Meet magento 2016 - Ein Rückblick

Die Meet-Magento liegt jetzt schon wieder rund vier Wochen zurück und wir haben es dann doch noch geschafft - trotz Urlaub- und Projektzeit - ein kurzes Recap zu schreiben. Eines vorweg: Es war auch 2017 wieder sehr cool und die Stimmung in der Community ist aus unserer Sicht so gut wie schon lange nicht mehr! Dies hängt sicherlich auch mit den aktuellen Anstrengungen von Magento im Bereich der Community-Arbeit zusammen.

Die Meet-Magento liegt jetzt schon wieder rund vier Wochen zurück und wir haben es dann doch noch geschafft - trotz Urlaub- und Projektzeit - ein kurzes Recap zu schreiben. Eines vorweg: Es war auch 2017 wieder sehr cool und die Stimmung in der Community ist aus unserer Sicht so gut wie schon lange nicht mehr! Dies hängt sicherlich auch mit den aktuellen Anstrengungen von Magento im Bereich der Community-Arbeit zusammen.

In der Magento-Community gehört die Meet Magento Deutschland in Leipzig seit vielen Jahren zu einem Pflichttermin! Bereits zum elften Mal fand in diesem Jahr die führenden Magento Konferenz im deutschsprachigen Raum statt, bei der sich das “Who is Who” der deutschen Magento Szene zum fachlichen und kreativen Austausch traf. Dass die Veranstaltung mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert genießt, zeigen die rund 800 Teilnehmer. Damit dürfte das Event zu einem der größten Community-Events überhaupt zählen. Im wahrsten Sinne des Wortes, ist das Penta Hotel fast aus seine Nähten geplatzt und an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Für kommendes Jahr wird man sich hierzu nochmals Gedanken machen müssen.

Dieses Jahr waren wir mit insgesamt fünf Entwicklern direkt vor Ort. Drei davon waren auch gleich beim vorangegangen Hackathon dabei, der dieses Mal von einem sog. "Magento Contribution Day" begleitet wurde. Hierzu waren einige Magento Core Entwickler sowie Max Yekaterynenko, Director of Community Engineering dabei. Für uns war dies eine sehr gute Gelegenheit um sich fachlich auszutauschen und natürlich auch um gemeinsam an Magento zu arbeiten.

Bei der Meet-Magento hatten wir dieses Jahr zudem auch wieder einen Vortrag mit dem Titel “The story about selling the unicorn”, dabei. Dabei konnten wir anhand der Ritter Sport Einhornaktion zeigen, wie leistungsfähig Magento tatsächlich ist. Hierzu nur nochmal ein paar Zahlen aus unserer Präsentation zur besseren Vorstellung:

  • Im Peak mehr als 310.000 gleichzeitige Besucher im Shop
  • Rund 90% der Zugriffe gingen direkt in den Warenkorb und Checkout
  • Mehr als 20 Bestellungen pro Sekunde, was bei einer max. Bestellmenge von 11 Tafeln (die nahezu jeder Besteller ausnutzte) eine Größenordnung von 220 verkauften Tafeln pro Sekunde entspricht
  • Im Peak mehr als 10.000 Tafeln pro Minute

Irgendwann ging die Infrastruktur - trotz umfangreichster Maßnahmen - dann allerdings doch in Knie, was bei diesen Zahlen jedoch auch nicht mehr ganz verwunderlich sein dürfte... ;-)

Dass der deutsche Markt von sehr großer Bedeutung ist, wurde anhand der Teilnehmer von Magento deutlich, die heuer mit knapp 20 Mitarbeiter - vom Entwickler über Lead-Architekten und Produktverantwortlich bis hin zum Magento CEO Mark Lavelle - vor Ort waren. Lavelle gab in seiner Keynote einen wirtschaftlichen Ausblick über den E-Commerce im Allgemeinen sowie deren Bedeutung in Zukunft für Magento. So prognostizierte er einen Umsatzanstieg über die Magento-Plattform bis ins Jahr 2020 um 300%. Zudem rechnet er mit einer auch weiterhin massiven Zunahme der Magento-Entwickler auf weltweit über 500.000.

In seiner Keynote stellte Paul Boisvert, Head of Product Management bei Magento Commerce, die Roadmap für Magento 2 vor. Ein Bestandteil der Roadmap ist neben umfangreichen B2B-Features, die in das kommende Release von Magento 2 integriert werden zudem ein komplett neues und sehr mächtiges Content Management, mit dem sich per Drag & Drop und ohne Programmierkenntnisse umfangreiche Themenwelten und Landingpages erstellen lassen.

Vortrag - Open Source im Enterprise E-Commerce

Jaromir Fojcik hielt einen spannenden Vortrag zum Thema Open Source. Von Shopbetreibern wird der Einsatz von Open Source Komponenten im Bereich der Enterprise Edition oft noch kritisch gesehen. Dabei sind für E-Commerce-Betreiber im Enterprise Segment folgende Kriterien sehr wichtig.

  • Sicherheit
  • Performance
  • Zuverlässigkeit
  • Erweiterbarkeit
  • Verfügbarkeit

Befragt man Shopbetreiber nach den Hinderungsgründe für den Einsatz von Open Source, zeigt sich auch schnell, dass es eigentlich gar nicht so viele gibt, wie oftmals angenommen oder teilweise auch nach wie vor propagiert wird.

Ein Hinderungsgrund der gerade bei größeren Unternehmen immer wieder genannt wird, ist der Umstand, dass die Akzeptanz bei den Vorgesetzten scheinbar noch nicht im nötigen Maße vorhanden hat. Trotz diesem Umstandes, zeigt die Praxis aber auch, dass 95 % aller Betreiber trotzdem OS Komponenten einsetzen. An dieser Stelle sei auch auf eine aktuelle EU-Studie hingewiesen, wonach der Einsatz von Open Source Software inzwischen hochoffiziell empfohlen wird (vor zwei Jahren, kam diese Studie noch zu einem anderen Ergebnis...).

Generell kann man davon ausgehen, dass eine etwaige Skepsis gegenüber Open Source Software in vielen Fällen auf Unwissenheit beruht. Auch werden oft Sicherheitsbedenken bezüglich des offenen Quellcodes genannt, was sich aber auch nicht als eine triftiger Hinderungsgrund erweist, da Open Source sehr schnell Patches bei Sicherheitslücke liefert und diverse Studie zudem auch bereits gezeigt haben, dass Open Source Software in der Regel nich unsicherer ist als proprietäre Software. Teilweise ist hier sogar genau das Gegenteil der Fall...

Man kann also feststellen, dass inzwischen fast alle Unternehmen in der einen oder anderen Form OS Komponenten - wissentlich oder zum Teil auch unwissentlich - einsetzen. Die TOP 10 der Shopsysteme (wie otto.de, zalando.de, notebook-billiger.de, cyberport.de, broprix.de, tchibo.de, conrad.de, alternate.de, apple.de) in Deutschland zeigt diese Tatsache eindrucksvoll. Jedes dieser Shopsysteme setzt - zum Teil in überwiegendem Maße - auf OS Komponenten und betreiben damit eine wirtschaftlichen erfolgreichen Onlineshop.

Künstliche Intelligenz im E-Commerce

Künstliche Intelligenz (KI) oder auch Artificial Intelligence (AI) genannt, ist inzwischen eines DER Themen im Webumfeld. Alexa und Co. haben mittlerweile Einzug in unser Alltagsleben gefunden. Was vor ein paar Jahren noch als Science Fiction abgestempelt wurde, ist heute bereits Realität. Der Computer spricht mit dem User und lernt dabei immer mehr über ihre User dazu. Je mehr Interaktion zwischen dem User und Alexa passiert, desto intelligenter wird der Computer und liefert dem User nur noch die für ihn relevanten Daten.

Gerade im E-Commerce wird KI in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle einnehmen. Folgende Einsatzmöglichkeiten für KI im E-Commerce gibt es bereits.

  • Vorhersage von Trends (z.B. prediction.io)
  • Analyse von Stimmung/Gefühlen
  • Supply Chain Management
  • Automatisches Produkttagging (ViSenze)
  • Dynamische Preise/Predictive Pricing
  • Sprach + Audioerkennung
  • Visuelle Suche (Produktvorschläge auf Basis von Fotos)
  • Empfehlung von Produkten
  • Vorwegnehmende Bestellung & Lieferung
  • Fraud Detection + Prevention

Zu den aktuellsten Entwicklung von KI im Bereich von E-Commerce zählen u.a. Chatbots, mit denen wir uns aktuell auch sehr intensiv beschäftigen. KI befindet sich im Augenblick im E-Commerce noch am Anfang der Entwicklung, da aber gerade die Global Player in KI kräftig investieren, wird es einen schnellen Einzug in unseren Alltag geben.

Magento 2 B2B

Umfragen belegen, dass 75 % im B2B Bereich Online kaufen möchten, aber nur 30 % dies im Augenblick auch tun. Dass bedeutet dass noch ein sehr großer Nachholbedarf im B2B Bereich besteht. So wurde festgestellt, dass die B2B Kunden bereit sind, mehr Geld auszugeben, wenn sie Multiple Channels für den Einkauf verwenden können.

Magento 1 verfügt über keine dedizierten B2B Features, wurde aber trotzdem bereits sehr häufig in diesem Umfeld eingesetzt. Nach Angaben von Magento wird die Software - sicherlich auch aufgrund der Flexibilität und Leistungsfähigkeit - zu rund 40% im B2B-Umfeld eingesetzt. Diese Zahl deckt sich im übrigen auch mit unseren Erfahrungen und Daten. Dieser Umstand ist von Seiten Magento bei der Entwicklung von Magento 2 daher auch grundlegend berücksichtigt worden und noch in diesem Jahr werden für Magento 2 umfangreichsste B2B Features zur Verfügung stehen.

Nach Aussage von Magento werden rund 80 % aller benötigten Features bereits mit Magento 2 B2B abgedeckt. Darüberhinaus wird das Thema Produktumfang (Anzahl SKUs) weiter optimiert. Der derzeit größte Magento-Shop beinhaltet eine hohe 7-stellige Anzahl an SKUs und mit den neuen Features, wir sich hier sicherlich nochmal was tun.

Unter anderem sind folgende Features sind in Magento 2 B2B integriert:

  • Custom Pricing: ein Standardpreis oder beliebig viele Preis können hinterlegt werden.
  • Credit Limit: erlaubt Kreditlinie für Unternehmen einzurichten und zu verwalten
  • Company Structure/Permissions: Unternehmensstruktur kann abgebildet werden und ein entsprechende Berechtigungsstruktur definiert werden.
  • Quotes: Über dieses Features können spezielle Angebote angefragt werden
  • Requisitions Lists: Warenkorb mit langer Laufzeit
  • Quick Order: Erlaubt eine schnellen Einkauf ohne Warenkorb

Wer weitere Infos zu Magento B2B benötigt, der findet in unserem Video zu Magento B2B  sicherlich einiges....

Fazit

Die Meet Magento 2017 in Leipzig hat auch in diesem Jahr unsere Erwartungen voll erfüllt. Insofern werden wir auch 2018 wieder vertreten sein. Die Veranstaltung hat zudem auch recht deutlich gezeigt, dass mit Magento 2 ein hervorragendes Produkt für die Zukunft, sowohl im B2C- wie auch im B2B-Bereich zur Verfügung stehen, welches inzwischen in nahezu 11.000 Shops weltweit verwendet wird. Dass eine solche Verbreitung nicht von ungefähr kommt, versteht sich aus unserer Sicht eigentlich auch von selbst.

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Josef Willkommer Geschäftsführer / CMO