Hallhuber stand, wie viele andere Unternehmen auch, vor der großen Herausforderung ein über die Jahre gewachsenes und bereits sehr gut funktionierendes E-Commerce-System auf ein neues Level zu heben und damit den Grundstein für weiteres Wachstum und entsprechende Zukunftssicherheit zu setzen.

 

Der Umstieg von Magento 1 auf Magento 2, welcher mit einer Vielzahl von Neuerungen und technischen Innovationen verbunden ist, soll den Hallhuber Kundinnen zukünftig ein neues Einkaufserlebnis bieten.

Zusätzlich soll den Mitarbeitern noch mehr Flexibilität und Möglichkeiten für eine optimale Darstellung der Produkte gegeben sowie den Kunden einen möglichst nahtlosen und schnellen Einkauf über alle relevanten Touchpoints hinweg ermöglicht werden. Diese können über die Click&Collect Option die Produkte auch direkt am PoS abholen.

 

Eine Cloud-Infrastruktur auf Basis der Amazon Web Services (AWS) mit Auto-Scaling sowie weiteren Besonderheiten wird zukünftig auch bei Peak-Szenarien ausreichend Performance gewährleisten, um ein rundum angenehmens Shopping-Erlebnis bieten zu können.

Die größte Herausforderung bei diesem Projekt bestand in der enormen Komplexität durch eine Vielzahl benötigter Funktionalitäten, der großen Anzahl an Drittsystemen, die an das System angeschlossen werden mussten sowie der Migration einer großen Anzahl an Kundendaten.

 

Bis zum Launch des Online-Shops wurde eine Vielzahl teils sehr umfangreicher Module speziell für Hallhuber implementiert. Für die Zukunft steht darüber hinaus noch die Implementierung von weiteren Modulen und Features an.

Über Hallhuber

Die Hallhuber GmbH ist ein in München ansässiges Modeunternehmen, welches mit über 400 PoS sowie einem etablierten Online-Shop in Deutschland und in sieben weiteren Ländern vertreten ist. Dabei bietet Hallhuber seinen Kundinnen ein Sortiment an hochqualitativen und aktuellen Modetrends zu einem attraktiven Preis in einem angenehmen, modernen Einkaufsumfeld.

 

Hallhuber entwickelte sich von einem modischen Textilfilialisten hin zu einer der bekanntesten und eigenständigsten vertikalen Fashionmarken in Deutschland. Seit Februar 2015 gehört Hallhuber zu dem Mode- und Lifestyle-Konzern GERRY WEBER International AG mit Sitz in Halle/ Westfalen.

 

Modebegeisterte Frauen haben bei Hallhuber eine einzigartige Auswahl an Produkten von Kleidung, Accessoires, Taschen und Schuhen, mit denen sie einen individuellen Look kreieren können. Hallhuber startete im September 2011 mit dem Onlinegeschäft, zunächst in Deutschland. Bereits ein Jahr später kam Österreich hinzu, in den darauffolgenden Jahren die Schweiz, Frankreich, UK und Norwegen. Mittlerweile werden 10% des Gesamtumsatzes online erwirtschaftet.

Timeline

01/2017 - 02/2018

Team
CSI-Team
System

Magento 2

BlueFoot CMS

Besonderheiten

Datenmigration M1 auf M2

Omni-Channel Funktionalitäten

Infrastruktur
Amazon Cloud-Infrastruktur (AWS)
Schnittstellen / Features

Tradebyte TB.One (OMS + PIM)

Hallhuber Card (ProData)

E-Gift Card (SVS)

PAYONE (PSP)

MissionOne - Newsletterprovider

Modul ProcessPipelines

Storefinder

Google Tag Manager (Datalayer, Enhanced Analytics, Adwords, etc.)

Econda (Tracking)

Smile Elastic Search (Suche)

Xtento (Marketplaces)

Optimizely (AB-Testing)

Recolize (Reco-Engine)

Affilinet API

DHL Track & Trace

Location Suggest

Click&Collect

Shop the Look

u.v.m

Anforderungen

 

  • Erstellung eines Online-Shops auf Basis von Magento 2
  • Migration der bestehenden Daten aus Magento 1 in Magento 2
  • Umfassende Content-Management-Möglichkeiten durch pflegbare Landingpages und Themenwelten
  • Integration von Omni-Channel Funktionalitäten (Click&Collect)
  • Integration bzw. Anbindung der vohandenen Drittsysteme (ERP, PIM, Newsletter, Kundenkarte, E-Gift Card, DHL Track & Trace etc.)
  • Zukunftfähige und skalierbare Cloud-Infrastruktur
  • Anbindung der gängigsten Zahlungsmöglichkeiten über vorhandenen Payment Service Provicer
  • Spezielle Anforderungen bei Warenkorb & Checkout
  • Umfassende Mobile-Optimierungen

Lösungen

 

  • Aktuelle Magento 2 Installation mit umfangreichem Customizing
  • Anbindung des OMS & PIM Tradebyte TB.One über eigens entwickelte Schnittstellen
  • Entwicklung zahlreicher Individualmodule, um die Anforderungen von Hallhuber bestmöglich abdecken zu können
  • Checkout mit der Option Click&Colltect
  • Entwicklung eines speziellen Migrations-Konzeptes zur reibungslosen Übernahme der vorhandenen Daten
  • Umzug der Infrastruktur auf die Amazon Cloud-Infrastruktur (AWS)
  • Integration von PAYONE als Zahlungsdienstleister

Ergebnis

 

  • Erfolgreiche Migration auf eine Magento 2 Instanz
  • Problemloser GoLive der neuen Plattform
  • Mit dem neu entwickelten Modul ProcessPipelines lassen sich Prozesse wie z.B. Datenimporte überwachen
  • Verbesserung der Performance und der Conversion-Rate

Für das Hallhuber Projekt wurde von uns eine komplett neue und eigenständige Tradebyte-Schnittstelle auf Basis unseres Open Source M2 Import Frameworks (M2IF) entwickelt. Die Schnittstelle zwischen TB.One und Magento 2 besteht aus zwei Komponenten. Dabei handelt es sich um einen Datenabgleich zwischen den beiden Systemen.

In TB.One wird jeder Verkaufskanal durch einen eigenen Channel repräsentiert, wodurch alle Länder die vom Online-Shop unterstützt werden, jeweils durch einen eigenen Channel dargestellt werden. Die grundlegende Herausforderung bestand darin, die Daten aus diversen Channels zusammenzuführen. Dabei müssen die Datensätze der einzelnen Channels anhand einiger weniger gemeinsamer Werte identifiziert und aggregiert werden. Die beiden unterschiedlichen Datenwelten von TB.One und Magento werden so in Einklang gebracht.

Im Kontext der Schnittstelle sprechen wir hier von einer Dateninterpretation, da die von TB.One bereitgestellten Informationen von dieser Schicht zu äquivalenten Datensätzen von Magento aggregiert und mit bereits bekannten Datensätzen vermengt werden. Diese Interpretationsschicht ermöglicht es auf die verschiedenen Ausgangsszenarien beim Import flexibel zu reagieren. Auf diese Weise ist es möglich, aus einzelnen Channels (z.B. Update einer einzelnen Sprache) oder aus allen Channels gleichzeitig (z.B. Update aller Sprachen) zu importieren. Je nach Bedarf können nur Teile des Katalogs (Delta-Import) wie auch der gesamte Katalog (Full-Import) aktualisiert werden.

Sämtliche Importe werden zudem über das Backend visualisiert und protokolliert. Diese Anforderung konnte mittels der sog. Process-Pipelines umgesetzt werden.

 

Shop-Administratoren bzw. Redakteure stehen oft vor dem Problem, dass es keinen Gesamtüberblick über die im Hintergrund laufenden Prozesse eines Online-Shops gibt. Ist z.B. der Datenimport bereits abgeschlossen und werden dennoch die im PIM angelegten Produkte nicht im Shop angezeigt, kann der Redakteur mit Hilfe des neuen von TechDivision entwickelten Moduls “ProcessPipelines” sofort herausfinden, in welchem Teilschritt des Imports der Fehler aufgetreten ist.

Durch das nahtlos ins Magento-Backend integrierte Modul werden alle Prozesse und deren aktuelle Stati auf einen Blick ersichtlich. Etwaige Probleme während eines Prozesses werden damit sofort sichtbar, ohne weitreichende IT-Kenntnisse zu benötigen und es können bei Bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

 

Die Migration der Daten von Magento 1 zu Magento 2 wurde im Wesentlichen in zwei großen Schritten durchgeführt. Die Aufteilung in diese zwei Schritte war nötig, um dem Redaktionsteam frühzeitig das Arbeiten im neuen System zu ermöglichen und die finale Migration (also den Wechsel auf das Produktivsystem) mit einer möglichst geringen Downtime bewerkstelligen zu können.

Schritt 1: Schema-Migration

Der erste Schritt der Migration bestand darin, die Magento 1 Datenbank in ein Magento 2 konformes Schema zu überführen. Für diesen Zweck wurde das von Magento bereitgestellte Data-Migration-Tool verwendet, welches für die vielen Features des Hallhuber Shops umfangreich erweitert werden musste. Für die Durchführung dieses Schritts wurde ein Automatismus geschaffen, sodass dieser beliebig oft auf dem CI-System durchgeführt werden konnte. So wurde sichergestellt, dass die Umwandlung der Datenbank trotz der stetig wachsenden Datenmenge im aktiven Produktivsystem (Magento 1) zuverlässig funktioniert.

 

Schritt 2: Datapicking

Da nur Teile der umgewandelten Daten (Kundendaten, Bestellungen, Warenkörbe, etc.) in den neuen Shop übernommen werden sollten, wurde für die finale Migration eine Reihe von Kommandozeilenbefehlen implementiert. So wurden am entscheidenden Tag des Relaunches die Daten mit den bereits gepflegten Daten im neuen Magento 2 Shop, selektiv zusammengeführt. Damit auch bei diesem entscheidenden Schritt nichts schief lief, wurde dieser Vorgang zuvor mehrfach wiederholt und auf Herz und Nieren getestet.

Bluefoot CMS

Hallhuber legt besonderen Wert auf umfangreiche Darstellungsmöglichkeiten für Landingpages und Themenwelten. Im Rahmen des Projektes wurde daher auf das neue Content-Management-System von BlueFoot gesetzt, das zukünftig zum Standardfunktionsumfang von Magento gehören wird und für Hallhuber von uns nochmals erweitert wurde. Damit werden dem Shopadministrator umfassende Gestaltungsmöglichkeiten geboten.

 

 

Vorteile des Bluefoot CMS

  • Einfache Bedienbarkeit durch Drag & Drop
  • Suchmaschinenfreundlichkeit
  • Einfache Integration von Produktinhalten
  • Hohe Erweiterbarkeit
  • Einfache Integration von Drittanbieter-Content (z.B. Videos)
  • Vollständig unterstütztes und gut dokumentiertes Modul
  • Flexible Seitenstruktur durch Gridelements

 

 

Das Hosting wurde mit Hilfe eines Hosting-Partners auf Amazon Web Services realisiert. Die gewählte Infrastruktur ist hochverfügbar und skaliert automatisch bei hohen Lasten. Magento 2 Commerce ermöglicht es eine Vielzahl von Teilkomponenten in eigene Services auszulagern. Für das Applikations-Caching wurde ein Redis-Cluster verwendet, während für den Full-Page-Cache mehrere Varnish-Server im Einsatz sind. Die Suche sowie die Katalog-Seiten nutzen den Elasticsearch-Dienst von Amazon, um Suchergebnisse schnellstmöglich dem Kunden zur Verfügung zu stellen.

Die Import- und Export-Vorgänge werden asynchron und teilweise parallel durchgeführt - zu diesem Zweck wird der RabbitMQ-Service von Amazon verwendet. Ferner existieren mehrere Server-Nodes, die unterschiedliche Rollen besitzen. Je nach Rolle sind diese Nodes für die Auslieferung von Webinhalten zuständig (Web-Nodes) oder für die Verarbeitung von Hintergrund-Prozessen (Backend-Nodes) wie z.B. Cron-Jobs, Mail-Versand oder Consumer für die Message-Queue.

 

"Liebes TechDivision-Team, ein aufregender Tag und aufregende Wochen und Monate liegen hinter uns. Auch wenn wir noch nicht mit allen Themen durch sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich für den erfolgreichen Relaunch heute bei Ihnen bedanken. Mir ist bewusst, dass das heute ohne Ihren Einsatz in den letzten Wochen und vor allem in den letzten Tagen nicht möglich gewesen wäre. Vielen herzlichen Dank dafür! Ich hoffe, Sie befinden sich mittlerweile alle im wohlverdienten Feierabend und erholen sich von den Strapazen der letzten Tage (bevor es dann morgen mit neuer Energie weitergeht). Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen!"

Dr. Astrid Jagenberg, Executive Vice President Digital, Hallhuber GmbH

Das Projekt stellte aufgrund des Umfangs und der Komplexität - aber auch aufgrund der Tatsache, dass ein bestehendes und bereits sehr gut laufendes Portal abgelöst werden musste - eine echte Herausforderung dar. So mussten zahlreiche zum Teil sehr unterschiedliche und komplexe Schnittstellen an vorhandene Systeme implementiert, eine Datenmigration von Magento 1 auf Magento 2 durchgeführt und sehr viele kundenspezifische Anpassungen in Magento vorgenommen werden.

Für Hallhuber war unser CSI Team mit bis zu acht Entwicklern im Einsatz. Die Steuerung erfolgte über einen Product Owner (PO), der von der TechDivision gestellt wurde. Dieser kommunizierte direkt mit den Projektverantwortlichen auf Kundenseite. Das Projekt wurde mit agilen Managementmethoden realisiert, um größtmögliche Flexibilität und Effizienz bei gleichzeitig bestmöglicher Qualität gewährleisten zu können. Durch tägliche Standups sowie einen laufenden Austausch zwischen Team und Kunde konnte das Projekt effizient umgesetzt werden.

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Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch und erarbeiten für Sie eine passende E-Commerce Strategie.

Philipp Nagel Key Account Manager