Retail Apocalypse - Geschäftesterben im Handel der USA beschleunigt sich!

Das Sterben von Shopping Malls wird in den USA mit dem Begriff “Retail Apocalypse” beschrieben. Dieser Trend hat sich in den letzten Monaten beschleunigt und 2017 könnte als das Jahr des Niedergangs der Shopping Malls in die Geschichte eingehen.

Viele Jahre sind vor allem kleine Unternehmen vom Markt verschwunden, mittlerweile gehen aber amerikanische Traditionsmarken in die Knie.

Laut Business Insider werden 2017 in den USA 3.500 Geschäfte landesweit geschlossen. Eine ähnliche Anzahl von Geschäftsaufgaben gab es zuletzt zu Zeiten der großen Rezession der 30iger Jahre.

www.businessinsider.com


Auch in Google Trends gibt es inzwischen massive “Ausschläge” bei diesem Begriff wie der folgende Chart verdeutlicht.


Da man von den Phänomen in Deutschland noch nicht viel gehört hat, möchten wir Sie über aktuellen Entwicklungen im amerikanischen Handel informieren.

Gander Mountain

Hat im März 2017 einen Insolvenzantrag gestellt und strebt einen Komplettverkauf an. 1960 gegründet, ist Gander Mountain ein Spezialist für Jagen, Fischen und Zelten. Gander Mountain wird 32 Filialen schließen.

Sears

Kämpft bereits seit einigen Jahren mit sinkende Umsätzen und Gewinnen akut gegen den Untergang des Unternehmens. Die Schließung von 42 Geschäften ist für das Jahr 2017 geplant

Macy’s

Ist der größte Warenhausbetreiber der USA. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsatzzahlen und plant deshalb die Schließung von weiteren 68 Filialen

Kmart

2016 macht das Tochterunternehmen der Sears Holding einen Verlust von 2,2 Mrd. €. Ob das Unternehmen überlebensfähig ist, ist im Augenblick nicht sicher. Aus diesem Grund werden 108 Stores landesweit geschlossen

JCPenney

Betreibt in den USA mehr als 1.000 Filialen und wurde 1902 in Wyoming gegründet. Um eine Reduzierung der Kosten zu erreichen, ist für 2017 die Schließung von 138 Filialen geplant.

Bebe Stores

Geht einen radikalen Schritt und schließt sämtliche 170 Geschäfte und zieht sich aus den stationären Handel komplett zurück. In Zukunft wird Bebe nur noch Online verkaufen.

wet seal

Anfang Januar 2017 ist das Unternehmen komplett aufgelöst worden und das obwohl das Unternehmen als Spezialist für Teenager-Mode über 50 Jahre erfolgreich am Markt war. Insgesamt mussten 171 Filialen geschlossen werden.

hhgregg

Wird im Jahr 2017 ebenfalls komplett vom Markt verschwinden. Der Spezialist für Elektronik & Haushaltsgeräte wird sämtliche 226 Filialen schließen und ca 3.700 Mitarbeiter freisetzen.

Family Christian

Der Buchhändler mit 240 Filialen ist ein weiteres Opfer des Wandels im Buchhandel geworden. Mittlerweile gegen Amazon & Co. chancenlos, werden sämtliche Filialen geschlossen

RadioShack

Hat im Anfang März 2017 einen weiteren Insolvenzantrag gestellt. Ein erster Insolvenzantrag wurde bereits im Jahr 2015 gestellt. Die erhoffte Erholung des Unternehmens ist nicht eingetroffen. Von den aktuell 1.300 noch betriebenen Filialen, werden weitere 552 Filialen in den nächsten Monaten geschlossen

Payless ShoeSource

Gerade Schuhketten sind vom Wandel besonders betroffen. Payless ShoeSource hat zwar versucht das Geschäftsmodell ins Internet zu verlagern, ist damit aber gescheitert. 400 Geschäfte werden landesweit geschlossen.

Ralph Lauren

Nicht einmal Luxusmarken werden von diesen Trend verschont. Der Flagship Store von Ralph Lauren an der Fifth Avenue ist aufgrund sinkender Umsätze und Gewinne geschlossen worden.

Die Liste zeigt nur eine kleinen Überblick über die aktuellen Entwicklung im amerikanischen Handel, es sind noch viele weitere Unternehmen betroffen. Die sogenannte “Retail Apocalypse”  hat in den USA an Dynamik gewonnen. Was bei der ganzen Betrachtung nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Tatsache, dass mit Geschäftsaufgaben ein großer Verlust von Arbeitsplätzen einher geht.

Fazit

Da nicht wenige Entwicklungen und Trends aus Amerika mit Verspätung auch Deutschland erreichen, ist es also nur eine Frage der Zeit, wann Deutschland mit der “Retail Apocalypse” - wie stark und in welcher Form auch immer - konfrontiert wird.

Wenn Sie nicht zu den Opfern der “Retail Apocalypse” gehören wollen, sollten Sie sich daher - sofern nicht eh schon geschehen - intensiv mit der Digitalisierung ihres Geschäfts auseinandersetzen. Ein eigener Online-Shop ist dabei allerdings nur ein möglicher Ansatz von unzähligen Möglichkeiten. Auch blinder Aktionismus hilft hier - wie in den meisten Fällen - nicht weiter. Vielmehr gilt es kühlen Kopf zu bewahren, sich ggf. professionelle Hilfe zu holen und am Ende dann aber auch entsprechend zu agieren.

Sollten Sie daher Fragen zur Digitalisierung haben oder Unterstützung - entweder in Form von Beratung und/oder der Umsetzung von Digitalisierungsthemen - benötigen, freuen wir uns sehr über ihren Kontakt.

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