Trackinglösungen im Überblick

Eine Online-Präsenz – egal ob Onlineshop oder Corporate Website – kann Unternehmen eine Fülle nützlicher Informationen zum Nutzungsverhalten der Website-Besucher liefern. Die so gewonnenen Daten müssen allerdings systematisch analysiert und ausgewertet werden, um entsprechende Erkenntnisse daraus gewinnen zu können. Wir stellen einige Lösungsansätz vor!

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten des Webtrackings. Während man in den Anfangsjahren primär sog. Logfile-Analyse durchgeführt hat, bei denen man anhand spezieller Softwarelösungen die Logfiles des Webservers ausgelesen und analysiert hat, kommt inzwischen primär die sog. Zählpixel-Methode zum Einsatz, bei der ein unsichtbares Zählpixel bzw. ein Javascript-Code auf den zu messenden Seiten integriert wird. Nahezu alle gängigen Analystools inkl. Google Analytics verwenden diese Art des Trackings. Die nachfolgende Tabelle zeigt hierzu einige Vor- und Nachteile sowie Besonderheite der beiden unterschiedlichen Lösungsansätze im Überblick:


Logfiles (serverbasiert)Zählpixel (clientbasiert)
Seitenaufrufe, die aus Proxies, Zwischenspeichern o.ä. Bedient werden, können vom Server nicht registriert werdenVerzerrungen durch Zwischenspeicher können vermieden werden
Die gewöhnliche Weise der Sitzungszuordnung (gleich IP-Adresse für max. 30 Min.) ist hochgradig fehleranfällig.Durch Nutzung von Cookies kann die Sitzung- und Besucher-Zuordnung bis auf ein für die weitere Verarbeitung akzeptables Maß gesteigert werden.
Die gewöhnliche Weise der Besucherzuordnung (IP-Adresse, ggf. User-Agent) ist in keiner Hinsicht verlässlich.Besucher, die JavaScript und/oder Bilder in ihrem Browser blockieren, werden nicht erkannt.
Die Daten sind und bleiben im jeweilige UnternehmenCookie-Blockaden und Löschraten sorgen für Unsicherheit. Zudem ist das Thema Datenschutz in Deutschland unklar – insbesondere dann, wenn die Daten von ausländichsen Tools auf ausländischen Server gespeichert werden (Google Analytics etc.)
Das Datenformat ist offen, Daten können von verschiedenen Analyse-Tools ausgewertet werden.Das Datenformat ist proprietär, d.h. Daten können bei einem Wechsel kaum von Anbieter A zu Anbieter B mitgenommen werden.
Sämtliche Spider, Bots o.ä. werden in den Logdateien registriertSpider und Bots werden nur teilweise registriert – das verschlankt die anfallende Datenmenge, ist aber für Suchmaschinenoptimierung ein Hindernis.
Die Fehlermeldungen der Server werden unmittelbar registriert.Nicht alle Fehlermeldungen werden erkannt.
Durch JavaScript können reichere Daten über Clients gesammelt werden.
Verschiedene Standorte, Server-Cluster, Domains und Subdomains o.ä. stellen kein wesentliches Problem dar.

Quelle: Wikipedia

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Zählpixelmethode inzwischen durchgesetzt hat und nahezu alle gängigen Analysetools dieses Verfahren – meist in Kombination mit sog. 1st Party-Cookies – zur Zählung und Analyse von Besuchern verwenden.

Status Quo in Deutschland

Gemäß der Studie „„Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk 2009“ des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr sind den meisten der befragten, kleineren oder mittelständischen Unternehmen die aus der Web-Analyse einhergehenden Möglichkeiten zwar grundsätzlich bewusst, allerdings greift nur ein gewisser Prozentsatz auf diese Möglichkeiten zurück.



Dabei greift jedes zweite KMU auf kostenfreie Analyse-Tools, wie z. B. Google-Analytics, zurück. Individuelle Lösungen werden von 27,9 Prozent der Befragten für die Web-Analyse eingesetzt. Dagegen vertraut gemäß dieser Studie nur jedes zehnte Unternehmen auf kostenpflichtige Standardlösungen, um die eigenen Online-Daten auszuwerten. Hier sollte man jetzt zwar grundsätzlich beachten, dass die Studie bereits zwei Jahre alt ist und hier KMUs befragt wurden. Das hier vorhandene Potential ist aber dennoch klar ersichtlich. Bei größeren Unternehmen wird der Anteil an Unternehmen, die Webcontrolling noch nicht umfassend einsetzen zwar heutzutag noch deutlich geringer ausfallen. Nichts desto trotz ist man auch hier in vielen Fällen noch meilenweit von einem optimal Einsatz entfernt.

Gemäß der besagten Studie setzten 2009 über ein Viertel der befragten Unternehmen bislang jedoch kein Web-Analyse-Tool für die Erfolgskontrolle der Online-Aktivitäten ein!!! Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf. Scheinbar ist der Mehrwert einer systematischen Auswertung der Online-Daten noch nicht für alle Unternehmen ersichtlich oder eine sinnvollen Verwendung der Daten momentan noch nicht möglich.

Zwei Drittel der Unternehmen, die lt. dieser Studie aktiv Web-Controlling betreiben, nutzen die gewonnenen Informationen insbesondere zur Planung der eigenen Marketingaktivitäten. Immerhin 15,6 Prozent er hoffen sich eine Prozessoptimierung durch die gewonnenen Erkenntnisse. Ein großer Teil der Unternehmen kann die gewonnenen Informationen bislang jedoch nicht sinnvoll einsetzen. So schöpfen 29,4 Prozent der Unternehmen die Möglichkeiten ihrer Web-Analyse nicht aus. So scheinen einige Unternehmen nicht erkannt zu haben, dass mit einer regelmäßig durchgeführten Web-Analyse wertvolle Informationen über potenzielle und bestehende Kunden bei vergleichsweise geringen Kosten gewonnen werden können.

Gesetzliche Regelung

Gerade im Zusammenhang mit Google Analytics kommt insbesondere in Deutschland immer wieder das Thema Datenschutz und entsprechende, gesetzliche Regelungen zum Vorschein. Ganz grundsätzlich lässt sich hierzu sagen, dass die Rechtslage hinsichtlich solcher Analysetools in Deutschland nach wie vor umstritten ist. Der primäre Stein des Anstosses liegt dabei in der häufigen Speicherung von IP-Adressen und der Einsatz von sog. Cookies. Gemäß Bundesdatenschutzgesetz dürfen personenbezogene Daten nur dann gespeichert werden, wenn dies von einer gesetzlichen Regelung explizit erlaubt wird oder der jeweilige User der Verwendung ausdrücklich zugestimmt hat. Hierbei kommen insbesondere die Regelungen von §15 des Telemediengesetzes (TMG) zum tragen. Demnach dürfen personenbezogene Daten von Besuchern einer Internetseite nur dann abgespeichert werden, wenn dies erforderlich ist um die Inanspruchnahme von geschäftsmäßigen Angeboten im Internet zu ermöglichen und abzurechnen. Eine Speicherung von Daten darüber hinaus ist nur dann rechtmäßig, wenn die Daten zu Abrechnungszwecken benötigt werden. In der Folge müssen Anbieter dafür sorgen, dass die Daten unmittelbar nach deren Beendigung gelöscht werden.

Aktuell besteht allerdings Uneinigkeit, ob die IP-Adresse eines Users in Kombination mit dem Nutzungs-zeitpunkt ein personenbezogenes Datum darstellt. Hierzu gibt es zwischenzeitlich unterschiedliche, juristische Auffassungen.

Bei der Auswahl eine geeigneten Analysetools sollte daher in jedem Fall darauf geachtet werden, dass das jeweilige Tool hinsichtlich der Datenkonformität in Deutschland von einer unabhängigen Instanz wie z.B. dem TÜV geprüft wurden.

Mögliche Analysetools

In der Folge möchten wir fünf mögliche Analysetools kurz vorstellen. Diese Tools entstammen einem Ranking, das von der Plattform www.idealobserver.com erstellt wurde und das anhand diverser Parameter laufend einen aktuellen Marktüberblick zum Thema Webanalyse erstellt. Google Analytics erreicht im übrigen bei diesem Ranking den 16. Platz.

Bei der Untersuchung der entsprechenden Lösungen wurde dabei die nachfolgenden Parameter berücksichtigt:

  • Dashboard (Darstellung und Möglichkeiten der Übersichtsseite, des „Cockpits“)
  • Datensicherheit (Wie sicher sind die Daten? Einhaltung von Datenschutzrichtlinien!)
  • Segmentierung (Wie umfangreich können Daten segmentiert und analysiert werden?)
  • Tests (In welcher Form werden Tests – z.B. A/B Tests unterstützt?)
  • Datenerfassung (Wie zuverlässig und sicher werden die Daten erfasst?)
  • System (allgemeine Beurteilung des Systems)

Abb.: Web-Analytics Ranking gemäß www.idealobserver.com (Stand: September 2010)


Demnach wird das Ranking – wie bereits im Vorjahr – von Site Catalyst angeführt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen dann Webtrands Analytics 9 sowie mit Econda das erste deutsche System. Dabei hat Econda im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut gemacht und konnte Webtrekk vom dritten Platz verdrängen. Im Vergleich dazu: Google Analytics belegt in diesem Ranking Platz 16. Hier spielt vor allem das Thema Datensicherheit sowie Datenerfassung eine große Rolle und sorgt dafür, dass Analytics im Vergleich zu den führenden Lösungen eher abgeschlagen platziert ist.

„Als Trend der vergangenen zwölf Monaten lässt sich ausmachen, dass die Anbieter stark auf die Erweiterung ihrer Tools setzen. Neben dem Kernthema Webanalyse werden Module wie Testing, Befragungen, Kampagnentracking, Mousetracking usw. aufgesetzt, die bei einigen zum Grundpaket gehören, bei anderen hinzu gebucht werden müssen. Partner zur Abdeckung der Bereiche Testing, Social Media, soziodemographische Daten oder Befragungen werden mit Schnittstellen angebunden. Einige Anbieter stellen beides zur Verfügung: Modul und Partner. Darüber hinaus ist eine Entwicklung in den Bereich Business Intelligence Management sichtbar.

Der Datenschutz blieb auch in den letzten 12 Monaten ein wichtiges Thema in der Branche. Die deutschen Datenschutzbeauftragten haben weiter Google Analytics betreffend des Datenschutzes der IP-Adressen im Visier, allerdings ohne dabei auf harte juristische Urteile oder Gesetze zurückgreifen zu können. Google selbst hat eine Option zur Anonymisierung des Traffics eingeführt und bietet den Besuchern eine Opt-out-Möglichkeit. Die professionellen Anbieter aus Deutschland haben sich inzwischen fast alle von neutralen Instanzen hinsichtlich der Datenschutzkonformität prüfen lassen, während die amerikanischen Anbieter ebenfalls IP-Löschungen anbieten und entsprechend gesetzeskonform arbeiten.“ (Quelle: www.idealobserver.com)


In der Folge möchten wir die zehn bestplatzierten Lösungen kurz vorstellen.

Omniture Site Catalyst

Omniture SiteCatalyst ist das im Analytics-Ranking von Idealobserver führende Analysetool für das Online-Geschäft. Die Software liefert in Echtzeit umsetzbare Daten über Ihre Online-Strategien und Marketingkampagnen. Mit Omniture SiteCatalyst lassen sich mit wenigen Mausklick die profitabelsten Pfade Ihrer Website bzw. Ihres Online-Shops ausgeben, an welchen Stellen Besucher „aussteigen“, welche Seiten die besten Ergebnisse erzielen und wie sich unterschiedliche Besuchergruppen verhalten. Alle wesentlichen Kenngrößen (KPIs) werden dabei in einem übersichtlichen Dashboard angezeigt.


Abb.: Omniture Site Catalyst


Anbei die wesentliche Key-Features in der Übersicht:

  • Multi-Site-Gruppierung
  • Besuchersegementierung
  • Aktionsalarm
  • Datenquellen
  • Kategorieübergreifende Analyse
  • Videomessung und -analyse
  • Web2.0-Optimierung

Omniture wird von absoluten Big-Playern im Online-Business verwendet. Zu den Kunden zählen u.a. Apple, Oracle und PayPal.

Die Kosten für Webtrends werden nach der Anzahl der Pis pro Monat abgerechnet. Für einen Webauftritt mit 1 Mio. PI´s pro Monat liegt man preislich bei EUR 5.000 bis 7.000.-/Monat. Die Integration erfolgt im Rahmen von Consultingleistungen über ein Verpixelungskonzeptes. Die Kosten hierfür beginnen im Bereich von einmalig rund EUR 5.000.-.

Webtrends Analytics 9

Mit Webtrends steht der Zweitplatzierte des Idealobserver-Rankings am Start. Die amerikanische Softwarelösung besticht durch umfangreichste Features und eine ziemlich coole und einfach zu bedienende Oberfläche. Dabei liegt der Fokus von Webtrends auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Webumfeldes wodurch möglichst valide Informationen über die Leistungsfähigkeit Ihrer Website generiert werden können.

Das Tool liefert dabei zahlengestütztes Management mit Echtzeit-Performance-Dashboards. Generierte Berichte können dabei als individuelle Reports an entsprechende Mitarbeiter versandt werden. Eine vollständige Navigationsanalyse ermöglicht die Optimierung der Konversionrate für jeden Pfad und jedes Seitenszenario. Ergänzt wird das Ganze durch länderübergreifende Berichte wodurch – gerade für internationale Projekte sehr interessant – die einzelnen Länderseiten sehr gut vergleichbar werden.


Abb.: Webtrends Analytics Dashboard

In der Folge einige der wesentlichen Key-Features in der Übersicht: 

  • Live Dashboard und PowerPoint Decks
  • Behavioral Retargeting
  • Import/Export
  • Open Data Collection API

Webtrends wird unter anderem von den nachfolgenden Unternehmen im Bereich der Webanalyse eingesetzt: Microsoft, New York Times, T-Mobile

Die Kosten für Webtrends werden nach der Anzahl der PIs pro Monat abgerechnet. Für einen Webauftritt mit 1 Mio. PI´s pro Monat liegt man preislich bei ca. EUR 825.-/Monat. Einrichtungs- oder Setup-Gebühren entstehen hier nicht. Die Integration kann eigenständig erfolgen. Empfehlenswert ist in diesem Fall aber, die Inanspruchnahme von Consultingleistungen durch Webtrends um ein optimals Ergebnis erzielen und die Features der Lösung bestmöglich nutzen zu können.

Mehr Infos gibt es unter: www.webtrends.com


Econda Monitor

Bei Econda handelt es sich um ein deutsches Unternehmen, das den Fokus im Bereich E-Commerce hat. Als erster Anbieter hat econda das TÜV Siegel „Geprüfter Datenschutz“ des TÜV Saarland für den Bereich Web Shop Controlling erhalten und bietet seinen Kunden damit höchste Sicherheit und Professionalität im Umgang mit Daten.

Mit dem Shop Monitor bietet econda eine Web Shop Controlling Lösung, die exakt auf die Anforderungen von E-Shop Betreibern zugeschnitten ist. Der Shop Monitor liefert eine Vielzahl an Funktionen wie Klickpfadanalysen, Customer Journey Analysen oder GeoIP zur Steigerung der Konversionsraten und nachhaltigen Senkung der Marketingkosten. In Verbindung zu verschiedenen E-Commerce Plug-Ins und freien Schnittstellen (Bid Management, E-Mail Marketing, Offsite Retargeting,…) bietet der Shop Monitor ein übergreifendes Performance Tracking zur Erfolgskontrolle sämtlicher Marketingchannels inklusive Rückgabe von Optimier- und Targetingdaten zur Kampagnensteuerung. Der Shop Monitor wird so zur Datenzentrale im E-Commerce. Basierend auf der eigenentwickelten econda r.a.c.e. technology liefern zahlreiche Echtzeit-Analysen umfangreiche Zahlen zur strategischen Ausrichtung des E-Business und damit zur nachhaltigen Erfolgsoptimierung und dauerhaften Umsatzsteigerung.

Für minimalen Aufwand bei der Aktivierung sorgen unsere langjährig bewährten Partnerschaften und die Shop Monitor Schnittstellen vieler Shopsysteme. Bei selbst entwickelten Shopsystemen erleichtern einfach anzusprechende Programmierschnittstellen die Anbindung.


Abb.: Dashboard von Econda


Nachfolgend einige Key-Features von Econda:

  • Zahlreiche E-Commerce Plug-Ins
  • Econda r.a.c.e. Technology
  • Realtime Tracking
  • Customer Journey Analyse mit Assist Funktion
  • A/B und Multivariates Testing

Die Kosten für Econda werden nach der Anzahl der Pis pro Monat abgerechnet. Für einen Webauftritt mit 1 Mio. PI´s pro Monat liegt man preislich bei EUR 200.-/Monat. Es wird eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe eines Monatsbeitrages fällig. Sofern die Integration mit den verfügbaren Plugins möglich ist, fallen auf Econda Seite keine weiteren Gebühren an.

Neben der Software bietet Econda darüber hinaus auch Schulungen und individuelles Consulting zum Thema Webanalyse und Tracking für Unternehmen an.

Econda wird insbesondere in Deutschland von einer Vielzahl an namhaften Unternehmen unterschiedlichster Branchen verwendet. Zu den Econda-Kunden zählen u.a. Villeroy & Boch, Billiger.de und Dallmayr. Das Tool kann für 30 Tage unverbindlich und kostenlos getestet werden.

Mehr Infos zu Econda finden Sie unter www.econda.de


Webtrekk Q3

Bei Webtrekk handelt es sich ebenfalls um einen deutschen Anbieter. Wie Econda ist auch Webtrekk vom TÜV zertifiziert und daher im Bezug auf deutsche Datenschutzrichtlinien optimiert.

Webtrekk bietet mit Q3 statistische Berechnungen und Auswertungen auf Grundlage von Rohdaten an. Damit ermöglicht die Q3-Filterengine es, alle Analysen und Daten miteinander zu verknüpfen, wodurch sehr komplexe Filter gebildet werden können. Der gewünschte Filter wird in Echtzeit auf den kompletten Rohdatenbestand angewendet und kann somit rückwirkend alle Daten mit beliebigen Korrelationen „on-the-fly“ analysieren. Damit können insbesondere sehr große Datenmengen bewältigt werden.

Neben umfangreichen Basisfunktionen können darüber hinaus noch diverse Zusatzfeatures gebucht werden. Hierzu zählen u.a. eine erweiterte Suchmaschinenpositionsanalyse, ein erweitertes Screenshot-Tool, ein Rohdatenexport sowie eine erweitere API für die Abfrage und den Import von Daten.

Neben der kompletten Analyse-Suite Q3 steht mit Webtrekk light auch noch eine abgespeckte Version für kleinere und mittlere Unternehmen zur Verfügung.


Abb.: Analyse der Einstiegsseiten mit Webtrekk


Hier einige der Key-Features von Webtrekk Q3:

  • Performance
  • Flexibelste Analysen und Auswertungen
  • Visualisierungen
  • Komplexe, statistische Analysen
  • Reporting
  • Kampagnensteuerung

Die Kosten für Webtrekk werden ebenfalls nach der Anzahl der Pis bzw. ganz konkret nach der Anzahl der Requests pro Monat abgerechnet. Für einen Webauftritt in der Größenordnung von 1 Mio. PI´s pro Monat liegt man preislich bei rund EUR 520.-/Monat. Eine einmalige Einrichtungsgebühr wird dabei nicht fällig. Bei der Implementierung ist Webtrekk in einem Umfang von 3-4 Stunden behiflich. Zudem werden demnächst Schnittstellen für diverse Systeme zur Verfügung stehen, die die Implementierung vereinfachen. Neben Webtrekk Q3 steht mit Webtrekk light noch eine Version für kleinere Webauftritte zur Verfügung. Der Funktionsumfang entspricht dabei im Wesentlichen dem von Q3 und lässt sich jederzeit modular erweitern. Die Kosten für die Light-Version beginnen im Bereich von rund EUR 200.- pro Monat.

Ähnlich wie Econda bietet auch Webtrekk neben der Software zusätzlich auch Schulungen und individuelles Consulting zum Thema Webanalyse und Tracking für Unternehmen an.

Webtrekk wird als deutsches Unternehmen primär von deutschen Kunden eingesetzt. Hierzu zählen aber durchaus sehr namhaften Unternehmen wie z.B. Bild, Deutsche Bank, und Esprit.


netmind Go

Das von der Mindlab GmbH in Esslingen entwickelte netmind GO! stellt gemäß eigenen Aussagen die derzeit sicherste Webanalyse-Lösung auf dem deutschen Markt dar. Das Tracking erfolgt 100% konform dem deutschen Datenschutzrecht und arbeitet ohne die Erfassung der vollständigen IP-Adresse. Des Weiteren verzichtet netmind auf den Einsatz von Third-Party-Cookies. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, kommt in netmind GO! das neue erweitere Rechte- und Rollenkonzept zum Einsatz. Dieses ermöglicht es, über eine grafische Konfigurationsoberfläche detaillierte Nutzungsrechte auf die erfassten Trackingdaten zu vergeben. Durch das Zuordnen von Nutzern in Gruppen, können einfach sämtliche Berechtigungen von Domains, einzelnen Reports, bis auf Datensatzebene vergeben werden.

Die aktuelle Version von netmind GO! bringt ein komplett überarbeitetes Look & Feel mit sich, das auf Basis diverser Usabilitystudien und Userbefragungen entstanden ist. Basierend auf neuen Technologien wie AJAX erreicht netmind GO! höchste Maßstäbe an Usability & Flexibilität.


Abb.: netmind GO! Dashboard


  • Dashboard & Widgets
  • Neue Darstellungsformen
  • Dynamische Reports
  • Einfacher Einstieg
  • Browser Overlay
  • Erweitertes Rechte- und Rollenkonzept
  • Umfangreiche API-Zugriffe

Die Kosten für netmind GO! werden ebenfalls nach der Anzahl der PIs pro Monat abgerechnet. Für einen Webauftritt mit 1 Mio. PI´s pro Monat liegt man preislich im Bereich von rund EUR 300.-/Monat. Einrichtungsgebühren fallen hier keine an, da das System von einem Dienstleister implementiert wird, wobei es hier keine Vorgaben gibt. D.h. das Ganze kann durchaus auch von der jeweils bestehenden Online-Agentur übernommen werden. Für einen klassischen Corporate Webauftritt kann man hier von einem Umfang für die Initial-Implementierung im Bereich von rund zwei Manntagen ausgehen.

Die deutsche Webanalyse-Lösung netmind GO! wird aktuell von absoluten Enterprise Kunden wie z.B. der Postbank, Spiegel Online und der Allianz zur Analyse und Auswertung von deren Webauftritten verwendet.

Mehr Infos zu netmind GO! finden Sie unter www.mindlab.de.


Fazit

Ohne umfassendes Tracking von Userdaten wird man heutzutage im Web nicht den gewünschten Erfolg erzielen können. Mittlerweile stehen hierzu eine Vielzahl an unterschiedlichsten Trackinglösungen – von kostenlos und recht simpel bis hin zu extrem umfangreich und auch preislich entsprechend sportlich – zur Verfügung.

Dabei sollte jeder Seitenbetreiber sich im Vorfeld mit dieser Thematik intensiv auseinandersetzen und für sich selbst vorab definieren, welche Analysen, Auswertungen und Daten für ihn besonders relevant sind und – ganz wichtig – welches Budget für das Thema Tracking möglich ist. Darauf aufbauend sollte in einem nächsten Schritt dann durchaus auch einmal ein Praxistest etwaiger Lösungen – sofern möglich – durchgeführt werden, um mögliche Lösungsansätze auch im „Livebetrieb“ erleben zu können.

In einem Interview mit Timo von Focht, dem Country Manager DACH von Applied Technologies Internet SAS auf http://experten-interviews.de habe ich eine recht passende Zusammenfassung des Themas gefunden: „Statt auf die Anzahl von Besuchen und Seitenaufrufen, sollte in der Analyse mehr auf Nutzer, Konversionen und Umsatz geachtet werden. Dabei sind konkrete Zielvorgaben und gute Ressourcenplanung von Anfang an unerlässlich. Wichtig ist zudem eine Gesamtbetrachtung und Einordnung der Analysen in Bezug auf Nutzerherkunft, Verhalten auf der Seite, Nutzerfreundlichkeit der Seite sowie auf externe Faktoren (z.B. Social Media, Kampagnenkontakte oder Serverperformance), um die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

Wenn Sie dies bei der Auswahl eines geeigneten Trackingtools von vornherein beachten, sollte sie zumindest schon eine vernünftige Basis geschaffen haben.

Neueste Posts

Die größten Akquisitionen von Google, Amazon und Apple und einige Learnings daraus!
Neue Ausgabe des eStrategy-Magazin verfügbar 360 Stories – ein Spiel für Teams Die B2B E-Commerce Pyramide
Digital Storytelling - ein Kurztrip in die Kreativität und wieder zurück

Archiv

Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juni Mai April Februar Januar
Dezember November Oktober September August Juli Juni März Februar
Oktober September August Juli Juni Mai April März Januar
Dezember November Oktober September August Juli Mai April Februar
November Oktober September April Februar
Dezember September Juni Mai Februar Januar
Juli Mai April März Februar Januar
September August Juli März
Oktober September Juli Juni Mai März Februar
Februar

Kategorien

E-Commerce Unternehmensmeldung Online-Marketing Magento Commerce Neos TYPO3 SEO SEA Usability Digitale Transformation Agile Projektentwicklung Corporate Web Analytics Künstliche Intelligenz Mobile Marketing Social Media Veranstaltungen Research & Development

Unser Herz schlägt online -
Deins Auch?


Wir stellen uns jeden Tag neuen Heraus-forderungen des Online-Business – immer auf der Suche nach spannenden Lösungs-ansätzen und sinnvollen Technologien. Eine Vielzahl namhafter Kunden vertrauen auf das Online Know-how „Made in Kolbermoor / Rosenheim und München“. 

Lust auf TechDivision? Hier geht zu unseren Stellenanzeigen

eStrategy Magazin


Erfahren Sie mehr zu den Themen E-Commerce, Online-Marketing, Mobile, Projektmanagement, Webentwicklung und E-Recht in unserem kostenlosen Online-Magazin.

Jetzt herunterladen!

Whitepaper:
Agiles Projektmanagement


In unserem kostenlosen Whitepaper versuchen wir Basiswissen und Erfahrungen aus vielen Jahren täglicher Projekt- und Unternehmenspraxis zu vermitteln, mit denen Sie die Anforderungen des Arbeitslebens von Heute besser bewältigen können.

Jetzt herunterladen!

Autor

Haben wir Ihr Interesse mit unserem Blog geweckt?

Wir sind der richtige Partner für anspruchsvolle Projekte im Bereich E-Commerce, Corporate Web, Consulting und Online-Marketing. Sprechen Sie mit uns!

Autor

Michael Schubart Product Owner / Certified Scrum Professional