SEO - Suchmaschinenoptimierung einst und zukünftig

Seit wann gibt es die Suchmaschinenoptimierung eigentlich? Es muss Anfang der 90er Jahre gewesen sein, als sich Webmaster erstmals mit diesem Thema befasst haben. Allerdings waren die Stellschrauben zu dieser Zeit noch sehr begrenzt. Wer eine gute Platzierung in den Suchergebnissen erreichen wollte, hat die Meta-Tags „Keyword“ und „Description“ befüllt. Und das war es dann auch schon.

Andererseits war der Suchmaschinen-Markt ja auch längst noch nicht so klar strukturiert, wie es heute der Fall ist. Yahoo war damals sehr beliebt zum Suchen, auch Lycos und Fireball, Altavista oder Hotbot kamen zum Einsatz. Google gab es damals auch schon. Es war aber eher ein Geheimtipp, auf den ich eines Tages mal per Zufall gekommen bin.

Natürlich war das Internet damals auch noch nicht so riesig wie heute. Der Suche kam eine geringere Bedeutung zu, weil man viel weniger Treffer zu erwarten hatte. Die meisten Seiten hat man direkt aufgerufen, weil man die URL kannte.

Mit der Jahrtausendwende kam dann langsam mehr Bewegung in die Suchmaschinenthematik. Im Jahr 2000 wurde beispielsweise klar, dass die Linkpopularität ein wichtiges Thema ist. Und in diesem Zusammenhang startete auch der Aufschwung der Verzeichnisse.

2001 wurden die bezahlten Suchmaschineneinträge zu einem Thema. GoTo war die erste Suchmaschine, die hier aktiv wurde. Ihren späteren Nachfolger Overture gibt es aber heute auch schon nicht mehr.
Auf der anderen Seite arbeitete Google daran, sich aus der Masse hervorzuheben, während die Bedeutung des Keyword-Tags zu bröckeln begann.

2002 erblickten die Google AdWords das Licht der Welt, und auch der PageRank und Strafen für seinen Verkauf waren bereits Themen. Der Begriff „SEO“ wurde zunehmend verwendet, während AltaVista seine besten Zeiten schon gesehen hatte.

2003 stand im Zeichen der Konsolidierung auf dem Suchmaschinen-Markt. Yahoo schluckte Inktomi, AltaVista und FAST, während Google seine Position behaupten konnte und seinen Kampf gegen Spam intensivierte.

2004 rückte – inspiriert durch Googles Kampf gegen den Spam – das Berufsbild des SEO in den Vordergrund. Und der Unterschied zwischen Black Hat und White Hat-Methoden wurde immer heftiger diskutiert. Der Page Rank stand im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, auch wenn neben dem Ranking noch weitere Themen auf die Tagesordnung kamen.

2005 führte Google das nofollow-Attribut ein. Ihr Ziel lag vermutlich darin, eine Unterscheidung zwischen bezahlten und organischen Links zu ermöglichen. Mit Google Analytics bot sich in diesem Jahr erstmal die Möglichkeit, den Erfolg der SEO-Maßnahmen zu überwachen.

2006 brachte weitere Neuerungen aus dem Hause Google. Die Konversionsrate wurde gemessen, die „Minus 30-Strafe“ eingeführt und dem Kauf von Textlinks der Kampf angesagt. Die Professionalisierung im SEO-Bereich hatte sich allerdings noch immer nicht flächendeckend durchgesetzt…ein Wunsch, der bis heute leider noch nicht in Erfüllung gegangen ist.

2007 wurde immer häufiger über die Qualität der Besucher gesprochen, da man erkannte, dass irgendwelcher Traffic wenig bringt. Google kämpfte weiter gegen bezahlte Links. Wie sich die Suchmaschinen mit dynamisch erzeugten Seiten verhalten, war auch immer noch ein Thema, auch wenn es hier in der Vergangenheit bei korrekter Gestaltung eigentlich wenig Probleme gegeben hatte.
Inzwischen hat Google die Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt erreicht, und Suchmaschinenoptimierung ist weitestgehend Google-Optimierung.

2008 war eigentlich sehr viel über den Google-Algorithmus bekannt. Aber dennoch ließen sich weder die Black-Hat-SEOs ausrotten, noch selbsternannte  „SEO-Gurus“, die ihr angebliches Insiderwissen für viel Geld zu verkaufen versuchten. Dass eine gelungene Suchmaschinenoptimierung letztendlich eine Kombination aus Grundlagenwissen, Fleiß, Handarbeit und Geduld ist, klang wohl einigen zu banal und zu wenig spektakulär.
Web 2.0 war da natürlich ein willkommenes Zauberwort, um viel Wirbel zu verbreiten. Andererseits brachte es durchaus interessante Neuerungen im Web, u.a. die Social Media-Dienste wie z.B. Twitter.
Auch im eCommerce wurde die Suchmaschinen-Optimierung immer wichtiger, zumal die Anzahl an Online-Shops nicht zuletzt durch den Release von Magento in stetigem Wachstum begriffen ist.

2009 wurde immer wieder über den Page Rank diskutiert und wie wichtig er wirklich ist. Vielleicht setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass Klasse immer wichtiger wird als Masse und dass Google nach wie vor alles tut, um qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu liefern.

Und was können wir für 2010 erwarten?

Das Streben nach Qualität sollte sich fortsetzen. Die Suchergebnisse werden noch besser an lokale und persönliche Gegebenheiten angepasst. Google wird sich hier sicher besonders anstrengen, um seine marktbeherrschende Position zu erhalten.

Auch bei der Benutzerfreundlichkeit der Suchmaschinen könnten weitere Verbesserungen in Aussicht stehen, damit bereits während der Suche oder aus den Ergebnissen erkennbar wird, ob der jeweilige Treffer das gewünschte Ergebnis bringt.

Dass Spam und Black-Hat-SEO ausgerottet werden, wird aber wohl leider ein frommer Wunsch bleiben.

Dieser Beitrag wurde inspiriert von HighRankings Advisor.

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