegen.
Fällt bei den Benutzerzahlen irgendetwas auf? Bei Angeboten im B2B-Bereich stellt man oft fest, dass die Zugriffsraten an den Wochenenden geringer sind. Wenn sich Tage oder Zeiten ermitteln lassen, in denen ein besonders hohes Interesse vorliegt, ist das ein guter Hinweis für Folgeaktionen. Sei es, dass man neue Inhalte so einstellt, dass sie genau in einer solchen Zeitspanne erstmals verfügbar sind, sei es, dass man zu diesem Zeitpunkt einen Newsletter versendet.

Abgesehen von den reinen Zahlen sollte bei neuen Angeboten immer ein Aufwärtstrend feststellbar sein.

Beliebteste Seiten

Welche Seiten werden am häufigsten aufgerufen? Stimmen die Seitenbesuche mit den Aktionen der Kunden, die sich offline niederschlagen, überein? Betrachten wir in einem fiktiven Beispiel einen Onlineshop mit Gartenmöbeln. Laut Analysetool werden die Seiten mit den Sonnenschirmen häufig besucht. Aber trotzdem liegen die Sonnenschirme wie Steine im Shop und werden kaum verkauft. Dann sollte man sich schnellstens Gedanken über die möglichen Ursachen machen. Ob es an den Preisen liegt, lässt sich mit den (Preis-)suchmaschinen schnell feststellen.

Sind die Preise marktgerecht, dann kann ein Blick auf die Verweildauer der Besucher auf den Seiten helfen. Eine kurze Verweildauer könnte auf Mängel an der Seite hinweisen. Vielleicht hält sie nicht, was sie verspricht? Vielleicht dauert es zu lange, bis sie geladen wird? Vielleicht wird sie zuweilen fehlerhaft angezeigt? Auch hier bietet das Analysetool interessante Antworten.

Browser und Technik

Web-Entwickler können ein Lied davon singen... Jeder Browser hat seine Eigenarten bei der Darstellung. Dazu kommen unterschiedliche Betriebssysteme, Monitorgrößen und -auflösungen sowie Softwareversionen bei Flash und Java. Die Konstellationen, die bei vielen Besuchern vorkommen, sollten auf jeden Fall getestet werden, um unliebsame Überraschungen auszuschließen.

Beliebteste Suchbegriffe

Die Liste der Suchbegriffe, über die viele Besucher aus den Suchmaschinen auf die Seite kommen, kann interessante Hinweise auf die Interessenslage geben. Passen die Begriffe zum Angebot der Seite? Wenn sich im oben genannten Beispiel der Begriff " Hollywoodschaukel" häufig als Suchbegriff verwendet wird, aber nur in einem Text und nicht im Produktsortiment vorkommt, könnte es sinnvoll sein, das Sortiment zu erweitern.

Fazit

Das waren nur ein paar kleine Beispiele für interessante Erkenntnisse, die man aus den Web-Analysetools ziehen kann. Die Liste lässt sich natürlich noch beliebig verlängern. Und wenn man sich erstmal durch die Ergebnisse geklickt hat, kommen die Ideen für die praktischen Einsatzmöglichkeiten sicher von selbst.

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