DAM-Migration bei der Hoffmann Group: 4,8 Millionen Assets, 6 Monate, null Toleranz für Fehler

Zentral platzierte Infografik mit dem Schriftzug 'DIGITAL ASSETS' und mehreren Symbolen, die durch Linien verbunden sind, vor unscharfem Stadtbild.

Josef Willkommer

Co-Founder / CMO
E-Commerce Online-Marketing KI

Wie wir gemeinsam mit unserem Kunden, der Hoffmann Group, innerhalb von nur 6 Monaten eine der größten DAM-Migrationen im deutschsprachigen Raum gestemmt haben – und was wir dabei gelernt haben.

Die Ausgangslage: Wenn der Kalender keine Kompromisse kennt

Stellen Sie sich vor, Ihr bestehendes DAM-System erreicht sein Lizenzende. Das wäre an sich schon Grund genug für ein ambitioniertes Migrationsprojekt. Jetzt stellen Sie sich weiter vor, das passiert genau dann, wenn Ihre geschäftskritische Katalogproduktion ansteht – ein Termin, der seit Jahren feststeht und an dem sich die gesamte Lieferkette orientiert. Genau das war die Situation bei der Hoffmann Group im Frühjahr 2025. 

Über die Hoffmann Group

Rund 4.000 hoch motivierte Menschen machen mit ihrer Leistung die Hoffmann Group zu dem, was sie heute ist: Europas führendem Partner für Qualitätswerkzeuge, der fast alles liefert, was man im Umkreis von zehn Metern um den industriellen Arbeitsplatz benötigt: Werkzeuge, Werkstattbedarf, persönliche Schutzausrüstung, Betriebseinrichtungen, Warenausgabesysteme, digitale Produkte, digitale Fertigungslösungen und Beladesysteme für Werkzeugmaschinen. 

Über 120.000 Artikel sind ab Lager lieferbar und kommen mit zertifizierter Lieferqualität zum Kunden; weitere 500.000 Artikel sind gelistet. Neben den Marken GARANT und HOLEXstehen über 500 Top-Marken zur Wahl. Flankiert wird das Sortiment durch einen flächendeckenden Beratungs- und Kundenservice sowie diverse Dienstleistungen. Im Jahr 2025 erwirtschaftete die Hoffmann Group einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. Euro und zählte über 135.000 Kunden in 50 Ländern. 

Der Hauptsitz befindet sich in München am Standort der Hoffmann SE, die seit 2022 zur SFS Group gehört und das eigenständige Segment „Distribution & Logistics“ bildet. 

Screenshot des Onlineshops der Hoffmann Group

Die Zahlen, die uns nachts wachgehalten haben

  • 4,8 Millionen Assets – von Produktbildern über CAD-Zeichnungen bis zu Sicherheitsdatenblättern
  • 50 Millionen Derivate – für alle Ausgabekanäle, vom E-Commerce bis zur Print-Katalogproduktion
  • 10 Terabyte Datenvolumen – das will erst einmal bewegt werden
  • 6 Monate Zeit – von Projektstart bis Go-Live
  • 500 Millionen API-Requests pro Monat – die neue Lösung musste Leistung zeigen

Das Ziel: Migration von CELUM zu Adobe Experience Manager Assets. Pünktlich. Vollständig. Ohne Datenverlust. Mit voller Performance ab dem ersten Tag.

Warum Adobe Experience Manager Assets?

Die Hoffmann Group setzte bereits intensiv auf Adobe-Produkte – InDesign und InDesign Server für die hochautomatisierte Katalogproduktion, Creative Cloud für die Grafikteams. Die Entscheidung für AEM Assets war daher konsequent: bessere Integration in bestehende Workflows, zukunftssichere Plattform, und ein Partner-Ökosystem, das langfristige Investitionssicherheit bietet.

Der strukturierte Ansatz: Fünf Phasen zum Erfolg

  • Phase 1: Konzeption und Vorbereitung (Mai 2025): Bevor auch nur ein Asset bewegt wurde, haben wir die Grundlagen gelegt. Ordnerstrukturen neu gedacht, Metadatenmodelle definiert, Schnittstellen konzipiert. Das alte System hatte eine flache Struktur – das neue benötigte eine hierarchische. Klingt nach Detail, ist aber entscheidend für die Langzeit-Wartbarkeit.
  • Phase 2: Migration (Juni – Juli 2025): Die eigentliche Datenübernahme. 4,8 Millionen Assets wollen nicht nur kopiert, sondern transformiert werden. Metadaten-Mapping, Strukturanpassung, Qualitätsprüfung. Parallel dazu: Aufbau der Azure-Integration für globale Performance.
  • Phase 3: Integration (August – September 2025): Anbindung aller Schnittstellen. PIM-System, Creative Cloud, Print-Workflow mit priint, E-Commerce-Plattform. Jede Schnittstelle hatte ihre eigenen Anforderungen, ihre eigenen Edge Cases.
  • Phase 4: Optimierung (September – Oktober 2025): Performance-Tuning unter Last. Die Custom API musste bis zu 10.000 Requests pro Sekunde verarbeiten. Hier kamen wir an Grenzen der Cloud-Standardkonfiguration – und mussten kreative Lösungen entwickeln.
  • Phase 5: Go-Live und Stabilisierung (Oktober 2025): Der kritische Moment. Umschaltung auf das neue System, 24/7-Monitoring, schnelle Reaktion auf Anomalien. Die Katalogproduktion im November lief planmäßig – das war der ultimative Beweis, dass die Migration erfolgreich war.

Was wir dabei gelernt haben

  1. Cloud-Systeme haben Limits – und man findet sie garantiert AEM as a Cloud Service ist eine leistungsfähige Plattform. Aber bei dem Volumen, das wir bewegen mussten, wird die Luft auch immer dünner. Die Lösung: enger Kontakt mit Adobe, pragmatische Workarounds, und ein Team, das auch unter Druck kreativ bleibt.
  2. Transparenz ist kein Nice-to-have – Bei einem Projekt dieser Tragweite gibt es immer unvorhergesehene Herausforderungen. Der Unterschied liegt darin, wie man damit umgeht. Wir haben von Anfang an auf radikale Transparenz gesetzt – wöchentliche Status-Updates, offene Kommunikation über Risiken, gemeinsame Problemlösung statt Schuldzuweisungen.
  3. Performance-Testing kann nicht früh genug starten – Die API-Performance war eine zentrale Herausforderung. Wir haben früh mit Lasttests begonnen und konnten so Engpässe identifizieren, bevor sie zum Problem wurden.

Das Ergebnis

Die Hoffmann Group hat heute eine zukunftssichere DAM-Infrastruktur, die als Single Source of Truth für alle digitalen Kanäle dient. Die Katalogproduktion 2025 lief wie geplant. Die Performance-KPIs werden eingehalten. Und das Feedback des Kunden?

„Es ist das erste Mal, dass wir in so einer Qualität mit einem IT-Dienstleister zusammenarbeiten."

Das ist keine Marketing-Phrase, das ist ein echtes Zitat aus dem Projekt.

Mehr erfahren im Webinar

Am 17. März 2026 berichten wir gemeinsam mit der Hoffmann Group im Live-Webinar über das Projekt. Florian Grüneklee von der Hoffmann Group gibt Einblicke aus Kundensicht, unser Team teilt die technischen Learnings.

Banner Webinar DAM-Migration bei der Hoffmann Group

Das Webinar richtet sich an alle, die eine DAM-Migration planen oder evaluieren – egal ob CDO, CTO, Marketing-Verantwortlicher oder Projektleiter.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://events.techdivision.com/hoffmann-dam-webinar

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Zwei Menschen nutzen Laptops, während sie entspannt auf einer Couch sitzen.